Der Schakal

Wenn man sich einmal durch die Filme der 90er Jahre wühlt findet man Perle um Perle. Eine Film-Perle dieser Zeit ist eindeutig der Action-Thriller “Der Schakal” aus dem Jahre 1997. In den Hauptrollen: Bruce Willis, Richard Gere und Sidney Poitier – eine außergewöhnlich gute Besetzung, die ja eigentlich schon von Hause aus für Qualität steht. Wie gewohnt nun erst einmal ein kleiner Einblick in den Plot.
Der Schakal, ein eiskalter Berufskiller, wird von der russischen Mafia für 70 Millionen Dollar angeheuert. Sein Auftrag: Die Ermordung vom Amerikas First Lady. Sowohl das FBI als auch die Moskauer Militär-Führung erfahren von dem Deal und schicken zwei ihrer besten Leute los. Doch Agent Carter Preston und dessen russische Partnerin Valentina Koslova wissen, dass sie allein gegen den Schakal nichts ausrichten können. Deshalb engagieren sie kurzerhand jemanden, der dem Killer das Wasser reichen kann: den zwielichtigen Ex-IRA-Terroristen Declan Mulqueen.
Und dann schicke ich den Trailer mal direkt hinterher:
Bruce Willis darf als der Schakal in diesem Streifen den Bösen spielen und genießt dies eindeutig. Sein Gegner ist Richard Gere, der Declan Mulqueen – einen Ex-IRA-Terroristen – spielt. Beide verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die im Laufe des Filmes ans Tageslicht kommt und das Duell zwischen ihnen zu einer persönlichen Angelegenheit macht, so dass die eigentliche Sache ein wenig in den Hintergrund des Geschehens rückt und meiner Meinung nach ein kleiner Schwund an Glaubwürdigkeit einsetzt. Aber dies sei verziehen!
Oft ändert sich die Location. Von Montreal geht es nach Helsinki, Chicago oder Washington. Dies soll wohl dafür sorgen, dass der gesamte Plot in ein internationales Licht gestellt wird. Außerdem sieht man den Schakal immer wieder in einer anderen Identität. All dies kann man oft bei Filmen aus diesem Genre finden. Aber hier wird es gut umgesetzt.
Spannung kommt auf jedem Fall auf. Ist es zu Beginn noch ein wenig “langweilig”, dann ändert sich dies aber vor allem in den Momenten in Washington, wenn der große Showdown zwischen Willis und Gere näher rückt, der dann sein Ende in einer U-Bahn-Station findet – auch nicht gerade innovativ, aber dennoch interessant. Besonders in Erinnerung bleibt einem am Ende übrigens diese Szene (ACHTUNG: Spoiler!).
Insgesamt gesehen ist “Der Schakal” zwar nicht der Film schlechthin, aber er ist auf jeden Fall nicht schlecht und sorgt für ausreichend Spannung. Es wurde nicht gänzlich das vorhandene Potential ausgeschöpft, aber eindeutig genug, um einen guten Film zu erschaffen. Ich würde auf jeden Fall empfehlen ihn sich anzuschauen, wenn man das bisher noch nicht getan hat.
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Quelle des Zitats: kino.de






schrieb am 25. Juli 2010
Du weißt, dass das bloß ein unnötiges Remake eines britisch-französischen Klassikers ist? Das Original schöpft jedenfalls sein Potential voll aus. Ich kenne den hier nicht, aber ich wette, dass der nicht so gut ist, auch wenn ich Gere und Willis mag. Hmm, ich glaub ich werde mir gleich nochmal Edward Fox ansehen, denn da kommt keine Langeweile auf.
schrieb am 25. Juli 2010
@juliaL49: Ja, ich weiß, dass es sich dabei um ein Remake handelt. Allerdings habe ich den Film von 1973 selbst noch nicht gesehen. Und ich kenne auch den Roman von Frederick Forsyth auf welchem die Filme basieren… ich kann dir nicht sagen, ob der von 1997 so gut, besser oder schlechter ist… aber, dass er nicht schlecht ist, weiß ich xD.