Monatsarchiv für Mai 2009

 
 

Studiengebühren – Meine Bilanz (Teil 2)

Studiengebühren - Meine Bilanz

Nachdem ich im ersten Teil einige Fakten als Fundament genannt habe, möchte ich nun ein wenig mehr auf die Verwendung der Mittel eingehen. “Studiengebühren dienen der Verbesserung der Lehre” heißt es überall, wenn über die grundsätzliche Erhebung debattiert wird.
Das Geld, das Studierende für ein Semester zahlen, soll den Studierenden auch zu Gute kommen. Es soll keine Hürde sein, die vielleicht sogar das Studium verhindert oder erschwert, sondern eine Hilfe für eine gute beziehungsweise bessere Ausbildung sein. Das ist eine lobenswerte Absicht. Auf jeden Fall. Ob das aber auch so ist, dass wird sicherlich von Universität zu Universität und von Fachbereich zu Fachbereich verschieden sein.

Was wird denn meist mit den Gebühren gemacht? Skripte, die eine Veranstaltung begleiten, sind meist kostenlos erhältlich oder preiswerter zu erwerben. Die Zahl der begleitenden Tutorien zur weiteren Vertiefung und Wiederholung des Lernstoffes ist angestiegen. Lehrstühle bekommen durch wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte, die mit diesen Mitteln finanziert werden, mehr Möglichkeiten für Lehrangebote. Außerdem sollen durch die Studiengebühren kleinere Gruppen in Seminaren ermöglicht werden, die bislang total überfüllt gewesen sind. Die Räume werden saniert und besser ausgestattet. Ein Tageslichtprojektor wird nun durch einen PC mit Beamer ersetzt. Die Bibliotheken werden mit viel mehr Büchern bestickt als früher. Vor allem Neuerscheinungen werden schneller angeschafft. An den Universitäten der Ruhr-Allianz sollen Studierende künftig per SMS informiert werden, wenn eine Vorlesung oder ein Seminar kurzfristig ausfällt.

Das sind alles Änderungen/Neuerungen, die sich auf den ersten Blick toll anhören. Wäre da nun nicht die doofe Realität, die so manche Illusion zerstört. Und hier kommen nun – eigentlich zum ersten Mal – meine persönlichen Erfahrungen ins Spiel. Ich habe bisher bei noch keiner Vorlesung ein Skript umsonst bekommen. Wenn es eines gab, dann durfte ich selbst kopieren oder zahlen. Ganz einfach. Die Zahl der Tutorien ist bei uns wirklich angestiegen. Das ist auf der einen Seite gut, weil es natürlich mehr Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema voraussetzt, aber auch schlecht, weil es schlichtweg dafür sorgt, dass man weniger Zeit für andere Dinge hat, die genauso wichtig sind. Tutorien überlagern nicht selten andere Veranstaltungen, die zeitgleich stattfinden und dann nicht besucht werden können. Wobei ich das mehr beobachtet als selbst erlebt habe, weil meine Tutorien alle “online” stattfinden. Mehr Mitarbeiter an den Lehrstühlen bedeutet ja im Normalfall auch mehr individuelle Betreuung. Hier muss ich ganz auf höhere Semester vertrauen, die sagen, dass sich in dem Bereich nichts verbessert hat. Ich selbst habe ja nie ohne Studiengebühren studiert. Leider. Kleine Gruppen in einem Seminar habe ich aber auch noch nicht erlebt. Das ist auch sehr schade. Sehr häufig sind die Gruppen so groß, dass nicht einmal jeder an einem Tisch sitzen kann. Von einem Seminar mit 15 Personen kann man weiterhin wohl nur träumen. Die Räume wurden an meiner Universität großteilig saniert beziehungsweise werden es noch in den nächsten Jahren. Durchaus angenehm in einem frisch gestrichenen, sauberen Raum zu sitzen, aber warum die alle einen Beamer haben ist mir manchmal mehr als nur fraglich. Muss doch gar nicht immer sein. Das ist meiner Meinung nach eine Verschwendung. Mit ein bisschen mehr Organisation könnte man auch mit der Hälfte auskommen. Locker. Was ich auch bestätigen kann ist der enorme Anstieg der Bücher in den Bibliotheken. Die Fakultätsbibliotheken, die ich aufsuche, haben immer eine Menge Neuerwerbungen zu verzeichnen. Etwas, das früher nicht so war, wie ich mir hab sagen lassen. Wobei ich hier doch denke, dass es eigentlich auch ohne Studiengebühren für eine Universität möglich sein müsste für einen guten Bücherbestand in den Bibliotheken zu sorgen. Und mit einer SMS informiert zu werden, wenn eine Vorlesung ausfällt halte ich für Geldverschwendung. Eine E-Mail, die ja gemeinhin kostenlos ist, tut es meiner Meinung nach auch.

