Monatsarchiv für Juni 2011

 
 

Rede ich eigentlich gerne über meinen Blog?

Chriz hat Anfang des Monats auf seinem Blog die Frage “Redet ihr gerne über euren Blog?” in den Raum geworfen und diese für sich persönlich mit einem “nein” beantwortet, obwohl er die wirklichen Gründe für diese Antwort gar nicht parat hatte. Wer seinen Artikel lesen will, der scheue sich nicht davor hier zu klicken. Und heute möchte ich mir mal diese Frage stellen und sie hier für euch alle sichtbar beantworten. Rede ich eigentlich gerne über meinen Blog?

Ich kann diese Frage nicht generell mit “ja” oder “nein” beantworten. Hängt nämlich immer vom Umfeld und von der Situation ab. An der Universität zum Beispiel ist mein Blog so gut wie nie ein Gesprächsthema, obwohl viele meiner Kommilitonen meinen Blog kennen. Es kommt zwar vereinzelt vor, dass ich auf bestimmte Artikel angesprochen werde, aber dann geht es meist um persönliche Dinge und nicht um den Blog an sich. Ich selbst greife das Thema “Blog” eigentlich so gut wie nie selbst auf, da ich andere Themen weit spannender finde. Da geht es meist um Seminare, Vorlesungen, Prüfungen, Klausuren, das Privatleben, die nächsten Parties, die neusten Trends und so weiter und so weiter. Und das ist auch gut so. Vielleicht wäre das alles anders, wenn ich nicht Geschichte und kath. Theologie, sondern Informatik studieren würde… wer weiß.

In meinem familiären Umfeld taucht das Thema auch so gut wie nie auf. Natürlich wird hin und wieder mal der Blog erwähnt, aber dann meist im Zusammenhang mit Gewinnspielen und Aktionen bei denen ich gewonnen habe oder so. Oder wenn ich mal Fotos von irgendwas mache. Dann wissen meist alle: Die sind für den Blog. Aber angesprochen wird das eigentlich nie.

In meinem Freundeskreis weiß auch fast jeder von meinem Blog. Manche lesen ihn, viele tun dies nicht. Das ist auch gut so. Viele verstehen auch gar nicht, wieso ich das hier mache. Manche wollen es auch gar nicht verstehen. Andere finden Bloggen einfach generell doof. Und dann gibt es auch noch die Art von Mensch, die lieber alles selbst erfragt, als es irgendwo zu lesen. Vollkommen in Ordnung. Bei denen, die meinen Blog lesen, kommt es öfter mal dazu, dass der Blog auch zum Thema wird. Finde ich auch gut. Da weiß ich ja auch, dass es die Personen interessiert. Und da geht es dann um Themen, die ich hier abhandel, oder auch um das Bloggen an sich. Vollkommen unterschiedlich und so.

Nur selten bringe ich das Thema selbst auf den Tisch. Obwohl ich stolz auf das bin, was ich hier tue. Es gibt sogar Momente, wo ich es vermeide, über den Blog zu reden. Meist wenn ich Menschen gerade neu kennenlerne. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich für irgendetwas schäme, sondern eher damit, dass ich es doof finde, über den Menschen alles langsam in Erfahrung bringen zu müssen, während die Person sich hier durch die Artikel klickt und eine Nebensache nach der anderen über mich erfährt. Ungleichgewicht an Informationen. Pfui. Ist natürlich was anderes, wenn die andere Person auch bloggt. Wobei ich generell Bloggen immer als ein Hobby angebe. Nur die URL teile ich nicht direkt jedem mit.

Im Internet ist das Thema natürlich allgegenwärtig. Bei Facebook sieht jeder Freund und jede Freundin meine neusten Artikel. Viele verbinden mit meiner Person vor allem diesen Blog. Kein Wunder also, dass der Blog dann auch manchmal zu Gesprächsthemen wird. Es gibt ja auch viele Leute, die ich nur durch das Bloggen kennengelernt habe. Da werden dann auch mal Tipps geteilt, Diskussionen angestrengt und so. Vollkommen normal.

