Studiengebühren – Meine Bilanz (Teil 2)

Nachdem ich im ersten Teil einige Fakten als Fundament genannt habe, möchte ich nun ein wenig mehr auf die Verwendung der Mittel eingehen. “Studiengebühren dienen der Verbesserung der Lehre” heißt es überall, wenn über die grundsätzliche Erhebung debattiert wird.
Das Geld, das Studierende für ein Semester zahlen, soll den Studierenden auch zu Gute kommen. Es soll keine Hürde sein, die vielleicht sogar das Studium verhindert oder erschwert, sondern eine Hilfe für eine gute beziehungsweise bessere Ausbildung sein. Das ist eine lobenswerte Absicht. Auf jeden Fall. Ob das aber auch so ist, dass wird sicherlich von Universität zu Universität und von Fachbereich zu Fachbereich verschieden sein.
Was wird denn meist mit den Gebühren gemacht? Skripte, die eine Veranstaltung begleiten, sind meist kostenlos erhältlich oder preiswerter zu erwerben. Die Zahl der begleitenden Tutorien zur weiteren Vertiefung und Wiederholung des Lernstoffes ist angestiegen. Lehrstühle bekommen durch wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte, die mit diesen Mitteln finanziert werden, mehr Möglichkeiten für Lehrangebote. Außerdem sollen durch die Studiengebühren kleinere Gruppen in Seminaren ermöglicht werden, die bislang total überfüllt gewesen sind. Die Räume werden saniert und besser ausgestattet. Ein Tageslichtprojektor wird nun durch einen PC mit Beamer ersetzt. Die Bibliotheken werden mit viel mehr Büchern bestickt als früher. Vor allem Neuerscheinungen werden schneller angeschafft. An den Universitäten der Ruhr-Allianz sollen Studierende künftig per SMS informiert werden, wenn eine Vorlesung oder ein Seminar kurzfristig ausfällt.
Das sind alles Änderungen/Neuerungen, die sich auf den ersten Blick toll anhören. Wäre da nun nicht die doofe Realität, die so manche Illusion zerstört. Und hier kommen nun – eigentlich zum ersten Mal – meine persönlichen Erfahrungen ins Spiel. Ich habe bisher bei noch keiner Vorlesung ein Skript umsonst bekommen. Wenn es eines gab, dann durfte ich selbst kopieren oder zahlen. Ganz einfach. Die Zahl der Tutorien ist bei uns wirklich angestiegen. Das ist auf der einen Seite gut, weil es natürlich mehr Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema voraussetzt, aber auch schlecht, weil es schlichtweg dafür sorgt, dass man weniger Zeit für andere Dinge hat, die genauso wichtig sind. Tutorien überlagern nicht selten andere Veranstaltungen, die zeitgleich stattfinden und dann nicht besucht werden können. Wobei ich das mehr beobachtet als selbst erlebt habe, weil meine Tutorien alle “online” stattfinden. Mehr Mitarbeiter an den Lehrstühlen bedeutet ja im Normalfall auch mehr individuelle Betreuung. Hier muss ich ganz auf höhere Semester vertrauen, die sagen, dass sich in dem Bereich nichts verbessert hat. Ich selbst habe ja nie ohne Studiengebühren studiert. Leider. Kleine Gruppen in einem Seminar habe ich aber auch noch nicht erlebt. Das ist auch sehr schade. Sehr häufig sind die Gruppen so groß, dass nicht einmal jeder an einem Tisch sitzen kann. Von einem Seminar mit 15 Personen kann man weiterhin wohl nur träumen. Die Räume wurden an meiner Universität großteilig saniert beziehungsweise werden es noch in den nächsten Jahren. Durchaus angenehm in einem frisch gestrichenen, sauberen Raum zu sitzen, aber warum die alle einen Beamer haben ist mir manchmal mehr als nur fraglich. Muss doch gar nicht immer sein. Das ist meiner Meinung nach eine Verschwendung. Mit ein bisschen mehr Organisation könnte man auch mit der Hälfte auskommen. Locker. Was ich auch bestätigen kann ist der enorme Anstieg der Bücher in den Bibliotheken. Die Fakultätsbibliotheken, die ich aufsuche, haben immer eine Menge Neuerwerbungen zu verzeichnen. Etwas, das früher nicht so war, wie ich mir hab sagen lassen. Wobei ich hier doch denke, dass es eigentlich auch ohne Studiengebühren für eine Universität möglich sein müsste für einen guten Bücherbestand in den Bibliotheken zu sorgen. Und mit einer SMS informiert zu werden, wenn eine Vorlesung ausfällt halte ich für Geldverschwendung. Eine E-Mail, die ja gemeinhin kostenlos ist, tut es meiner Meinung nach auch.
