Monatsarchiv für Januar 2010

 
 

Mini-Bericht zur Out of Line Festival Tour 2009/2010

Mini-Bericht zur Out of Line Festival Tour 2009/2010

Ich habe ja Gestern schon über die Out of Line Festival Tour geschrieben. Und heute folgt dann quasi ein kleiner Bericht des gestrigen Abends. Vorneweg: Ich habe keine Fotos vorzuzeigen… fotografieren hält doch immer ein wenig vom Feiern und Tanzen ab. Ich hab zwar immer mal kurz versucht für den Artikel einige Fotos mit meinem Handy zu schießen, aber die sind so trashig, dass ich sie euch gar nicht zeigen mag. Naja…

Nachdem ich gegen 17:45 Uhr aufgebrochen war erreichte ich die Bochumer Matrix kurz vor dem ersten Auftritt – also gegen 18:30 Uhr. Das war durchaus toll, denn so musste ich mit meinen sehr dünnen Klamotten nicht in der Kälte warten. Rein da… ab vor die Bühne. Und schon ging es los.
Din [A] Tod waren nun nicht so gut, wie ich es mir gewünscht habe, aber für die erste Konzert-Stimmung konnten sie auf jeden Fall sorgen. Zumindest bei mir. Viele haben das wohl eher nicht so gesehen… das schlechte Los der ersten Band… es hätte die schwarze Gemeinde an dem Abend schlimmer treffen können.
Nachdem sich das Duo von Din [A] Tod dann verabschiedet hatte begannen die Umbauarbeiten – business as usual. Zumindest schien es so. Denn nach kurzer Zeit bemerkten alle, dass der Auftritt von Solitary Experiments gar nicht vorbereitet wurde. Stattdessen wurde alles für einen eher überraschenden Auftritt von Miss Construction vorbereitet. Sofort wurden bei mir Erinnerungen an das Konzert im April wach. Party-Stimmung war vorprogrammiert. Mit wahnsinnig viel Energie sorgte Gordon dafür, dass die Stimmung nun um einiges ausgelassener wurde. Vor allem die Reaktionen derjenigen, die Miss Construction scheinbar nicht kannten, waren genial – wirkten diese doch ziemlich überrascht von der provokativen und harten Art. Auf jeden Fall konnte ich hier mal richtig Spaß haben, denn ich hatte auch den nötigen Platz.
Als nächstes stand dann der Auftritt von Solitary Experiments an. Auch so eine Band, die ich schon kenne. Und auch hier war klar: Der Auftritt kann nur genial werden. Und das war er auch. Tanzen bis zum Umfallen war angesagt. Wobei Umfallen da gar nicht wirklich möglich war. Irgendwer hätte mich schon aufgefangen. Neben der Stimmung stieg auch die Temperatur in immer höhere Gefilde und damit stieg auch die Menge an Schweiß extrem.
Und mehr heizte dann auch noch Rabia Sorda ein. Um mich herum ging nun wirklich die Post ab. Kreischende Damen, mit dem Kopf wackelnde Herren. Und ich war mal wieder mittendrin statt nur dabei. Ein unbeschreiblich harter Auftritt, der keine Wünsche offen ließ. Rabia Sorda werde ich mir auf jeden Fall noch einmal anschauen. Die nächste Gelegenheit habe ich ja auch schon vor Augen… muss ich nur noch das Ticket erstehen, aber das wird wohl kein Problem.
Kirlian Camera sollten als nächstes Auftreten, aber dies ging aus Krankheitsgründen nicht. Und so erklärt sich dann auch, wieso Miss Construction mit von der Partie waren. Ein guter Ersatz… für mich.
Das Highlight des Abends war natürlich der Auftritt von Blutengel, der gegen 22:15 Uhr begann. Wieder einmal glänzte die Truppe durch eine geniale Bühnenshow, die alles bot, was man sich als Fan nur wünscht. Im Grunde handelte es sich bei ihrem Auftritt um eine “Mini-Version” der Auftritte der letzten Tour. Aber beeindruckend war er dennoch. Ich habe getanzt, gesungen, gelacht, geweint, geschwitzt, mich gefreut, geflucht. Ein Wechselbad der Gefühle war dieser Auftritt quasi – wie gewohnt. Ein unbeschreiblicher Moment war erneut das Mitsingen aller bei “Engelsblut“. Immer wieder ein wunderschönes Gefühl ein Teil dieser Masse zu sein. Solche Momente kann einem niemand mehr nehmen. Auch immer wieder hinreißend (Achtung: Ironie!) ist die Tatsache, dass irgendwann Kondenswasser von der Hallendecke tropft… wunderbar.