Fasse ich das Ganze noch einmal kurz zusammen, bevor dieser Artikel noch ausartet, denn ich merke gerade, dass ich noch ziemlich viel schreiben könnte, wenn ich nur wollte. Also: Es kommt immer auf das Umfeld und die Situation an. Manchmal ist der Blog gar kein Gesprächsthema, manchmal drehen sich Gespräche ziemlich viel um den Blog, Bloggen und so. Selten geht dabei die Initiative von mir aus. Meist werde ich darauf angesprochen. Wenn ich darauf angesprochen werde, dann stehe ich aber gerne Rede und Antwort, denn immerhin macht mir das Bloggen Spaß. Und über etwas, das einem Spaß macht, redet man selbstverständlich gerne. Und außerdem: Was sollte mir daran auch schon unangenehm sein? Also mir fällt da nix ein.

Wie sieht es denn bei euch aus? Schreibt doch auch einen Artikel oder verfasst eine schöne Antwort in den Kommentaren. Würde mich über mehrere Meinungen von euch freuen. Chriz sicherlich auch.

The Joneses – Verraten und verkauft

The Joneses - Verraten und verkauft

Vorgestern hab ich mir mal wieder die Zeit genommen, um mir neben den unzähligen Serien einen Film anzuschauen. Die Wahl fiel auf das Erstlingswerk von Regisseur Derrick Borte aus dem Jahre 2009 mit dem Titel “The Joneses – Verraten und verkauft”. In den Hauptrollen: David Duchovny, Demi Moore, Amber Heard und Ben Hollingsworth. Worum geht’s in dem Streifen?

Steve und Kate Jones sind ein Traumpaar. Attraktiv, wohlhabend, zwei wunderschöne Kinder, ein großes Haus, das neueste Auto. Was Steve und Kate haben, das wollen bald alle Nachbarn haben. Was keiner weiß: Das ist auch genau der Plan, denn Familie Jones ist gecastet und soll die neuesten Luxus-Artikel vermarkten. Nach einiger Zeit packen Steve jedoch die ersten Zweifel, ob das, was er tut und verkauft, wirklich das ist, was er will in seinem Leben…

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Ich werde mich dieses Mal recht kurz halten. Ja, wirklich. Denn so viel gibt es zu dem Film gar nicht zu sagen. Er ist ganz nett, aber nicht wirklich besonders. Purer Durchschnitt. Was schade ist, da man aus der Story und aus den Charakteren sicherlich mehr hätte rausholen können. Und alles plätschert irgendwie dahin. Ist geradezu schrecklich seicht. Gilt auch für die Kritik, die der Film üben will. Kritik am Konsum, am Kapitalismus und an der Gesellschaft. Da fehlt es einfach an packenden Momenten, die einen dann auch “wachrütteln”, die die “Nachricht sachgerecht vermitteln”. Selbst der Höhepunkt des Films ist nicht wirklich spannend, nicht wirklich traurig – weil absolut vorhersehbar. Schade.

Neugierig wurde ich vor allem, weil mit David Duchovny einer meiner liebsten Schauspieler mit von der Partie ist. Spielt seine Rolle auch ganz gut. Jo. Gilt für die anderen Darsteller aber auch. Alle machen ihre Sache gut. Ist ja auch alles insgesamt ganz nett. Es war sicherlich keine Zeitverschwendung den Film zu schauen, aber der Bringer war’s jetzt letztendlich auch nicht so unbedingt. Sicher gut für ruhige Abende, aber ganz bestimmt auch nicht viel mehr. Und… habt ihr eine Meinung?

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Quelle des Zitats: moviepilot.de

Coffee: The Greatest Addiction Ever

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Ich sitze hier gerade, versuche wach zu werden und trinke mir eine leckere Tasse Kaffee. Kaffee, das beste Getränk der Welt. Ganz ohne Zweifel. Ich hatte euch ja auch schon mal an anderer Stelle erzählt, dass ich viel Kaffee trinke. Daher führe ich das jetzt alles nicht weiter aus. Wäre ja unsinnig, blöd und so. Blabla.

Diese nette, kurze und angenehme Dokumentation hat sich mal dem Kaffee angenommen. Informationen und so. Und wir in Deutschland zählen nicht zu den Top-Ländern, was den Kaffeekonsum angeht. Hm… wie kommt das? Ich bin nicht schuld. Soviel steht fest. Emm… ja… ich könnte jetzt sicher noch mehr schreiben, aber wie schon gesagt… ich bin noch gar nicht ganz wach. Viel Spaß mit der Doku. Blabla.

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(via)

In the pouring rain

Es gibt sie. Diese ganz besonderen Momente, die eigentlich gar nicht so wirklich besonders sind. Diese Momente, die uns für ein paar Minuten vergessen lassen, dass der Alltag doch eigentlich ziemlich öde ist. Es sind diese Momente, die einen einfach so überraschen und einem ganz ohne Vorwarnung auf die Schulter klopfen. Momente, die für wenige Sekunden anhalten und dann genau so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Doch eines bleibt: Ein Lächeln.

Gesten Mittag stand ich ganz unspektakulär an Gleis 6 des Bahnhofs in Herne. Kein toller Bahnhof. Typische Ruhrpott-Idylle. Gar nicht besonders. Alles schon x-mal gesehen. Abreißen und neu bauen würde dem Bahnhof gut stehen. Aber das ist ein vollkommen anderes Thema. Also… ich stand da ganz unspektakulär an Gleis 6 des Bahnhofs in Herne. Und es regnete. Ganz leicht. Nicht störend. Eher angenehm. Im Gedanken versunken und mit musikalischer Unterstützung von HURTS wartete ich auf meinen Zug, während der Regen immer intensiver wurde. Wasserrohrbruch im Himmel. Vielleicht hatte Gott auch einfach nur den Stöpsel der Badewanne gezogen. Man weiß es nicht. Ist aber auch nicht so wichtig. Zum Regen gesellte sich dann noch eine ordentliche Portion Wind. So brachte dann plötzlich auch Unterstellen nichts mehr. Kein Fleckchen wurde verschont. Überall Regen. Entkommen? Fehlanzeige. Mission Impossible im realen Leben. Und was macht man dann?

Wenn man nicht entkommen kann, dann versucht man einfach das Beste aus diesem Moment zu machen, nicht wahr? Einfach mal leben. Und wie sieht das Beste aus? Da muss wohl jeder seine ganz eigene Subjektivität mit einbringen. Ich hatte auf jeden Fall sehr schnell begriffen, dass es kein Entkommen gab. Und so ergab ich mich in mein Schicksal, schloss die Augen, legte ein Lächeln auf, das ich sonst nur sonntags oder an Feiertagen aus dem Schrank krame, und bemerkte, dass gerade der Song “Stay” lief. “We say goodbye in the pouring rain” tönte es genau in diesem Augenblick. “Wie passend”, dachte ich. Und dann war der Moment auch schon wieder vorbei, da ein Zug in den Bahnhof rollte. Doch das Lächeln blieb.

Die erste von zwei mündlichen Bachelor-Prüfungen ist…

bestanden!

Jo. Ich bin stolz und zufrieden. Auch die Note ist gut. Habe mich selbst nicht enttäuscht und dem Druck standgehalten. Ein toller Tag. Und natürlich wird das Ganze nun heute Abend mit meinen Jungs ausgiebig und gebührend gefeiert. Und ich bedanke mich bei allen, die mir heute die Daumen gedrückt haben und so. Yeah!


Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.

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