Wie könnte man das jetzt alles am besten in einem Satz zusammenfassen? Ich mache es mal so: So manche Neuerung/Änderung ist wirklich ein guter Gedanke, der lobenswert ist. Allerdings ist das Resultat oft nicht das, was man sich darunter vorstellen sollte. Es wird zu inkonsequent, zu verschieden und zu schlecht mit dem Geld umgegangen. Manche Änderungen entfalten sich nicht, andere wirken überflüssig und wieder andere sollten auch so möglich sein. Es gibt auch positive Dinge, aber die beschränken sich doch meistens auf ein Minimum. Ein Bekannter von mir sagte vor einigen Wochen: “Es wurde wirklich viel getan, aber die wichtigen Dinge, die fehlen noch heute.” Und ich denke, dass er damit auf jeden Fall recht hatte. Wobei es schwer ist hier zu gewichten. Es ist sowieso schwer, weil Geisteswissenschaftler schon andere Vorstellungen haben als zum Beispiel Naturwissenschaftler. Oh, ist ja doch wieder mal viel mehr geworden als ein Satz. Wie finde ich jetzt ein Ende? Ah, mit einem Ausblick auf den dritten Teil, der die Tage folgen wird. Ich habe da vor über das Finanzielle zu reden. Über das, was so ein Semester den normalen Studenten (der Geisteswissenschaften) so kostet. Von Studiengebühren, Sozialbeitrag bis hin zur dritten Copy-Card im Semester werde ich das mal ein wenig vorrechnen und darüber philosophieren, ob und in wie Weit Studiengebühren ein Hindernis sein können beziehungsweise sind.

Hier schreibt Lordy, Jahrgang 1986, männlich, Single, Student der Geschichtswissenschaft und kath. Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten (nördliches Ruhrgebiet), Gothic, abenteuerlustig, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Wrestling-Fan. 


schrieb am 31. Mai 2009 um 17:10
ich finde es gibt einen vorteil an studiengebühren: man setzt sich die Priorität zu lernen und das ziel das Semester gut zu überstehen viel höher: weils kostet. und die studienplätze werden nicht so hoch mit deppen belegt, die das ganze im endeffekt nicht durcziehen weil sie keine lust mehr haben. das niveau ist dadurch viel höher ^^
schrieb am 1. Juni 2009 um 00:54
Bevor ichs vergesse; was halten Sie von Linktausch, so Blogroll undso? xD
schrieb am 1. Juni 2009 um 10:12
@Anna: Ich finde, dass das kein gutes Argument ist. Druck ist zwar manchmal hilfreich, aber kann einem genauso gut das Genick brechen und dafür sorgen, dass man noch länger studiert als eigentlich. Das kann eben auch nach hinten losgehen. Studieren ist doch eigenverantwortliches Arbeiten. Und wenn man sich für ein Studium entscheidet, dann sollte man auch von allein bereit sein zu investieren. An Kraft und Zeit. Da muss man nicht erst mit 500 Euro pro Semester unter Druck gesetzt werden. Das halte ich eher für kontraproduktiv. Aber auf die Finanzen komme ich im dritten Teil zu sprechen :D. Dann kommt auch noch ein Abschnitt, der deinem Kommentar widerspricht :D. Und ob das Niveau viel höher ist kann ich nicht beurteilen. Glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich das viel verbessert hat, denn “Idioten” habe ich auch schon den einen oder anderen getroffen. Und viele werden das auch durchziehen, weil sie denken “Jetzt hab ich schon 2000 Euro bezahlt… da macht der Rest auch nichts mehr.” Aber das ist eine Sache bei der ich auch nur spekulieren kann xD.
