Monatsarchiv für September 2010

 
 

Schiedsrichter Michael Dean und seine Devise: Im Zweifel gegen den BVB!

Schiedsrichter Dean und seine Devise: Im Zweifel gegen den BVB

Es hätte ein wunderschöner Fußball-Abend werden können. Die Betonung liegt eindeutig auf “hätte”. Leider spielt sich das Leben nicht im Konjunktiv ab. Heute Abend kam es in der Gruppe J der UEFA Europa League am 2. Spieltag zum Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Sevilla vor einer grandiosen Kulisse im Signal Iduna Park. Und die Mannschaft aus Sevilla entführte mit einem 0:1-Sieg die drei Punkte.

Die erste Halbzeit war aus Sicht eines BVB-Fans fast makellos. Ziemlich viel hat gestimmt – leider konnten die Borussen den Ball nicht ins Tor bringen. Und die Chancen dazu waren da. Vor allem Lucas Barrios hatte die eine oder andere richtig gute Möglichkeit für den Führungstreffer. Und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es dann aus dem Nichts heraus den Gegentreffer. Unglücklich und unverdient, aber es war eben so. Cigarini machte das, was die Borussen versäumt hatten – er traf. Allerdings leicht abseitsverdächtig.

Nach der Halbzeit lief es dann wieder richtig gut für den BVB. Aber leider nur genau 5 Minuten lang. Denn dann sah Marcel Schmelzer die gelb-rote Karte – Platzverweis. Er soll eine Schwalbe fabriziert haben – eine fragwürdige Entscheidung, die das Spiel nachhaltig bestimmen sollte.

Der BVB kämpfte nun mit 10 Mann um mindestens einen Punkt. Und es kamen auch noch Chancen zustande. So hatte Shooting-Star Shinji Kagawa in der 70. Minute nach wunderbarer Vorbereitung von Barrios die Chance zum Ausgleich. Auch Mats Hummels hätte durchaus mit dem Kopf in mehreren Situationen treffen können. Aber es sollte nicht sein.

Und da gab es auch noch dieses mögliche Handspiel außerhalb des Strafraums vom Sevilla-Keeper Palop. Auch hier entschied Schiedsrichter Michael Dean gegen den BVB. Hätte er hier auf Handspiel gepfiffen, dann hätte auch Sevilla nur noch mit 10 Mann auf dem Platz gestanden.

Spielfluss war nach dem Platzverweis für Schmelzer nicht mehr vorhanden. Eine gelbe Karte folgte auf die andere. Unterbrechungen, Nickeligkeiten und Zeitspiel waren nun an der Tagesordnung.

Das Führungstor für Sevilla war vielleicht Abseits, die gelb-rote Karte für Schmelzer eindeutig überzogen und vielleicht war es auch Handspiel von Palop. Knifflige Situationen. Aber eine Sache war klar: Im Zweifel pfiff Michael Dean eindeutig gegen den BVB.

Aber es ist natürlich nicht nur die Schuld des Schiedsrichters, sondern sicherlich war da auch eine Menge Pech im Spiel. Immerhin wurde auch das Aluminium getroffen, aber nicht das Netz. Letztendlich kann man der Mannschaft aus Dortmund aber keinerlei Vorwürfe machen. Es war die unglücklichste Niederlage seit sehr, sehr langer Zeit… nun folgt am Sonntag Abend das Spiel gegen die Münchener Bayern. Ebenfalls im Signal Iduna Park. Da gibt es dann die nächste Chance… und wenn das Pech an dem Tag nicht vorbei schaut, dann gibt es da vielleicht den erhofften Sieg.

Vielleicht werde ich auch Drehbuch-Autor von Pseudo-Doku-Soaps

In letzter Zeit glotze ich hin und wieder mal in die Röhre. Eigentlich immer dann, wenn ich vom stressigen Alltag abschalten will und das Gehirn mal in den Standby-Modus gehen soll. Dafür bietet das TV-Programm von heute ja ungeahnte Möglichkeiten und ein großes Sortiment an “leichter Kost”. So zum Beispiel diese Pseudo-Doku-Soaps, die immer wieder über die Mattscheibe flimmern und zum absoluten Fremdschämen einladen.

