Mein Wochenende bei Tabea

Manchmal trifft man im Internet auf Menschen, die man auch gerne mal persönlich treffen würde. Und so war es auch bei Tabea, die ich über ihren Blog und über Twitter kennen gelernt habe. Da wir uns vor allem in der letzten Zeit immer mehr unterhalten hatten und auch das Gefühl vorhanden war, dass wir uns auch im realen Leben fern ab von Twitter und Co. gut verstehen würden, schlug ich ihr vor, dass man sich an diesem Wochenende doch mal treffen könnte. Da sie die Idee auch für gut befunden hatte ging es also gestern Morgen für mich mit dem Zug in Richtung Soest.
Und schon in den ersten Minuten nach der Ankunft lief es ganz toll und wir haben uns auf Anhieb richtig gut verstanden. Am Anfang stand vor allem unser gemeinsames Interesse für Wrestling im Raume. Erst wurden spannende Aufzeichnungen zum aktuellen Wrestling-Geschehen in den beiden bedeutenden Ligen (WWE und TNA) geschaut und wenig später wurde es dann nostalgisch als wir uns zuerst die Geschichte der seit dem Jahre 2000 nicht mehr existierenden WCW auf DVD anschauten und danach eine Videoaufnahme eines WCW-Events in Deutschland (Millenium Final 2000 in Oberhausen), ganz klassisch auf eine VHS-Kassette gebannt, anschauten.
Nebenbei war natürlich auch immer der Auftritt von KISS bei “Wetten, dass…” von Bedeutung, da wir da doch beide drauf hinfieberten. Natürlich konnte ich mit der Euphorie der KISS-Närrin schlechthin nicht mithalten, aber dennoch ließ ich mich ein wenig mitreißen.
Gegen Abend ging es dann in Richtung Bahnhof, weil wir uns noch mit Janine treffen wollten, die für eine Stunde Zeit hatte. War auch richtig cool. Ich liebe es ja irgendwie, wenn ich neue Leute kennenlerne. Und auch der Janine folge ich bei Twitter schon einige Zeit. War also ein Mini-Twitter-Treffen – so irgendwie. Danach ging es dann aber auch vor den Fernseher, da wir keine Minute von “Wetten, dass…” verpassen wollten. Da wir beide auch Hunger hatten wurde nebenbei noch per Internet Pizza bestellt – und natürlich “selbst belegt”. Auf die Pizzen wartend hieß es nun auch warten auf den Auftritt von Gene Simmons und Co. bei Thomas Gottschalk. Nachdem die Pizzen einfach nicht eintrafen hatten wir schon das mulmige Gefühl, dass der Pizza-Typ genau dann klingelt, wenn der KISS-Auftritt gezeigt wird. Und: Ja, so war es. Timing ist halt manchmal alles. Leider waren die zwei Auftritte von KISS nicht ganz so, wie wir sie uns erhofft hatten. Und auch die Stadtwette, die sich mit der Band beschäftigte, ging leider verloren. Ein wenig schade.
Nach dem “Abendessen” konnte dann auch ordentlich “gesoffen” werden. Nebenbei dann noch geskypt, getwittert und andere lustige Dinge im Internet angestellt, bevor wir uns dann gegen 2 Uhr gegen das Internet entschieden und einfach bis 5 Uhr oder so durchquatschten. Und Gesprächsthemen hatten wir irgendwie die gesamte Zeit. Auch wenn wir uns zu dem Zeitpunkt schon 19 Stunden “an der Backe hatten”.
Dann war aber wirklich die Zeit zum Schlafen gekommen, denn irgendwann siegt die Müdigkeit doch immer – vor allem, wenn der Komplize Alkohol auch noch eingebunden ist.
Gegen 10 Uhr waren wir dann wieder wach, da wir den Tag ja nicht gänzlich verpennen wollten, denn immerhin wollte ich gegen 16 Uhr nach Hause fahren. Und da haben wir erst einmal eine Runde getwittert, dann TV geschaut und uns über das lausige Programm aufgeregt, noch ein wenig gequatscht und nicht zuletzt die von so manchem geforderten Fotos gemacht. Und irgendwie vergeht die Zeit ja manchmal viel schneller als man denkt. So war es dann auch irgendwie schon an der Zeit für den Aufbruch – schade.
Wobei da nun das nächste Kapitel aufgeschlagen wird, denn nachdem wir uns verabschiedet hatten und ich im Zug saß, da wurde mir schnell bewusst, dass das aufgrund der Wetterbedingungen (Orkan und so) eine schwere Heimfahrt wird. Anfangs klappte alles noch ganz gut, doch als dann zwischen Hamm und Dortmund die Strecke gesperrt war, da wurde es leicht kritisch. Ich wollte um 18:15 Uhr zu Hause in Dorsten sein, doch da war ich noch nicht einmal am Dortmunder Hauptbahnhof vorbei. Und als ich dann gegen 19 Uhr am Essener Hauptbahnhof landete, da hieß es “Kein Zugverkehr aufgrund von Unwetter” und “Der gesamte Bahnverkehr in NRW ist eingestellt”. Also musste ich mich mit dem Auto abholen lassen, was natürlich auch nochmal dauerte. Aber im Grunde ist es mir egal, dass es so lang gedauert hat. Ich bin einfach nur froh nicht irgendwo an einem Bahnhof übernachten zu müssen und heile zu Hause zu sein.
War auf jeden Fall ein sehr, sehr schönes und spannendes Wochenende mit einem nicht ganz so tollen “Abgang”. Aber: Das Ganze schreit nach einer Wiederholung. Ach was… nach mehreren Wiederholungen. Einfach klasse… ich habe wahnsinnig viel gelacht und konnte mich mal wieder richtig ausquatschen. Fazit: Im Internet, in der Blogosphäre und über Twitter kann man wirklich tolle Menschen kennenlernen.
Ich bin auch mal gespannt, was die Tabea so auf ihrem Blog schreibt, denn während ich hier diese Zeilen tippe, da schreibt sie auch an ihrer Sicht der vergangenen Stunden. Mal sehen wie sie das so gesehen hat und ob sich da Unterschiede auftun. Das ist also quasi so ein kleines Experiment: Gleichzeitiges Veröffentlichen der beiden Artikel ohne Absprache über den Inhalt.






Hier schreibt Lordy, Jahrgang 1986, männlich, Single, Student der Geschichtswissenschaft und kath. Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten (nördliches Ruhrgebiet), Gothic, abenteuerlustig, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Wrestling-Fan. 