@Lunatic: Willkommen auf meinem Blog. Lassen wir das “Sie” weg und duzen? Würde mir besser gefallen. Ich mach es mal. Also wenn du dich hier umschaust, dann wirst du schnell merken, dass ich keine Blogroll besitze. Daher ist so ein Linktausch – wie du ihn dir vorstellst – nicht möglich. Tut mir leid.
schrieb am 1. Juni 2009 um 10:13
Ach, was bin ich froh, dass ich fertig war, bevor das mit den Studiengebühren losging! (Bzw. hier in Meck-Pomm gibt es ja (noch) keine).
Doch wie du schon im letzten Absatz schriebst, ist nicht alles Gold was glänzt, da bei der Organisation nicht alles glatt lief. Ich würde das gerne auf Anfangsschwierigkeiten schieben, denn das “Problem” des Geldausgebens ist neu und man muss erst mal gucken, wo was nötig ist. Klar hätte man die Mitarbeiter und Studenten vorher fragen können, aber das hätte auch wieder Geld und Zeit gekostet :)
Bei uns an der Uni (ich bin wiss. Mitarbeiter in der Math/Inf) wurden auch viele Beamer eingebaut, was aber in naturwissenschaftlichen Vorlesungen von Vorteil ist.
Was ich mir statt vieler Bücher wünsche sind Online-Zugänge zu Fachzeitschriften. Denn besonders in der Biologie basiert das gesamte Nachschlagematerial für die aktuelle Forschung auf wissenschaftlichen Artikeln (= Papers).
Ok, das betrifft die Studenten nur indirekt, da sie nicht das Aktuellste wissen müssen, aber auch viele Bücher gibt es mittlerweile online und einige Verlage haben sich darauf spezialisiert. Und wer seine Diplomarbeit an der Uni schreibt, der ist auf die aktuellen Artikel angewiesen.
schrieb am 1. Juni 2009 um 10:19
@juliaL49: Ja das stimmt. Viel Geld ist in den ersten 2 Semestern auch einfach auf den Konten der Universitäten geblieben, weil sie nicht wussten was genau sie alles davon finanzieren dürfen. Ich bin da auch immer ein wenig hin und her gerissen. Es gibt nämlich wirklich manchen guten Ansatz, der mir dann auch bestätigt, dass es keine pure Abzocke ist. Man kann eigentlich gespannt sein, wie es in 3 Jahren ist. Dann sollte es ja soweit mal geklappt haben. Wobei die Hoffnung nicht stirbt, dass sie wieder abgeschafft werden. Denn: Wenn hier die Landesregierung wechselt, dann werden die Gebühren wohl wieder abgeschafft. Ich selbst würde mir auch so viele Sachen wünschen. Fertige Skripte, alle Texte zum Download um Zeit beim kopieren zu sparen, mehr Zeitschriften online, damit man auch von zu Hause aus besser arbeiten kann, ein verbessertes System zur Verwaltung der Leistungen, die man erbracht hat etc. Entscheidend wird wohl sein, wie es in ein paar Jahren aussieht, denn noch kann man sagen “Es ist alles neu… sie müssen das erst mal richtig auf die Reihe bekommen”. Wobei man natürlich auch kontern kann, dass man sich, wenn man so einen Entschluss fast, auch schon klar sein muss, was mit dem Geld dann passiert. Ich meine außer, dass es auf den Konten liegt und Zinsen bringt ;).
schrieb am 1. Juni 2009 um 10:25
Ah, Regierungswechsel ist ein gutes Stichwort! Die sollen sich endlich mal auskäsen, ob und in welcher Höhe Studiengebühren in Deutschland fällig sind. Jaja, Bildung ist Ländersache und Konkurrenz belebt das Geschäft usw. usf.
