
Heute möchte ich euch mit wenigen Worten einen Film vorstellen, den ich für sehenswert halte. Er ist meiner Meinung nach kein geniales, aber doch ein ganz gutes Werk. Es geht um den Film “Der Ghostwriter” von Roman Polanski. Er wurde auf der diesjährigen Berlinale vorgestellt und basiert auf einem Politthriller von Robert Harris. Wie immer starten wir ganz langsam mit einem kurzen Blick auf den Plot des Films und schieben dann gemächlich den Trailer hinterher.
Nach dem mysteriösen Ableben des ursprünglichen Autoren wird ein renommierter Ghostwriter engagiert, das Verfassen der Memoiren des ehemaligen britischen Premiers Adam Lang zu übernehmen. Dazu erhält er das ursprüngliche Manuskript und Sessions mit Lang, der sich mit seiner Entourage, darunter Ehefrau Ruth und Assistentin Amelia, in der Villa eines Mäzens auf Martha’s Vineyard befindet. In die angespannte Atmosphäre platzt die Nachricht, dass Lang gemeinsame Sache mit der CIA gemacht haben soll. Der Ghostwriter sticht in ein Wespennest.
Es geht um globale Politik, um Kooperation mit der CIA, um Intrigen, um Spannung, um Verschwörung, um das “nationale Klima”, um die Bezüge zur Realität und um so einiges mehr. Aber ich will ja nicht alles verraten. Sonst lohnt es sich ja gar nicht mehr den Film selbst noch zu schauen.
Ewan McGregor und Pierce Brosnan sind in diesem Politthriller die Hauptpersonen schlechthin. Und sie spielen ihre Rollen gut. Vor allem Ewan McGregor passt meiner Meinung nach sehr gut in die Rolle des Ghostwriters. Er handelt wenig aufgrund von eigener Initiative, sondern wird den gesamten Film über mehr oder weniger nur zu Reaktionen gezwungen. Diese Tatsache sorgt von Beginn an für eine spannende Atmosphäre und lässt an eine Ratte im Käfig denken, die in einer unbeschreiblichen Abhängigkeit ihr Dasein fristet.
Bezüge zur Wirklichkeit sind im Film reihenweise vorhanden. Dies macht ihn wahrscheinlich noch interessanter, weil so der Realismus Einzug erhält. Es muss nicht lang darüber gegrübelt werden für wen die Person des Adam Lang steht.
Der Film zeichnet sich nicht durch grenzenlose Spannung und Gänsehaut-Feeling auf höchstem Niveau aus, sondern eher dadurch, dass sich die Spannung ganz langsam aufbaut und irgendwann der Showdown näher rückt. Man spürt die ganze Zeit nur eine Art Beklemmung und eine grundsätzliche Anspannung – sehr interessant.
Mehr möchte ich zu “Der Ghostwriter” aber auch gar nicht sagen. Schaut ihn euch einfach selbst an. Ich kann es nur empfehlen.
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Quelle des Zitats: kino.de


schrieb am 5. September 2010
Wollte ich auch längst mal sehen :)