Da gibt es doch zum Beispiel diese eine Pseudo-Doku-Soap, bei der Gruppen junger Menschen und auch Familien bei ihrem Sommerurlaub an Europas angesagten Reisezielen begleitet werden. Es sind zwar alles Schauspieler und keine Geschichte ist wahr und real, aber dafür bekommt man so ziemlich jedes bekannte Klischee vor die Füße gekotzt. Alles ist irgendwie vorhersehbar. Und sonderlich originell ist da auch nix. Was ich damit meine? Naja… Ein Ehepaar trennt sich nach einem Partnertausch, ein Junggesellenabschied endet in einer Affäre, eine Ehe geht wie die Titanic unter, weil der Ehemann mit Schwiegermama rummachen möchte… oh… ich könnte noch ewig so weitermachen, aber das möchte ich weder euch noch mir antun.

Aber ich habe mir jetzt mal so gedacht: Ich könnte doch auch ein Autor für Drehbücher solcher Pseudo-Doku-Soaps werden. Warum? Weil ich irgendwie alle Voraussetzungen erfülle. Ich kenne ziemlich viele Klischees und habe schon so manchen schwachsinnigen Konflikt in meinem Freundeskreis miterlebt. Ich weiß, was die Masse sehen will und wie ich ihnen den Inhalt verkaufen muss. Und die wichtigste Eigenschaft: Ich kann auch total unrealistisches Zeug zusammen dichten, wenn ich denn nur will. Ach… und mein IQ ist größer als der eines Knäckebrots. Also… alles vorhanden. Ich muss jetzt also nur noch einen Arbeitgeber bzw. einen Abnehmer für meine Drehbücher finden. Aber das klappt schon… doch… Qualität kann man nicht abwimmeln.

Die ersten Geschichten habe ich auch schon im Kopf… aber die kann ich euch natürlich nicht verraten. Ist ja klar, oder? Sonst müsste ich euch hinterher alle töten… viel zu viel Aufwand.

Agatha Christie – Die Schattenhand

Agatha Christie - Die Schattenhand

Die Kriminalromane und Kurzgeschichten von Agatha Christie (1890-1976) werden von vielen Menschen geradezu geliebt. Dies hat sich auch 34 Jahre nach ihrem Tod nicht verändert. So manche Geschichte wurde verfilmt und war überaus erfolgreich. Und in der jüngeren Vergangenheit gab es auch so manches Videospiel zum Nachspielen der Romane.

Durch einen Zufall bin ich vor mehreren Wochen in den Besitz von mehreren Romanen aus der Feder von Agatha Christie gekommen. Und wenn ich die schon habe, dann werden die natürlich auch nach und nach gelesen – ist ja klar.

Den Anfang machte “Die Schattenhand”. Veröffentlicht wurde dieser Roman während der Jahre des Zweiten Weltkrieges. Genauer gesagt erschien er in den USA im Jahr 1942. Eine deutsche Ausgabe erschien ein Jahr später. Im Jahr 2004 wurde der Roman neu übersetzt und aufgelegt. Für alle Kenner der Werke: Es handelt sich bei “Die Schattenhand” um den dritten Roman mit Miss Marple.

Aber nun möchte ich euch erst einmal den Klappentext präsentieren, der einen kleinen Einblick in die Geschichte gibt. Mehr wird dazu dann aber auch schon nicht mehr gesagt, da ich auf keinen Fall etwas verraten will.

Nichts gegen Sticheleien, es sei denn, sie gehen tödlich aus. Zuerst anonyme Briefe, dann zwei mysteriöse Todesfälle – und die Polizei tappt hoffnungslos im Dunkeln. Miss Marple kombiniert mit kühlem Kopf und schreitet zur Tat.

“Die Schattenhand” ist ein toller Krimi. Soviel steht auf jeden Fall fest. Er ist nicht übermäßig spannend, aber er lebt vom Rätsel. Wer steckt hinter den Geschehnissen? Immer wieder hat man eine Ahnung. Dann verwirft man diese allerdings für eine neue. Im Kopf geht es hin und her. Mal Person A, mal Person B und ganz plötzlich war es wahrscheinlich doch eher Person C. Am Ende, wenn die Auflösung erfolgt, denkt man sich nur: “Okay… warum bin ich da nicht direkt drauf gekommen?” Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Weil Agatha Christie immer wieder geschickt für Verwirrung und für mehrere Möglichkeiten sorgt.

