When was the last day without a war?

When was the last day without a war?

Immer, wenn ich den Song “Testament” von VNV Nation höre, dann stelle ich mir die Frage, die oben im Titel steht, da es sich dabei um eine Textzeile aus dem genannten Song handelt. Und weil ich die Frage sehr, sehr spannend finde. Denn ich habe da keine Antwort drauf. Was eigentlich, wenn man ehrlich ist, sehr erschreckend ist.
Am Dienstag hatte ich eine Vorlesung, wo der Professor mitteilte, dass man in der Forschung annimmt, dass es unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, gegen Ende 1945, drei Monate gab in denen es weltweit keine Kriege gab. Wobei das auch schon mehr als umstritten ist. Irgendwie doch schon krass. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir Deutschen nun mehr als 60 Jahre im Grunde in Frieden leben und somit mindestens zwei Generationen den Krieg nur aus dem Fernseher kennen. Aber während wir hier Frieden haben gibt es mehrere Kriege, die sich jetzt gerade “abspielen”. Und von so manchem bekommen wir nicht einmal was mit, da sie für die Medien etc. “uninteressant” sind.
Was meint ihr? When was the last day without a war? Könnte die Forschung mit der Theorie, dass es Ende 1945 für drei Monate friedlich war, recht haben? Oder eher nicht? Einfach aus dem Bauch heraus…

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Bild © thbells / PIXELIO


Diskussion/Anmerkungen: 9 Kommentare

  1. Sonja
    schrieb am 10. Juli 2009 um 12:33 Reply to this comment

    Aus dem Bauch heraus frage ich mich, was genau man eigentlich alles als “Krieg” definiert. Das ist sicherlich Ansichtssache und da kann auch kein Wikipedia helfen. Ich kann mir vorstellen, dass es noch nie eine Zeit ohne Krieg – wie ich ihn definiere – gegeben hat, denn für mich fängt Krieg bereits dort an, wo sich auf einer Insel zwei Bevölkerungsgruppen nicht ausstehen können. Nur mal so als fiktives Beispiel. Ich glaube auch nicht, dass man wirklich sagen kann “An DEM Tag war der Zweite Weltkrieg” zu Ende, da der Krieg sich in vielen Köpfen noch länger fortgetragen hat, auf welche Weise auch immer.
    Das ist wirklich ein schwieriges Thema und ich glaube, dass jeder eine andere Antwort auf diese Frage hat, eben weil Krieg ein so weitläufiger Begriff ist.

  2. Lordy
    schrieb am 11. Juli 2009 um 21:15 Reply to this comment

    @Sonja: Es ist sicherlich eine Sache der Definition von Krieg. Ich würde zwar Krieg nicht ansetzen, wenn

    ich auf einer Insel zwei Bevölkerungsgruppen nicht ausstehen können

    sondern eher, wenn es zwischen ihnen zu Übergriffen kommt, aber okay. Da merkt man dann, dass es eine Sache der Definition ist. Und ich denke, dass du dann mit deinem Gefühl, dass es noch nie eine Zeit ohne Krieg gab, richtig liegst. Das kann ich mir zumindest auch durchaus so vorstellen.

    Das jeder eine andere Antwort hat glaube ich auch. Daher habe ich ja auch hier gefragt. Bisher leider wohl eher mit weniger Erfolg, aber vielleicht kommt das noch.

  3. Schmeing
    schrieb am 13. Juli 2009 um 12:49 Reply to this comment

    Ich denke, dass es noch nie wirklich keinen Krieg gab, von Frieden will ich garnicht reden, denn der ist noch ungenauer definiert als Krieg. Insgesamt schwankt wohl der Prozentsatz der nicht in Kriege verwickelten Teil der Weltbevölkerung, wobei ich denke, dass er langfristig immer weiter abnimmt, schon allein dadurch, dass bei Kriegen immer geringere Teile der Bevölkerung der beiden Gruppen gegeneinander Krieg füren und ich denke auch, bin mir da aber nicht so sicher, dass immer weniger Gruppen Krieg füren.

