Monatsarchiv für September 2010

 
 

Dorstival – Rock auf der Halde 2010: Gleich geht es für mich los…

Dorstival - Rock auf der Halde 2010

In Dorsten ist diese Woche ordentlich was los. Heute und Morgen geht auf der Hürfeld-Halde ordentlich die Post ab. Seit 16 Uhr ist das Dorstival – Rock auf der Halde 2010 in vollem Gange. Und es wird bis in die Nacht zum Sonntag einige Besucher anziehen. Natürlich kann man das Festival nicht mit “den Großen” vergleichen, aber gerade dadurch bekommt es seinen eigenen Charme. Und wer weiß… auch Wacken hat von 21 Jahren klein angefangen.

Leider ist das Wetter nicht so ganz auf der Seite der Veranstalter und Dorstival-Besucher. Aktuell regnet es “wie aus Eimern”. Ich werde mich heute als Teil einer kleinen Truppe erst gegen 21 Uhr auf den Weg zum Festival-Gelände machen, das ganze 7km von zu Hause entfernt ist.

Dann schauen wir uns die Dortmunder Rock-Truppe King’s Tonic und die Hamburger Ska-Punk-Band Rantanplan an. Zwischendurch gibt es ein kühles Bier und eine Menge Spaß. Und wehe es regnet immer noch, wenn wir da ankommen.

Morgen werden wir auch wieder mit von der Partie sein. Allerdings wissen wir noch nicht, wann es für uns losgeht. Um 14 Uhr spielt die erste Band. Aber sind wir dann auch da? Die Antwort tendiert zum “nein”. Wahrscheinlich werden wir uns gegen 16 Uhr in Bewegung setzen. Aber alles noch Zukunftsmusik. Morgen weiß ich mehr. Und vielleicht gibt es dann auch schon erste Fotos von heute Abend. Mal sehen…

Euch da draußen wünsche ich noch einen tollen Freitag Abend. Ich melde mich morgen wieder. In alter Müdigkeit Frische…

Gibt es noch einmal ein kleines bisschen Sommer?

Diese Frage wird im Moment sicherlich sehr häufig gestellt und formuliert. Gibt es noch einmal ein kleines bisschen Sommer in diesem Jahr? In zwei Wochen beginnt offiziell der Herbst. Hat mir mein Kalender geflüstert. Und wenn wir einmal die extrem heißen Tage im Juli wegstreichen, dann war da irgendwie gar nicht so viel Sommer zu erleben, dieses Jahr.

Es ist ein wenig schade, wie ich finde. Der August war zwar warm, aber total verregnet. Der Juli war extrem heiß… da war schon sitzen und liegen schweißtreibend. Sommer kann doch auch anders sein. Dieses Mal war es irgendwie immer zu extrem. Es gab natürlich auch “perfekte” Tage, aber davon hätte es ruhig mehr geben können.

Nun versprechen die Meteorologen einen tollen Spätsommer. Ich bin gespannt. Vielleicht kann man ja noch das eine oder andere Mal etwas Tolles – bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen – unternehmen. Ich hätte da auf jeden Fall nichts gegen.

Wieso komme ich darauf? Naja… heute habe ich gleich mehrfach den Regen verflucht. Zwischendurch hätte man mich auswringen können. Ätzend. Und dabei war ich gar nicht so viel draußen. Aber immer, wenn ich einen Fuß an die frische Luft gesetzt habe, gab es einen richtigen Wolkenbruch. Ist doch widerlich. Will ich nicht.

Also darf es ruhig noch einmal ein wenig schöner werden. Morgen und Übermorgen soll es ja schon damit losgehen, bevor am Sonntag der Regen sein Comeback feiert. Aber immerhin… wie dem auch sein… meine Stimme geht an mehr Sonne, weniger Regen und angenehme Temperaturen!

Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

Alles begann mit “Cupido”, später folgte “Morpheus”, weiter ging es mit “Vater unser” und dann grüßte der “Mädchenfänger”. Jilliane Hoffman begeistert mich seit 2004 mit ihren Werken.

