Monatsarchiv für Februar 2010

 
 

Mein Wochenende bei Tabea

Mein Wochenende bei Tabea

Manchmal trifft man im Internet auf Menschen, die man auch gerne mal persönlich treffen würde. Und so war es auch bei Tabea, die ich über ihren Blog und über Twitter kennen gelernt habe. Da wir uns vor allem in der letzten Zeit immer mehr unterhalten hatten und auch das Gefühl vorhanden war, dass wir uns auch im realen Leben fern ab von Twitter und Co. gut verstehen würden, schlug ich ihr vor, dass man sich an diesem Wochenende doch mal treffen könnte. Da sie die Idee auch für gut befunden hatte ging es also gestern Morgen für mich mit dem Zug in Richtung Soest.

Und schon in den ersten Minuten nach der Ankunft lief es ganz toll und wir haben uns auf Anhieb richtig gut verstanden. Am Anfang stand vor allem unser gemeinsames Interesse für Wrestling im Raume. Erst wurden spannende Aufzeichnungen zum aktuellen Wrestling-Geschehen in den beiden bedeutenden Ligen (WWE und TNA) geschaut und wenig später wurde es dann nostalgisch als wir uns zuerst die Geschichte der seit dem Jahre 2000 nicht mehr existierenden WCW auf DVD anschauten und danach eine Videoaufnahme eines WCW-Events in Deutschland (Millenium Final 2000 in Oberhausen), ganz klassisch auf eine VHS-Kassette gebannt, anschauten.
Nebenbei war natürlich auch immer der Auftritt von KISS bei “Wetten, dass…” von Bedeutung, da wir da doch beide drauf hinfieberten. Natürlich konnte ich mit der Euphorie der KISS-Närrin schlechthin nicht mithalten, aber dennoch ließ ich mich ein wenig mitreißen.
Gegen Abend ging es dann in Richtung Bahnhof, weil wir uns noch mit Janine treffen wollten, die für eine Stunde Zeit hatte. War auch richtig cool. Ich liebe es ja irgendwie, wenn ich neue Leute kennenlerne. Und auch der Janine folge ich bei Twitter schon einige Zeit. War also ein Mini-Twitter-Treffen – so irgendwie. Danach ging es dann aber auch vor den Fernseher, da wir keine Minute von “Wetten, dass…” verpassen wollten. Da wir beide auch Hunger hatten wurde nebenbei noch per Internet Pizza bestellt – und natürlich “selbst belegt”. Auf die Pizzen wartend hieß es nun auch warten auf den Auftritt von Gene Simmons und Co. bei Thomas Gottschalk. Nachdem die Pizzen einfach nicht eintrafen hatten wir schon das mulmige Gefühl, dass der Pizza-Typ genau dann klingelt, wenn der KISS-Auftritt gezeigt wird. Und: Ja, so war es. Timing ist halt manchmal alles. Leider waren die zwei Auftritte von KISS nicht ganz so, wie wir sie uns erhofft hatten. Und auch die Stadtwette, die sich mit der Band beschäftigte, ging leider verloren. Ein wenig schade.
Nach dem “Abendessen” konnte dann auch ordentlich “gesoffen” werden. Nebenbei dann noch geskypt, getwittert und andere lustige Dinge im Internet angestellt, bevor wir uns dann gegen 2 Uhr gegen das Internet entschieden und einfach bis 5 Uhr oder so durchquatschten. Und Gesprächsthemen hatten wir irgendwie die gesamte Zeit. Auch wenn wir uns zu dem Zeitpunkt schon 19 Stunden “an der Backe hatten”.
Dann war aber wirklich die Zeit zum Schlafen gekommen, denn irgendwann siegt die Müdigkeit doch immer – vor allem, wenn der Komplize Alkohol auch noch eingebunden ist.