Wie könnte man das jetzt alles am besten in einem Satz zusammenfassen? Ich mache es mal so: So manche Neuerung/Änderung ist wirklich ein guter Gedanke, der lobenswert ist. Allerdings ist das Resultat oft nicht das, was man sich darunter vorstellen sollte. Es wird zu inkonsequent, zu verschieden und zu schlecht mit dem Geld umgegangen. Manche Änderungen entfalten sich nicht, andere wirken überflüssig und wieder andere sollten auch so möglich sein. Es gibt auch positive Dinge, aber die beschränken sich doch meistens auf ein Minimum. Ein Bekannter von mir sagte vor einigen Wochen: “Es wurde wirklich viel getan, aber die wichtigen Dinge, die fehlen noch heute.” Und ich denke, dass er damit auf jeden Fall recht hatte. Wobei es schwer ist hier zu gewichten. Es ist sowieso schwer, weil Geisteswissenschaftler schon andere Vorstellungen haben als zum Beispiel Naturwissenschaftler. Oh, ist ja doch wieder mal viel mehr geworden als ein Satz. Wie finde ich jetzt ein Ende? Ah, mit einem Ausblick auf den dritten Teil, der die Tage folgen wird. Ich habe da vor über das Finanzielle zu reden. Über das, was so ein Semester den normalen Studenten (der Geisteswissenschaften) so kostet. Von Studiengebühren, Sozialbeitrag bis hin zur dritten Copy-Card im Semester werde ich das mal ein wenig vorrechnen und darüber philosophieren, ob und in wie Weit Studiengebühren ein Hindernis sein können beziehungsweise sind.

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Bild © geralt / PIXELIO

Projekt 52: Woche 21/09 – Emotionen

Projekt 52: Woche 21/09 - Emotionen

Das Thema der 21. Woche lautet dieses Mal “Emotionen“. Und da fallen einem natürlich eine ganze Menge an möglichen Emotionen ein. Mein erster Gedanke war die Liebe, aber die Verwirklichung der Idee ist dann – leider – am Mangel von Zeit gescheitert. Aber das bringt mich immerhin dazu sie anderweitig einzusetzen, wenn sich die Gelegenheit ergibt, denn es sind ja noch ein paar Themen dieses Jahr zu behandeln. Beim weiteren Nachdenken kam ich auf eine schmerzvolle, aber immer wieder auftretende Emotion im Leben. Und zwar auf die Trauer. Und da speziell dann auf die Trauer um verstorbene Menschen, die man mal mehr und mal weniger gut kannte. Was liegt denn beim Gedanken an Trauer und Tod schon näher als ein Friedhof? Ich denke nicht viel. Somit habe ich mich dann für ein Foto aus meinem Archiv entschieden. Und zwar kann man darauf die Kriegsgräberstätte in Wulfen (Dorsten) sehen.

Illuminati – Der Film

Illuminati - Der Film

Auf den Film “Illuminati” habe ich lange, lange gewartet. Das Buch habe ich vor gut 3 Jahren gelesen und fand es mehr als nur super. Am Mittwoch bin ich dann zusammen mit meiner Wiebke ins Coesfelder Kino gestapft, um mir dem Film anzusehen. Bevor ich jetzt meine Meinung wiedergebe möchte ich kurz eine kleine Inhaltsangabe geben und auch einmal auf den Trailer verweisen.

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Robert Langdon, gespielt von Tom Hanks, wird durch die vatikanische Polizei heimgesucht und gebeten dem Vatikan zu helfen. Denn es gibt neue Beweise für die Existenz des Geheimbundes der Illuminati. Und dieser Geheimbund, neu erstarkt, bedroht die katholische Kirche. Die Bedrohung ist so groß, dass ihre Existenz in Gefahr geraten ist. Und alles ausgerechnet während eines Konklaves, welches einen Nachfolger für den vor wenigen Tagen verstorbenen Papst sucht. Eine unaufhaltbare Zeitbombe, ein Behälter mit Antimaterie, die in CERN hergestellt wurde, tickt irgendwo im Vatikan, die vier Preferiti, die “Spitzenkandidaten” beim Konklave, wurden entführt und Langdon macht sich auf den Weg durch sein Wissen die Katastrophe abzuwenden. In Rom trifft er auf die Wissenschaftlerin Vittoria Vetra, gespielt von Ayelet Zurer. Zusammen begeben sie sich auf eine Jagd durch Rom und folgen einer Spur nach der anderen, damit sie die Katastrophe doch noch abwenden können.

