Das Bildnis des Dorian Gray

Ich bin richtig stolz auf mich, denn zum ersten Mal seit langer Zeit ist es mir mal gelungen einen Film, dessen Kinostart ich herbeigesehnt habe, auch in den ersten Tagen zu schauen. So geschehen bei “Das Bildnis des Dorian Gray”, dessen englischer Originaltitel einfach nur “Dorian Gray” lautet, Er basiert auf dem Roman “Das Bildnis des Dorian Gray” des irischen Schriftstellers Oscar Wilde, der erstmals 1890 erschien.
Seit dem 09.09.2009 konnten die Briten sich diesen Film schon ansehen. Am vergangenen Donnerstag, also am 15.04.2010, war dann der deutsche Kinostart. Die Regie bei diesem Film hat Oliver Parker übernommen. Die Hauptrollen des “Dorian Gray” und des “Lord Henry Wotton” werden von Ben Barnes und Colin Firth gespielt. Nun aber kurz zu einem kurzen Einblick in den Plot des Films, der ab 16 freigegeben ist.
Dorian Gray kommt Ende des 19. Jahrhunderts nach London. Sein makelloses Aussehen öffnet ihm nicht nur die Türen der Gesellschaft, ihm liegen auch die Frauen und die aristokratische Welt zu Füßen. Unter den Fittichen des maliziösen Lord Henry Wotton lernt das Unschuldslamm bald hedonistische Freuden schätzen. Der homosexuelle Maler Basil Hallward hält in einem außergewöhnlichen Gemälde seine physische Ausstrahlung fest. Aus Angst vor Vergänglichkeit wünscht sich Gray, nur das Abbild möge altern, aber nicht er. Der Wunsch wird grauenvolle Wirklichkeit.
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich es bedauere, dass ich meinen Plan den Roman vor dem Schauen des Films zu lesen nicht einhalten konnte. Ich hatte einfach zu viel um die Ohren. Das ist auf der einen Seite schade, aber auf der anderen Seite vielleicht auch ganz gut. So behandele ich den Film nun immerhin nicht wirklich wie eine Buchverfilmung und habe daher vielleicht eine andere Meinung als viele andere. Aber eines ist sicher: Das Buch werde ich auch noch lesen.
Der Film lädt einen ein in das London des 19. Jahrhunderts, das sowohl schöne als auch negative Seiten hat. Beide Seiten werden im Film sehr schön gezeigt und spielen immer wieder in die Handlung hinein. Der Aufstieg und der Verfall… zwei wichtige Schlagworte, die sich durch den Film ziehen. “Dorian Gray” ist ein Mensch, dem das London dieser Zeit zu Füßen liegt, da er zwei Dinge besitzt, die sich viele ersehnen: Jugend und Schönheit. Alle Türen öffnen sich, keine bleibt für ihn verschlossen. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille, denn der Aufstieg ist nicht preiswert – vor allem nicht für “Dorian Gray”.
Die Atmosphäre des Filmes ist einfach nur passend. Das Erzählte und Gezeigte kommt toll herüber. Es fesselt den Zuschauer, der immer mehr erkennt wie schlimm es um den Hauptcharakter gerade steht und wie dunkel doch seine Zukunft aussehen mag. Die richtigen Klänge ertönen in den richtigen Momenten. Alles arbeitet Hand in Hand.
Ich könnte noch so viel zum Film sagen, aber dann müsste ich noch weiter vorgreifen und alle, die den Film nicht gesehen haben, aber hier schon gelesen haben, wüssten dann einfach schon zu viel. Daher spare ich mir das und fasse meine Meinung zum Film mal schnell zusammen… bevor mir das eine oder andere Detail herausrutscht, das lieber von jedem selbst entdeckt werden sollte.
