Monatsarchiv für September 2009

 
 

Projekt 52: Woche 35/09 – Warnungen

Projekt 52: Woche 35/09 - Warnungen

Ich bin schon wieder sehr spät dran. Hänge im Grunde schon fast eine Woche hinterher. Aber mittlerweile weiß ich, dass ich manchmal einfach nicht in der vorgegebenen Zeit ein Ergebnis erziele. Und Hals über Kopf irgendetwas beitragen ist auch nicht das Wahre. Das Thema der 35. Woche beim Projekt 52 heißt “Warnungen“.

In den Sinn gekommen sind mir da die tollen Warnungen auf den Zigarettenschachteln. Ich selbst bin zwar kein Raucher, aber das können viele in meinem sozialen Umfeld nicht von sich behaupten. Und so war es auch ein leichtes die “Darsteller” für dieses Foto ausfindig zu machen.

Ich könnte jetzt darüber philosophieren warum man glaubt Rauchern diese Warnungen vor Augen zu halten und was es bewirken soll, aber ich lasse es lieber, denn ganz schnell wäre ich auch bei übergroßen FSK-Aufklebern, die DVD-Packungen und Spiele-Packungen verunstalten und bei noch ganz anderen unsinnigen und dämlichen Dingen. Daher lasse ich das Philosophieren in diesem Falle besser.

WiiWare: Tales of Monkey Island (Chapter 1)

WiiWare: Tales of Monkey Island

Guybrush Threepwood ist wieder da! Okay… für viele sicherlich keine Neuigkeit mehr, aber gut. So ist das. Seit gestern habe ich nun auch das erste Kapitel der “Tales of Monkey Island” für die Wii. Darauf habe ich, wie aufmerksame Leser schon so manches Mal lesen durften (hier (mit Trailer) und hier), schon eine ganze Zeit gewartet. Und gestern habe ich es mir dann auch zugelegt. Erschienen ist es schon am 31.07.2009, aber bis gestern hatte ich einfach nicht den Elan mein WiiPoints-Konto aufzuladen. Nun ist es passiert, die 1000 WiiPoints (10 Euro) wurden für das Spiel vom Hersteller Telltale Games ausgegeben.

Jeder, der ein Spiel der “Monkey Island”-Reihe schon einmal gespielt hat, wird zumindest Guybrush Threepwood, den Möchtegern-Piraten kennen. Und auch seine sture, aber durchaus liebenswürdige Herzensdame Elaine sollte bekannt sein. Diese ist vom schrecklichen LeChuck, ebenfalls ein Pirat, entführt worden. Bei seinem Rettungsversuch macht Guybrush aus dem Zombie-Piraten LeChuck einen Menschen, aber infiziert dadurch seine Hand, die von nun an verflucht und widerspenstig ist. Das ganze Ausmaß dieser Handlung wird erst später erkennbar. Mehr wird hier auch nicht verraten.

Ich habe mich sehr auf dieses Spiel gefreut und der Inhalt beziehungsweise die Story rechtfertigt diese Vorfreude auf jeden Fall. Der Humor innerhalb des Spiels ist göttlich. Selten so viel gelacht in den 3 bis 4 Stunden, die ich für die Vollendung des ersten Kapitels gebraucht habe. Die Rätsel um voran zu kommen sind schwer, aber nicht zu schwer. Manchmal ist die Antwort zu banal um auf Anhieb darauf zu kommen und manchmal muss man die Gehirnzellen wirklich ordentlich fordern. Aber so schwer, dass man gleich in Depressionen verfällt, wird es eigentlich nie. Vor allem, weil der gute Guybrush je nach gemachten Einstellungen durchaus mal den einen oder anderen hilfreichen Kommentar abgibt. Kaum zu glauben, aber Guybrush kann sogar manchmal eine echte Leuchte sein.
Aber das Spiel hat leider auch eine zweite, weniger erfreuliche Seite über die man aber durchaus hinwegsehen kann. Sie muss nur erwähnt werden. Das Spiel kommt ohne deutsche Sprachausgabe oder Bildschirmtext daher. Ist also komplett auf Englisch. Für Leute, die der englischen Sprache nicht wohlgesonnen gegenüberstehen ist das Spiel daher eher nicht zu empfehlen. Wenn man das Englische aber gut beherrscht, dann kommt der oft angewandte Wortwitz um Längen besser herüber als man es sich auf Deutsch vorstellen könnte. Dann sei noch zu erwähnen, dass das Spiel technisch eher nicht gut gelungen ist. Hier und da stockt es, die Untertitel sind nicht sehr gut zu lesen und man merkt die Lieblosigkeit in der Portierung vom PC auf die Wii eindeutig. Das hätte besser werden können und wird hoffentlich im zweiten der fünf Kapitel besser. Der letzte Manko kommt damit auch noch auf den Tisch: Der Preis. Wenn man alle 5 Kapitel spielen will, dann zahlt man als Wii-Nutzer 50 Euro. Für den PC bekommt man die gesamte Geschichte für 33 Euro. Also um einiges günstiger und dazu noch in einem technisch besseren Zustand.
Aber wenn man von den nicht gerade positiven Dingen mal absieht, die man auch wirklich übersehen kann, wenn man sich erst einmal in die Geschichte hineingedacht und Guybrush Threepwood und die Art des Spiels lieb gewonnen hat, dann ist dieses Spiel auf jeden Fall eine richtige Empfehlung. Das muss man einfach spielen. Der Hammer. Also unbedingt holen, wenn ihr auf Adventures steht.

