Der Karfreitag und seine Bedeutung

Der Karfreitag wird heute begangen. Ein Tag, der – wie ein Nachfragen häufig ans Tageslicht bringt – von vielen in seiner Bedeutung gar nicht erst erfasst wird. Ist ja sowieso grausam, dass viele Menschen gar nicht mehr wissen, was so Feste wie Ostern, Weihnachten und so weiter für eine Bedeutung haben. Natürlich ist das so, da sie das nicht interessiert. “Hauptsache man hat an dem Tag frei.” Ich habe mir also vorgenommen hier mal kurz und knapp zu schreiben worum es heute eigentlich geht. Kann ja nicht schaden das mal grob zu wissen, nicht wahr?
Mit dem Karfreitag beginnt die österliche Dreitagefeier, die mit dem Abend des Gründonnerstag und dem Karfreitag beginnt und mit dem Ostersonntag endet.
Am Karfreitag gedenkt man den Kreuzestod Jesu Christi und erwartet seine Auferstehung. Der Verkünder des Reiches Gottes und der Nächstenliebe starb für die Menschen freiwillig am Kreuz und nahm damit alle Sünde und Schuld der Menschen auf sich. Ein sehr bedeutsames Ereignis mit einer sehr bedeutsamen Konsequenz.
Denn nur dadurch ist es den Menschen überhaupt möglich geworden nach dem Tode ins angebrochene Reich Gottes zu gelangen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass man immer und immer wieder schuldig werden kann. Daher ist auch die Buße der “aktuellen” beziehungsweise neuen Schuld und Sünde immer wieder von Bedeutung.
Die Benennung als “Karfreitag” lässt sich auch relativ leicht erklären, wenn man erst einmal weiß um was es geht, denn das altdeutsche “kara” bedeutet so viel wie Trauer, Kummer und Klage. Jedoch ist der Karfreitag nicht allein ein Tag der Trauer, sondern auch ein Tag der Freude auf das, was konstitutiv für den christlichen Glauben ist: Die Auferstehung. Aber zu der Bedeutung der Auferstehung komme ich dann wohl am Ostersonntag, wenn es mir die Zeit erlaubt. Sicher bin ich mir da nicht.
___
Wer mehr wissen will, der schaue hier: Karfreitag, Triduum Sacrum. Natürlich könnte ich hier auch noch Literatur angeben, aber ich denke Wikipedia wird eher genutzt.
Bei dem Bild-Ausschnitt handelt es sich um ein Werk von Albrecht Altdorfer aus den Jahren 1515 – 1516. Es ist zu bestaunen in der Gemäldegalerie in Kassel.






schrieb am 11. April 2009
Gut, dass ich evangelisch bin.
schrieb am 15. April 2009
Traurige Sache, dass der Feiertag von allen angenommen wird, trotzdem nur die wenigsten wirklich etwas damit anfangen können bzw. an die Sache glauben.
schrieb am 30. März 2010
Hey Lordy,
Finde ich echt super, dass du hier den Menschen die wahre Bedeutung von Ostern näher bringst!
Ich hoffe die Menschen denken mal darüber nach, was Gott für uns getan hat.
Übrigens ich bin evanglisch und das um vergebung bitten ist nicht nur sache der kath. wie schmeing schrieb.
gottes segen
schrieb am 1. April 2010
@Schmeing: Oh… da habe ich ja nichts zu gesagt… lasse ich nun auch…
@Schocker Blogger: Aber das sind wir doch mittlerweile gewohnt, oder? Ich meine: Die Leute wählen ohne Ahnung, begehen Feiertage ohne Ahnung… und ich könnte so weitermachen :D.
@Neronick: Hallöchen. Das Problem ist ja, dass viele Gott als nicht existent ansehen… und dann kann er auch nichts getan haben. Es ist nicht einmal wichtig, dass die Menschen Gott danken, sondern erst einmal, dass sie wissen was Ostern überhaupt bedeutet. Es ist eben nicht so, dass da der Osterhase besonders bedeutsam ist. Und natürlich bitten auch Protestanten um Vergebung… allerdings ist die Buß-Praxis insgesamt natürlich schon unterschiedlich… war doch der Haupt-Grund für Luther der betriebene Ablass-Handel. ^^
schrieb am 2. April 2010
…mal darüber nachgedacht, daß alles nicht so sein könnte, wie wir das von den Lehren, beziehungsweise den Interpretationen der jeweiligen Kirchen, Sekten und Institution oft ungefragt übernehmen? Gründete Jesus wirklich eine Kirche oder brachte er die Wahrheit? Als Mensch, der von der Existenz Gottes überzeugt ist, ist es doch meine oberste Pflicht, alles mir mögliche zu ergründen, nicht nur mit dem Verstand, sondern mit der Emp-findung ( “Suchet, so werdet ihr finden” ) welche nicht mit dem Gefühl zu verwechseln ist. Die innere Stimme, sofern man sie noch hören kann, sagt einem doch ganz deutlich, daß vieles nicht im Einklang mit dem steht, was man da versucht uns sozusagen weiszumachen. Bleiben Sie nicht in Dogmen stecken, sondern suchen Sie das “Licht der Wahrheit”
schrieb am 6. April 2010
@thinkbeyond: Natürlich ist es denkbar, dass alles anders ist als wir es kennen und gelernt haben. Ich denke aber auch, dass viel Wahres in der Lehre vorhanden ist, die wir vermittelt bekommen. Die innere Stimme kann auch irren, da sie eben ein Produkt des Menschen ist… und keine innere Stimme gleicht der anderen. Ist sie also letzter Maßstab? Und wie sieht es eigentlich sonst aus… wie geht man auf die Suche? Der Verstand, die ratio, ist das wichtigste Mittel, aber das sieht zum Beispiel auch die Theologie und die Kirche so. Daher sehe ich da keinen Widerspruch.
Ich finde den Kommentar sehr interessant, aber auch höchst diskussionswürdig. Und ich habe jetzt bewusst nicht auf alles geantwortet, weil ich finde, dass das nicht sein muss. Manches lasse ich lieber einfach unkommentiert. Und auch meine Kommentare sind ja nicht unbedingt mehr als ein Hauch von Anreiz. ^^
schrieb am 15. Juli 2011
[...] Hier hatte ich ja angekündigt, dass ich noch etwas zum Ostersonntag sagen will beziehungsweise zur Auferstehung Christi. Jedem ist ja sicherlich bewusst, dass die Jünger Jesu nach dessen Tod “am Ende” waren. Sie wussten nicht mehr weiter. Die Lehre Jesu schien verpufft. Depression machte sich breit. Die Auferstehung weckte neue Frische, den neuen Geist, der das Christentum dann in den folgenden 350 Jahren zu einer Weltreligion werden ließ. Auf friedliche Weise. Ohne das Ostergeschehen und im speziellen ohne die Auferstehung Jesu wäre der christliche Glaube nie so weit in die Welt hinausgetragen worden und er hätte nie zu dem werden können, was wir heute kennen und aus der Rückschau heraus betrachten können. [...]