Gestern gab es die erste Etappe der musikalischen Reise durch die 1990er mit Haddaway, Scatman John und Ace of Base zu erleben. Und heute werden wir uns dann direkt auf die zweite Etappe begeben. So kann man vielleicht ein wenig dem schrecklichen Wetter entfliehen, das vor der Haustür herrscht.
Den Anfang macht die Hamburger Formation namens Fettes Brot, die 1996 mit ihrem Song “Jein” aus dem Album “Außen Top Hits, innen Geschmack” die Charts unsicher machte. Am Ende reichte es für einen achtbaren zehnten Platz. Und der Song sorgte dafür, dass Fettes Brot 1996 den ECHO in der Kategorie “Erfolgreichste deutsche Nachwuchsband” gewann. Ich verbinde den Song vor allem mit meiner Truppe und lustigen gemeinsamen Rap-Einlagen.
Weiter geht die Reise mit einem Cover. Der Hamburger Jan Delay brachte kurz vor dem Ende des Jahrzehnts (Ende November 1999) den Song “Irgendwie, irgendwo, irgendwann” auf den Markt. Bekanntermaßen ein Cover zu Nenas Original aus dem Jahre 1984. Im Jahr 2000 erschien dann das Album “Pop 2000″, welches den Song ebenfalls enthielt. In den deutschen Charts reichte es für den zweiten Platz. Auch gar nicht mal so schlecht, oder?
Und zum Abschluss der zweiten Etappe gibt es dann noch einen Song von Wyclef Jean, Lauryn Hill und Pras Michel. Das Trio ist den meisten wohl eher unter dem Namen The Fugees bekannt. 1996 veröffentlichten sie das Album “The Score” und die Single “Killing me softly”. Meines Wissens nach handelt es sich dabei auch um ein Cover. Das Original stammt von Lori Lieberman aus dem Jahr 1972. Danach trennte sich die Truppe leider. Wobei ihre Karrieren ja dadurch noch lang nicht beendet waren.
http://www.dailymotion.com/video/x9hqsAuch nach dieser Etappe mag ich euch wieder fragen: Ein Lieblingssong von euch dabei? Oder verbindet ihr mit einem davon vielleicht besondere Erinnerungen? Erzählt mir mal ein wenig…


schrieb am 6. November 2010
Zu meinen persönlichen Assoziationen mit Jein muss ich wohl nichts sagen … schade, dass die sechsminütige Vollversion mit dem ausgedehnten Trompetensolo kein offizielles Video bekommen hat … wo der Mexikaner mit der melancholischen Trompete vor dem stahlblauen Himmel doch mein Lieblingsmotiv aus dem Video ist.
Das III-Cover gefällt mir besser als Nenas Original und ist bis heute einer meiner All-Time-Favorites, obwohl ich dem Delay eigentlich nichts abgewinnen kann. Das macht ihn zu einem der wenigen Künstler, die imho sowohl beste als auch schlechteste Musik machen („Nenn meine Mutter eine miese Schlampe \ Besitze keine Energiesparlampe“, ehrlich?) … vielleicht liegt das aber auch daran, dass er mal mehr, mal weniger Drogen genommen hat.
Killing me Softly kenne ich überwiegend aus dem Musikunterricht. Zusammen mit Big Big Girl in a Big Big World.