Fucking Berlin – Studentin und Teilzeit-Hure

Heute habe ich es ausgelesen, das Buch “Fucking Berlin von Sonia Rossi, Studentin und Teilzeit-Hure”. Worum geht es in dem Buch? Ein erster Blick auf den Klappentext verrät schon einmal das Grobe. Viel mehr werde ich auch zum Inhalt nicht sagen, denn wenn ich das mache, dann schlagen mich alle, die das Buch selbst noch lesen wollen.

Hauptfach Mathematik, Nebenfach Prostitution – ein Leben zwischen Uni und Rotlicht.
Sie wohnt in Berlin, studiert Mathematik und trifft sich am Wochenende mit Freunden. Eine normale junge Frau – auf den ersten Blick. Denn sie hat einen Nebenjob. Sie verkauft ihren Körper. Und sieht darin auch kein Problem. Wie kommt man als Studentin ins Rotlichtmilieu? Wie ist das, wenn man sich zum ersten Mal einem Freier hingibt? Wie erlebt man den Alltag mit Kolleginnen und Freiern? Wie kriegt man Studium, Partnerschaft und Prostitution unter einen Hut? Ein autobiographisches Bekenntnis zur käuflichen Liebe – und die freimütige Schilderung eines Doppellebens.

Das Buch ist relativ leicht zu lesen. Also keine schwere Kost. Und genau das macht es für “zwischendurch” so reizvoll, denn ich lese ziemlich viel wissenschaftlich Geschriebenes und da kommt einem so eine Abwechslung immer mal gelegen. Es ist auch sehr interessant und direkt geschrieben. Man bekommt so einen Einblick in das Rotlichtmilieu. Und sowas ist doch irgendwie schon gänzlich neu. Man weiß zwar, dass es Prostitution gibt und so mancher nutzt es auch, aber wie sich eine Frau, die ihren Körper verkauft, fühlt wissen nur wenige. Zwar kann man auch nach der Lektüre dieses Buches noch nicht wirklich mitfühlen, aber man setzt sich immerhin damit auseinander und beginnt mal nachzudenken, wie sich das alles zueinander verhält. Das Buch zeigt die guten und schlechten Seite der Medaille und außerdem wird offenkundig, wie Frauen in so eine Situation geraten und wie sie darüber denken, wie sie damit umgehen und was es für sie insgesamt bedeutet. Und das nimmt schon mit.

Ein Buch, das auf jeden Fall nachdenklich stimmt und eine Seite des Lebens zeigt, die viele Menschen sicherlich gar nicht kennen beziehungsweise kennen wollen.

Ich kann es empfehlen. Ist auch mit über 270 Seiten gar nicht so kurz und mit einem Preis von 8,95 Euro auch ganz erschwinglich. Und sogar ziemlich preiswert, wenn man es mit so manchem Bestseller, der in eine ähnliche Richtung geht, vergleicht. Wenn jemand das Buch auch schon gelesen hat, dann würde mich die Meinung auf jeden Fall interessieren. Ich fand es auf jeden Fall lesenswert.

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Diskussion/Anmerkungen: 5 Kommentare

  1. Sibel
    schrieb am 2. April 2009

    Das buch ist mir in der buchhandlung auch schon aufgefallen. hab auch schon den klappentext gelesen aber wieder beiseite gelegt. lese zurzeit zuviele andere bücher… werde ich aber im hinterkopf behalten..

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  2. Vitali
    schrieb am 2. April 2009

    Hehehe … hehe … Poco … hehehe :D

    Habe gestern abend noch einen tollen Bericht über Prostitution gesehen. Da haben die einen unglaublich verklemmten, konservativen, englischen Reporter in den größten Puff der USA geschickt … inhaltlich nicht so toll, aber wie er krampfhaft versucht hat, die philosophischen Beweggründe der Frauen zu erfragen und dabei ständig auf den Boden guckte war ein toller Anblick.
    (Nur so als Kommentar von jemandem, der sich lieber vom TV berieseln lässt als Bücher zu lesen :P)

    Übrigens auch super, dass unter „Vielleicht auch von Interesse“ als erstes die Californication-Zitate aufgeführt werden ;)

    Antworten
  3. Lordy
    schrieb am 3. April 2009

    @Sibel: Also wenn dich das Thema interessiert, dann solltest du das Buch auf jeden Fall noch lesen, wenn du mehr Zeit hast ;).

    @Vitali: Das du jetzt mit Poco ankommst find ich ja mal geil xD. Aber irgendwie hatte ich auch damit gerechnet.
    Von der Dokumentation habe ich gelesen. Angeschaut habe ich sie mir allerdings nicht. Kann daher (leider) nicht so viel dazu sagen. Hat der Reporter denn mit seinen Fragen irgendetwas herausbekommen, was verwertbar ist? Oder war es alles eher vergeblich?

    Antworten
  4. Vitali
    schrieb am 3. April 2009

    Naja, es dümpelte alles auf diesem „und dann nahm er die falsche Creme und mir brannte alles weg“-Niveau rum … der Reporter war mehr damit beschäftigt, sein Handtuch festzuhalten, als bei den Antworten nochmal nachzuhaken.

    War oberflächlich, verlief im Nichts und der Reporter war voreingenommen … kein Vergleich zu der sechsstündigen Spiegel-TV-Rotlicht-Doku, die Vox manchmal Freitag nachts sendet – die ist qualitativ Meilen voraus.

    Antworten
  5. Lordy
    schrieb am 3. April 2009

    Okay. Dann bin ich ja nach deinem Urteil froh, dass ich mir diese Dokumentation erspart habe. Wobei ich auch gar nicht wusste, dass sie gesendet wird. War wohl eine gute Fügung des Schicksals. xD

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Über Lordy

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