Monatsarchiv für Mai 2009

 
 

Eine Heimkehr mit Hindernissen

Eine Heimkehr mit Hindernissen

Dieser Artikel wird jetzt sicherlich nicht spannend, aber ich muss einfach mal Dampf ablassen. Muss sein. Sorry. Also: Da verschaffe ich mir schon die Zeit um gemütlich (eine Stunde früher als gewöhnlich) von der Uni nach Hause zu fahren und anfänglich klappt auch alles ganz gut. Doch schon auf der ersten Etappe, welche mich per U-Bahn von der Uni zum Bahnhof in Herne führt gerät das Unternehmen “eher zu Hause sein” akut in Gefahr, denn in der U-Bahn wird aus einem kleinen Streit eine handfeste Schlägerei. Ein Notruf bei der Polizei erfolgt. Bis die Männer in Grün kommen vergehen Minuten. Minuten, die ich nicht habe, denn der Zug in Herne, der mich dann nach Dorsten bringen soll, wartet nicht. Nachdem die Chance vertan ist diesen Zug rein rechnerisch in Herne noch zu bekommen setzt sich die U-Bahn wieder in Bewegung. Pünktlich! Hastig bei der nächsten Station ausgestiegen und zum Bahnhof Bochum geeilt, damit die minimale Chance der verfrühten, heimischen Ankunft bestehen bleibt.

Eine sportliche Meisterleistung lässt mich die “Glück-Auf-Bahn” von Bochum nach Gelsenkirchen erwischen. Glücklich schnaufe ich durch, denn dieser Zug lässt mich in Wanne-Eickel doch noch in den Zug umsteigen, den ich in Herne verpasst hätte, wenn ich diese Aktion nicht vollführt hätte. Auch hier läuft alles reibungslos. Bis kurz vor Wanne-Eickel. Da bleibt der Zug stehen. Braucht wieder mehrere Minuten. “Wartet die ‘Emschertal-Bahn” in Wanne-Eickel auf die Umsteiger?” geht es mir durch den Kopf. Minuten verrinnen. Dann ist sie in Sicht. Die Bahn hat gewartet. Alles bestens. Wenig später sitze ich im Zug Richtung Dorsten. Aktion geglückt. Weitere Zwischenfälle geschehen nicht. Aus einer ruhigen Fahrt wurde ein Stress-Akt sondergleichen. Sowas zum Feierabend. Super. Kann ja nur noch besser werden.

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Bild © hofschlaeger / PIXELIO

54. Eurovision Songcontest nun Geschichte

54. Eurovision Songcontest nun Geschichte

Gestern Abend war die Zeit für den 54. Eurovision Songcontest gekommen. In Moskau kam es zu einem musikalischen Event, wie es ihn sonst auf der Welt nicht gibt. Und da es bei mir eine Tradition ist den Eurovision Songcontest zu verfolgen saß ich auch gestern – zusammen mit meiner Wiebke – vor dem Fernseher. Nicht zuletzt um den deutschen Auftritt zu verfolgen, der, wie ich bereits berichtete, von Dita von Teese begleitet wurde.

Am Ende landete “Alex swings Oscar sings” auf dem 20. Platz. Nur 5 Teilnehmer waren also schlechter. Aber das Ergebnis ist immer noch bei weitem besser als der letzte Platz der No Angels im Jahr 2008. Es reichte für 35 Punkte. Kein Mal gingen 12 Punkte nach Deutschland, aber immerhin gab es aus 11 Ländern (Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Frankreich, Belgien, Türkei, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Niederlande und Portugal) Punkte. Das ist doch auch schon ganz ansehnlich in Relation zu 2008.

Aber dennoch war die Stimmung nicht wirklich gut. Alex Christensen war sichtlich enttäuscht und auch der ARD-Koordinator für Unterhaltung, Thomas Schreiber, sagte enttäuscht:

Das Ergebnis von Moskau ist für unser exzellentes Team eine Enttäuschung. Für uns heißt das: Wir müssen beim Eurovision Song Contest radikal neue Wege gehen. Wie die aussehen, werden wir sehr bald präsentieren.

Da kann man ja eigentlich nur gespannt sein, oder? Aber nun noch zu diesem Songcontest. Der Blick auf das nächste Jahr ist wohl jetzt noch zu früh. Der Norweger Alexander Rybak gewann nicht überraschend mit seinem Song “Fairytale”. Und das sogar mit einem Rekord. Denn die Punktzahl von 387 hatte es bisher noch nicht gegeben. Wahnsinn. Island belegte den zweiten Platz. Auf dem dritten Platz folgte dann der Beitrag aus Aserbaidschan.

