Studiengebühren – Meine Bilanz (Teil 1)

Studiengebühren - Meine Bilanz

Das Thema Studiengebühren spaltet die Studentenschaften an den meisten Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Und auch weit entfernt vom jeweiligen Campus wird über die Erhebung von Studiengebühren diskutiert. Ich will in einer Serie von Artikeln meinen Senf zur heiß umkämpften Debatte abgeben und meine persönliche Bilanz ziehen. Ich schätze, dass es 3 bis 4 Artikel werden bis ich alles gesagt habe, was ich sagen will. Und anfangen möchte ich erst einmal mit einem Haufen Fakten und Informationen, welche die Basis für all das bilden sollen, was danach noch folgt.

Seit dem 01. April 2006 gibt es in Nordrhein-Westfalen durch das “Gesetz zur Erhebung von Studenbeiträgen und Hochschulabgaben” für Hochschulen die Möglichkeit Studiengebühren zu erheben. 29 von 33 Hochschulen machen in NRW davon derzeit Gebrauch. An der Fachhochschule Düsseldorf, der Kunstakademie Düsseldorf, der Kunstakademie für Medien in Köln und der Fernuniversität Hagen kommen die Studierenden momentan noch ohne die Zahlung von Studiengebühren davon. Das genannte Gesetz setzt die maximale Höhe auf 500 Euro fest. Die Gebühren sind dann vertretbar, wenn dadurch die Effizienz des Studiums – passend zur Höhe der Gebühren – angehoben wird.
Ich muss als Studierender an der Ruhr-Universität Bochum pro Semester 480 Euro zahlen. Gleiches gilt für die Studierenden an der TU Dortmund. An der Universität Duisburg/Essen muss ein Student den maximalen Betrag von 500 Euro auf den Tisch legen. So, wie viele Studenten an anderen Hochschulen auch. Am billigsten studiert man in NRW an der Universität Münster, welche nur 275 Euro von ihren Studierenden einfordert.
Die Verwendung der Einnahmen durch die Studiengebühren wird an jeder Hochschule individuell und anders geregelt. Wie viel Geld bei einer Fakultät ankommt und was mit dem Geld angeschafft und bezahlt werden kann ist unterschiedlich geregelt und immer von der jeweiligen Universität abhängig. In den ersten Jahren seit der Erhebung herrschte breite Uneinigkeit und Ahnungslosigkeit, wie genau die Gebühren verwendet werden dürfen und müssen. Doch mittlerweile scheinen viele Universitäten und die dazugehörigen Fakultäten ihren ganz eigenen Weg gefunden zu haben.
Die Studierendenschaften sind heiß am diskutieren. Ein Teil der Studierenden befürwortet die Gebühren und kann sich “ein Studium ohne die Verbesserungen durch die Gebühren” kaum mehr vorstellen, während ein anderer Teil die Studiengebühren als eine absolute Frechheit ansieht, welche eindeutig aus dem Weg geschafft werden muss.
Ich selbst würde mich in keines der beiden “Lager” einordnen. Ich stehe irgendwo dazwischen. Und genau darum bin ich auf die Idee gekommen hier über dieses Thema zu schreiben.

Fortsetzung folgt…

___
Bild © geralt / PIXELIO


Diskussion/Anmerkungen: 5 Kommentare

  1. Konna
    schrieb am 15. Mai 2009 um 19:55

    Ich persönlich finde Studiengebühren ungerecht. Überhaupt was Bildung angeht, sollte sich der Staat etwas großzügiger zeigen. Es kann nicht sein, dass eine Hochschulbildung entweder nur “Reichen” zugänglich gemacht wird oder die “Armen” mit einem riesigen Berg Schulden ins Leben gehen.
    Ich äußere mich dann mal detaillierter, wenns an die Einzelbeiträge geht. :)

    AntwortenAntworten
  2. Lordy
    schrieb am 16. Mai 2009 um 10:58

    @Konna: Dann bin ich mal auf deine weiteren Äußerungen gespannt ;).
    Ich plane aktuell auch noch etwas zum aktuellen “Bildungsstreik 2009″ zu schreiben und auch zu den letzten Versuchen der RUB-Studenten etwas zu ändern. Gab da Ende April ein interessantes Ereignis, dass aber mehr Flop als Top war. Schade eigentlich.

    AntwortenAntworten
  3. Schocker Blogger
    schrieb am 18. Mai 2009 um 15:09

    Hm, da habens wir in Sachsen gut. Ich kenne keine Studien-Gebühren :)

    Da sind die Studis in anderen Bundesländern echt zu bedauern!

    AntwortenAntworten
  4. Lordy
    schrieb am 18. Mai 2009 um 17:56

    @Schocker Blogger: Wenn Studiengebühren richtig und vorteilhaft eingesetzt werden, dann würde ich das nur bedingt unterschreiben. Wenn dies aber nicht geschieht, dann hast du eindeutig recht.
    Aber darauf werde ich vor allem im nächsten Artikel wohl eingehen. Der ist “in Mache”, aber dauert noch etwas xD. Ich hab im Moment einfach eine Menge Ideen, die alle ein wenig Aufmerksamkeit haben wollen :D.

    AntwortenAntworten
  5. Studiengebühren - Meine Bilanz (Teil 3) | Lordys Weblog
    schrieb am 23. Juni 2009 um 19:45

    [...] bevor ich da nun loslege möchte ich kurz noch einmal auf die anderen Teile verweisen. Auf den ersten Teil mit allen wichtigen Basis-Informationen, auf den zweiten Teil, der von der Verwendung der [...]

Kommentar abgeben:

Abonnieren ohne einen Kommentar abzugeben

Kommentar-Vorschau:



Vielleicht auch von Interesse: