Agatha Christie – Die Schattenhand

Die Kriminalromane und Kurzgeschichten von Agatha Christie (1890-1976) werden von vielen Menschen geradezu geliebt. Dies hat sich auch 34 Jahre nach ihrem Tod nicht verändert. So manche Geschichte wurde verfilmt und war überaus erfolgreich. Und in der jüngeren Vergangenheit gab es auch so manches Videospiel zum Nachspielen der Romane.
Durch einen Zufall bin ich vor mehreren Wochen in den Besitz von mehreren Romanen aus der Feder von Agatha Christie gekommen. Und wenn ich die schon habe, dann werden die natürlich auch nach und nach gelesen – ist ja klar.
Den Anfang machte “Die Schattenhand”. Veröffentlicht wurde dieser Roman während der Jahre des Zweiten Weltkrieges. Genauer gesagt erschien er in den USA im Jahr 1942. Eine deutsche Ausgabe erschien ein Jahr später. Im Jahr 2004 wurde der Roman neu übersetzt und aufgelegt. Für alle Kenner der Werke: Es handelt sich bei “Die Schattenhand” um den dritten Roman mit Miss Marple.
Aber nun möchte ich euch erst einmal den Klappentext präsentieren, der einen kleinen Einblick in die Geschichte gibt. Mehr wird dazu dann aber auch schon nicht mehr gesagt, da ich auf keinen Fall etwas verraten will.
Nichts gegen Sticheleien, es sei denn, sie gehen tödlich aus. Zuerst anonyme Briefe, dann zwei mysteriöse Todesfälle – und die Polizei tappt hoffnungslos im Dunkeln. Miss Marple kombiniert mit kühlem Kopf und schreitet zur Tat.
“Die Schattenhand” ist ein toller Krimi. Soviel steht auf jeden Fall fest. Er ist nicht übermäßig spannend, aber er lebt vom Rätsel. Wer steckt hinter den Geschehnissen? Immer wieder hat man eine Ahnung. Dann verwirft man diese allerdings für eine neue. Im Kopf geht es hin und her. Mal Person A, mal Person B und ganz plötzlich war es wahrscheinlich doch eher Person C. Am Ende, wenn die Auflösung erfolgt, denkt man sich nur: “Okay… warum bin ich da nicht direkt drauf gekommen?” Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Weil Agatha Christie immer wieder geschickt für Verwirrung und für mehrere Möglichkeiten sorgt.
Der Roman bleibt bis zum Ende nicht langweilig. Zwischenzeitlich wirkt er ein wenig langatmig. Und vielleicht ist das Ende ein wenig “überhastet”, aber generell gesehen ist er einfach nur gut. Da ist es kein Wunder, dass Agatha Christie über 20 Jahre nach dem Erscheinen von “Die Schattenhand” selbst sagt, dass dieser Roman wohl einer ihrer besten ist. Ich kann ihn auf jeden Fall nur empfehlen… und ich werde mir in den nächsten Tagen gleich mal den nächsten Roman vornehmen. Da geht es dann um den belgische Detektiv Hercule Poirot. Ich bin gespannt…






schrieb am 29. September 2010
Hey,
ich les solche Bücher gern in der Originalfassung – ich denke, das wäre bei solchen einem Werk sicherlich von Vorteil! Bisher hab ich noch nichts von Agatha gelesen – aber ich denke dieser Beitrag macht mich neugierig…
schrieb am 1. Oktober 2010
@Julia: Ich kann dir “Die Schattenhand” auf jeden Fall empfehlen. Ist vielleicht für den Einstieg gar nicht mal so verkehrt =).
schrieb am 9. November 2010
[...] Gelesen: Neben einer ganzen Menge an wissenschaftlichen Texten für meine Veranstaltungen an der Universität komme ich im Moment gar nicht so wirklich dazu privat etwas zu lesen. Und weil Texte über das Verkehrssystem und den Tourismus in der Schweiz wohl eher nicht so spannend für die Masse sind, mag ich noch einmal auf das letzte Buch hinweisen, das ich “privat” gelesen habe: Agatha Christie – Die Schattenhand. [...]