Ein Problem, das ich noch sehe (vllt. sprichst du das auch im 3. Beitrag an) ist der, dass in Deutschland das finanzielle Kissen fehlt. Wir haben hier keine gewachsene Kultur mit teurem Studium wie z.B. in angelsächsischen Ländern. Dort sind Stipendien oder Studentenkredite selbstverständlich. Daran fehlt es hier gewaltig und bis das nachgewachsen ist, wird einigen Jahrgängen mit schwächeren Geldbeuteln ein Studium verwehrt. Bafög zähle ich hier nicht, denn das ist kompliziert und in vielen Fällen ungerecht.
schrieb am 1. Juni 2009 um 10:33
@juliaL49: Also ich weiß, dass die SPD, wenn sie in NRW die Regierung bildet, die Studiengebühren abschaffen möchte. Damit haben sie zumindest vor wenigen Monaten noch Werbung für sich gemacht. Ob die Meinung da nun geändert wurde kann ich gar nicht sagen.
Darlehen gibt es ja bereits. Auch Studentenkredite sind in NRW mittlerweile recht leicht zu bekommen. Also da ist schon etwas getan worden. Aber dann geht man halt auch mit einem riesigen Berg von Schulden in das Berufsleben. In meinem dritten Artikel will ich vor allem grob vorrechnen, wie viel so ein Semester wirklich kostet und auf ein paar kleinere Probleme eingehen, die so umhergeistern und die vor allem in meinem Bekanntenkreis für mehr oder weniger Aufregung sorgen. Aber es stimmt. Im Vergleich zu GB oder den USA sind wir hier noch am Anfang und viele Leute werden aus Angst vor Schulden lieber einer Ausbildung machen. Aber mehr dazu dann im dritten Artikel, der in den nächsten 2 oder 3 Tagen erscheinen wird. :)
schrieb am 1. Juni 2009 um 11:21
Dem Argument von Anna möchte ich an dieser Stelle auch einmal ganz eindringlich widersprechen. Wenn man studiert, dann sollte man so oder so den Ehrgeiz haben, auch voranzukommen. Und “Deppen” wissen meist ja gar nicht, dass sie ebensolche sind und lassen sich dadurch denke ich auch nicht vom Studium abhalten.
Außerdem: Wenn man nicht in die Verschuldung geraten möchte, dann muss man zusehen, wo man Geld herbekommt. Wahrscheinlich durch Arbeiten. Und wer arbeitet, der hat weniger Zeit zum lernen.
Nein, ich würde nicht sagen, dass Studiengebühren das Niveau heben. Ich würde eher die Gefahr sehen, dass sie es senken, denn leider können sie auch dazu führen, dass Leute, die es rein von der Intelligenz oder vom Talent schaffen können, gar nicht erst mit dem Studium beginnen, da sie es sich einfach nicht leisten können oder wollen.
schrieb am 1. Juni 2009 um 12:35
@Konna: Das ist auch ein gutes Argument. Wenn man so viel Zeit aufbringen muss, damit man die 500 Euro erst bezahlen kann, dann geht natürlich einige Zeit für das Lernen und Vor-/Nachbereiten drauf. Und dann ist es hinterher eher die Normalität, dass die gesamte Seminargruppe die vorbereitenden Texte nicht gelesen hat, und, dass so das Seminar quasi ohne wirkliches Ergebnis bleibt. Kontraproduktiv. Eindeutig. Gut, dass du diesen Punkt noch angeführt hast.
schrieb am 1. Juni 2009 um 13:03
naja, ich hab es nur mitbekommen, in der Fachoberschule. Die Leute haben keine Arbeit und wissen nicht was sie sonst machen sollen, also machen sie unüberlegt einfach mal ne höhere Schule. Das was n Niveau von der 5. Klasse. Grauenvoll. Und ich glaub halt, das sowas bei dem heutigen Arbeitsmarkt halt auch passieren kann. Ach ich find keine Arbeit / Ausbildung, statt garnichts geh ich einfach mal studieren.
