Monatsarchiv für Oktober 2010

 
 

Praktikum an der Grundschule: Leider schon die Zielgerade erreicht

Noch eine Woche und dann ist mein Praktikum an der Grundschule vorbei – leider. Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell. Freitag werde ich das letzte Mal als Praktikant das Schulgebäude betreten. Danach geht es am Montag direkt an der Ruhr-Universität Bochum weiter, denn dann beginnt wieder die Vorlesungszeit. Immerhin kenne ich schon meinen Stundenplan und bin mir sicher, dass es ein ganz gutes Semester wird.

Aber nun wieder zurück zum Praktikum. Mittlerweile habe ich weitere Unterrichtsstunden geleitet. Und mir gefällt das alles immer mehr. Von Stunde zu Stunde merke ich, wie ich mich in dieser Rolle noch wohler fühle. Es stimmt schon… man merkt erst, ob man für diesen Beruf geeignet ist, wenn man vor 25 und mehr Schülerinnen und Schülern steht. Mir gefällt’s.

Es ist außerdem schon erstaunlich, wie schnell man sich doch ein gewisses Handwerkszeug zurechtlegt. Schon in meiner dritten Stunde konnte ich auf ganz andere Methoden zurückgreifen, wenn ich zum Beispiel Ruhe in die Klasse bringen wollte. Und das Zeit-Management klappt auch von Stunde zu Stunde besser. Man muss einfach akzeptieren, dass man manchmal eben nicht alles schaffen kann, was man sich so vorgenommen hat. Und man darf sich dann nicht selbst nervös machen und versuchen alles durchzuziehen. Dann macht man eben Abstriche. Generell habe ich schnell gelernt, dass man sich nicht unter (Zeit-)Druck setzen sollte. Bringt am Ende eh nichts.

Und mir ist aufgefallen, dass man mit ein wenig Routine auch viel kreativer und spontaner ist. So habe ich schon in meiner dritten Stunde Fragen eingebaut, die ich so nicht einmal ansatzweise geplant hatte. Bei der Planung habe ich die nicht einmal im Kopf gehabt. Das wäre mir in der ersten Stunde, die ich doch recht strikt nach Plan gehalten habe, wohl nicht in den Sinn gekommen.

Ich freue mich jetzt noch auf die letzten Stunden, die ich selbst halten darf. Und diese Woche werde ich noch einmal in vollen Zügen genießen. Immerhin dauert es bis zum nächsten Praktikum eine kleine Weile. Aber für mich ist eh sicher, dass ich immer mal wieder die Klasse besuchen werde. Ich habe die Kleinen richtig ins Herz geschlossen. Und da möchte ich doch hin und wieder mal schauen, wie es ihnen so ergeht in den nächsten vier Jahren. Aber daran werde ich jetzt erst einmal nicht denken… noch habe ich eine Woche vor mir… noch…

Twitter und meine Wenigkeit gehen getrennte Wege

Twitter und meine Wenigkeit gehen getrennte Wege

Über ein Jahr war ich begeistert von Twitter, doch plötzlich stellte sich im Juni oder Juli diesen Jahres die Ernüchterung ein, die in der Folgezeit stetig wuchs. Am Anfang habe ich das Ganze als “Kein-Bock-Phase” abgetan und dachte mir: “In ein oder zwei Monaten wird Twitter sicherlich wieder interessant!” Doch dem war nicht so. Und so habe ich mich vor gut einer Woche dazu entschieden den Account dort zu löschen.

Aber warum? Es sind – glaube ich – viele Kleinigkeiten gewesen, die am Ende in der Summe dafür gesorgt haben, dass ich die Lust am zwitschern verlor. Da wäre zum einen das Zeitproblem. Wenn man viel unterwegs ist und selten bei Twitter vorbei schaut, dann verpasst man so viel, dass man erst einmal gar nicht mehr in die Diskussionen und Konversationen hineinkommt, die da gerade stattfinden. Meist gelingt das nur durch einen extremen Zeitaufwand. Und den konnte ich gar nicht aufbringen – selbst wenn ich gewollt hätte… es wäre nicht möglich gewesen.

Dann kommt diese Cliquenbildung hinzu. Das Internet verleitet den Menschen dazu noch schnelllebiger zu sein als er ohnehin schon ist. Und so gibt es ständig veränderte Konstellationen. Und wenn man mal nicht da ist, dann ist man erst einmal raus. Das zeigt so ein wenig die Oberflächlichkeit, die da mitschwingt. Aber das ist schon okay so. Viel mehr störten diese Grabenkämpfe. X und Y können sich nicht ab und schon bilden sich zwei Gruppen, die sich gegenseitig bekriegen. Und auf Streit, Zank und Kindergarten habe ich echt keine Lust. Das spare ich mir lieber direkt.

Außerdem habe ich mich in letzter Zeit zu häufig still darüber aufgeregt, dass da manche Menschen wirklich ihr ganzes Leben breittreten. Natürlich kann das jeder halten, wie er will, aber ich persönlich möchte das alles gar nicht wissen. Am Anfang ist es vielleicht sogar noch interessant, aber irgendwann… stört es nur noch.

Twitter hat mir vor allem am Anfang des Jahres viel gebracht. Da habe ich spannende Leute kennengelernt und diese Verbindungen wurden auch im realen Leben bedeutsam, aber in der letzten Zeit war es einfach nicht mehr mein Fall. Twitter ist cool und macht sicherlich auch Spaß, aber nichtsdestotrotz ist mir die Laune daran eindeutig vergangen. Vielleicht werde ich irgendwann wieder mit dem Zwitschern beginnen, aber momentan bin ich auch ohne ganz zufrieden. Und ich habe ja noch Facebook. In diesem Sinne… Goodbye Twitter!


Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.

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