Die Geschichte, der Plot, hat mich eh auch schon vorher begeistert. Denn auch, wenn man den Roman von Oscar Wilde selbst nicht gelesen habt, bekommt man doch zumindest die Grundzüge durchaus auch so mal mit. Die Umsetzung ist meiner Meinung nach richtig gut gelungen. Die Schauspieler waren mir jetzt nicht gerade die Geläufigsten, aber das war vielleicht auch ganz gut so. So ist man nicht geneigt den Film gut zu reden, weil zum Beispiel Johnny Depp mal wieder eine phänomenale Leistung abgeliefert hat. Anschauen werde ich ihn mir auf jeden Fall erneut. Und er wird auch in meine DVD-Sammlung aufgenommen. Das steht schon einmal fest. Ich kann nur empfehlen: Geht in den Film und schaut ihn euch an… er ist wirklich gut.
Und für alle, deren Interesse ich wecken konnte, hier noch der offizielle Trailer zum Film, der auch einen kurzen Einblick erlaubt.
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Quelle des Zitats: kino.de






schrieb am 17. April 2010
Ich geh morgen auch mit ´ner Freundin ins Kino. Ich bin schon totaaaaal gespannt auf den Film .
schrieb am 17. April 2010
Also ich fand ihn jetzt nicht soo toll. Meiner Meinung nach plätscherte der Film ein bisschen vor sich hin. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht… aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich das Buch kenne und zu hohe Erwartungen hatte. ^_^
schrieb am 17. April 2010
Also ich mag den Hauptdarsteller Ben Barnes ja eigentlich nicht, was aber am Film Chroniken von Narnija-Prinz Caspian lag…
Aber ich muss sagen, das er für die Rolle des Dorian Gray perfekt gewählt wurde. Er ist in jeder Hinsicht makellos und somit die ideale Besetzung.
Okay, ans Buch kommt der Film allemal nicht ran, aber ich war dennoch positiv überrascht. Nur ein bissl viel Sex meiner Meinung nach…..im Kino nicht wirklich nett anzusehen. Deshalb werd ich den dann nochmal später auf DVD besorgen.
Selbst Colin Firth glänzte, den sehe ich ja besonders gern. Und erschrocken habe ich mich, als Harry Potters doofe Tante Petunia auch auftauchte *grins* – also perfekte Besetzung im Film.
Nein, ich mag ihn. Also den Film. Hier hat sich das Warten für mich auf jeden Fall gelohnt.
schrieb am 19. April 2010
Ihc hab den Film auch gesehen. Der war super. Und soviel nackter Ben Barnes. Hr hr hr :P
schrieb am 19. April 2010
@Nici: Das ist ja meist so… wenn man das Buch gelesen hat, dann hat man meist Erwartungen an den Film, die er nie erfüllen kann… die eigene Fantasie ist eben doch am besten?!
@noneworld: Super, dass du da meiner Meinung bist… fühle ich mich nicht so allein. Ich muss nämlich sagen, dass mir der Film wirklich richtig, richtig gut gefallen hat. Das mit dem Sex sehe ich übrigens nicht ganz so… aber das ist ja Geschmackssache ;).
@Jenny: Öhm… ja… schön, dass er dir auch gefallen hat xD. Den Grund kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber egal xD.
schrieb am 23. April 2010
Hab den Film gestern auch angeschaut und da dies mein dritter Film am Tag war, bin ich eigentlich nicht davon ausgegangen das der mich noch irgendwie vom Hocker reisst- aber Tatsache!
Ich find die Geschichte von Oscar Wilde einfach nur spitze, es regt zum Nachdenken an, die Schauspieler sind gut gewählt und ich hab bei all den Insekten und Mistviechern tatsächlich ne Gänsehaut gekriegt. Ich finds fast schade den nicht im Kino angeschaut zu haben.
schrieb am 27. April 2010
@iGi: Der Verfall des Bildnisses ist schon nicht schlecht inszeniert worden, nicht wahr? Zeigt durchaus das an, was ich auch bei so manchem Menschen im “realen Leben” denken würde… xD. Kaputte, düstere, verrottete Seele… nun denn… der Plot ist auch einfach toll. Ich werde mir nächsten Monat den Roman selbst holen :D.