Gegen 23:30 Uhr war “die Messe dann gelesen” und die letzte Zugabe gespielt. Ich hatte erst noch vor weiter zu feiern, aber nach 5 Stunden durchtanzen und dauerschwitzen habe ich mich dann doch für die Heimfahrt entschieden. Ich glaube auch mal nicht, dass ich noch sonderlich lange durchgehalten hätte. Dafür hatte ich mich einfach während der Auftritte zu sehr reingehängt. Wollte ich ja eigentlich gar nicht. Aber irgendwie stand ich auf einmal relativ weit vorne und musste mich bewegen. Manchmal macht der Körper einfach Dinge, die man gar nicht unbedingt will. Aber was soll’s. Der Abend war genial. Wieder einmal. Bei der nächsten Tour von Out of Line bin ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie. Da gibt es gar keine Diskussion.

Out of Line Festival Tour 2009/2010

Out of Line Festival 2009/2010

Heute Abend ist es endlich soweit. Die Wartezeit hat ein Ende. Im August des vergangenen Jahres habe ich das Ticket gekauft, am 29.10.2009 sollte das “Mini-Festival” der Plattenfirma Out of Line in der Bochumer Matrix stattfinden, doch dann wurde es verschoben. Und in wenigen Stunden wird es nachgeholt. Das LineUp? Blutengel, Kirlian Camera, Rabia Sorda, Solitary Experiments und Din [A] Tod. Eine Anhäufung guter und vor allem düsterer elektronischer Musik. Besonders freue ich mich natürlich auf Blutengel, da ich bekanntlich ein großer Fan der Band bin. Aber auch auf die anderen Bands kann ich mich nur freuen. Solitary Experiments habe ich schon live gesehen und sie haben mich überzeugt. Und Rabia Sorda hat ein paar richtig gute Songs. Bei Kirlian Kamera und Din [A] Tod bin ich gespannt, wie sie live so sind. Da lasse ich mich mehr überraschen. Im Grunde kann es aber eh nur ein toller Abend werden. Im Anschluss an das Konzert findet noch wie gewohnt am zweiten und vierten Freitag im Monat E:O:D statt. Je nachdem wie gut ich dann noch drauf bin werde ich da auch noch ein wenig in die Nacht tanzen und weiter feiern. So… und nun muss ich mich aber auch langsam fertig machen, damit ich pünktlich da bin, wenn sich die Türen öffnen. Und vielleicht berichte ich ja auch in den folgenden Tagen noch über den kommenden Abend… mal sehen.

Projekt 52: Woche 3/10 – Freundschaft

Projekt 52: Woche 3/10 - Freundschaft

Nachdem Sari wie gewohnt am Sonntag das aktuelle Wochenthema namens “Freundschaft” verkündigt hatte, überlegte ich eine kleine Weile, doch dann ging es ganz schnell. Scar hatte sich mal wieder zu seinen doch recht knochigen, entspannt rauchenden und ungemein humorvollen Freunden verirrt. Und ich war natürlich gleich mit der Kamera zur Stelle. Gehört sich ja schließlich so, oder? Ich glaube der Beruf des “Privatdetektivs” wäre eine gute Alternative, wenn ich später den Lehrer-Job irgendwann mal satt haben sollte. Könnte ja vielleicht passieren…

Meine 90er: World Championship Wrestling

Meine 90er: World Championship Wrestling

Mit diesem Artikel belebe ich dann mal meine mittlerweile wahrscheinlich in Vergessenheit geratene Artikel-Serie “Meine 90er” wieder. Wobei ich sagen muss, dass ich viel mehr Ideen hatte als ich letztendlich im Rahmen dieser Serie umgesetzt habe. Aber das kann ich ja nun mit der Zeit nachholen.

