Monatsarchiv für Oktober 2010

 
 

Tabellenführer! Tabellenführer! Tabellenführer! Der BVB ist oben auf!

Am Freitag Abend gab es den Last-Minute-Sieg des BVB gegen den 1. FC Köln (1:2) beim Auswärtsspiel am 8. Spieltag der Bundesliga-Saison 2010/2011 zu bejubeln. Es war der siebte Sieg des BVB in Serie. Und der erfolgreichste Start in eine Bundesliga-Saison ist den Schwarz-Gelben damit auch geglückt. 8 Spiele, 21 Punkte. Großartig.

Als wäre das nicht schon genug, wurde dann noch der 1. FSV Mainz 05 als Tabellenführer abgelöst. Nachdem man schon die Nacht von Freitag auf Samstag als Tabellenführer genießen konnte, darf die Tabellenführung nach der Niederlage von Mainz gegen den Hamburger SV (0:1) nun mindestens bis zum nächsten Wochenende gefeiert werden. Über 3000 Tage mussten BVB-Fans wie meine Wenigkeit auf diesen Moment warten. Nach der letzten Meisterschaft im Jahre 2002 hatte der BVB es nämlich nicht mehr auf den Platz an der Sonne geschafft. Doch nun ist er oben auf!

Das schürt natürlich weitere Hoffnungen und Erwartungen für die restlichen 26 Spieltage. Die 21 Punkte kann dem BVB keiner mehr nehmen. Und wenn die Jungs so weiterspielen… dann ist eine Menge möglich. Die Qualifikation für die UEFA Champions League wäre natürlich ein Traum. Aber über so etwas sollte erst ab dem 30. Spieltag nachgedacht werden – wenn dieser Traum dann überhaupt noch realisierbar wäre. Über die Meisterschaft wird schlicht nicht gesprochen. Und nun heißt es: Erstmal auf einen Sieg gegen Paris St.-Germain hoffen und im Anschluss daran möglichst einen Sieg gegen Die Mannschaft des TSG Hoffenheim feiern. Im Moment macht es einfach nur Spaß diese Schwarz-Gelbe Truppe auf dem Rasen zu sehen. Toller Fußball, atemberaubende Stimmung und mehr als positive Ergebnisse.

Ansonsten spielt die Liga ja ziemlich verrückt. Der FC Schalke 04 und der VfB Stuttgart in einer großen Krise, obwohl das direkte Duell zwischen beiden wirklich ein tolles Spiel war, das nicht zeigte, dass hier der Tabellenkeller kickt. Der FC Bayern München wird durch den schon fast totgesagten Mario Gomez und seinen ersten Hattrick für den Rekordmeister “gerettet”, Werder Bremen spielt schlecht, aber gewinnt ausnahmsweise mal… und die Kult-Truppe aus St. Pauli macht einfach nur Freude. Verrückt!

We are 11 – FIFA 11

We are 11 - FIFA 11

Mein erstes Spiel aus der bekannten FIFA-Reihe von EA Sports war “FIFA 1997″ für die Playstation. Danach folgte “FIFA 98″ für den PC und den Nintendo 64. Und bis 2004 blieb ich der FIFA-Reihe – vor allem auf dem PC – auch treu. Dann verlor sich mein Interesse, da sich irgendwie von Jahr zu Jahr nicht viel tat und das, was geändert wurde, mir nicht so wirklich gefiel. Also ging es vorerst zum Konkurrenten mit der Abkürzung PES (Pro Evolution Soccer). 2008 feierte FIFA dann bei mir mit “FIFA 09 – All Play” ein Comeback – auf der Wii. Und ich war doch wieder recht angetan. Allerdings schaffte es “FIFA 10″ schon nicht mehr in mein Regal, da die Wii-Version alles in allem eindeutig zu viel Arcade und viel zu wenig Simulation ist.

