Vom Feeling her habe ich auf Weihnachtsmärkten aktuell ein eher komisches Gefühl

Heute Nachmittag war ich in der Einkaufsstadt Essen, die nun noch etwas mehr als einen Monat den Titel “Europas Kulturhauptstadt” tragen darf, mit toller Begleitung unterwegs. Dort hat – wie in vielen anderen Städten – der Weihnachtsmarkt schon seit – ich glaube – gestern geöffnet. Jeder, der sich in Essen ein wenig auskennt, wird wissen, dass man, wenn man sich in der Innenstadt aufhält, quasi nicht um den Weihnachtsmarkt herum kommt.

Nun war es heute Nachmittag mit ca. 10 Grad nicht gerade kalt, sondern im Vergleich zu den vergangenen Tagen eher relativ warm. Und ich weiß ja nicht wie ihr das so seht, aber für mich gehört zu einem richtigen Weihnachtsmarkt einfach auch das passende Wetter – sprich: Temperaturen rund um den Gefrierpunkt – vielleicht sogar mit Schnee. Wobei die Forderung nach Schnee wohl dem letzten Winter zu verdanken ist, der da auf jeden Fall neue Maßstäbe gesetzt hat.

Auf jeden Fall lassen diese warmen Temperaturen bei mir kaum das Aufkommen weihnachtlicher Stimmung zu. Da kommen einen die sonst so tollen Düfte und Gerüchte, die so ein Weihnachtsmarkt mit all seinen Ständen mit sich bringt, doch eher störend vor. Es will einfach nicht zusammen passen.

Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass die Uni momentan auch kaum Raum für eine solche Stimmung lässt. Über die Woche hinweg bin ich einfach zu sehr im Korsett des Alltags gefangen und dann am Wochenende auf Knopfdruck umzuschalten fällt nicht ganz so leicht. Wobei mir das sicherlich gelingen würde, wenn zum Beispiel das Wetter mitspielen würde.

Aber das alles ist natürlich noch gar kein Grund zur Sorge, denn es ist ja noch November und der erste Advent ist auch noch nicht begangen worden. Also: Alles noch im grünen Bereich. Spätestens Mitte Dezember wird sich bei mir auf jeden Fall die Weihnachtsstimmung einstellen… ganz sicher.

Die Tatsache, dass ich momentan auf Weihnachtsmärkten vom Feeling her ein komisches Gefühl habe, hängt übrigens ganz sicher nicht mit der erhöhten Terrorgefahr zusammen. Auch wenn man das vielleicht denken könnte. Von solchen Dingen lasse ich mir ganz bestimmt nicht die Stimmung vermiesen, denn so bombastisch ist das Ganze ja nun auch nicht…

20. November 2010

6 Kommentare

cimddwc
schrieb am 20. November 2010

Bei mir in Pfaffenhofen wird der Christkindlmarkt diesmal bis 2. Januar gehen – bin mal gespannt, wie sich das auf die Stimmung auswirkt. Aber tendenziell kann man sicher eher die Weihnachtsstimmung länger hinausziehen als ihren frühen Beginn erzwingen. :)

Janina
schrieb am 20. November 2010

Wenn du diese Woche schon in Essen auf dem Weihnachtsmarkt warst, haste dann nächste Woche überhaupt noch Lust, das Ganze nochmal zu machen? ;))

Lordy
schrieb am 20. November 2010

@cimddwc: Stimmt… generell kann man solch eine Stimmung besser über einen Punkt hinaus retten als sie vorher aufzubauen. Wäre aber auch für mich mal spannend… so Silvester auf dem Weihnachtsmarkt oder so lach… aber für dieses Jahr habe ich eh schon andere Pläne, wenn es darum geht xD.

@Janina: Wir haben den Weihnachtsmarkt mehr oder weniger gemieden. Also dürfte das kein Problem sein ;).

cimddwc
schrieb am 21. November 2010

Nun ja, gerade an Silvester (und am 24./25.) hat der Markt zu – da hatten die normalen Wirte wohl Angst vor Umsatzeinbußen und die Stadt vor einem Chaos. :)

Lordy
schrieb am 24. November 2010

@cimddwc: Okay… ist meiner Meinung nach auch durchaus verständlich… aber irgendwie ist das doch auch ziemlich bescheiden an solchen Tagen zu schließen, wenn man dann schon ins neue Jahr “verlängert”.

Song der Woche: NamNamBulu - Alone | Lordys Weblog
schrieb am 29. November 2010

[...] Beste aus der Situation. Immerhin habe ich mich vor einigen Tagen noch darüber aufgeregt, dass Weihnachtsmärkte mit warmen Temperaturen eher nicht so mein Fall sind. Aber wie dem auch sei… darum soll es hier gar nicht [...]

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