In den 90er Jahren war ich ein riesiger Wrestling-Fan. Auch heute habe ich durchaus noch eine kleine Leidenschaft für diese Art des Sport-Entertainments, allerdings eher in kleinen Schüben.
Mein besonderes Interesse galt der WCW (World Championship Wrestling). Dabei handelte es sich um eine Wrestling-Liga, die 1988 durch Ted Turner (Medienunternehmer, der seit 1970 mit Turner Broadcasting System das Kabel-Fernsehen in den USA ankurbelte) gekauft und wenig später (1991) unabhängig wurde.
Besonders spannend wurde es um diese Liga allerdings erst mit Eric Bischoff, der ab 1994 die WCW leitete. Unter ihm wurden große Namen der WWF (World Wrestling Federation, heute World Wrestling Entertainment, kurz auch WWE genannt) wie Hulk Hogan oder Randy Savage verpflichtet. Hinzu kamen dann noch großartige Wrestler wie Ric Flair aus den eigenen Reihen. Die WCW wuchs, die Popularität stieg, die Einschaltquoten wurden konkurrenzfähig und der Kampf gegen die bis dato erfolgreichste Wrestling-Liga, die WWF, ging mit dem Montag-Nacht-Kampf (Monday Night War) in eine brisante Runde. Was ist mit Montags-Kampf gemeint? Beide Ligen veranstalteten Montags zur Primetime eine TV-Sendung, die dafür sorgte, dass sich die Wrestling-Fans für eine der Ligen entscheiden mussten. Hier wechselten sich beide Ligen stets ab, wenn es darum ging die besseren Einschaltquoten einzufahren.
Erst 1996 schaffte es die WCW langfristig die Führung zu übernehmen. Durch die Gründung einer Unterorganisation innerhalb der WCW, die sich nWo nannte. Es wurde damals so dargestellt als würde eine “böse” nWo die “gute und friedliche” WCW zerstören wollen. Bekanntestes Mitglied war Hollywood Hulk Hogan. Ausgerechnet Hogan, der zuvor 12 Jahre seines Wrestling-Daseins als “Held” und “Liebling der Fans” verbracht hatte, wurde nun “böse” und sorgte damit für einen enormen Auftrieb der Einschaltquoten.
Das Blatt wendete sich wieder 1998, denn da leitete die WWF eine neue Ära ein, die der WCW die Zuschauer streitig machen konnte. Nachdem sich die nWo in zwei Lager zerteilt hatte ging es in der WCW drunter und drüber. Einzig Bill Goldberg ragte aus der Masse der Wrestler besonders hervor. Er war ein “strahlender Stern” der WCW, der durch seinen Charakter und sein Auftreten das Ende der WCW zumindest noch ein wenig heraus zögern konnte.
Allerdings wurden immer mehr Fehler in den oberen Etagen gemacht und so kam es letztendlich zum absoluten Debakel für jeden WCW-Fan. Der Höhepunkt war sicherlich beim “Bash at the Beach 2000″ erreicht. Dort ging es um den “World Heavyweight Title” zwischen dem amtierenden Champion Jeff Jarett und Hulk Hogan. Der Kampf wurde zu einem Tiefpunkt der Geschichte. Jarett legte sich unmittelbar nach Beginn des Matches auf den Boden und wartete darauf, dass Hulk Hogan nun das Match durch einen Pinfall beenden würde. Doch das tat er nicht. Stattdessen griff er zum Mikrofon und sprach das aus, was viele WCW-Fans wohl schon lange dachten: “Wegen Bullshit wie diesem geht es mit dieser Liga abwärts!” Daraufhin folgte die Kündigung Hogans bei der WCW.
Nachdem es im Jahr 2001 zu einer Fusion zwischen Turners Unternehmen und AOL kam war es um die WCW gänzlich geschehen. Ein Verkauf an eine Unternehmensgruppe scheiterte, weil die WCW ihre Sendezeit beim Sender eingebüßt hatte, und dennoch wollte man die WCW schnell loswerden. So wurde sie an den Konkurrenten verkauft – an die WWF, die heutige WWE. Die letzte Sendung “WCW Monday Nitro” lief am 26. März 2001. In dieser Sendung wurde der Verkauf bekannt gegeben und die Fans hatten eine Chance sich von der geliebten Liga zu verabschieden.