Der Roman bleibt bis zum Ende nicht langweilig. Zwischenzeitlich wirkt er ein wenig langatmig. Und vielleicht ist das Ende ein wenig “überhastet”, aber generell gesehen ist er einfach nur gut. Da ist es kein Wunder, dass Agatha Christie über 20 Jahre nach dem Erscheinen von “Die Schattenhand” selbst sagt, dass dieser Roman wohl einer ihrer besten ist. Ich kann ihn auf jeden Fall nur empfehlen… und ich werde mir in den nächsten Tagen gleich mal den nächsten Roman vornehmen. Da geht es dann um den belgische Detektiv Hercule Poirot. Ich bin gespannt…

Song der Woche: Poets of the Fall – Maybe tomorrow is a better day

Der Song dieser Woche kommt von der finnischen Band Poets of the Fall, die hier vor über einem Jahr mit dem Song “Someone special” bereits einmal einen Song der Woche beigesteuert hat. Sie existieren seit 2003 und haben bisher vier Alben veröffentlicht. Der Song “Maybe tomorrow is a better day” stammt von ihrem zweiten Album “Carnival of Rust”, das am 12. April 2006 veröffentlicht wurde. Er ist also so gesehen schon älter.

Vor allem in traurigen Momenten mag dieser Song besonders gut passen. Vielleicht ist morgen ein besserer Tag. Viele Menschen werden sich abends mit dieser Hoffnung schlafen legen. Wir alle werden das kennen, denn jeder hat mal einen richtig schlechten Tag. Wobei es natürlich auch schön wäre, wenn wir uns nie einen besseren Tag wünschen müssten.

Nun denn… ich wünsche euch viel Spaß beim Hören und würde mich durchaus über den einen oder anderen Kommentar von euch freuen.

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Cover vs. Original 2.0: Runde 6 – Ruby Tuesday

Cover vs. Original 2.0

Endlich ist es soweit: Die Cover-Versionen haben den ersten Punkt. In der fünften Runde konnte sich Johnny Cash mit seiner Version von “Hurt” gegen die Nine Inch Nails mit 4:1 Stimmen durchsetzen. Der erste Erfolg also für die Cover-Versionen. Hat aber auch ziemlich lang gedauert.

Ich hätte meine Stimme auch an Johnny Cash gegeben. Der Song hat alles und ist meiner Meinung nach klar besser als das Original. Also mir gefällt er auf jeden Fall richtig, richtig gut. Und somit bin ich auch nicht verwundert, dass ihr es genauso gesehen habt.

Nun kann vielleicht noch einmal etwas Spannung aufkommen. Mal sehen, wie es in dieser sechsten Runde weitergeht. Aber bevor wir weitermachen folgt natürlich noch der obligatorische Blick auf den aktuellen Zwischenstand, der zumindest etwas freundlicher für die Cover-Versionen aussieht. War es nur der Ehrentreffer oder folgt nun die Aufholjagd?

Cover vs. Original 2.0 - Zwischenstand nach Runde 5

Die Songs dieser Runde liegen beide schon mehr als 40 Jahre zurück. Im Jahr 1970 veröffentlichte die US-amerikanische Sängerin Melanie (mit vollem Namen: Melanie Anne Safka-Schekeryk) den Song “Ruby Tuesday”. Mit diesem Song konnte sie vor allem in Deutschland und Großbritannien Erfolge erzielen. So schaffte sie es zum Beispiel in den deutschen Charts auf einen beachtlichen 6. Platz.

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Das Original ist nur unwesentlich älter. Es stammt von einer der wohl bekanntesten und erfolgreichsten Bands aller Zeiten – den Rolling Stones. Sie veröffentlichten im Januar 1967 die Single “Let’s Spend the Night Together” mit der B-Seite “Ruby Tuesday”.

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So… damit habe ich meinen Job für diese Runde schon wieder so gut wie erledigt. Nun liegt es also wieder einmal an euch. Welche Version gefällt euch besser – das Cover von Melanie oder das Original von den Rolling Stones? Alle Stimmen, die per Kommentar bis zum 10.10.2010 um 10:00 Uhr eingehen, werden bei dem Voting gezählt. Und nun schauen wir doch einfach mal wie ihr euch entscheidet. Ich bin gespannt…

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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  • Kinga: "Das ist ja verrückt! Ich bin schon mit 6 Klausuren überfordert und sehne mir den März..."
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