Eine lange Zeit ist vergangen seit meiner letzten Teilnahme an einer Blog-Parade. Doch Tina, die im Internet vor allem als MrsBerry bekannt ist, hat eine spannende Parade ausgerufen. Und da nehme ich doch gerne teil. Es geht um das Thema Gast-Artikel. Tina hat sich die Mühe gemacht und einen Fragenkatalog erstellt, welcher die für sie wichtigen Fragen beinhaltet. Diese werde ich dann gleich auch beantworten.
Aber vorher sei noch kurz gesagt: Auf diesem Blog wurden bisher bereits vier Gast-Artikel veröffentlicht. Meiner Meinung nach könnten da durchaus weitere hinzukommen. Also wenn ihr Lust darauf habt, dann meldet euch. Ich selbst habe mich bisher dreimal als Autor von Gast-Artikeln behauptet. Und auch hier gilt: Ich würde jederzeit weitere Artikel für andere Blogs schreiben. Aber nun zu den Fragen…
Wie geht Ihr mit Gastartikeln um?
Ich freue mich immer, wenn ich Gast-Artikel zu lesen bekomme, jemand bei mir einen veröffentlichen mag oder ich selbst einen schreiben darf. Sie durchbrechen das Alltägliche und haben dabei eine Menge positiver Nebenwirkungen. So kann sich der Gast-Autor mal vor einer anderen Leserschaft zeigen und die Leser bekommen etwas Abwechslung geboten. Vielleicht gefällt ja der Schreibstil und man schaut auch mal auf dem Blog des Autors vorbei. Ich habe so schon einige tolle Blogs gefunden. Vor allem bei längerer Abwesenheit des eigentlichen Bloggers können solche Gast-Artikel natürlich schon für ein wenig Stoff sorgen. Aber als reine Lückenfüller würde ich solche Artikel nie ansehen wollen.
Hat euer Gastautor einen eigenen Autorenzugang?
Meine Gast-Autoren habe alle keinen eigenen Zugang. Die Texte, Fotos etc. werden mir in der Regel per E-Mail zugeschickt. Natürlich geht das Ganze auch per ICQ, Facebook oder weiß der Teufel wie sonst noch. Dann stelle ich sie ein und veröffentliche sie. Da alle meine Gast-Autoren bisher selbst Bloggerinnen und Blogger waren und sind, musste ich bisher auch nie die Formatierung des Textes vornehmen. Ich bekam sie immer fix und fertig, quasi bereit zur Veröffentlichung, überreicht.
Kann euer Gastautor schreiben und veröffentlichen was und wie er will?
Die Gast-Autoren bekommen von mir kaum Vorgaben gemacht. In der Themenwahl sind sie autonom. Auch die Aufmachung des Themas ist vollkommen ihnen überlassen. Ich weise allerdings gerne darauf hin, dass der Artikel doch bitte irgendwie zum Blog passt… zumindest äußerlich (heißt zum Beispiel auf meinem Blog: Artikel mit Foto/Bild). Er soll nicht gänzlich aus dem Rahmen fallen. Wäre natürlich auch eine Überlegung wert, ob nicht gerade das “gänzlich aus dem Rahmen fallen” eine spannende Sache wäre, aber ich bin der Meinung, dass es für den Autor auch eine gewisse Herausforderung darstellt sich an kleinere Vorgaben zu halten. (Muss ich hier eigentlich erwähnen, dass die autonome Themenwahl ihre Grenze da findet, wo der Bereich der Illegalität und der Kriminalität beginnt? Ich denke nicht, oder?)
Oder “meckert” Ihr auch schon mal am Gastbeitrag herum, so lange bis er euch zu 100% passt?
Musste ich bisher nie. Und würde ich – denke ich – auch niemals tun. Gast-Artikel sind nicht aus meiner Feder. Daher müssen sie mir auch nicht zu 100% passen. Wenn ich das wollen würde, dann könnte ich sie ja auch gleich selbst schreiben. Wenn man natürlich vorher bestimmte Dinge abgesprochen hat, die dann nicht eingehalten werden, dann würde ich aber wohl nach den Gründen fragen. Aber das halte ich wiederum für legitim.
Nehmt Ihr kleinere Änderungen selber vor oder überlasst ihr das alles dem Gastautor?
Nein. Ich nehme keine Änderung an dem Artikel vor. Das steht mir ganz einfach nicht zu. Wenn ein Gast-Autor allerdings an mich herantritt und eine Änderung wünscht, dann kann diese jederzeit umgesetzt werden. Da kein Zugang besteht muss ich das dann zwar selbst ändern, aber dies geschieht dann ja nicht aus eigenem Antrieb.
Spart ein Gastbeitrag tatsächlich Zeit oder ist es eher zeitraubend sich darum zu kümmern?
Da würde ich nun die Gegenfrage “Soll ein Gast-Artikel denn für eine Zeitersparnis sorgen?” stellen. Und diese Gegenfrage würde ich mit einem klaren “Nein” beantworten. Ich denke, dass auch ein Gast-Artikel eine Menge Zeit kostet. Zwar schreibt man ihn nicht selbst, aber dafür man muss sich mit dem Gast-Autor auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen, auf Fragen reagieren und den Artikel letztendlich einstellen und veröffentlichen. Ob das nun mehr oder weniger Zeit in Anspruch nimmt, kann ich allerdings nicht sagen. Ich sitze selten mit einer Stoppuhr vor dem Notebook.
Mache ich mir zu viele Gedanken oder ist das gerechtfertigt? Schließlich geht es ja um den eigenen Blog!
Es ist absolut legitim. Ich kenne einige Blogger, die Gast-Artikel grundsätzlich ablehnen, und wiederum andere, die diese begrüßen. Jede Bloggerin und jeder Blogger muss da am Ende seinen ganz eigenen Weg im Umgang mit Gast-Artikeln finden. Mein Weg ist nur einer von vielen. Für manche verständlich, für andere nicht.
Damit habe ich dann alle Fragen beantwortet. Wer noch teilnehmen will, kann dies noch bis zum 29.10.2010 tun. Ich bin übrigens durch Julia auf diese Blog-Parade gestoßen, die auch einen tollen Beitrag zur Parade geleistet hat – lesenswert!


schrieb am 29. Oktober 2010
Na, da sind wir in unseren Meinungen ja recht ähnlich. Der Aspekt mit dem aus dem Rahmen fallen ist sehr gut.