Gegen 10 Uhr waren wir dann wieder wach, da wir den Tag ja nicht gänzlich verpennen wollten, denn immerhin wollte ich gegen 16 Uhr nach Hause fahren. Und da haben wir erst einmal eine Runde getwittert, dann TV geschaut und uns über das lausige Programm aufgeregt, noch ein wenig gequatscht und nicht zuletzt die von so manchem geforderten Fotos gemacht. Und irgendwie vergeht die Zeit ja manchmal viel schneller als man denkt. So war es dann auch irgendwie schon an der Zeit für den Aufbruch – schade.
Wobei da nun das nächste Kapitel aufgeschlagen wird, denn nachdem wir uns verabschiedet hatten und ich im Zug saß, da wurde mir schnell bewusst, dass das aufgrund der Wetterbedingungen (Orkan und so) eine schwere Heimfahrt wird. Anfangs klappte alles noch ganz gut, doch als dann zwischen Hamm und Dortmund die Strecke gesperrt war, da wurde es leicht kritisch. Ich wollte um 18:15 Uhr zu Hause in Dorsten sein, doch da war ich noch nicht einmal am Dortmunder Hauptbahnhof vorbei. Und als ich dann gegen 19 Uhr am Essener Hauptbahnhof landete, da hieß es “Kein Zugverkehr aufgrund von Unwetter” und “Der gesamte Bahnverkehr in NRW ist eingestellt”. Also musste ich mich mit dem Auto abholen lassen, was natürlich auch nochmal dauerte. Aber im Grunde ist es mir egal, dass es so lang gedauert hat. Ich bin einfach nur froh nicht irgendwo an einem Bahnhof übernachten zu müssen und heile zu Hause zu sein.

War auf jeden Fall ein sehr, sehr schönes und spannendes Wochenende mit einem nicht ganz so tollen “Abgang”. Aber: Das Ganze schreit nach einer Wiederholung. Ach was… nach mehreren Wiederholungen. Einfach klasse… ich habe wahnsinnig viel gelacht und konnte mich mal wieder richtig ausquatschen. Fazit: Im Internet, in der Blogosphäre und über Twitter kann man wirklich tolle Menschen kennenlernen.
Ich bin auch mal gespannt, was die Tabea so auf ihrem Blog schreibt, denn während ich hier diese Zeilen tippe, da schreibt sie auch an ihrer Sicht der vergangenen Stunden. Mal sehen wie sie das so gesehen hat und ob sich da Unterschiede auftun. Das ist also quasi so ein kleines Experiment: Gleichzeitiges Veröffentlichen der beiden Artikel ohne Absprache über den Inhalt.

Projekt 52: Woche 8/10 – Wärme

Projekt 52: Woche 8/10 - Wärme

Schon wieder bin ich spät dran. Aber naja… immerhin kommt mein Beitrag zum 8. Wochenthema “Wärme” noch bevor die Sari das nächste Thema bekanntgibt. Wärme ist etwas Schönes. Man fühlt sich wohl, geborgen und kann sich fallen lassen. Ich bin ein Mensch, der es gerne warm hat. Und gerade im Winter oder wenn man krank ist, dann verzieht man sich doch gerne in sein Bettchen, das einen vor den kalten Temperaturen und vorm frieren schützen kann. Und genau diesen Gedanken muss wohl auch der liebe Scar gehabt haben, der sich einfach mal “hingehauen” hat. Interessanterweise schläft er mit offenen Augen… finde ich ja etwas eigenartig.