Ich habe im Juli 2010 schon einmal über “Mädchenfänger” berichtet, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich es noch nicht gelesen. Nachdem ich lange nicht dazu gekommen bin, habe ich es dann in den letzten Tagen begonnen. Und gestern habe ich dann die letzte Seite erreicht – mit Tränen in den Augen. Aber ich fange am besten vorne an – beim Klappentext.

“P.S. pink steht dir gut :)”
Die dreizehnjährige Lainey kann es kaum fassen. Zach, der gutaussehende Sonnyboy aus dem Chatroom, steht offensichtlich auf sie. Und er will sie treffen. Als sie von der Schule nicht nach Hause kommt, nehmen alle an, dass Lainey weggelaufen ist. So wie ihre ältere Schwester Denise vor ein paar Jahren.
Routinemäßig wird FBI-Agent Robert Dees in die Untersuchung miteinbezogen. Bobby ist Spezialist für verschwundene Kinder – nicht nur beruflich, sondern auch privat. Seine eigene Tochter Katy verschwand vor fast einem Jahr, und niemand hat seitdem wieder etwas von ihr gehört.
Lainey ist nicht weggelaufen, da ist sich Bobby sicher. Doch zunächst führen alle Spuren ins Nichts. Bis ihm ein schreckliches Gemälde zugespielt wird – es zeigt eine gefesselte junge Frau. Anhand des Gemäldes findet Bobby heraus, wo das Mädchen gefangen gehalten wird – doch sie kommen zu spät. Das Mädchen ist tot. Es ist nicht Lainey, doch im Bild finden sich Hinweise auf sie. Bobby kommt der Verdacht, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, der es auf junge Mädchen abgesehen hat, von denen alle denken, sie seien weggelaufen. So wie Katy…

Kinder und junge Teenager kommen nicht nach Hause. Sind sie Opfer eines Verbrechens geworden? Oder sind sie ausgerissen und wollen nicht gefunden werden? Manchmal dauert es Jahre bis es Antworten auf diese Fragen gibt. Und hin und wieder müssen die Eltern ewig warten – sie werden nie von der Ungewissheit erlöst. Es kommt aber auch vor, dass diese “verlorenen” Kinder gar nicht erst vermisst werden und niemand nach ihnen sucht. Dabei handelt es sich um eine große Thematik, die von Jilliane Hoffman in diesem Roman aufgegriffen wird.

Die nächste Problematik beschäftigt sich mit dem Internet. Eltern können ihre Kinder beschützen, jeden Abend die Türen und Fenster verriegeln, sie zur Schule fahren und sie beim spielen beaufsichtigen, aber durch das Internet schaffen es die “bösen Menschen” auch so ins heimische Kinderzimmer. Ohne erst mühsam ins Haus einbrechen zu müssen. Die junge Generation kennt sich mit dem Medium besser aus. Und somit sind die Eltern oft hilflos. Diese Tatsache wird von so manchem ausgenutzt… das Internet bietet viele neue Möglichkeiten… leider nicht nur für “die Guten” unter uns.

Aus diesem Stoff webt Jilliane Hoffman einen – meiner Meinung nach – genialen Thriller, der voller Spannung und Emotion ist. Mehrfach standen mir beim Lesen die Tränen in den Augen. Und am Ende konnte ich es nicht verhindern, dass einige über meine Wange liefen. Man fiebert über 450 Seiten lang mit. Man hofft, man bangt, man freut sich, man trauert. Es ist eine wirkliche Achterbahn der Gefühle. Und das Buch aus der Hand legen fällt jedes Mal schwer, weil einen der Gedanke an die kommenden Dinge nicht zur Ruhe kommen lässt.

Im Laufe der Geschichte versucht man natürlich auch selbst den Mädchenfänger zu identifizieren. Wer ist er? Das eine oder andere Mal wird man sicherlich falsch liegen. Aber es ist eine wahnsinnig interessante Suche – an der Seite von Detective Bobby Dees. “Der Held unter uns bringt alle Kinder nach Hause” – tot oder lebendig – er findet sie und bringt sie zurück zu ihren Eltern.

Der Fall der kleinen Lailey wird immer komplizierter, undurchsichtiger, aber es tun sich auch immer wieder neue Informationen auf. Der Plot ist wie ein Spinnennetz. Wenn man erst einmal drin ist, dann ist man buchstäblich gefangen.