Ach und noch ein Tipp für alle, die sich das Spiel holen, aber mit der Serie selbst nicht vertraut sind: Ihr müsst alles einsammeln was irgendwie möglich ist. Und immer mit allen Leuten reden und alle Fragen stellen. Manchmal auch 2 oder 3 Mal. Ganz wichtig. Das Spiel ist eben ein “Alles-mitnehmen-und-mit-jedem-quatschen-bis-zum-Umfallen”-Spiel.

Mein Baujahr 1986 mal musikalisch (Teil 3)

Mein Baujahr 1986 mal musikalisch

Da ich heute etwas wortkarg bin möchte ich eine Reihe fortführen, die nicht vieler Worte bedarf. Und zwar möchte ich zum wahrscheinlich letzten Mal 3 Songs, die im Jahr 1986 die Charts eroberten, vorstellen und ins Gedächtnis rufen, denn die Musik in den 80ern hatte es auf jeden Fall in sich. Hier nun auch noch die Links zu den beiden ersten Teilen dieser Reihe: Teil 1, Teil 2.

Anfangen möchte ich mit einem Song, den sicherlich eh jeder kennt, der aber in dem Jahr anzusiedeln ist. Und er ist ein absolutes Highlight. Daher darf er eigentlich gar nicht fehlen. Die Rede ist von “The Final Countdown” von Europe.

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Weiter geht es mit einer Sängerin, die auch heute noch für eine Menge Songs in der Charts sorgt und auch immer wieder die Schlagzeilen beherrscht. Die Rede ist von Madonna, die 1986 mit “Papa don’t preach” um die Ecke kam. Ein Song, der 2002 zum Beispiel von Kelly Osbourne, Ozzys Tochter, gecovert wurde.

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Und abschließen möchte ich diesen Teil dann mit einem Song, der sicherlich auch ein absolutes Highlight im Jahr 1986 war. “Stripped” von Depeche Mode. Und da der Song heute noch regelmäßig auf Konzerten etc. gespielt wird und ich aber durchaus was aus der Zeit haben wollte habe ich ein Video mit einem “Live-Auftritt” von 1986 heraus gesucht. Macht das Ganze ein wenig nostalgischer.

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Ich hoffe euch hat diese Reihe ein wenig gefallen. Es gibt schon Überlegungen meinerseits solche Reihen öfter zu bringen. Über die 70er, 80er, 90er zum Beispiel. Oder auch über bestimmte Genres. Man wird sehen.

Der Lehrer – Die Sitcom

Der Lehrer - eine Sitcom

Im August diesen Jahres strahlte RTL eine Sitcom aus, die lange im Keller vergammelte und schon langsam der Gefahr gegenüberstand übel und vermodert zu riechen. Im Frühjahr 2007 wurde “Der Lehrer” produziert und mehr als 2 Jahre später im August immer Montags im Abendprogramm in einer Doppelfolge ausgestrahlt. Die erste (und sehr wahrscheinlich auch letzte) Staffel bekam ganze 8 Episoden von je 22 Minuten Länge spendiert.

Doch bevor ich weiter darüber schreibe erst einmal eine kleine Angabe worum es überhaupt geht. Stefan Vollmer, gespielt von Hendrik Duryn, hat über zehn Jahre nicht mehr als Lehrer gearbeitet. Er ist jung, dynamisch, unkonventionell und bekommt die Chance wieder als Lehrer zu arbeiten. An der Georg-Schwerthoff-Gesamtschule. Jedoch zweifeln so gut wie alle an seinen pädagogischen Fähigkeiten und er bekommt “nur” einen Problem-Kurs zugesprochen. Warum? Weil man da nicht viel falsch machen kann. Das System hat sie abgeschrieben. Ein Abschluss für die Schüler in dem Kurs ist eine Utopie, wenn man sich beim Lehrer-Kollegium umhört. Das Ziel, das Vollmer vorgesetzt wird: “In dem Kurs muss Ruhe herrschen… mehr nicht.” Doch der dynamische Lehrer Vollmer setzt sich selbst das Ziel den Teenies einen Abschluss zu bescheren, damit die Zukunft derer wenigstens nicht gänzlich verbaut ist.

Jede Episode setzt sich mit einem Problem auseinander. Drogen, Faulheit, Gewalt, unterschiedliche Religionen, die aufeinander treffen.