Die Geschichte der verschollenen Klausuren

Ruhr-Universität Bochum

Am Ende des letzten Sommersemesters habe ich lange auf eine Klausur gewartet, die mir per Post zugeschickt werden sollte. Doch sie kam nie an. Ein Nachfragen per Mail erbrachte, dass niemand wusste, wo die Klausur gelandet war. Selbst das Ergebnis konnte man mir unerklärlicherweise nicht mitteilen. Ich musste also die angesetzte Nachschreib-Klausur mitschreiben, die dann aufgrund der nicht vorhandenen Vorbereitung nicht sonderlich gut lief. Als ich später meinen Mitkommilitonen von den Vorkommnissen erzählte, da wollte mir das niemand so recht glauben.
Dieses Semester war es wieder so, dass ich mir die Klausur zuschicken lassen musste. Wir müssen der Klausur also einen Din-A4 Umschlag beilegen, der mit einer 1-45€-Briefmarke frankiert und mit unserer Adresse versehen ist. Und meine Klausur kam auch an. Ich habe mich ja an anderer Stelle schon über die bestandene Latein-Klausur ausgelassen. Und genau diese kam eben per Post. Ich habe daraufhin einem Mitkommilitonen, der ebenfalls diese Klausur geschrieben hat, mitgeteilt, dass ich meine Klausur bekommen habe. Er hat von seiner Klausur bis heute nichts gesehen. Ein Nachfragen ergab bei ihm selbiges, wie bei mir vor einem Semester. Auch er darf jetzt an der Nachschreib-Klausur teilnehmen ohne sich seine geschriebene Klausur anschauen zu können. “Aus Fehlern kann man lernen” trifft hier also nicht wirklich zu.
Und ich denke nicht, dass die Post dafür verantwortlich ist. Wenn es einmal passiert, dann kann man vielleicht davon ausgehen, aber wenn es dann schon ein zweites Mal passiert, dann ist das doch eher unwahrscheinlich. Ich kenne die Post nämlich als sehr zuverlässig. Wobei sicher auch da viele anderer Meinung sein werden. Aber im Grunde ist es auch nicht so wichtig, wer den schwarzen Peter hat. Ob es nun die Post ist oder der Dozent… es sorgt auf jeden Fall für suboptimale Zustände. Ich könnte mich darüber noch Stunden aufregen…

Unheilig – Grosse Freiheit (Limited Edition)

Unheilig - Grosse Freiheit (Limited Edition)

Ich habe einige Tage gebraucht um mir das neue Album der deutschen Band Unheilig anzuhören, aber nun habe ich es doch so oft angehört, dass ich meine mir eine Meinung erlauben zu können. Und es sei gesagt: Wenn ich hier über das Album rede, dann rede ich über die Limited Edition, die als Digipack mit zwei zusätzlichen Songs im Vergleich zur “normalen Version” daherkommt und somit insgesamt 16 Songs zu bieten hat. Die limitierte Fan Box unterscheidet sich von der Limited Edition durch zusätzliche Beigaben. Bei Konna kann man zum Beispiel mehr über die Fan Box lesen.

Das Album ist am 19.02.2010 erschienen und wurde vor allem aufgrund des durchschlagenden Erfolgs der Single-Auskopplung “Geboren um zu leben”, die am 29.01.2010 erschien, heiß erwartet – nicht nur von eingefleischten Fans. “Geboren um zu leben” war hier, wie mancher sicher weiß, auch schon einmal der Song der Woche.
Wenn man sich “Grosse Freiheit” in aller Ruhe anhört, dann bekommt man sehr schnell mit, dass es einen roten Faden gibt, der sich durch das gesamte Album zieht. Fernweh und Sehnsucht sind die wichtigen Begriffe, die man hier nennen muss. Das Meer dient als Metapher für Freiheit, Ferne und Ungewisses. Das Schiff als Mittel der Reise und des zu gehenden Weges. Zumindest gedanklich kann man mit dem Grafen hier auf eine textlich höchst ansprechende Reise gehen.
Härtere Klänge und ruhige Balladen wechseln sich ab und geben sich “gegenseitig die Klinke in die Hand”. Dadurch wird es nicht langweilig den Songs zu lauschen, da es genügend Variationen gibt. Hier stimmt eindeutig das Verhältnis – meiner Meinung nach. Aber für sein gutes Händchen ist der Graf innerhalb der schwarzen Szene ja eh schon einige Jahre bekannt. Oft wird man ja nach sogenannten Anspieltipps gefragt. Und so habe ich mir natürlich auch darüber meine Gedanken gemacht. Ich würde jedem empfehlen neben der tollen Single “Geboren um zu leben” auch die Songs “Grosse Freiheit”, “Für immer”, “Ich gehöre mir”, “Unter deiner Flagge” und “Schenk mir ein Wunder” anzuhören, wobei letzterer nicht auf der “normalen Version” vorhanden ist (gilt auch für den Song “Auf Kurs”).

