Praktikum an der Grundschule: Die Zeit vergeht viel zu schnell

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Wenn sich der morgige Tag dem Ende entgegen neigt, sind bereits drei Wochen meines Praktikums an der Grundschule vorbei – drei richtig tolle Wochen. Das bedeutet: Mir bleiben noch drei Wochen bis zum Ende des Praktikums und bis zum Beginn des nächsten Semesters an der Ruhr-Universität.

Gerade wünsche ich mir, dass es kein sechswöchiges, sondern ein viel längeres Praktikum wäre. Es macht mir tierisch viel Spaß und bereitet so viel Freude. Da ist der Ausblick auf das Sitzen im Hörsaal und in überfüllten Seminarräumen eher mit wenig Vorfreude versehen.

Ich habe in diesen drei Wochen schon eine ganze Menge gelernt. Immer besser gelingt es mir einen Einblick in die Organisation Schule zu bekommen – mit allen Höhen und Tiefen. Und vor allem skizziert sich immer mehr ein eindeutiges Bild davon, was mich in meiner Zukunft als Lehrer erwartet. Vor dem Beginn des Praktikums hatte ich ein wenig Angst davor zu entdecken, dass dieser Beruf vielleicht doch nichts für mich ist. Diese Angst ist mittlerweile wie weggeblasen. Es macht mir Spaß. Und es war die richtige Entscheidung diesen Weg eingeschlagen zu haben.

Die erste Klasse, die ich Tag für Tag und die meiste Zeit begleite, habe ich richtig lieb gewonnen. Es ist aber auch eine tolle Sache, wenn man morgens von so viel Lebensfreude begrüßt wird – hat was. Ich fühle mich wohl, mir geht es dort gut. Und ich merke, dass ich dort etwas bewirken kann – ein tolles Gefühl.

Nächste Woche werde ich zum ersten Mal selbst unterrichten. Zwar habe ich schon als Vertretung in anderen Klassen für einen reibungslosen Ablauf gesorgt, aber diese Stunden waren ja nicht von mir geplant und organisiert. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese erste Stunde entwickeln wird. Insgesamt werde ich ja sechs Stunden leiten und habe so einiges vor.

Was mich besonders an diesen drei Wochen überrascht hat: Während ich von Kommilitonen, die auf einem Gymnasium ihr Praktikum absolvieren, die ganze Zeit nur höre, dass es alles langweilig ist, weil sie da nur hinten sitzen und beobachten, bin ich immer mitten im Geschehen und voll und ganz in den Unterricht eingebunden. Wahrscheinlich vergeht deshalb die Zeit so schnell. Es gibt einfach immer etwas zu tun, etwas zu beobachten oder zu helfen. Das ist auch gut so, weil ich dann abends zu mir sagen kann, dass ich auf jeden Fall eine Menge geleistet und geschafft habe.

Alles in allem kann ich also nur sagen: Es macht mir sehr viel Spaß dort und ich möchte noch mehr als drei Wochen Zeit haben… aber immerhin weiß ich so, dass ich jeden Moment genießen muss… auch wenn es manchmal sicherlich stressig und nicht ganz so einfach ist… und ich werde dann mal nächste Woche von meiner ersten Stunde berichten. Versprochen!

Diskussion/Anmerkungen: 2 Kommentare

  1. Heuni
    schrieb am 16. September 2010

    Es hört sich wirklich so an, als hättest Du Deine Berufung gefunden. Finde ich super.

    Antworten
  2. Lordy
    schrieb am 16. September 2010

    @Heuni: Ich bin auch ziemlich glücklich darüber… und mal schauen was die nächsten drei Wochen noch auf mich zukommt xD.

    Antworten

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.

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