Wie man sicherlich merkt: Ich finde “Mädchenfänger” total genial. Ein wahnsinnig spannender Plot, interessante Wendungen und tolle Charaktere wie Bobby Dees, Zo oder LuAnn sorgen für puren Lesegenuss. Jilliane Hoffman war schon vor diesem Werk eine meiner liebsten Autorinnen (seit dem C. J. Townsend Zyklus, also den Werken “Cupido” und “Morpheus”). Und mit diesem Werk hat sie all meine Erwartungen (und es waren nicht wenige) übertroffen. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen. Und ich warte schon gespannt auf ihr fünftes Werk.

Mixtape-Wichteln: Ich bin dabei und darf nun ein Tape erstellen

Sascha hatte vor einiger Zeit zu einem Mixtape-Wichteln aufgerufen. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um eine wirklich tolle und sehr interessante Idee. Und deshalb habe ich mich in der Anmeldephase, die mittlerweile der Vergangenheit angehört, auch gemeldet und bekundet, dass ich gerne dabei wäre. Heute kam die E-Mail mit der Adresse der Person, die ich mit meinem Mixtape erfreuen darf.

Mixtapes sind euch doch sicherlich ein Begriff, oder? Ich kann mich zum Beispiel noch lebhaft daran erinnern, dass ich in meiner Jugend an manchen Nachmittagen gespannt vor der Musikanlage saß und immer dann, wenn ein interessanter und guter Song angespielt wurde, auf den roten Knopf für die Aufnahme gedrückt habe. Dann wurde der Song direkt auf eine Kassette gebannt. Nach zwei oder drei Stunden war dann immer ein aktuelles Mixtape fertig. Perfekt geeignet für das Auto oder den eigenen Walkman.

Nun darf ich für eine andere Person ein Mixtape erstellen. Diesmal allerdings nicht auf Kassette, sondern auf CD. Zwar nicht ganz so retro, aber auf jeden Fall leichter umzusetzen. Ein Motto gibt es auch. Die Songs sollen zum Thema “Spätsommer-Abend” passen. Eines steht jetzt schon fest: Die Auswahl wird nicht leicht. Aber ein paar Favoriten habe ich dann doch schon im Kopf. Noch habe ich ja ein paar Tage Zeit und werde mir das Ganze mehrfach durch den Kopf gehen lassen.

Ich bin auch sehr gespannt, wer mich mit einem Mixtape ausstattet. Ich werde darüber berichten, wenn es den Weg zu mir per Post gefunden hat. Vielleicht findet ihr dann auch eine musikalische Perle. Wer weiß…

Jetzt heißt es: Nachdenken für das Mixtape, das ich erstellen muss, und warten auf das Mixtape, was für mich erstellt wird. Spannend…

Song der Woche: Wolfsheim – Kein zurück

Der heutige Song der Woche stammt von der deutschen Band Wolfsheim, die im Jahre 1987 von Keyboarder Markus Reinhardt und Sänger Peter Heppner gegründet wurde und bis 2003 mehrere Hits und wahnsinnig tolle Songs produzierte.

Seit einigen Monaten macht Wolfsheim nur noch juristische Schlagzeilen. Die zwei Künstler sind scheinbar zerstritten, weil Peter Heppner laut Reinhardt zu viel Energie in seine Solo-Karriere gesteckt hat. Somit wollte er ohne Heppner weitermachen, aber die deutschen Gerichte schoben diesem Vorhaben bisher zweimal einen Riegel vor. Wie die weitere Zukunft aussieht, ist ungewiss.

Aber darum soll es gar nicht gehen. Im Jahre 2003 veröffentlichte Wolfsheim das Album “Casting Shadows”, das es in Deutschland direkt auf den ersten Platz der Album-Charts schaffte. Darauf enthalten war unter anderem der Song “Kein zurück”, welcher auch als Single ausgekoppelt wurde und den vierten Platz der Charts erreichen konnte. Neben Songs wie “Künstliche Welten” und “Find you’re here” eines der musikalischen Highlights der Band.

“Kein zurück” ist ein toller Song, der in das Leben jedes einzelnen passt und seine Wirkung nicht verfehlt. Er regt zum Nachdenken und Wiederfinden an und geht unter die Haut. Toll… was meint ihr?

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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