Hier grüßt ein B-Blogger…

Jeder Blogger, der sich längere Zeit mit dem Thema des Bloggens beschäftigt, stößt über kurz oder lang auf die Begrifflichkeiten A-Blogger, B-Blogger und C-Blogger. Dabei handelt es sich augenscheinlich um eine Art Kategorisierung in unterschiedliche “Güte-Klassen”. Sehr spannend.

A-Blogger sind die sogenannten Alpha-Blogger, die viele Leser anziehen, von Journalisten gelesen und als Quellen angesehen werden und somit einen hervorgehobenen Status innerhalb der Blogosphäre genießen. B-Blogger sind solche Blogger wie scheinbar meine Wenigkeit. Mit einem mittelmäßigen Besucheraufkommen bilden sie quasi die Mittelschicht, die neidisch nach oben auf die A-Blogger starrt und gleichzeitig auf die C-Blogger, die ein geringes Besucheraufkommen vorweisen, herablächelt. Laut Definition!

Als ich damals das erste Mal von dieser “Kategorisierung” Wind bekam, da gehörte ich wohl eindeutig zu den eher belächelten C-Bloggern, doch mittlerweile bin ich wohl laut Definition ein B-Blogger. Super. Aber kann ich mir dafür nun etwas kaufen? Gibt es für mich etwas umsonst? Oder bin ich jetzt eine kleine Berühmtheit im Schatten der ganz Großen?

Ich muss nun nicht sagen, dass diese ganze Kategorisierung der totale Schwachsinn schlechthin ist, oder? Ich meine: Warum etwas schreiben, das doch eigentlich jedem klar sein sollte? Ich finde vor allem die Personen witzig, die sich daran wirklich festkrallen und dies als besonders bedeutsam ansehen. Und davon gibt es gar nicht mal so wenige, wenn ich hier auf meine Erfahrungen und Beobachtungen vertraue. Wobei ich fairerweise sagen muss, dass es natürlich in jeder dieser “Gruppen” schwarze Schafe gibt, die diese Kategorisierung scheiße ernst nehmen. Es ist nicht so, dass vor allem A-Blogger darauf beharren.

Wenn ich ehrlich bin und hypothetisch diese Kategorisierung anerkenne, dann möchte ich nie in die Riege der A-Blogger aufsteigen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich die Alpha-Tierchen nicht mag (ich lese sogar so manchen A-Blog als stiller Leser mit), sondern damit, dass ich dann nicht mehr so ganz meine Philosophie des Bloggens ausleben könnte, denn von einem A-Blogger wird eine Menge mehr erwartet als von solchen Bloggern wie mir. Man verlangt ja von Rot-Weiß Oberhausen auch nicht ähnliche Dinge wie von Borussia Dortmund. Man muss als A-Blogger immer mit dem Trend schwimmen, immer nach den spannendsten Themen suchen, immer nach der Nase der anderen schreiben oder so anders sein und sich verbiegen, dass man irgendwie “cool” und “besonders” ist. Sonst droht der Abstieg in die “zweite Liga”.

Sprich: Im Grunde bin ich schon da, wo ich hin will. Und nun? Kann ich ja eigentlich aufhören mit dem Hobby Bloggen, denn ich habe ja alles erreicht. Aber nein, ich bin wie Michael Schumacher. Ich kann das Cockpit einfach nicht verlassen. Auf gar keinen Fall. Daher bleibe ich euch natürlich erhalten. Ich blogge ja auch nicht nur wegen den Besucherzahlen und so, sondern aus zahlreichen anderen Gründen. Zumindest rede ich mir das immer und immer wieder ein, damit ich es irgendwann auch selbst glaube. Merkt man das leicht Ironische? Ich hoffe doch! Aber ich sollte nun eindeutig aufhören hier zu tippen… sonst kommt da noch sonst was bei rum.

05. März 2010

12 Kommentare

Nadinechen
schrieb am 5. März 2010

ich weiß nicht wo ich meinen Blog in die Schublade schieben will – aber das will ich auch vom Grunde meines Herzens nicht!

Über solches Schubladendenken kann ich mich vielleicht aufregen, denn ein Blog funktioniert doch nicht (meine Meinung) wenn es darauf ausgelegt ist erfolgreich zu sein! Sondern wenn es mit Herzblut gefüllt wird.

Allein deine Worte: du wärest B-Blogger und lächelst auf die C-Blogger, wie doof ist das denn! Ich schaue auf keinen Menschen herab und zeige ihnen, dass sie schlechter sind als ich (was ja nicht ist!). Jeder bloggt auf seine Art und Weise und ich finde jedes Blog egal ob A-,B-,C- oder XYZ-Blogger interessant der in meiner Feedliste ist, sonst würde ich es nicht lesen!