Kurz und knapp: Ein geniales Album legt der Graf mit “Grosse Freiheit” vor, aber damit konnte man eigentlich rechnen. Tiefsinnig, poetisch, herzerfrischend, gedankenvoll und umwerfend. Auf die Tour zum Album kann man auf jeden Fall auch gespannt sein. Ich überlege noch, ob ich mir ein Konzert anschauen werde, da ich jetzt schon weiß, dass ich Unheilig eh auf dem BlackField-Festival sehen werde.
Abschließend würde mich auch noch eure Meinung zu dem Album interessieren, wenn ihr euch denn schon eine Meinung gebildet habt. Aber auch Erwartungen etc. sind erwünscht…

Zwielicht / Primal Fear

Zwielicht

Versetzen wir uns zurück in das Jahr 1996. Richard Gere war seit Jahren ein gut angesehener Hollywood-Star und spielte die Hauptrolle im Film “Zwielicht”, der im Original “Primal Fear” genannt wurde. Der Name Edward Norton war damals noch niemandem ein Begriff, doch durch ein Casting mit über 2000 Teilnehmern ergatterte er sich eine bedeutende Rolle in dem Film und gab sein Debüt als Schauspieler, das zugleich seinen großen Durchbruch bedeutete. Denn er erhielt für seine schauspielerische Leistung den Golden Globe als “bester Nebendarsteller” und konnte sogar eine Oscar-Nominierung einheimsen. “Zwielicht” ist meiner Meinung nach einer der besten Filme aller Zeiten. Er basiert auf dem Roman “Primal Fear” von William Diehl. Vorgestern habe ich ihn mir zum wiederholten Male angeschaut, denn eines ist sicher: Diesen Film kann man sich immer und immer wieder anschauen. Für alle, die gerade nichts mit dem Film anfangen können, hier einmal kurz der Inhalt:

Der Erzbischof von Chicago wird das Opfer eines bestialischen Mordanschlags. Ein 19-jähriger Ministrant wird festgenommen und der Tat angeklagt. Star-Anwalt Martin Vail übernimmt seine Verteidigung – zunächst weniger aus Überzeugung, denn aus Publicitysucht. Vails frühere Geliebte vertritt die Anklage. Der Prozess nimmt eine spektakuläre Wendung nach der anderen und wirft alle Strategien, Erwartungen und Manipulationsversuche der beteiligten Personen über den Haufen. Die Frage nach Schuld und Unschuld muss neu gestellt werden und am Ende gibt es nur Verlierer. Fast jedenfalls…

Richard Gere spielt grandios den Strafverteidiger Martin Vail, Laura Linney überzeugt als seine Gegenspielerin von der Staatsanwaltschaft Janet Venable. Und Edward Norton legt eine faszinierende Darstellung des mutmaßlichen Killers Aaron Stampler hin. Die Geschichte nimmt nicht immer den gedachten Weg, sondern windet sich von Wendung zu Wendung. Erst scheint alles klar, dann wieder unklar, dann wird es wieder klar. Ein Hin und Her setzt ein. Das Ende des Films überrascht beim ersten Sehen auf jeden Fall. Auch wenn man irgendwie damit rechnet – ein wenig. Ein guter Einblick in die Justiz der USA gelingt, wobei es für uns immer ein wenig befremdlich ist, wie das da abläuft. Eines ist sicher: Der Film reißt mit. Mal ist man für Aaron und mal gegen ihn. Mal mag man Martin Vail und mal ist er einem zuwider. Und das alles innerhalb von 2 Stunden Laufzeit. Ich könnte jetzt noch Stunden über den Film schwärmen, aber ich denke ja, dass damit niemandem so wirklich geholfen ist.
Ich wollte euch mal fragen, wie ihr den Film findet? Seid ihr meiner Meinung oder doch eher weniger? Und für alle, die den Film noch nicht kennen (schämt euch!), hier einmal der englische Trailer:

YouTube Preview Image

___
Quelle des Zitats: Moviepilot.de

Seite 1 von 71235...Letzte »