Da ich darauf hinarbeite ebenfalls Lehrer zu werden war die Sitcom für mich durchaus interessant und daher wurde sie auch geguckt. Und ich fand sie gut. Es hat Spaß gemacht sich durch die Episoden zu bewegen, da die Methoden Vollmers zwar nicht ins Bild eines Lehrers passen, aber innerhalb der Serie funktionieren. Zwar eckt er immer wieder beim Lehrer-Kollegium, der Rektorin und Freunden an, aber er zieht sein Ding durch und landet daher des öfteren auf der “Anklagebank” im Zimmer der Rektorin, die ihn zwar zurechtstutzt, aber dennoch im Dienst belässt.

Interessiert habe ich mich auch durch Artikel im Internet gelesen, die sich mit der Serie beschäftigten. Auffällig: Die meisten Artikel stellen die Serie in ein schlechtes Licht. Die Süddeutsche spricht der Serie eine “ordentliche Programmqualität” ab, der Spiegel sieht die Serie als “Stammtisch-Comedy” und die Welt sieht in der Serie einen “tragischen Klassenclown”. Einzig die taz ist der Sitcom ein wenig wohlwollender, wenn auch nicht viel positiver gesonnen. Allen Artikeln ist gemein, dass sie davon reden, dass der Humor nicht gut wäre. Okay, ich habe dennoch gelacht. Allen Artikel ist gemein, dass sie die Sitcom als “weit entfernt von der Realität” einordnen. Richtig. Es ist sicherlich nicht eine realistische Darstellung, aber wenn man sich in dem Genre mal umschaut, dann merkt man, dass das normal ist. Oder glaubt jemand, dass Sendungen wie “Ritas Welt” oder “Alles Atze” nah an der Realität sind? Also ich nicht. Nun denn… vielleicht hätte ich die Artikel gar nicht lesen sollen. Dann würde ich jetzt immerhin nicht darüber nachdenken müssen, ob ich derjenige bin, der keinen Geschmack hat.

Einen Lichtblick gibt es wenigstens. Und zwar scheint die Serie laut dem Quotencheck gar nicht mal so schlecht angekommen zu sein. Durchschnittliche Werte in der werberelevanten Zielgruppe, die sogar ein Argument für eine zweite Staffel darstellen, denn solche Werte sind überdurchschnittlich gut für eine deutsche Serien-Produktion. Wow… vielleicht gerade wegen der negativen Publicity? Möglich ist schließlich alles…

So. Das war es erst einmal von meiner Seite. Nun meine Frage an euch: Hat die Serie von euch jemand gesehen? Und wie ist eure Meinung?

Song der Woche: Lacrimosa – Stolzes Herz

Im Jahr 1990 gründete Tilo Wolff das Musik-Projekt Lacrimosa, das am Anfang mit dem Demo-Tape “Clamor” keine Plattenfirma zu überzeugen vermochte. Und was macht dann ein überzeugter Musiker? Richtig: Er gründet selbst eine Plattenfirma und vertreibt seine Ideen selbst. So begann 1990 die Geschichte von Lacrimosa. Aus dem Solo-Projekt wurde ein Duo als der Wahl-Schweizer von der Finnin Anne Nurmi unterstützt wurde.

Anfang der 90er waren sie einer der bekanntesten Vertreter der Neuen Deutschen Todeskunst, aber machten im Laufe der Jahre auch einige Stil-Veränderungen durch.

Der Song, den ich als Song der Woche auserkoren habe, ist ihr größter und sicherlich erfolgreichster Hit. So gut wie jeder in der schwarzen Szene kennt ihn. Und auch an den deutschen Single-Charts (höchste Platzierung: 9. Platz) ging kein Weg vorbei. Ich meine damit den Song “Stolzes Herz”, der 1996 für eine Menge Aufsehen sorgte.

Lacrimosa füllen übrigens noch heute die Konzerthallen. Nicht nur in Deutschland. Auch in Europa, Mittel- und Südamerika.

Mit blutverschmierten Händen
Mit einer Tränen im Gesicht
Einem Lächeln auf den Lippen
Und der Hoffnung tief im Blick
Aufzustehen auch aus dem Dreck
Tief beschmutzt und stolz im Herz
Dem Leben neu erwacht
Und erwacht ganz neu im Leben

So lautet der Refrain eines wunderbaren Songs. Sicherlich gewöhnungsbedürftig ist die Stimme von Tilo Wolff, aber gerade das Besondere macht diesen Song aus. Aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild und teilt mir dann eure Meinung mit.

Damit ihr euch den Song auch anhören könnt habe ich mich wie immer auf die Suche begeben und 2 Varianten ausgegraben. Da wäre erst einmal das originale Video zum Song von 1996:

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Und dann gibt es da noch eine Live-Aufnahme aus Leipzig. Allerdings ist diese aus dem Jahr 2000 und somit schon etwas älter, aber deshalb nicht unbedingt weniger sehenswert.

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Wer es allerdings noch aktueller haben will, der kann auch noch hier klicken. Denn dann gibt es ein Live-Mitschnitt aus dem Juli 2009 zu sehen.
Ich hoffe der Song gefällt euch.

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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