Monatsarchiv für November 2009

 
 

Projekt 52: Woche 45/09 – Spieltrieb

Projekt 52: Woche 45/09 - Spieltrieb

Ich bin schon wieder im Verzug, wenn es um das Projekt 52 geht. Eigentlich sollte ich diese Woche schon meinen Beitrag zum 46. Thema präsentieren, aber erst einmal muss ich noch meinen Beitrag zum 45. Thema nachreichen. Der “Spieltrieb” sollte dargestellt werden. Und nach einer Phase des Überlegens ist mir mein Glas-Schachspiel wieder eingefallen, dass sich für Fotos natürlich immer wunderbar eignet. Im Grunde kann ich gar nicht mehr dazu sagen, denn es erklärt sich ja quasi alles von selbst. Hoffe es gefällt…

Bundesweiter Bildungsstreik – HZO 10 besetzt

Bundesweiter Bildungsstreik - HZO 10 besetzt

Im Rahmen der zweiten Runde des Bundesweiten Bildungsstreikes 2009 hat eine nicht zu verachtende Anzahl an Studenten bei uns nach der Bildungsstreik-Demonstration in der Bochumer Innenstadt am 17. November an der Ruhr-Universität Bochum den größten Hörsaal, das HZO 10, besetzt.

Der Sinn hinter der Aktion ist schnell erkennbar und für jedermann leicht nachzuvollziehen. Den größten Hörsaal der Universität einzunehmen stört den normalen Ablauf des Lehrbetriebes, da die dort angesetzten Veranstaltungen in den Räumlichkeiten nicht stattfinden können. So erhält man zumindest schon einmal die Aufmerksamkeit, die man haben möchte. Außerdem gibt es so nun auch einen Raum in dem wir eindeutig unsere Forderungen formulieren und diskutieren können. Und die Forderungen sind in Bochum nicht anders als andernorts. Abschaffung von Studiengebühren, Verbesserungen des Bachelor/Master-Systems zum Abbau des enormen Arbeits- und Leistungsdrucks und die Lösung der vielen Probleme, die das in Bochum genutzte VSPL-System im Alltag eines jeden Studenten immer und immer wieder erzeugt.

Damit singen wir im Grunde im Chor mit allen anderen Studenten, die dieser Tage auf die Straße ziehen. Ich bin gespannt, ob diese Aktion Erfolge mit sich bringt und ob Hochschulen und Politik darauf angemessen reagieren und nicht nur leere Versprechungen ausgegeben werden, wie noch im Juni diesen Jahres…

Ich halte euch auf dem Laufenden. Wer speziell über Bochum auf dem Laufenden gehalten werden will, der kann sich auch mal das Twitter-Profil zum Streik anschauen.
Wie ich gerade sehe wurde aufgrund der hohen Beteiligung an der angesetzten Vollversammlung für alle Studenten, die im HZO 10 stattfinden sollte, eine weitere Örtlichkeit besetzt. Und zwar das Audimax der RUB. Na das können ja noch spannende Tage werden.

Gedanken nach dem Tode von Robert Enke

Gedanken nach dem Tode von Robert Enke

Am 10. November, also vor einigen Tagen, ging die Meldung “Robert Enke, Nationaltorhüter, begeht Selbstmord” durch die Medien. Robert Enke hat sich im Alter von 32 Jahren umgebracht. Ich erzähle sicherlich niemandem etwas Neues. Jeder wird es mitbekommen haben. Die Trauerfeier im Stadion zu Hannover, die Pressekonferenzen, die Stimmen der Nationalspieler und die Tränen der Betroffenen. Ganz Fußball-Deutschland – wie es immer so schön heißt – und viele mehr haben um einen außergewöhnlichen Spieler und Menschen getrauert und tun dies immer noch, durchaus zurecht. Trauer vergeht nicht in Tagen.

Nun haben wir zwar keine Verhältnisse wie beim Tode von Michael Jackson erlebt, aber dennoch wurde in den letzten Tagen der Tod von Robert Enke in astronomische Höhen gepusht. Ich möchte mich da nun sicherlich nicht anschließen und habe das Thema daher bisher auch stark gemieden, aber es gibt doch etwas, dass ich unbedingt zum Ausdruck bringen möchte. Und zwar:

Der Tod von Robert Enke ist äußerst bedauerlich für die Familie, die Freunde, die Bekannten und das gesamte soziale Umfeld. Ebenso trifft es die Fans und alle anderen Menschen, die das mitbekommen. Robert Enke litt an Depressionen, die er vor der Öffentlichkeit geheim halten konnte und wahrscheinlich auch wollte. Laut Hannover 96-Präsident Martin Kind hat Robert Enke es überspielt, damit niemand dahinter kam. So schien er immer ein ganz normaler Mensch zu sein.

Und genau da liegt mein Anliegen, da ich selbst in einer nicht gerade einfachen Situation bin. An dieser Stelle ist klar geworden oder sollte klar geworden sein, dass nach außen hin vieles oft so aussieht als wäre alles in Ordnung, aber tief unter der Oberfläche gibt es dann meistens große Probleme. Depressionen sind nicht immer offensichtlich, äußern sich nicht immer, sind nicht für jedermanns Auge erkennbar. Manche Menschen sind innerlich kalt, sind hilflos, sind “tot”, aber sie schaffen es ihrer Umgebung vorzugaukeln, dass alles super gut läuft. Sie lachen, grinsen und freuen sich – zumindest dem Anschein nach. Denn das ist längst nicht immer die Wahrheit und oft nur trügerischer Schein. Nur wenige Menschen in deren Umfeld wissen dann meist – wenn überhaupt – von starken und schweren Problemen, die wie große Lasten auf den Schultern liegen.

Wenn der Tod von Robert Enke eines ganz deutlich zeigen konnte, dann war es genau das. Manche Menschen zerbrechen an ihrem Schicksal. Manche verbergen es und leiden immer weiter. Dies war bei Robert Enke zwar nicht gänzlich der Fall, denn er hatte eine Frau, die ihm geholfen hat, und war in Behandlung, aber vielen anderen geht es so. Sie erzählen es nicht und bekommen somit auch keine Hilfe. Da muss man gegensteuern – finde ich.

Warum jetzt genau der Artikel? Weil ich das einfach mal loswerden musste. Das sind meine Gedanken, wenn ich an den Tod des Nationaltorhüters denke. Und ich hoffe, dass so etwas ähnliches auch so manch anderer gedacht hat.

Rockstar Punched – Guava

Rockstar Punched - Guava

Also ich habe heute an der Universität zwei Dosen von “Rockstar Punched – Guava”, allem Anschein nach einen Energy-Drink, in die Hand gedrückt bekommen. Natürlich aus Werbe-Zwecken. Und natürlich mache ich nun auch hier Werbung, aber naja… egal. Immerhin sagt der Hersteller:

ROCKSTAR PUNCHED is designed for those who lead active and exhausting lifestyles.

Nun gut. Also schon einmal nicht gänzlich verkehrt in meinen Händen. Aber bevor ich nun eine Dose öffne: Hat das von euch schon jemand getrunken? Und wie ist die Wirkung? Raus mit der Sprache ihr Kenner des Gesöffs.

Song der Woche: Falco – Out of the Dark

Heute wird es mit dem Song der Woche wieder sehr, sehr emotional. Und so ziemlich jeder wird diesen Song schon kennen, da er einfach nur wunderschön ist. Er stammt vom Österreicher Johann “Hans” Hölzel, besser bekannt als Falco. Er wird gelegentlich als “der erste weiße Rapper” bezeichnet und hat durch Songs wie “Rock me Amadeus”, “Jeanny” oder “Der Kommisar” die 80er und 90er Jahre entscheidend mitgeprägt.

Am 6. Februar 1998 starb Falco bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik, nachdem sein Geländewagen von einem Bus gerammt wurde.

Der Song der Woche mit dem Titel “Out of the Dark” und dem Zusatz “Into the Light” erschien 3 Wochen nach Falcos Tod auf dem gleichnamigen Album, das zu Falcos Lebzeiten noch den Titel “Egoisten” innehatte, aber später in leicht abgeänderter Form erschien. Der Song lebt von purer Emotion, einem starken Text und einer Atmosphäre, die für Gänsehaut sorgt. Es ist ein Song, der nicht zu Unrecht weltweit ein riesiger Erfolg war. Schade ist, dass Falco diesen Erfolg nicht mehr miterlebte. Hatte er sich doch zwischenzeitlich in einer musikalischen Krise befunden und mehr durch private und psychische Probleme auf sich aufmerksam gemacht.
Für mich ist dieser Song auf jeden Fall einer der schönsten und emotionalsten Songs, die es gibt. Und ich denke, dass ich mit dieser Meinung nicht allein dastehe, oder?

Muss ich denn sterben, um zu leben?

YouTube Preview Image
12345... »

Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
    Facebook Twitter Last.fm E-Mail RSS-Feed

Blog-Suche

Letzte Kommentare

  • Julia von Schraubwalde: "Zitat Sarah Kuttner official (Facebook) ; http://www.facebook.com/Sar..."
  • Lordy: "@Kinga: Beim nächsten Mal einfach ansprechen ;)."
  • Kinga: "Das ist ja verrückt! Ich bin schon mit 6 Klausuren überfordert und sehne mir den März..."
  • Lordy: "@maloney: Immerhin kannste ja hier noch antworten :P."

Facebook