Lord of War – Händler des Todes

Am Sonntag habe ich es geschafft den ersten Film meines großen Film-Fanges zu schauen. In netter Gesellschaft. Und zwar habe ich mir “Lord of War – Händler des Todes” von Andrew Niccol angeschaut. Die Hauptrolle in dem Streifen von 2005 spielt Nicolas Cage. Neben ihm stehen aber auch noch andere Größen wie Ethan Hawke, Eamonn Walker und Jared Leto vor der Kamera. Der Film ist eine beispiellose Darstellung des globalen Waffenhandels. Aber mal langsam… worum geht es im Groben?
Der Waffenhändler Yuri Orlov verkauft Waffen aus den Beständen der ehemaligen Sowjetunion in Krisengebiete und steigt langsam aber sicher zur Nummer 1 des Marktes auf. Seinen Konkurrenten und dem rastlosen Interpol Agenten Jack Valentine ist er dabei immer einen Schritt voraus. Doch gerade als es am schönsten ist, beginnt ihn das Gewissen zu plagen.
Yuri Orlov, gespielt von Nicolas Cage, ist ukrainischer Einwanderer ohne vernünftige und sinnvolle Zukunft, wie es scheint. Doch mit der Zeit entdeckt Yuri den Waffenhandel. In diesem Geschäft steigt er durch die politischen und kriegerischen Konfrontationen vor und nach dem Fall des eisernen Vorhangs auf bis er irgendwann unweigerlich fällt. Was am Anfang eine Erfolgsgeschichte ohne moralische Grenzen ist wird zum Ende hin ein Drama.
Die Geschichte fesselt. Ein absolut aktuelles Thema wird akkurat verpackt und durch die Geschichte eines Mannes ausgedrückt. Durch den eingearbeiteten Humor kann man selbst in eigentlich eher trostlosen Momenten durchaus mal einen herzlichen Lacher hervorbringen. Nicolas Cage spielt die schwere Rolle perfekt. Yuri Orlov ist alles andere als eine leicht darzustellende Persönlichkeit – soll er doch charismatisch, zynisch und realistisch zugleich sein. Der Plot hält einige Überraschungen bereit, ist nicht gänzlich berechenbar. Er ist spannend, durchaus mit interessanten Fakten bestückt und lädt zum Nachdenken ein. Zum Nachdenken über den Waffenhandel auf dieser Welt, der mehr als nur ein Milliarden-Geschäft ist.
Ich muss sagen, dass mir der Film sehr gut gefallen hat. Würde ihn mir auch auf jeden Fall noch einmal anschauen. Und ich kann den Film auch nur empfehlen. Anschauen und selbst eine Meinung bilden.
An dieser Stelle frage ich gerne nochmal nach euren Eindrücken, wenn ihr den Film kennt. Zwar konnte man aus den Kommentaren zum Artikel über den großen Film-Fang schon die eine oder andere Meinung zum Film herauslesen, aber hier kann man das vielleicht noch etwas vertiefen. Würde mich auf jeden Fall freuen. Und wie schon geschrieben… ich kann den Film nur empfehlen. Und zum Abschluss gibt es dann noch einen Trailer, damit auch die, die den Film noch nicht gesehen haben, ihr vielleicht vorhandenes Interesse ein wenig stillen können.
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Quelle des Zitats: Moviemaze.de.






schrieb am 24. November 2009
Jepp, definitiv sehenswert und beeindruckend. Hat mich wieder mit Nicolas Cage versöhnt, der doch manchmal gute Rollen angenommen hat.
Ich hab den Film gleich zweimal gesehen, weil es ja einige Überraschungen gibt und beim zweiten Mal achtet man dann auf die Hinweise. Neben der guten Story und Schauspielleistung hat mich überhaupt der gesamte Look überzeugt, wie das inszeniert wurde.
schrieb am 24. November 2009
Hm, den hab ich noch nicht gesehen, aber mein Freund findet den sehr gut. Vielleicht sollte ich doch mal zustimmen, den Film anzusehen! Werde mir also auch mal ne Meinung bilden! ;)
schrieb am 24. November 2009
Ist schon länger her, dass ich den gesehen habe, hat mir auch ziemlich gut gefallen! :)
schrieb am 25. November 2009
Den Film haben wir damals im Kino gesehen.
Ich hab den Abend wirklich sehr genossen. Der Song ist Kult und immer noch gut. Das schöne an dem Film ist, dass er eine Geschichte hat mit der man sich ernsthaft befassen kann. Nicht so eine 08/15 Story.
schrieb am 25. November 2009
@juliaL49: Schon das Intro ist doch cool, oder? Wenn mir auch ein wenig schlecht wurde vom Gewirbel xD. Und ja, eine gute Rolle für Cage. Er hat ja so manches Mal “ins Klo gegriffen”, aber dieser Film erinnerte mich ein bissle an die Klasse von Filmen wie z.B. “ConAir”. Und ich werde ihn mir auch noch einmal ansehen…
@Sonja: Du solltest zustimmen. Und danach deine Meinung hier kundtun ;). Dein Freund hat einen guten Geschmack ;). Aber das wissen wir ja.
@Konna: Super. Wieder einmal eine Gemeinsamkeit… jetzt muss ich lachen…
@Paul: Es ist etwas anderes als man normalerweise gewohnt ist, nicht? Über den internationalen Waffenhandel gibt es jetzt nicht so viele tolle Filme. Das macht ihn besonders. Vor allem die Wahl der Inszenierung ist beeindruckend anders. ^^
schrieb am 25. November 2009
@Lordy: Mjoa, “Con Air” hätte ich jetzt als Negativbeispiel herangezogen (obwohl ich den auch gesehen habe, aber nur wegen John Cusack). Aus diesem Jahrtausend würde ich nur Adaptation nennen und davor “Leaving Las Vegas” und das wars dann auch.
schrieb am 26. November 2009
@juliaL49: Da haben wir dann wohl “leicht” unterschiedliche Ansichten. Aber so muss es ja auch sein ;). John Cusack spielt in “ConAir” meiner Meinung nach eine überragend gute Rolle ;).