Ich muss sagen, dass ich im Vorfeld ziemlich negative Kritiken lesen musste. Und da stellt man sich dann schon auf einen Film ein, der einen nicht vom Hocker reißt. Das ist glaube ich normal. Wenn man viele negative Kritiken über einen Film lesen muss, dann werden die Erwartungen automatisch unbewusst zurückgeschraubt. Nachdem ich den Film nun gesehen habe kann ich so manche Kritik durchaus nachvollziehen, aber manches halte ich auch für nicht richtig. Nun gut.
Der Plot, den Dan Brown erstellt hat, ist genial. Deshalb ist das Buch ja auch ein so großer Erfolg gewesen bzw. immer noch ein Erfolg. Tom Hanks, der hier – wie in “Sakrileg” – Robert Langdon spielt, überzeugt in seiner Rolle nicht gänzlich. Zumindest nicht, wenn man den Film nur allein betrachtet. Wenn man ihn aber mit “Sakrileg” verknüpft, dann vollkommen. Ich habe oft gelesen, dass der Tiefgang fehlt, und dass auch die Charaktere keinen Tiefgang aufweisen. Das mag stimmen. In Teilen. Denn der Plot gibt bei der Filmlänge – von immerhin 138 Minuten – viel zu viel an Handlung vor, die abgearbeitet werden muss. Da bleibt wenig Zeit für Erklärungen und Tiefgang. Daher kommen sehr oft Bezüge zu “Sakrileg” vor, die im Grunde anzeigen, dass hier etwas hätte erklärt werden können. Ein Beispiel: Robert Langdon hasst Fahrstühle und enge, geschlossene Räume, wie man in “Sakrileg” erfahren kann. In “Illuminati” wird dies nun nicht vollkommen neu aufgezeigt, sondern es folgt nur eine kurze Bemerkung als Anknüpfung an das, was in “Sakrileg” geschieht. Und zwar in dem Moment, wo er das erste Mal mit dem Fahrstuhl in die Vatikanischen Archive fährt und nach dem Aussteigen aus dem Fahrstuhl erklärt, dass es nun viel besser sei. Das zieht sich so durch den gesamten Film. Immer wieder wird auf die Vorkommnisse in Frankreich Bezug genommen. Der Film steht in einer Kontinuität. Darf also gar nicht allein gesehen werden, weil er anschließt. Und wenn man “Sakrileg” mit einbezieht, dann hat der Film durchaus Tiefgang im Bereich der Charaktere. Einzig die Person Vittoria Vetra bleibt sehr, sehr blass. Der Camerlengo, der von Ewan McGregor gespielt wird, ist zum Beispiel auch so ein Charakter, der sehr, sehr gut beim Publikum ankommt und authentisch wirkt. Man nimmt ihm die Rolle ab.
Schade an dem Film ist wirklich, dass der Plot zu so vielen überhasteten Handlungen zwingt und dadurch vor allem Erklärungen rund um die Illuminati auf der Strecke bleiben. Da, wo sich “Sakrileg” noch viel Zeit nahm (man denke hier an die Erklärungen im Hause Teabings) bleibt in “Illuminati” einfach keine Zeit. Dadurch verkommt der Film zu einer wahren Hetz-Jagd, die so gut wie keine Atempausen zulässt. Ich muss aber auch sagen, dass ich natürlich viele Dinge, die nicht erklärt wurden, aus dem Buch kenne und so vielleicht gar nicht bemerken kann, wie sich jemand fühlt, der das Buch nicht gelesen hat. Ich kann die Lücken füllen, die sich auftun und daher wird meine Meinung wohl auch eindeutig positiver sein als die Meinung von jenen, die das Buch nicht gelesen haben. Das sollten sie dann aber jetzt tun, denn das wertet für sie dann den Plot in Gänze auf.
Ich war von dem Film eigentlich ganz angetan und würde ihn in Kontinuität mit “Sakrileg” gesehen auf eine Stufe mit eben diesem stellen. Ich finde auch, dass man die beiden Filme eigentlich nicht vergleichen kann und dies auch nicht tun sollte. Auch, wenn ich es hier – ich gestehe – selbst ein wenig getan habe. Aber beide Filme sind so verschieden, wie die Bücher. Für mich war das eine gelungene Verfilmung des wirklich tollen Buches. Und für mich steht auch fest, dass ich mir dem Film auf DVD erstehen werde. Ich würde auch jedem empfehlen sich den Film anzuschauen.

Abschließend möchte ich noch einen kurzen Blick auf die Meinung anderer Blogger werfen, denn da sind auch ein paar ganz interessante und durchaus auch unterschiedliche Meinungen vertreten.
DerBaum findet den Film für ein Popcorn-Kino-Erlebnis gut, aber sieht ihn nicht als niveauvollen Film an. Ihn begeistert nur der Soundtrack. Außerdem ist er der Meinung, dass sich die Geschichte des Buches “irgendwie im Film verliert”.
Konna sieht im Film einige Schwächen und sieht in ihm einen “halbwegs intelligenten Thriller”. Besonders ist ihm die nicht vorhandene Charakterentwicklung ein Dorn im Auge. Da wird seiner Meinung nach viel Potential verschenkt Gleiches gilt für die, wie er sagt, “tiefergehende Hintergründe zu den Illuminati”, die “meist nur beiläufig erklärt” werden. Der Grund dafür wird durch Konna auch schnell ausgemacht. Es geschieht alles viel zu schnell. Viel zu hastig. Für ihn ist der Film in der Mittelmäßigkeit hängengeblieben.
Teo hingegen ist der Ansicht, dass der 138 Minuten lange Streifen auch mit 70 Minuten ausgekommen wäre. Er meint, dass der Film vom Hype um Dan Brown und “Sakrileg” getragen wird und selbst nicht überzeugen kann. Für ihn zog sich die Geschichte “wie ein Kaugummi” und spannend empfand er “den Film an kaum einer Stelle, obwohl viele Szenen das Potential dazu hätten”.
Ingo Jürgensmann empfand den Film als durchaus spannend mit einigen Überraschungen und verleiht ihm das Prädikat “besonders empfehlenswert!”
Und zu guter letzt mag ich noch die Meinung von Lutz wiedergeben und damit den Rundgang durch die Meinung innerhalb der Blogosphäre beenden. Es gibt noch viel, viel mehr Meinungen, aber wenn ich die alle niedertippen wollen würde, dann säße ich wohl noch morgen früh da dran. Also. Lutz sieht den Film ebenfalls in der Mittelmäßigkeit gefangen. Seiner Meinung nach ist der Film über “weite Strecken vorhersehbar und setzt teilweise mehr auf Oberflächlichkeit als auf Tiefgang.”

Meine 90er: BVB gewinnt Champions League

Meine 90er: BVB gewinnt Champions League

Heute geht es wieder einmal um Fussball und Borussia Dortmund. Aber alles im Rahmen der Serie Meine 90er. Ich möchte heute zurückblicken auf den 28. Mai 1997. Genau, dass ist heute exakt vor 12 Jahren. An diesem Tag spielte sich im Münchener Olympiastadion etwas ab, was tausende BVB-Fans zur ausgelassensten Feier überhaupt antrieb. Das Champions League Finale gegen den großen Favoriten Juventus Turin. Jedoch durfte Dortmund sich zurecht Chancen ausrechnen, denn im Turnierverlauf hatte man auch schon AJ Auxerre und Manchester United ein Beinchen gestellt.
An den genauen Spielverlauf kann ich mich nicht mehr erinnern, da ich damals ja auch gerade mal 10 Jahre alt war. Zu dem Zeitpunkt aber schon 6 Jahre der Fan des BVB. Im Wohnzimmer vor dem Fernseher liegend sah ich in der ersten Halbzeit zwei Tore von Karlheinz Riedle und einige problematische Situationen vor dem Dortmunder Tor, die aber nicht zu einem Gegentreffer führten. In der zweiten Halbzeit wechselte Juve-Trainer Lippi den BVB-Schreck Alessandro Del Piero ein, der auch prompt durch einen Hackentrick für den Anschlusstreffer sorgte. In dem Moment war mir – sonst zuversichtlich – echt das Herz in die Hose gerutscht. “Geht doch noch alles verloren?” war wohl mein erster Gedanke. Doch dann entschied sich der BVB-Trainer Ottmar Hitzfeld für die Einwechslung von Lars Ricken. Und dazu fällt mir rückblickend nur noch ein: Veni, vidi, vici – Er kam, sah und siegte. Gefühlte 5 Sekunden nach der Einwechslung das Tor für Dortmund – durch Lars Ricken. Ein Lupfer, der den zu weit aus dem Tor stehenden Keeper bestrafte. Das war glaube ich die 71. Spielminute. Ab dem Moment war klar “Wir haben gewonnen!” und es gab für mich im heimischen Wohnzimmer, genauso wie für die 30.000 BVB-Fans im Olympiastadion, kein Halten mehr. Jubel, jubel, jubel. Nach dem Abpfiff konnte man es kaum glauben. Der Sieg des BVB war perfekt. Der Favorit erlegt. Der Pott ging ins Ruhrgebiet. Zum ersten und bis jetzt auch zum letzten Mal. Da der FC Schalke 04 auch noch den UEFA-Cup gewann wohnten beide Pokale für ein Jahr nur wenige Kilometer auseinander. Das “Pott-Double” nennen es nostalgische Fussball-Fans noch heute.
Dieses Spiel hat so viele tolle Geschichten geschrieben. Der 20 Jahre junge Lars Ricken sorgt als Joker für die Entscheidung und schrieb seinen Namen früh in die Vereins-Geschichtsbücher. Karlheinz Riedle soll in der Nacht zuvor geträumt haben, dass er zwei Tore schießt. Geschehen. Und Kapitän und Leitwolf Michael Zorc durfte, nachdem er 89. Minuten auf der Bank sitzen musste, noch für eine kurze Zeit spielen und den Pokal als erster stemmen. Unvergessen. “Ein Tag der Helden” war es damals. Und einer der Höhepunkte, die ich mit dem BVB – neben vielen Tiefpunkten – erlebt habe. Ich kann mich noch an so manchen Gedanken, so manche Geste von damals erinnern. Leidenschaftlicher Fussball-Fan war ich schon immer. Das merke ich immer dann, wenn ich an diesen Abend zurückdenke. Es war einfach klasse. Und ich wäre echt mal für eine Wiederholung. Vielleicht 2011?

