Abzocke beim Gang auf öffentliche Toiletten
Letztens habe ich einen Bericht gesehen, den ich doch recht interessant fand. Und da muss ich dann jetzt auch wenigstens kurz mal drüber berichten. Vielleicht hat von euch ja auch schon der eine oder andere davon gehört.
In Deutschland werden die Bürger, die eine öffentliche Toilette besuchen, wie es sie zu Hauf zum Beispiel in Kaufhäusern gibt, regelrecht abgezockt. Nun mag doch jeder denken: “Wie das denn? Ein Bereitstellen von öffentlichen Toiletten zur kostenlosen Nutzung ist doch gesetzlich geregelt!” Und das stimmt ja auch, aber dennoch wird den ahnungslosen Leuten das Geld aus den Taschen gezogen. Wie? Ganz einfach: Durch das Trinkgeld, dass man den vermeintlichen Reinigungskräften, die in einem nicht ganz so tollen Zustand vor den Toiletten sitzen, gibt, denn in den meisten Fällen sind diese Personen, die da mit ihren Bechern und Tellern für Trinkgeld sitzen, nicht für die Reinigung der Toiletten zuständig. Die sitzen nur da, damit man – wohl möglich aus Mitleid – vermeintliches Trinkgeld gibt, das dann bei der Führungsetage landet und von dem die, die wirklich sauber machen, nichts sehen. Ist doch eigentlich ein Hammer, oder? Da sitzen Leute, die nichts tun müssen außer Mitleid zu erregen, damit die Toiletten-Besucher Geld locker machen. Es gibt sogar Kaufhäuser, wo Sicherheitsbeamte an den Türen der Toiletten stehen und somit einschüchternd wirken sollen, damit auch ja 50 Cent in den Bechern landen.
Auf jeden Fall eine interessante Geschäftsidee, die sich wohl zu rechnen lohnt. Vor allem, weil mit ganz einfachen Mitteln gearbeitet wird. Sieht ja auch doof aus, wenn man nichts gibt. Und genau das Denken wird hemmungslos ausgenutzt. Irgendwie eklig, wenn ihr mich fragt. Abgezockt werden, wenn man eine Toilette aufsucht. Also echt…






schrieb am 3. April 2009
Reinigungskräfte sind „vermeintlich“, nicht „vermeidlich“ ;)
Ich habe davon in den Vox-Nachrichten gehört, afaik nach der Puff-Doku, von der ich in dem anderen Beitrag erzählt hatte. Dort war davon die Rede, dass man so im Schnitt 140.000€ pro Kaufhaus und Jahr verdienen kann … rentabel ist es also in jedem Fall, und für mich ein guter Grund den/diejenige der/die dort sitzt in Zukunft zu fragen, ob er/sie überhaupt was von dem Geld abkriegt, bevor ich was reinschmeiße.
schrieb am 3. April 2009
Ich hab die vermeintlichen Flüchtigkeitsfehler mal ausgebessert xD. Wo ich da wohl wieder mal mit meinen Gedanken war? Naja, will ich selbst gar nicht wissen ^^.
Und stimmt. 140.000 Euro sind schon eine ganz schön gewaltige Summe. Wenn man überlegt, dass das ja quasi Gewinn ist, der gar nicht existieren dürfte.
Und eine wichtige Frage ist: Sagen die Angestellten auch die Wahrheit, wenn man sie fragt, ob sie davon etwas abbekommen oder lügen sie auch noch dreist?
schrieb am 3. April 2009
Ich glaube nicht, dass die dreist lügen … wenn die den ganzen Tag da sitzen und auf die Moneten aufpassen, von denen sie nichts abbekommen, warum sollten sie ihre Arbeitgeber noch in Schutz nehmen?
Die Wahrheit kann ich eh nicht erfahren, wenn sie also lügen, sei’s drum. Dann bezahle ich lieber einmal zuoft für den Boss als einmal zuoft die Zeche zu prellen …
schrieb am 6. April 2009
Den Bericht habe ich auch gesehen. Ist schon erstaunlich. Normal denkt man, dass die Person das Geld bekommt, die dort putzt bzw. auf dem Stuhl sitzt. Dass das Geld “zum Zuhälter” geschafft wird, denkt man gar nicht!
Ich werde auf jeden Fall nichts mehr in die Schüssel werfen!
schrieb am 6. April 2009
Damit würdest du aber auch den Ehrlichen schaden, die wirklich das Geld beim Personal belassen, dass die Toiletten reinigt. Da ist dann Vitalis Methode des Nachfragens sicherlich die Bessere als es strikt abzulehnen, weil es mehrere schwarze Schafe gibt, oder?