Ich muss ja sagen, dass ich den Beitrag des Norwegers nicht wirklich gut fand. Mein Geschmack war es absolut nicht. Da gab es Besseres. Aber einen wirklichen Sieger konnte ich für mich selbst auch nicht bestimmen. War auch schwierig, wie ich finde. Aber wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, dann hätte ich mich für den Beitrag aus Großbritannien entscheiden, weil er mir doch wohl mit am besten gefiel.
Besonders interessant war die Punktevergabe in zweierlei Hinsicht. Zum ersten hatte ich mit meinem Schatz um eine grobe Platzierung des deutschen Beitrags gewettet (und gewonnen) und zum anderen wurde die Punktevergabe reformiert. Denn seit diesem Jahr zählten die Stimmen des Publikums nur noch 50%. Kombiniert wurde das Ergebnis dann jeweils noch mit einer Jury-Meinung. Dieser Schritt schien auch nötig, weil sich vor allem die östlichen Teilnehmer sich immer gegenseitig die Punkte zuschoben. Nachbarschaftshilfe und teils auch alte Verbundenheit. Man muss sagen, dass in der Hinsicht die Reform ein wenig gewirkt hat. Zwar ging es noch nicht gänzlich ohne Nachbarschaftshilfe, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung erfolgt. Und das muss man doch einmal äußerst positiv sehen. Auch, wenn das letztendliche Ziel bisher noch nicht erreicht ist.

Konna sagt in einem Artikel auf seiner Gedankendeponie, dass es für Deutschland vielleicht ratsam wäre nicht mehr beim Eurovision Songcontest mitzumachen. Und ich muss gestehen: Diesen Gedanken hatte ich auch schon. Man steht als Geldgeber immer im Finale, aber landet da dann eh keinen Treffer, sondern blamiert sich eher “bis auf die Knochen”. Und das kann ja auch nicht das Ziel sein. Da könnte das Geld doch besser an einen anderen Ort fließen, wo damit “Sinnvolles” geschieht. Wobei es schon ein Event ist, der natürlich auch eine gewisse Werbung darstellt. Und wenn man jetzt nicht mehr teilnehmen würde, dann würde man auch sicher als “schlechter Verlierer” da stehen. Fragt sich nur, ob das so viel schlimmer wäre als jedes Mal wirklich ein Verlierer zu sein. Ach… ich weiß nicht… im Grunde auch gut, dass ich da nichts entscheiden muss. Und immerhin hat Thomas Schreiber ja schon Änderungen angekündigt. Vielleicht entschlüsseln diese dann das Rätsel, warum es nie “Germany – 12 Points” heißt.

Abschließend möchte ich mich noch dafür entschuldigen, dass dieser Artikel ein klein wenig chaotisch ist. Ich wollte einfach mal den Gedanken freien Lauf lassen. Und das gelingt – leider – nicht immer in geordneter Form.

Das verLEGOte Ich

Das verLEGOte Ich

Die tägliche Lektüre meiner abonnierten Blogs wurde schlagartig gestoppt als ich bei der Chikatze den LEGO-Generator erblickte. Denn der wurde sofort für interessant befunden und erst einmal ausgiebig getestet. Und das, was aus diesem Test herausgekommen ist, würde ich als Lego-Abbild meiner Person ansehen.

Meiner Meinung nach ein echt knuffiger Zeitvertreib, wenn man mal 5 Minuten übrig hat.

Meine 90er: Chupa Caps

Meine 90er: Chupa Caps

Nun also zum ersten Artikel meiner Serie “Meine 90er”, die ich hier angekündigt habe.

Mitte der 90er Jahre waren die sogenannten Chupa Caps wahnsinnig beliebt. Erst wurden sie gekauft, dann wurde gespielt, gesammelt und getauscht. Ich habe letztens meine Chupa Caps beziehungsweise einen kleinen Teil (denn irgendwie hatte ich damals weit mehr als die 100, die ich jetzt habe) wiedergefunden. Die hatten sich in meinem Schrank versteckt.

Kennt jemand von euch die Caps noch? Die gab es ja nicht nur von Chupa Chups, sondern auch noch von Disney, Kellogg’s, den Power Rangers und so weiter und so weiter. Tausende Motive zum sammeln, tauschen und toll finden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass jeden Nachmittag zig Duelle mit meinen Freunden und Schulkollegen stattgefunden haben. Das Einzige, was ich nicht mehr weiß, ist, wie der genaue Ablauf eines Duells war. Und das ist irgendwie traurig schade. Also hier meine Bitte: Sollte jemand noch wissen, wie das funktionierte, dann bitte melden, denn mir ist das schlicht und ergreifend entfallen.

