Schiedsrichter Michael Dean und seine Devise: Im Zweifel gegen den BVB!

Es hätte ein wunderschöner Fußball-Abend werden können. Die Betonung liegt eindeutig auf “hätte”. Leider spielt sich das Leben nicht im Konjunktiv ab. Heute Abend kam es in der Gruppe J der UEFA Europa League am 2. Spieltag zum Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Sevilla vor einer grandiosen Kulisse im Signal Iduna Park. Und die Mannschaft aus Sevilla entführte mit einem 0:1-Sieg die drei Punkte.

Die erste Halbzeit war aus Sicht eines BVB-Fans fast makellos. Ziemlich viel hat gestimmt – leider konnten die Borussen den Ball nicht ins Tor bringen. Und die Chancen dazu waren da. Vor allem Lucas Barrios hatte die eine oder andere richtig gute Möglichkeit für den Führungstreffer. Und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es dann aus dem Nichts heraus den Gegentreffer. Unglücklich und unverdient, aber es war eben so. Cigarini machte das, was die Borussen versäumt hatten – er traf. Allerdings leicht abseitsverdächtig.

Nach der Halbzeit lief es dann wieder richtig gut für den BVB. Aber leider nur genau 5 Minuten lang. Denn dann sah Marcel Schmelzer die gelb-rote Karte – Platzverweis. Er soll eine Schwalbe fabriziert haben – eine fragwürdige Entscheidung, die das Spiel nachhaltig bestimmen sollte.

Der BVB kämpfte nun mit 10 Mann um mindestens einen Punkt. Und es kamen auch noch Chancen zustande. So hatte Shooting-Star Shinji Kagawa in der 70. Minute nach wunderbarer Vorbereitung von Barrios die Chance zum Ausgleich. Auch Mats Hummels hätte durchaus mit dem Kopf in mehreren Situationen treffen können. Aber es sollte nicht sein.

Und da gab es auch noch dieses mögliche Handspiel außerhalb des Strafraums vom Sevilla-Keeper Palop. Auch hier entschied Schiedsrichter Michael Dean gegen den BVB. Hätte er hier auf Handspiel gepfiffen, dann hätte auch Sevilla nur noch mit 10 Mann auf dem Platz gestanden.

Spielfluss war nach dem Platzverweis für Schmelzer nicht mehr vorhanden. Eine gelbe Karte folgte auf die andere. Unterbrechungen, Nickeligkeiten und Zeitspiel waren nun an der Tagesordnung.

Das Führungstor für Sevilla war vielleicht Abseits, die gelb-rote Karte für Schmelzer eindeutig überzogen und vielleicht war es auch Handspiel von Palop. Knifflige Situationen. Aber eine Sache war klar: Im Zweifel pfiff Michael Dean eindeutig gegen den BVB.

Aber es ist natürlich nicht nur die Schuld des Schiedsrichters, sondern sicherlich war da auch eine Menge Pech im Spiel. Immerhin wurde auch das Aluminium getroffen, aber nicht das Netz. Letztendlich kann man der Mannschaft aus Dortmund aber keinerlei Vorwürfe machen. Es war die unglücklichste Niederlage seit sehr, sehr langer Zeit… nun folgt am Sonntag Abend das Spiel gegen die Münchener Bayern. Ebenfalls im Signal Iduna Park. Da gibt es dann die nächste Chance… und wenn das Pech an dem Tag nicht vorbei schaut, dann gibt es da vielleicht den erhofften Sieg.

30. September 2010

4 Kommentare

Bomel
schrieb am 1. Oktober 2010

Und vor allem gegen die Bayern mit anderen Schiedsrichter.

Man kann dem Bvb ja echt keinen vorwurf machen. Er hat grandios gespielt und hatte eigentlich nur eins: Pech.

Nabbel
schrieb am 1. Oktober 2010

Der Schiri sollte seine Pfeife für immer abgeben müssen. So eine schlechte Leistung habe ich noch nie erlebt. So einer darf auf jeden Fall nie wieder ein internationales Spiel pfeifen. Wieso werden solche Nieten eigentlich bei solchen vorsätzlichen Fehlentscheidungen nicht auch einmal zur Kasse gebeten? Sie verursachen den Vereinen schließlich auch u.U. Millionenverluste!!!

Mikrobe
schrieb am 1. Oktober 2010

Das war doch keine schlechte SchiRi-Leistung: Er hat dem, der scheinbar richtig Kohle hingelegt hat, den Weg zum Sieg geebnet. Wenn ich je ein “verkauftes Spiel” gesehen habe, dann gestern. Solche Leute machen den Fußball kaputt. Und das hätte ich als BVB-Fan auch geschrieben, wenn gestern “Scheiße 04″ das Opfer gewesen wäre!

Am Sonntag gibt es dann hoffentlich wieder fairen Fußball mit einem SCHWARZ-GELBEN Sieg.

Heja BVB

Lordy
schrieb am 1. Oktober 2010

@Bomel: Wenn man etwas bemängeln kann, dann das sie den Ball nicht ins Netz bekommen haben. Aber das Weiterkommen ist mit solchen Leistungen auf jeden Fall drin… mal sehen was gegen die Mannschaft aus Paris geschieht.

@Nabbel: Er hat ja im Rahmen der Möglichkeiten gepfiffen. Es ist nur sehr auffällig, dass er bei jeder Situation gegen den BVB gepfiffen hat. Wobei ich ihm da keine böse Absichten unterstellen mag. Aber ich frage mich manchmal auch warum Schiedsrichter eigentlich nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden. “Tatsachenentscheidung” schön und gut, aber irgendwo muss es auch eine Grenze geben ;).

@Mikrobe: Da möchte ich mich nicht anschließen. Man kann das da natürlich hineininterpretieren, aber wer so etwas sagt, der sollte es auch beweisen können. Und ich denke, dass da dann das große Problem liegt ;). Aber den Ärger kann ich natürlich durchaus nachvollziehen. Ist ja auch schade, wenn eine Serie ausgerechnet SO reißt. ^^

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