
Heute musste ich im Rahmen meiner Prüfungsleistung für eine Vorlesung eine sogenannte Lernzielkontrolle absolvieren. Dabei handelte es sich um einen elektronischen Test, der über das Internet zu bearbeiten war. Für die Beantwortung mehrerer Fragen waren 50 Minuten Zeit zur Verfügung gestellt worden. Außerdem konnte man sich selbst überlegen, ob man den Test heute oder morgen machen möchte. Da ich morgen so viel zu tun hab und so gut wie den gesamten Tag an der Universität im Stress bin, habe ich mich für heute entscheiden müssen. Nun gut. Im Vorfeld hatte ich ein relativ komisches Gefühl, weil ich so eine Art von Test noch nie durchgeführt habe und man ja sowieso immer “den Teufel an die Wand malt”. Hinzu kommen immer die üblichen, verdächtigen Fragen, wie “Habe ich mich auch gut vorbereitet?” oder “Hätte ich diesen Text auch noch lesen sollen?”.
Aber nun – im nachhinein – muss ich sagen, dass der Test echt in Ordnung war. Zeitlich schaffbar, inhaltlich ganz okay. Ich bin gut durchgekommen und hoffe nun auf eine gute Note (sprich irgendwas mit einer 1 vor dem Komma). Aber das ist nicht sicher, weil man natürlich nie weiß, ob man auch so viel richtig hat, wie für eine gute Note verlangt wird. Aber ich bin zuversichtlich zumindest bestanden zu haben. Das ist gut. Ja… gut!
Diese Lernzielkontrolle macht übrigens 25% der Endnote für die Veranstaltung aus. Weitere 25% der Note werden durch eine zweite Lernzielkontrolle ermittelt und die letzten 50% dann durch eine Abschlussklausur. Diese Kontrolle gibt nun also die Richtung des Weges an. Also: “Hauptsache bestehen” oder “Ich will die Eins-Komma-Null”. Oder ein Mittelweg, wenn es den denn gibt. Und zusätzlich entzehrt sie ganz schön das “Restprogramm”, da nun viele Dinge abgefragt wurden, die für die Abschlussklausur also entfallen. Mal ganz davon ab, dass man durch gute Lernzielkontrollen ein Scheitern am Ende so gut wie sicher vermeiden kann. Wenn so eine Sache noch vor einem liegt, dann erkennt man diese positiven Wirkungen und Absichten, die dahinter stehen, gar nicht beziehungsweise man will sie nicht wissen, weil so ein Test ja erst einmal unangenehm ist.
Aber nun habe ich euch genug mit dieser Lernzielkontrolle gelangweilt und ich gebe euch – was das Thema angeht – nun eine kleine Atempause. Denn bis zur zweiten Lernzielkontrolle ist es noch etwas hin.
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Bilder (v.l.n.r.) © RainerSturm, hofschlaeger, dido-ob / PIXELIO