Daher find ich, sind Studiengebühren schon etwas sinnvoll. Klar 500 sind sehr viel. Also 200 pro Semester oder so würd auch vollkommen reichen. Nur die Fachkräfte müssen ja auch irgendwie bezahlt werden :/
Mein Bruder ist zum Beispiel deswegen nach Rheinland-Pfalz, da gibs keine Studiengebühren wo er war.
schrieb am 1. Juni 2009 um 13:19
Anna, man braucht Abitur um studieren zu können und wer aufgrund eines Hauptschulabschlusses arbeitslos ist, der kann nicht mal einfach so studieren gehen. (jau, volle Kanne Vorurteile!)
Und wie schon gesagt, bedeuten höhere Gebühren eben nicht, dass man sich mehr konzentriert. Die meisten Jobs sind zudem noch abends (Kellnern etc) und das bedeutet, dass es schwer fällt bei Vorlesungen um 7:30 teilzunehmen.
schrieb am 1. Juni 2009 um 13:43
ach mist.. xD
schrieb am 2. Juni 2009 um 09:50
Ne, net unbedingt. Wenn man zb. einen Realschulabschluss hat, kann man ganz normal in eine Lehre gehen. Nach dieser hat man dann die Möglichkeit, sein Fachabi nachzuholen. Und mit diesem darf man dann an Hochschulen studieren. Es besteht also für Haupt / Realschüler die Chance, zu studieren.
schrieb am 2. Juni 2009 um 10:03
@Schocker Blogger: Natürlich hast du Recht, aber wie groß ist denn der Anteil derjenigen, die das durchziehen und dann noch studieren? In meinem Jahrgang war ein Einziger, der im Abendgymnasium sein Abitur nachgeholt hat.
Außerdem ist meine Aussage immer noch richtig, denn selbst wenn einer auf Umwegen sein Abitur nachholt, hat er dennoch Abitur :) Und mit dem Fachabi geht es eben auch “nur” an die FHs. Nicht, dass die schlechter wären, aber haben die auch Studiengebühren? In derselben Höhe?
schrieb am 2. Juni 2009 um 10:31
@Anna: Es gibt so manchen Studenten, der studiert, weil im nichts anderes eingefallen ist. Das stimmt wohl. Viele suchen ihren Weg und finden ihn nicht bevor es heißt Ausbildung oder Studium und so mancher entscheidet sich da auch sicher falsch. Aber ich glaube nicht, dass es wirklich so viele Studenten gibt, die einfach mal studieren, weil sie auf nix Bock haben und so das Niveau schwächen. Außerdem helfen Studiengebühren dagegen kein bisschen, denn die können ja genauso aus reichen wie aus armen Verhältnissen kommen. Und Erstere interessieren die 500 Euro sicherlich dann nicht ;).
@juliaL49: Ich kenne sogar Fälle, wo nur noch zwischen 14 und 18 Uhr Vorlesungen belegt werden können, weil morgens von 6 bis 12 Uhr gearbeitet wird. Mehr kann ein Job eigentlich gar nicht einschränken.
@Lunatic: Wie gut, dass du aktuell unter den Top-Kommentatoren verlinkt bist.
@Schocker Blogger: Wie julia49L schon sagte: Dann sind es aber auch Abiturienten ;). Und ich glaube, dass solche Leute ein Studium sicher auch schaffen, weil sie sich eben schon den Weg zum Fachabitur erkämpft haben.
