Die Sache mit dem Karriere-Modus
Videospiele der Abteilung Sport haben ihn heute alle im Angebot: Den Karriere Modus. Zwar heißt er immer anders, doch das Prinzip, das dahintersteht, ist immer das Gleiche. Der Spieler kann ein virtuelles Abbild von sich erstellen und es zu einem Superstar der jeweiligen Sportart machen. Von der Jugend bis ins Alter. Immer vorausgesetzt, das spielerische Talent stimmt.
Klein anfangen, sich in eine Mannschaft spielen, zum Leistungsträger werden, Spiele und Titel gewinnen, Geld verdienen, Auszeichnungen kassieren, neue Verträge unterschreiben, Entscheidungen treffen. Darum geht es. Nicht das Kollektiv steht im Vordergrund, sondern die “eigene Person”. Im Spiel kann man die sportliche Karriere beschreiten, die man im wahren Leben nicht hinbekommt – warum auch immer.
Ich muss zugeben: Ich mag diesen Modus echt gern. Ist irgendwie ganz witzig. Und ist auch auf Dauer spannender als ein ganzes Kollektiv durch eine Saison zu steuern. Wobei der Reiz natürlich nachlässt, wenn man alles erreicht hat. