Geständnis: Ich bin manchmal echt ein absoluter Langschläfer
Als ich noch zur Grundschule ging, bin ich am Wochenende immer um 6 Uhr morgens aufgestanden, weil ich unbedingt die Kickers und Captain Tsubasa sehen wollte. Und die liefen nun einmal ziemlich früh. Und dann ging es mit Batman und Spiderman und Konsorten weiter. War eine tolle Zeit, was das TV-Programm für Kinder angeht. Und da werden mir sicherlich viele meines Baujahres zustimmen.
Auch während meiner Zeit am Gymnasium stand ich immer recht früh an freien Tagen auf, denn: Man möchte ja was vom Tag haben und so. Schlafen kann man ja noch, wenn man tot ist. Okay, war auch ganz gut. Da kamen echt tolle Tage bei rum. Und generell war alles super toll.
Das bestandene Abitur markiert dann aber auch in der Hinsicht eine Zäsur, denn auf einmal wurde ich zum Langschläfer. Okay, auf einmal stimmt wohl nicht. Angefangen hatte alles wohl auch schon während der drei letzten Schuljahre, aber erst nach dem Abitur machte sich das so richtig und gänzlich und wahrhaftig bemerkbar. Immerhin war da ein gewisser Leerlauf von mehreren Monaten zu überbrücken bis mein Studium begann. Und da wurde halt lang geschlafen. Zeit gab es ja genug.
Und dies ist dann auch so geblieben, obwohl mir das Studium natürlich und absolut erwartungsgemäß sehr viel Zeit raubt. An freien Tagen stehe ich manchmal echt erst um 11 Uhr auf. Verwerflich und grässlich, denn dann sind die Tage ja immer schon verdammt weit fortgeschritten. Verpasst hab ich dann zwar eigentlich nichts, aber was hätte ich nicht alles machen können, wenn ich vielleicht 3 oder 4 Stunden eher aufgestanden wäre. Ich wäre vielleicht schon joggen gewesen, hätte gemütlich gefrühstückt, die Tageszeitung gelesen und mich auf den Tag vorbereitet. Vielleicht hätte ich auch einen spannenden Artikel geschrieben, schöne Fotos gemacht oder beim Bäcker eine nette Dame kennengelernt. Tja, Pustekuchen. Das Leben im Konjunktiv. Nix da. Die Realität sieht anders aus. Ich stehe auch trotz dieser Gedanken manchmal erst um 11 Uhr auf, ärgere mich kurz, aber nehme es letztendlich als “annehmbar” hin. Will ich da also wirklich was ändern? Nö, denn irgendwie gefällt es mir ja auch. Vielleicht brauche ich ja jemanden, der mir da mal einen Arschtritt gibt.
Jetzt könnte ich natürlich zum Abschluss euch fragen, wie es bei euch so aussieht, aber das werde ich nicht tun, denn wenn ihr mir davon erzählen wollt, dann werdet ihr das auch ohne diesen Absatz tun, nicht wahr?
Als ich noch zur Grundschule ging, bin ich am Wochenende immer um 6 Uhr morgens aufgestanden, weil ich unbedingt die Kickers und Captain Tsubasa sehen wollte. Und die liefen nun einmal ziemlich früh. Und dann ging es mit Batman und Spiderman und Konsorten weiter. War eine tolle Zeit, was das TV-Programm für Kinder angeht. Und da werden mir sicherlich viele meines Baujahres zustimmen.
Auch während meiner Zeit am Gymnasium stand ich immer recht früh an freien Tagen auf, denn: Man möchte ja was vom Tag haben und so. Schlafen kann man ja noch, wenn man tot ist. Okay, war auch ganz gut. Da kamen echt tolle Tage bei rum. Und generell war alles super toll.
Das bestandene Abitur markiert dann aber auch in der Hinsicht eine Zäsur, denn auf einmal wurde ich zum Langschläfer. Okay, auf einmal stimmt wohl nicht. Angefangen hatte alles wohl auch schon während der drei letzten Schuljahre, aber erst nach dem Abitur machte sich das so richtig und gänzlich und wahrhaftig bemerkbar. Immerhin war da ein gewisser Leerlauf von mehreren Monaten zu überbrücken bis mein Studium begann. Und da wurde halt lang geschlafen. Zeit gab es ja genug.
Und dies ist dann auch so geblieben, obwohl mir das Studium natürlich und absolut erwartungsgemäß sehr viel Zeit raubt. An freien Tagen stehe ich manchmal echt erst um 11 Uhr auf. Verwerflich und grässlich, denn dann sind die Tage ja immer schon verdammt weit fortgeschritten. Verpasst hab ich dann zwar eigentlich nichts, aber was hätte ich nicht alles machen können, wenn ich vielleicht 3 oder 4 Stunden eher aufgestanden wäre. Ich wäre vielleicht schon joggen gewesen, hätte gemütlich gefrühstückt, die Tageszeitung gelesen und mich auf den Tag vorbereitet. Vielleicht hätte ich auch einen spannenden Artikel geschrieben, schöne Fotos gemacht oder beim Bäcker eine nette Dame kennengelernt. Tja, Pustekuchen. Das Leben im Konjunktiv. Nix da. Die Realität sieht anders aus. Ich stehe auch trotz dieser Gedanken manchmal erst um 11 Uhr auf, ärgere mich kurz, aber nehme es letztendlich als “annehmbar” hin. Will ich da also wirklich was ändern? Nö, denn irgendwie gefällt es mir ja auch. Vielleicht brauche ich ja jemanden, der mir da mal einen Arschtritt gibt.
Jetzt könnte ich natürlich zum Abschluss euch fragen, wie es bei euch so aussieht, aber das werde ich nicht tun, denn wenn ihr mir davon erzählen wollt, dann werdet ihr das auch ohne diesen Absatz tun, nicht wahr?









