Klammeräffchen und Ich
Der Titel des Artikels lässt eine Art Reisebericht über eine Reise nach Mittel- oder Südamerika vermuten, wo es bekanntlich Klammeraffen, die zur Primatenfamilie der Klammerschwanzaffen gehören, gibt. Aber ich war ja gar nicht weg. Also ist es wohl kein Reisebericht. Um was geht es dann?
Um menschliche “Klammeräffchen”, die einfach nicht loslassen können. Damit meine ich Menschen, die mich nicht mögen, meine Blogs scheiße finden, meinen Sprach- und Schreibstil bescheuert finden, mich beleidigen, meine Meinung immer als falsch ansehen, aber dennoch jeden Tag mehrfach hier und auf meinem anderen Projekt vorbeischauen. Klammeräffchen eben. Doch warum? Belustigung, Neid, Einfallslosigkeit, Langeweile oder doch einfach pures Interesse? Ganz verständlich ist das für mich nicht, denn wenn ich Leute nicht mag oder mit ihnen im Streit auseinander gegangen bin, dann gehe ich ihnen aus dem Weg. Zumindest so gut es eben geht. (Wobei es auch Klammeräffchen gibt, die wissen, wie sie sich interessant machen.) Das mache ich an der Uni, im Alltag, im Internet. Aber es gibt wohl auch Menschen, die das nicht können. Warum wissen sie wahrscheinlich selbst nicht. Und so kann man auch von mir keine Antwort erwarten.
Für mich wirkt sowas immer so, wie nach dem Aus einer Liebesbeziehung im Alter von 14 Jahren, wo Junge und Mädchen noch wenig Erfahrung haben und durch die Pubertät gelenkt werden und somit alles viel komplizierter gemacht wird als es letztendlich ist.
Und so komme ich mir stellenweise vor wie in einer TV-Soap Marke “Unter Uns” oder “GZSZ”. Unterhaltsam, aber vor allem spott dämlich. Wer kennt das auch noch? Na… bekommen wir ein ganzes abendfüllendes Soap-Programm zusammen?





