Praktikum im Archiv: Die 4 Wochen sind vorbei

So schnell vergehen vier Wochen. Mein Praktikum in Dorstener Stadtarchiv liegt hinter mir. Nun muss ich nur noch den Praktikumsbericht zu Papier bringen – eine einfache Aufgabe, die ich in den nächsten zwei Wochen eher nebenher angehen werde.
Die vier Wochen waren wirklich toll. Und ich habe eine ganze Menge in der Zeit gelernt. So konnte ich einen Einblick im die täglichen Arbeiten, die in einem Archiv anfallen, gewinnen. Spannend waren auch die Recherchen, die man für so manchen Interessieren anstellen musste, der gerade Familienforschung oder Heimatforschung betreibt. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man Teil eines Forschungsprozesses ist und da helfen kann, dass es vorwärts geht. Außerdem habe ich gelernt, wie man von Hand Bücher bindet. War sehr spannend und die Buchbinderei ist zudem ein sehr tolles Handwerk, das auch nicht jeder beherrscht. Über die Stadt Dorsten habe ich natürlich auch eine Menge mehr erfahren als ich bisher wusste. Und das ist auch eine total tolle Sache, da ich mir genau das auch erhofft hatte als ich vor vier Wochen zum ersten Mal einen Fuß ins Archiv setzte. Zudem konnte ich auch einen Einblick in die Politik der Stadt gewinnen und den Stellenwert des Archivs für Dorsten ermitteln. Es ist schon spannend zu sehen, wie ein Archiv von Politikern genutzt und angesehen wird. Insgesamt kann ich sagen: Es war eine sehr lehrreiche Zeit.
Aber ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch nette Menschen kennengelernt, die ich in Zukunft auf jeden Fall häufiger besuchen will. Nächste Woche will ich für zwei Stunden “auf Besuch” ins Archiv, wenn ich das schaffe, weil ja immerhin die Uni wieder losgeht. Aber ich bin da zuversichtlich. Vor allem habe ich in diesem Semester auch ein Seminar, das es mit sich bringt, dass ich öfter mal im Archiv die Zeitungen der 60er Jahre sichten werde.
Es war eine tolle Zeit, die nun leider vorbei ist. So ein tolles Praktikum hatte ich bisher in meinem Leben noch nicht…

Hier schreibt Lordy, Jahrgang 1986, männlich, Single, Student der Geschichtswissenschaft und kath. Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten (nördliches Ruhrgebiet), Gothic, abenteuerlustig, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Wrestling-Fan, Twitter-süchtig und BVB-Anhänger. 




schrieb am 10. April 2010 um 17:58
Ich finde es immer super, wenn man ein Pratikum erwischt, dass wirklich spaß macht. Wo man was bewegen kann, mithelfen, was lernen und auch nette Leute kennen lernen kann.
schrieb am 11. April 2010 um 01:15
ha, dann wirst du sicher der letzte sein, der meine Arbeit als langweilig und doof bezeichnet (wie es fast alle leute tun, denen ich sage, was ich mache). obwohl man als studierter Archiv noch spannendere Aufgaben hat, als als kleine ausgebildete Fami.
Dass wir keine angegliederte Buchbinderei haben, habe ich auch schon bedauert, ich hätte auch interesse, das mal kennenzulernen, aber wir geben alles an einen externen Buchbinder. Ich hab schon meine Klassenkameraden aus dem StA Hildesheim oder der Stadtbibliothek Hannover beneidet, bei denen die Buchbinderei auch Teil der Ausbildung ist. Vielleicht sollte ich ein praktikum einer buchbinderei machen denk…
schrieb am 11. April 2010 um 13:34
@Bomel: Genau… vor allem, wenn man mal das Gegenteil erwischt hat, dann weiß man das echt zu schätzen =).
@Jana: Also es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Und vor allem der handwerkliche Aspekt war richtig toll… Bücher binden ist eine tolle Sache, die Geschick und Geduld erfordert… ich fand es toll. Das mit dem Praktikum in einer Buchbinderei ist sicher eine gute Idee… eine Druckerei halte ich auch noch für spannend und interessant… und deine Arbeit ist alles andere als doof und langweilig… das ist sicher ;).