Mit “FIFA 11″ gibt es nun das FIFA-Comeback auf meinem PC. Die Vorgänger konnte ich in den letzten Jahren immer testen. Und ich war nie begeistert. Ein Kauf wäre mir immer wie ein Griff ins Klo vorgekommen. Doch bei “FIFA 11″ hat sich diese Meinung geändert. EA Sports hat in den vergangenen Jahren die PC-Version immer ein wenig stiefmütterlich behandelt und die Konsolen-Version bevorzugt. Dies geschieht zwar auch beim aktuellen “FIFA 11″, doch zum ersten Mal seit langem kann die PC-Version einigermaßen mithalten – wenn auch längst nicht auf allen Gebieten. Der Abstand zu den Konsolen-Versionen ist kleiner geworden. Als Vorlage für die PC-Version dient übrigens die Version für die XBOX 360. Diese Tatsache stellt sich manchmal doch als etwas nervig heraus, aber damit kann man ganz gut leben.

Ich könnte nun einen ellenlangen Artikel über alle Dinge schreiben, die mir gefallen oder eher weniger gefallen, aber ich denke, dass das nicht sonderlich viel bringt. Wer einen Test zu dem Spiel lesen will, der wird in zahlreichen Print-Medien oder natürlich auch im Internet fündig. Und wer es selbst testen will, der zieht sich die Demo von der Website des Unternehmens. Dies kann ich nur empfehlen.

Bei mir überwiegt einfach nur die Freude darüber, dass es endlich wieder einen annehmbaren Teil der FIFA-Reihe für PC-Begeisterte gibt. Hier geht die Entwicklung auf jeden Fall in eine positive Richtung, die auch viel Hoffnung für die kommenden Nachfolger macht. Leider ist die Entwicklung der Wii-Version eher unerfreulich, aber naja… damit musste man leider rechnen. Also lieber an tolle Dinge denken: Es wird endlich wieder eine durchaus gelungene Atmosphäre und ein wirklich spannendes Spielgefühl auf dem PC geboten. Danke dafür…

Dauerbrenner Dokumentationen

Ich bin ein absoluter Dokumentationen-Gucker. Sie nehmen hinter “meinen” Serien, die ich verfolge, eindeutig den zweiten Rang ein. Filme schaue ich bei weitem nicht so häufig. Ist schon irgendwie komisch, oder? In meinem Bekanntenkreis werden nämlich meist eher Filme verschlungen und Dokumentationen eher am Rande beachtet.

Mich interessiert eine Vielzahl an Themen. Ich habe ja auch wahnsinnig viele Interessen. Und das schlägt sich dann natürlich auch bei den Doku-Themen nieder. Am häufigsten schaue ich glaube ich Dokumentationen zu geschichtlichen Ereignissen. Und dann natürlich ganz besonders zu meinen “persönlichen Forschungsschwerpunkten”. Viele wissen bereits, dass ich eher für die Neuzeit zu begeistern bin und ich neben den Veranstaltungen an der Ruhr-Uni immer mal wieder gern selbst an einigen Themengebieten forsche – vorzugsweise zu Themen aus dem Bereich des Zweiten Weltkrieges und des Dritten Reiches. Also werden da auch ziemlich viele Dokumentationen geschaut, denn so kann man durchaus neue Anreize gewinnen. Aber ich schaue auch genauso gerne eine Dokumentation über das Mittelalter oder die Antike, wenn sie gut gemacht ist. Aber ob eine Doku nun gut oder schlecht ist ist wiederum ein so weites Feld, dass ich darüber locker einen eigenen Artikel schreiben könnte.

Dokumentationen zu Sport, Politik, Naturwissenschaften und Religion finden aber auch immer meine Aufmerksamkeit. Sei es nun eine Dokumentation über den “Krieg” beziehungsweise “bewaffneten Konflikt” in Afghanistan, über den Prozess gegen Saddam Hussein aus dem Jahre 2005, über den BVB und die finanzielle Krise vor wenigen Jahren, über den gläsernen Bürger, über erdähnliche Planeten und so weiter – vieles interessiert mich und wird einfach nur geschaut.

Zuletzt habe ich mir mehrere Dokumentationen über die Geschichte der Luftfahrt angeschaut. Ein sehr interessantes Thema, welchem ich bisher eher wenig Interesse gewidmet habe. Aber durch diese Dokumentationen habe ich dann auch mal “geforscht” und das eine oder andere dazu gelesen – spannend. Und ich glaube, dass das auch das Ziel sein sollte. Eine Dokumentation schauen ist zwar sicherlich hilfreich, wenn man sich einen Überblick verschaffen will, aber wenn man sich wirklich auskennen will, dann muss man weit darüber hinaus gehen. So ähnlich verhält es sich ja auch mit Wikipedia. Zum Schaffen eines Überblicks ist die Seite genial, aber für eine weitere Vertiefung gänzlich ungeeignet. Zwar gibt es auch wirklich geniale Dokumentationen, die einem wirklich sehr, sehr viel vermitteln, aber es gibt eben auch die bekannten “schwarzen Schafe”.