Sorry – das mußte ich mal loswerden, denn ich weiß wie das ist in Schubladen gesteckt zu werden!

Hannah
schrieb am 5. März 2010

Öhm, in welche Kategorie fall ich?
Und zu deiner Frage: Ja, mein Lieber. Tatsächlich bekommst du einiges umsonst, je höher deine Besucherzahlen sind ; )

chaosmacherin
schrieb am 5. März 2010

Hmmmm, also für mich gibts nich A, B und C sondern nur A und die andern =D A sind dann für mich Amy&Pink, Sylespon, Nercore und natürlich einige andere. Aber in B und C unterscheiden fände ich nicht ok.

Bomel
schrieb am 5. März 2010

Scheiß auf das, was andere Denken…ich schreib meinen Blog für mich. Und feddich. Wer ihn lesen will, bitte. Der Rest kann gehen.

Mysti
schrieb am 5. März 2010

Michael Schumacher bloggt auch? Das wußte ich ja gar nicht. Da siehste mal, die Leute die diese Kategorisierung aufgebracht haben, kennen nur die ersten drei Buchstaben des Alphabetes… kann also alles nicht so geistreich sein. Achja, darf ich dann der Heidfeld sein? g

Blogseminar: Sitzung 06 | Lordys Weblog
schrieb am 6. März 2010

[...] und C-Blogger beschäftigt und dazu meine Meinung kundgetan. Nachlesen kann man das alles hier. Für morgen hat Konna den Beginn der siebten Sitzung angekündigt. Ich bin gespannt was [...]

Lordy
schrieb am 8. März 2010

@Nadinechen: Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Du bekommst meine Zustimmung. Ein Blog sollte nicht auf Erfolg ausgelegt werden, sondern einfach mit Herzblut geführt werden. Und ja: Die Kategorisierung, dieses Schubladendenken ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Ich denke, dass du mich ein wenig falsch verstanden hast was das “Belächeln” angeht, denn in dem Abschnitt, den du ansprichst, gebe ich nur das wieder, was ich alles über B-Blogger aufgeschnappt habe. Ich selbst sehe es wie du. Jeder hat seine Art des Schreibens und die eine Art gefällt, die andere nicht. Ich suche meine Blogs auch nicht nach so komischen Kriterien aus wie “Ah… der ist A-Blogger, lese ich. Ein C-Blogger? Nö”. ;)

@Hannah: Stimmt… man bekommt ja wirklich so manches in den Popo geblasen, wenn man die passenden Zahlen aufweisen kann. Und dich würde ich als B-Bloggerin ansehen… zufrieden? ;) (Wieso zwingst du mich dazu diese Kategorisierungen noch zu nutzen? xD)

@chaosmacherin: Eine generelle Unterscheidung finde ich dämlich. Jeder Blog hebt sich durch seine Besonderheiten heraus. Aber ich kann deine Sicht der Dinge gut verstehen… natürlich kann man in “bekannt” und “nicht bekannt” unterscheiden, aber das sagt ja nichts über die Wertigkeit aus xD.

@Bomel: Eine durchaus vertretbare Einstellung ;).

@Mysti: Schumacher? Blog? Ähh… mir fehlen die Worte ;).

Hannah
schrieb am 8. März 2010

Vielleicht solltest du mal in Zahlen ne Eingrenzung vornehmen, wo B-Blogger anfängt und aufhört :D

Lordy
schrieb am 8. März 2010

@Hannah: Wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich das gar nicht. Wo siehst du dich denn und was wären den deiner Meinung nach vertretbare Zahlen?

Hannah
schrieb am 9. März 2010

Ich seh mich nirgends. Ich bin auch eher gegen Kategorisierungen. Ich bin aber auch gegen diese Geheimniskrämerei. Kaum ein Blogger wagt es, zuzugeben, wie viele Besucher er hat. Warum nicht? Mir ist das total egal, ob alle wissen, dass es bei mir 1000-2000 täglich sind. Das macht mich weder toller noch weniger toll :D
Ich kann mit den Kategorisierungen nicht viel anfangen und es las sich so, als wäre dir das Thema eher verständlich, deswegen fragte ich. Du scheinst dich da besser reindenken zu können.

Reizzentrum
schrieb am 9. März 2010

Ich bin Beta-Blocker und gut ist :)

Lordy
schrieb am 10. März 2010

@Hannah: Also die Definition, die ich gelesen habe, sprach von einem A-Blogger, wenn über 1000 Besucher pro Tag den Blog besuchen. Von 100-1000 Besuchern ist es dann ein B-Blog und darunter dementsprechend ein C-Blog. Also bist du ja eine A-Bloggerin ;).

@Reizzentrum: Ah.. noch einer xD.

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