Meiner Erinnerung nach waren diese Caps gut ein Jahr total im Trend und absolut mega total dolle in. Jeder wollte sie haben und auch so gut wie jeder hatte sie. Sicherlich zu vergleichen mit anderen Trends wie Magic: The Gathering, Yu-Gi-Oh! oder Pokémon. Denn auch da wurde ja von so gut wie allen gesammelt, getauscht und duelliert. Die Zeit, in der die Caps in waren, war auf jeden Fall irgendwie cool. Ich weiß noch, dass die Dinger für super viele tolle und schöne Nachmittage gesorgt haben.

Da ich aber heute niemanden mehr kenne, der die Caps noch sammelt oder damit Duelle austrägt, kann ich sie natürlich nicht mehr gebrauchen. Und so habe ich sie heute morgen bei eBay eingestellt. Wenn wer Interesse hat sie zu ersteigern, dann einfach sagen. Dann gebe ich auch gerne den Link zur Auktion heraus. Und immerhin konserviere ich durch diesen Artikel die Erinnerung. Hat doch was. Und vielleicht finden sich hier ja jetzt sogar welche, die damals auch dem Trend erlegen waren. Dann könnte man sich doch glatt noch austauschen.

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Studiengebühren – Meine Bilanz (Teil 1)

Studiengebühren - Meine Bilanz

Das Thema Studiengebühren spaltet die Studentenschaften an den meisten Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Und auch weit entfernt vom jeweiligen Campus wird über die Erhebung von Studiengebühren diskutiert. Ich will in einer Serie von Artikeln meinen Senf zur heiß umkämpften Debatte abgeben und meine persönliche Bilanz ziehen. Ich schätze, dass es 3 bis 4 Artikel werden bis ich alles gesagt habe, was ich sagen will. Und anfangen möchte ich erst einmal mit einem Haufen Fakten und Informationen, welche die Basis für all das bilden sollen, was danach noch folgt.

Seit dem 01. April 2006 gibt es in Nordrhein-Westfalen durch das “Gesetz zur Erhebung von Studenbeiträgen und Hochschulabgaben” für Hochschulen die Möglichkeit Studiengebühren zu erheben. 29 von 33 Hochschulen machen in NRW davon derzeit Gebrauch. An der Fachhochschule Düsseldorf, der Kunstakademie Düsseldorf, der Kunstakademie für Medien in Köln und der Fernuniversität Hagen kommen die Studierenden momentan noch ohne die Zahlung von Studiengebühren davon. Das genannte Gesetz setzt die maximale Höhe auf 500 Euro fest. Die Gebühren sind dann vertretbar, wenn dadurch die Effizienz des Studiums – passend zur Höhe der Gebühren – angehoben wird.

Ich muss als Studierender an der Ruhr-Universität Bochum pro Semester 480 Euro zahlen. Gleiches gilt für die Studierenden an der TU Dortmund. An der Universität Duisburg/Essen muss ein Student den maximalen Betrag von 500 Euro auf den Tisch legen. So, wie viele Studenten an anderen Hochschulen auch. Am billigsten studiert man in NRW an der Universität Münster, welche nur 275 Euro von ihren Studierenden einfordert.
Die Verwendung der Einnahmen durch die Studiengebühren wird an jeder Hochschule individuell und anders geregelt. Wie viel Geld bei einer Fakultät ankommt und was mit dem Geld angeschafft und bezahlt werden kann ist unterschiedlich geregelt und immer von der jeweiligen Universität abhängig. In den ersten Jahren seit der Erhebung herrschte breite Uneinigkeit und Ahnungslosigkeit, wie genau die Gebühren verwendet werden dürfen und müssen. Doch mittlerweile scheinen viele Universitäten und die dazugehörigen Fakultäten ihren ganz eigenen Weg gefunden zu haben.

Die Studierendenschaften sind heiß am diskutieren. Ein Teil der Studierenden befürwortet die Gebühren und kann sich “ein Studium ohne die Verbesserungen durch die Gebühren” kaum mehr vorstellen, während ein anderer Teil die Studiengebühren als eine absolute Frechheit ansieht, welche eindeutig aus dem Weg geschafft werden muss.

Ich selbst würde mich in keines der beiden “Lager” einordnen. Ich stehe irgendwo dazwischen. Und genau darum bin ich auf die Idee gekommen hier über dieses Thema zu schreiben.

Fortsetzung folgt…

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Bild © geralt / PIXELIO

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