    Der einzige Hacken an der Sache ist, dass durch die immer modernere Waffentechnik die Tötungsleistung, sprich Tote pro Zeit und Anzahl beteiligter Personen, immer weiter steigt.

    Krieg definiere ich übrigens als bewaffnete Auseinandersetzung mit Tötungsabsichten auf einer ethnischen, religiösen oder nationalen Ebene, sprich etwas größerer Maßstab.

  4. Lordy
    schrieb am 13. Juli 2009 um 21:00 Reply to this comment

    @Schmeing: Da sind wir sogar ziemlich einer Meinung, wie ich merke. Ich glaube bei dem ersten Punkt, wo es um die verwickelte Bevölkerung geht, muss man allerdings konstatieren, dass jeder Zivilist, der einbezogen wird, auch zählt. Es geht ja nicht um die Männer unter Waffen, sondern um die gesamte Bevölkerung. Und da würde ich nicht einmal von einer abnehmenden Anzahl sprechen. Was die Tötungsleistung angeht kann man eigentlich nur zustimmen. Und deine Definition ist glaube ich auch die “Handelsübliche”.
    Schön hier noch eine weitere Meinung zu lesen.

  5. Schmeing
    schrieb am 14. Juli 2009 um 14:34 Reply to this comment

    Naja Zivilisten die mit einbezogen werden würde ich nur teilweise zählen. Der Zivilist der beim Schusswechsel ausversehen erschossen wird zählt natürlich mit, aber die Zivilisten die im zweiten Weltkrieg in Amerika die Munition, Waffen und Sonstiges produziert und verladen haben zähle ich nicht, da sie unter dem Krieg nicht leiden.

  6. Lordy
    schrieb am 16. Juli 2009 um 20:01 Reply to this comment

    @Schmeing: Also ich meinte da vor allem die Zivilbevölkerung, die da lebt, wo der Krieg tobt. Also die in der unmittelbaren Nähe des Schlachtfeldes leben oder gar durch gezielte Angriffe (Bombenkrieg) vollkommen mit in die Kriegshandlungen einbezogen werden.

    Und ich denke schon, dass eine ganze Bevölkerung unter der Umstellung auf eine Kriegswirtschaft zu leiden hat. Sicherlich geht es da nicht um Leben und Tod, aber “leiden” tun sie auch. Wobei man da sicherlich differenzieren muss. ;)

  7. Vitali
    schrieb am 17. Juli 2009 um 01:11 Reply to this comment

    Über die Definition der Nichtkombattanten wurde in den letzten Jahrhunderten sooooviel gestritten und gerungen … aber in der Schule lernt man nichts davon.

  8. Schmeing
    schrieb am 19. Juli 2009 um 13:02 Reply to this comment

    Die amerikanische Wirtschaft ist im zweiten Weltkrieg aufgeblüht, da hat sicherlich keiner gelitten, zumindest nicht mehr als ohne Kriegswirtschaft, höchstens vielleicht die Staatskasse. Böse wird es nur, wenn der Krieg ins eigene Land kommt.

    In der Schule werden generell wohl fast ausschließlich schon abgeschlossene Themen behandelt. Auch wenn der Trend dahin geht es zu ändern, wobei unser Lordy wohl die falschen Fächer hat um viel dazu beitragen zu können ;)

  9. Lordy
    schrieb am 20. Juli 2009 um 06:50 Reply to this comment

    @Vitali: In der Schule lernt man so viele Sachen nicht, wie einem mit der Zeit bewusst wird. Aber naja… nun, da es Generationen geben wird, die für ihr Abitur nur 12 Jahre brauchen werden, wird es sicherlich auch nicht besser.

    @Schmeing: Die amerikanische Wirtschaft musste sich ja auch nicht auf einen “totalen Krieg” einlassen. Natürlich muss man da differenzieren. Und das andere habe ich ja weiter oben auch schon geschrieben.

    Und ich denke schon, dass ich auch durchaus an der Änderung im Schulwesen teilhaben kann. Ein wenig… xD.

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