So… was ich eigentlich nur sagen wollte: Ich schaue immer wieder Dokumentationen – manchmal auch mehrfach. Und bekomme so immer wieder Anreize für interessante Themen, die es näher zu erforschen gibt. Macht ihr das auch? Oder mögt ihr Dokumentationen nicht? Eine Begründung wäre dann natürlich auch durchaus interessant.

Ich werde mich nun erst einmal nach einem schönen Tag, der aber auch durchaus anstrengend war, ein wenig ausruhen und Kraft für das Wochenende tanken. Morgen geht es nämlich gleich wieder “auf Tour”. Und da muss ich ja wieder möglichst fit sein.

Ein eigenes Glaubensbekenntnis zu verfassen ist gar nicht so einfach

In der heutigen Zeit bekennen wir uns zu einer Vielzahl an Dingen, Ideen, Gedanken, Fantasien, Erinnerungen, Menschen und so weiter. Und da gehört für einen gläubigen Christ natürlich auch ein Bekenntnis zum eigenen Glauben hinzu. Das Apostolicum ist in diesem Zusammenhang eine Autorität, die quasi das Maß aller Dinge darstellt. Aber nichtsdestotrotz kann man sich natürlich auch ein eigenes Glaubensbekenntnis verfassen, das sich bewusst vom Apostolicum und anderen Glaubensbekenntnissen unterscheidet oder sich bewusst an vorhandene Bekenntnisse anlehnt.

Im Rahmen einer Vorlesung war es die Aufgabe ein eigenes Glaubensbekenntnis zu verfassen und dieses dann schrittweise zu erklären. Und ich kann eines sagen: Es ist gar nicht so leicht, wie es sich vielleicht anhört. Zumindest dann nicht, wenn man hohe Ansprüche an das eigene Glaubensbekenntnis stellt. Was gehört hinein? Was bleibt lieber draußen? Und wie formuliert man das, was man ausdrücken will, am besten?

Ziemlich viel Zeit ist beim Verfassen des Bekenntnisses verstrichen. Weit mehr als bei der späteren schriftlichen Erklärung. Aber es hat sich gelohnt, denn ich bin mit meinem Resultat zufrieden. Es ist aber schon interessant, dass ich jedem Menschen gegenüber einen ellenlangen Vortrag über meinen Glauben halten kann, aber es dann doch wiederum ziemlich schwierig ist das Ganze dann möglichst gekonnt schriftlich festzuhalten. Aber das wird wohl eben vor allem an den Formulierungen liegen, die ja treffend und unmissverständlich sein müssen beziehungsweise sein sollen. Denn man bekennt es zwar für sich, aber eben auch vor anderen.

Achja… ich werde mein persönliches Bekenntnis vorerst nicht hier veröffentlichen. Vielleicht werde ich dies aber später mal nachholen. Könnte ja zu durchaus interessanten Diskussionen führen – irgendwann.

Aber ich kann natürlich noch ein paar interessante Fragen benennen, die mir während des Verfassens in den Sinn kamen. Nehme ich die jungfräuliche Geburt ins Glaubensbekenntnis auf? Wie sieht es mit der Empfängnis durch den Heiligen Geist aus? Was ist mit der Auferstehung der Toten und der Gemeinschaft der Heiligen? Soll ich bekannte, moderne Metaphern hinzufügen? Schreibe ich dem Wirken von Jesus Christus eine andere Bedeutung zu als das Apostolicum es in seinen Kurzformeln tut? Welche Form soll mein Glaubensbekenntnis haben – soll es sich gesungen werden können oder wie ein Gedicht vortragbar sein?

Jede dieser Fragen musste im Grunde einzeln, aber dann auch im Kontext des Ganzen beantwortet werden. Gar nicht so leicht. Wenn ihr selbst gläubig seit, dann könnt ihr das ja auch mal versuchen. Vielleicht stimmt ihr mir am Ende ja zu – oder ihr empfindet es als einfach und würdet mir daher widersprechen. Interessant wäre es auf jeden Fall, wenn hier weitere Erfahrungen sichtbar würden, aber natürlich kann und will ich niemanden dazu zwingen. Für mich war es aber eine sehr spannende und faszinierende Erfahrung. Mein persönliches Glaubensbekenntnis wird mich nun auf jeden Fall auf meinem weiteren Wege begleiten.

