8mm 2 – Hölle aus Samt

8mm 2

Am Wochenende hatte ich die Chance mir dem Film “8mm 2″ anzusehen. Jeder, der den Film “8mm” mit Nicolas Cage und Joaquin Phoenix aus der Feder von Andrew Kevin Walker und unter der Regie von Joel Schumacher kennt, kommt bei dem Titel “8mm 2″ auf die Idee, dass es sich dabei um eine Fortsetzung handelt. So war auch mein erster Gedankengang. Doch leider hat “8mm 2″ mit “8mm” nicht das Geringste zu tun. Der Film wurde nur aus Vermarktungsgründen so genannt. Eigentlich sollte er sogar unter den Namen “Hölle aus Samt” erscheinen. Doch dieser Titel wurde kurz vor dem Release zu einem Untertitel degradiert.

Worum geht es in dem knapp 100 Minuten langen Streifen, der 2005 auf DVD erschien? Der Plot ist relativ schnell erzählt: Der Anwalt David Huxley, Emporkömmling aus der Mittelschicht, arbeitet für den US-Botschafter Harrington in der ungarischen Stadt Budapest und schickt sich an die Tochter des Botschafters, Tish, zu heiraten. Während eines ruhigen Wochenendes außerhalb der Stadt lernen sie in einem Hotel eine hübsche Frau, Risa, kennen, welche mit ihnen eine “heiße Nacht” verlebt. Wie Tish es ausdrückt:

“Der beste Junggesellen-Abschied, den es geben kann.” Wenige Tage später beginnt der Alptraum des Paares, denn ein Briefumschlag voller Fotos, welche die Drei in Aktion zeigen, erreicht Huxley. Eine Veröffentlichung kostet ihn unweigerlich seine Karriere-Chancen. Und so versucht das Paar ohne ein Einschalten der Polizei an das Originalmaterial zu gelangen und taucht immer tiefer ins Budapester Rotlicht-Milieu hinab. Dadurch handeln sie sich eine Schwierigkeit nach der anderen ein.

Soviel dazu. Mehr wird nicht verraten. Den Rest kann sich ja bei Gelegenheit jeder selbst anschauen.
Also wenn man sich erst einmal damit abgefunden hat, dass der Film nicht an “8mm” anknüpft, dann kann man ihn durchaus ertragen. Es ist kein totaler Reinfall, aber auch nichts besonderes. Die schauspielerischen Leistungen sind solide, der Plot unausgereift und oberflächlich, die Charaktere wirken nicht stimmig und das beschissene Ende wirft eine Menge Fragen auf und macht zudem jedes bis dato gewonnene Bild der Charaktere und jeden ansatzweise vorhandenen Tiefgang bei den zwischenmenschlichen Beziehungen kaputt, da es im Grunde alles über den Haufen wirft. Wenn ihr den Film schon gesehen habt, dann wisst ihr vielleicht was ich meine. Und wenn nicht, dann wird es euch beim Anschauen auch direkt auffallen. Ich würde ihn mir nicht noch einmal anschauen.

Der Film gehört in die Kategorie “Einmal reicht und war schon fast einmal zu viel”. Wenn man wirklich nichts anderes zu tun hat, dann kann man auf den Film zurückgreifen. Ansonsten lieber zum X. Mal “8mm” anschauen, denn der gehört sicherlich nicht in die Kategorie, in welcher “8mm 2″ meiner Meinung nach zu Hause ist.

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Diskussion/Anmerkungen: 2 Kommentare

  1. Sascha
    schrieb am 26. Mai 2009

    Der Film hat keinen Bezug zu 8mm, nennt sich aber forsch 8mm 2??? Wenn das Beispiel Schule macht, dreh ich demnächst einen Amateurfilm, nenne ihn “Herr der Ringe 4″ und verdiene mir eine goldene Nase :D

    Gegen jeden Mist wird heutzutage geklagt, aber so eine dreiste Sache soll dann ok sein? Mag ja sein, dass der Film ganz passabel ist, aber für mich ist das schon absichtliche Irreführung von Kunden / Kinobesuchern.

    Antworten
  2. Schmeing
    schrieb am 27. Mai 2009

    Du musst dir halt das Recht erwerben deinen Film Herr der Ringe 4 nennen zu dürfen und ich glaub das kostet dich mehr als du mit dem Titel bei einem Amateurfilm einspielen kannst und erst recht mehr als du dir privat leisten kannst. Wenn die sich die Rechte für den Titel geholt haben oder sie sogar hatten, weil das Studio halt auch den ersten Teil gemacht hat, können sie tun und lassen, was sie wollen.

    Antworten

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