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Ich lag gar nicht so sehr daneben beim Tippen

Borussia Dortmund

Wie die “Dauerleser” unter euch sicherlich mitbekommen haben habe ich am 22. April diesen Jahres die letzten 6 Partien des BVB in der nun abgelaufenen Bundesliga-Saison (wenn man die Relegation mal außen vor lässt) getippt.
Nun möchte ich kurz eine kleine Bilanz meines Tipp-Versuches ziehen. Dazu nun eine Ansicht mit allen Ergebnissen und meinen Tipps, welche ich in Klammern hinter das “reale Ergebnis” setze.

29. Spieltag: Borussia Dortmund gg. Hamburger SV – 2:0 (2:2)
30. Spieltag: Eintracht Frankfurt gg. Borussia Dortmund – 0:2 (1:3)
31. Spieltag: Borussia Dortmund gg. Karlsruher SC – 4:0 (2:0)
32. Spieltag: VfL Wolfsburg gg. Borussia Dortmund – 3:0 (2:1)
33. Spieltag: Borussia Dortmund gg. Arminia Bielefeld – 6:0 (2:0)
34. Spieltag: Borussia Mönchengladbach gg. Borussia Dortmund – 1:1 (0:3)

Das macht dann 4 Übereinstimmungen in der Tendenz. 2 mal lag ich daneben. Und das genaue Resultat habe ich kein einziges Mal getippt. Schade, aber ein 6:0 gegen Arminia Bielefeld ist auch irgendwie besser als mein getipptes 2:0 und somit lässt sich das ganz gut verschmerzen. Und immerhin haben wir in den 6 Spielen genau 4 mal gewonnen, ein mal einen Punkt geholt und ein mal verloren. Genau das hatte ich ja auch getippt. Tragisch ist nur, dass ich am 22. April noch schrieb:

Insgesamt gesehen kommt der BVB meiner Meinung nach also in den 6 Spielen auf 4 Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Das macht also 13 Punkte. Damit kann die Borussia aus Dortmund wohl sicher leben. Und wenn es so sein würde, dann wäre wohl auch die europäische Fußball-Bühne in Form der UEFA Euro League erreicht.

Leben kann der BVB damit. Aber die UEFA Euro League wurde leider nicht erreicht. Leider nur Platz 6. Schade, aber lässt sich nix machen. Neue Chance in der nächsten Saison. Und herzlichen Glückwunsch nach Hamburg für den 5. Platz, den wir so gerne gehabt hätten. Meine Erwartungen für diese Saison wurden übertroffen. Nach grenzenloser minimaler Traurigkeit überwiegt nun doch die Freude über ein tolles Fussball-Jahr.

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