Dieses Semester läuft unter dem Motto: Abwechslung tut gut!

Das Wintersemester 2010/2011 steht unter einem anderen Stern als die bisherigen Semester, die ich hinter mir habe. Warum? Ganz einfach: Ich belege nicht einen einzigen Kurs aus meinen beiden Studienfächern. Dafür nehme ich an verschiedenen Veranstaltungen anderer Disziplinen teil. Natürlich kann ich mir jede Veranstaltung anrechnen lassen. Und sie sind auch alle für mich wichtig.

Wenn man an der Ruhr-Universität Bochum den Studiengang des Zwei-Fach-Bachelors wählt, dann wird man mehr oder weniger dazu verdonnert ein paar Kurse im sogenannten Optionalbereich zu belegen. Das sind dann Dinge wie “interdisziplinäre Studieneinheiten”, Fremdsprachen, Praktika oder auch Veranstaltungen, die sich um Informationstechnologien oder um Kommunikation, Präsentation und Argumentation drehen.

Ein paar Punkte habe ich schon in den letzten Semestern nebenher abgedeckt. Und dieses Semester gibt es dann den Rest. Eigentlich belege ich sogar zu viele Veranstaltungen, aber egal… die Punkte hole ich mir… und lasse sie mir später teilweise im Bereich des Master-Studienganges anrechnen.

So kommt es also, dass ich dieses Jahr fern ab von Geschichte und katholischer Theologie neue Felder erforsche. Ich habe mich zum Beispiel für ein Seminar und eine Vorlesung aus dem Bereich der Politikwissenschaft entschieden. Hier geht es dann um das politische System Deutschlands und die Strukturpolitik der Bundesländer im Vergleich. Ziemlich spannend. Und ich bin ja auch ziemlich interessiert, wenn es um die Politik geht. Schon in dieser Woche fanden beide Veranstaltungen statt. Das vorgestellte Programm hat mich auch überzeugt.

Außerdem nehme ich an einer Vorlesung teil, die mir zeigen wird, wie “Geographen reisen”. Als Ringvorlesung konzipiert wird hier innerhalb eines Semesters ein Einblick in die unterschiedlichen geografischen Zugriffe auf bestimmte Orte und Räume dieser Welt geboten. Von Bremen, nach Mallorca und weiter in die USA. Nach China und Bolivien wird es auch gehen. Die Schweiz wird auch “besucht”. Klang heute in der Vorstellung alles sehr, sehr spannend. Vor allem hat diese Vorlesung ein spannendes Konzept… ich bin gespannt.

Latein steht auch noch auf der Tagesordnung. Und damit ich nicht unter der Woche so viele Stunden anhäufe, habe ich mich entschieden an zwei Blockveranstaltungen teilzunehmen. Für eine habe ich auch schon die Teilnahme-Bestätigung. Für die andere fehlt diese leider noch. Auf jeden Fall werde ich an einer Veranstaltung teilnehmen, die sich mit unterschiedlichen Methoden der Wissensvermittlung beschäftigt. Passt ganz gut, da ich ja bekanntlich Lehrer werden will. Und da erhoffe ich mir auch zusätzliche Erkenntnisse über diesen Bereich hinaus.

Insgesamt gesehen ist es immer recht spannend, wenn man sich von den eigenen Fächern wegbewegt, denn man verlässt bekanntes Terrain und geht einen eher unbekannten Pfad. Angeheizt wird das Ganze dadurch, dass man diese Veranstaltung meist gemeinsam mit Studenten besucht, die diese Veranstaltung im Rahmen ihrer Fächer studieren. Für diese ist das quasi “ihr Wohnzimmer”. Aber das macht auch einen großen Reiz aus. Denn hier muss man sich sicherlich mehr beweisen, mehr einlesen, mehr hineinbeißen als bei einer Veranstaltung zum eigenen Fach.

Ich freue mich auf dieses Semester. Abwechslung tut gut! Und langweilig wird es auf keinen Fall. Was will man mehr?

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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