Soviel zum historischen Teil. Ich selbst habe vor allem die Zeit ab 1995 erlebt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mein Vater mich für so manche Großveranstaltung geweckt hat, damit ich nichts verpasse. Dann wurde zusammen die Matches kommentierend vor dem Fernseher gesessen. Es war eine wunderschöne Zeit. Ich war ein riesiger Hulk Hogan und nWo-Fan. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, als Hulk Hogan der nWo beitrat beziehungsweise diese mitgründete. Ich war sprachlos, fassungslos, erschrocken. Auch an die letzte Nitro-Sendung kann ich mich noch sehr deutlich erinnern – ist ja auch gar nicht so lang her. Es war traurig, sehr traurig. Vor wenigen Tagen habe ich mir das DVD-Set “The Rise & Fall of WCW” gekauft. Auf dieser DVD wird die Geschichte der Liga erzählt und zudem sind über 20 spannende Matches aus WCW-Zeiten zusammengestellt. Da kommt echte Nostalgie auf. Vielleicht ist dieses Set sogar der Hauptgrund für diesen Artikel, denn als ich mir die erste DVD anschaute, da war mir klar, dass ich darüber schreiben sollte. Immerhin habe ich einen Großteil der 90er mit Wrestling verbracht. Hulk Hogan, Goldberg, Sting, Lex Luger, die nWo, Ric Flair, Randy Savage… was für eine tolle Zeit.

Ich muss aber sagen, dass ich zum Beispiel erst im Hulk Hogans Statement bemerkt habe, dass die Liga vor dem Aus stand. Davor habe ich mich über die Fehlentscheidungen der Chefetage aufgeregt, habe alles hinterfragt, aber habe ich damit gerechnet, dass die WCW den Bach herunter geht? Nein, auf keinen Fall. Um so trauriger war der Abschied, der mir nicht leicht gefallen ist.
Auch in diesem Jahrzehnt habe ich weiterhin immer wieder die WWE verfolgt, da dort auch sehr interessante Geschichten erzählt wurden. Auch Hulk Hogan ist dort ja noch einige Male zu sehen gewesen. Selbst die nWo feierte ein kurzweiliges Comeback. Und auch aktuell bin ich wieder dabei mich in die Materie einzuarbeiten und mir wieder ein Bild der “aktuellen Lage” zu machen.

Und nun möchte ich den Artikel beenden, aber natürlich nicht einfach so. Zum Abschluss möchte ich euch noch fragen, ob ihr auch Wrestling-Fans seid und ob euch das Ganze interessiert. Gibt es da draußen noch Leute, die meine Leidenschaft in diesem Bereich teilen und die die WCW genauso sehr gemocht haben? Ich bin gespannt…

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Wer mehr wissen möchte sollte sich auch mal den Wikipedia-Artikel zur WCW als erste Informationsquelle anschauen.

2500 Kommentare – einfach nur Wahnsinn

2500 Kommentare - einfach nur Wahnsinn

Als ich vor über einem Jahr mit meinem Blog begann hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mal diesen Artikel tippen würde. 2500 Kommentare bei 445 Artikeln sind mittlerweile zusammengekommen. Das ist toll. Es gibt zwar viele Blogs, die diese 2500er-Marke noch viel früher knacken, aber für mich ist das ein total tolles Gefühl. Ich freue mich, dass meine Artikel Aufmerksamkeit finden, der Blog interessierte Leser anzieht, die immer und immer wieder auf meinem Blog mitlesen und dann auch ihre Meinung äußern. Bloggen ist für mich ein Hobby – ein tolles Hobby. Und durch euch da draußen macht es mir noch viel mehr Spaß. Und dafür möchte ich bei dieser Gelegenheit mal “Danke” sagen! Danke für eurer Interesse und vor allem Danke für eure Kommentare, die diesen Blog so viel lebendiger machen.
Zum Schluss dieses kurzen Artikels auch einen Dank an die Jana, die nämlich Gestern Abend den 2500sten Kommentar getippt hat.

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