@juliaL49: Viele gibt es davon sicherlich nicht. Das stimmt wohl. Ich persönlich kenne nicht einen solchen Fall, wenn ich mich in meinen Seminaren und Vorlesungen umschaue. Und von den 33 Hochschulen haben 29 in NRW Studiengebühren eingeführt. Also auch so gut wie alle Fachhochschulen. Wie hoch da jeweils die Studiengebühren sind weiß ich gerade aber nicht.
schrieb am 2. Juni 2009 um 12:35
Ich glaube nicht das man die Studiengebühren noch abschaffen kann. Bei uns in Niedersachsen wurde sie als ersten eingeführt und mittlerweile kann man sich die kaum noch wegdenken. An unserer Universität wurde das Personal erweitert. Würde man diese Gebühren nun abschaffen, würde man das Personal wieder entlassen müssen. Ich weiß nicht ob das jedem passt…
Mich diskriminiert es ein wenig. Ich werde mit meinem Studium zum kommenden Wintersemester anfangen.
schrieb am 2. Juni 2009 um 13:55
Das Niveauproblem an der Uni sehe ich nicht als so dramatisch an. Wenn die Leute nicht das Zeug oder genügend Motivation zum Studium haben sind sie spätestens nach dem 2. Semester weg und solange sie die Klappe halten stören sie ja im Studium auch nicht, weil dort nicht, wie in der Schule, der gemachte Stoff an die Leute angepasst wird.
Wir haben nur eine Person im Studium der würde ich echt gerne einen Knebel vor jeder Vorlesung anlegen. Der stellt einfach jede Vorlesung eine bescheuerte Frage. Wenn der den Mund aufmacht, weißt man schon, dass nichts gescheites rauskommt.
Ok, ich weiß jetzt nicht wie es in anderen Studiengängen und an anderen Unis aussieht, da Physik ja sicherlich nicht gerade das Fach für Leute ist, die nicht wissen, was sie machen wollen. Außerdem sind bei uns die Kriterien zum Rausfliegen nach meinem Kenntnisstand Deutschlandweit für Physik am schärfsten.
schrieb am 3. Juni 2009 um 11:03
@JPanther: Natürlich würde es nicht jedem passen, aber grundsätzlich ist der Betrieb einer Universität auch ohne Studiengebühren möglich. Und Personal darf ja nur begrenzt damit bezahlt werden. Soweit ich weiß sind zum Beispiel Professuren nicht davon zu bezahlen, sondern nur wissenschaftliche Mitarbeiter, Hilfskräfte oder Bibliothek-Angestellte. Wichtig ist: Eine Universität ist auch ohne lebensfähig. Und man muss ja nicht direkt von 500 Euro auf 0 Euro runter. Hier könnte man ja auch abstufen und somit mehr Zeit gewinnen.
Aber prinzipiell bin ich auch nicht für eine Abschaffung, wenn man bestimmte Dinge ändern und Klauseln hinzufügen würde. Aber da wollte ich in einem eigenen Teil noch etwas zu schreiben :D.
Was möchtest du denn studieren? Und an welche Uni willst du? Würde mich mal interessieren.
@Schmeing: Also in den Geisteswissenschaften ist es schon so, dass man da in den ersten Semestern Leute durchschleift, die eigentlich nicht wollen. Aber sie stören eben nicht. Die machen die Veranstaltung einmal, dann zweimal und dann sind sie meist weg. Und das zweite Mal bekommt man ja nicht mehr mit, weil man selbst schon lange in anderen Veranstaltungen denkt. In Geschichte wird an der RUB aber auch ziemlich ausgesiebt durch das sogenannte IPS (Integratives Proseminar – 2 Semester – 4 SWS + 2 SWS für ein Tutorium – 2 Referate mit Verschriftlichung, eine Seminararbeit und 9 Hausaufgaben). Da kommen viele nicht mit und durch. (Wir haben mit 35 angefangen und waren am Ende noch knapp über 20 xD.
schrieb am 23. Juni 2009 um 19:45
[...] die anderen Teile verweisen. Auf den ersten Teil mit allen wichtigen Basis-Informationen, auf den zweiten Teil, der von der Verwendung der Gebühren handelt, und auf den dritten Teil, welcher aufzeigen [...]