
Gestern Abend machte ich mich also gegen 17:30 Uhr auf den Weg nach Bochum, denn die “Double Headliner Show for Fans” mit Terminal Choice und Agonoize stand auf dem Programm. Ich kam eine halbe Stunde nach Einlass-Beginn dort an. Somit habe ich mir das Stehen in der langen Schlange, das man ja kennt, erspart.
Da gestern neben dem Konzert ab 22 Uhr auch noch das normale “Club-Programm” lief, gab es für alle Konzert-Teilnehmer einen Stempel auf die Hand… passenderweise von KISS – irgendwie cool. Nun denn… das nur als Randnotiz. Nach wenigen Minuten war dann das erste Krefelder in meiner Hand. Und anschließend auch gleich noch bekannte Gesichter getroffen. So konnte ich mir die restliche Wartezeit bis zum Beginn des Konzerts ganz gut vertreiben.
Und dann ging es auch schon los. Terminal Choice betraten die Bühne. Da ich relativ weit hinten stand, war es schwierig “ordentliche” Fotos zu schießen. Wirklich zufrieden bin ich mit den Resultaten auch nicht. Aber weiter vorne wollte ich auch nicht stehen. Egal… weiter im Text. Terminal Choice spielte alles, was ich von ihnen erwartet hatte.
Da waren unter anderem Knaller von alten Alben dabei. So zum Beispiel “Menschenbrecher”, “Don’t Go” und “Injustice”. Aber auch das neue Album “Übermacht” wurde ordentlich präsentiert. “We are back!”, “Kommerz”, “I’m a Monster” und “Keine Macht” wurden zum Beispiel gespielt. Interessant fand ich die Tatsache, dass die Band mehrfach innerhalb anderer Lieder Zeilen aus “We are back!” anstimmte. Zwischendurch wurde dann noch ein Krefelder besorgt und getrunken.
Ihr Auftritt dauerte gute 75 Minuten. Vier Zugaben gab es zu hören. Und zwischen den Songs gab es auch immer wieder interessante Konversationen auf der Bühne. Insgesamt gesehen auf jeden Fall ein gelungener Auftritt der Band. Auch wenn ich mich über eine längere Spielzeit gefreut hätte. Allerdings muss ich auch sagen, dass sich zu diesem Zeitpunkt schon die Fahrt dorthin gelohnt hatte.
Nach einer Umbauphase von 15 Minuten ging es dann gegen 21:30 Uhr mit der zweiten Band des Abends weiter. Wir hatten uns unterdessen ein wenig weiter nach vorn bewegt. Aber auch nicht sehr viel weiter, denn am Eingang stand ein Schild, welches davor warnte, dass man in den vorderen Reihen mit Kunstblut und Kunstsperma auf Leid und Kleidung rechnen muss.
Auch Agonoize, die ich bereits im Februar 2010 gesehen hatte, brachten im Grunde alle Songs, die die Fans lieben. “Alarmstufe Rot”, “Staatsfeind”, “Schaufensterpuppenarsch”, “Femme Fatale”, “Koprolalie” oder “Gottlos” heizten ordentlich ein. Generell war es zu diesem Zeitpunkt so heiß in der Matrix geworden, dass “nicht schwitzen” einer “Mission Impossible” nahe kam. Und die Warnung am Eingang war – wie man nach wenigen Minuten wusste – eindeutig berechtigt. Kunstblut-Fontänen spritzen ins Publikum – mehrfach. Und gegen Ende des Konzertes machte sich dann auch ein Strahl Kunstsperma auf die Reise. Show ist eben manchmal alles.
Auch ihr Auftritt dauerte insgesamt 75 Minuten. Sie spielten drei Zugaben. Dann ging das Licht an. Alles vorbei. Wenige Sekunden später begann bereits die Demontage auf der Bühne.
Beide Bands haben jeweils einen gelungenen Auftritt hingelegt, der die Menge auf jeden Fall mitgerissen hatte. Zum Abschluss habe ich mir dann noch ein Bierchen gegönnt, da das Konzert eher zu Ende war als ich das eingeplant hatte. Und dann ging es auch wieder nach Hause.
Mein Fazit kurz und knapp: Ein genialer Abend, der in meinen Erinnerungen sicherlich noch lange Zeit verweilen wird.


schrieb am 5. September 2010
Schöner Bericht, es war ein toller Abend! :)
Und schön, dass wir uns auch mal wiedergesehen haben ;)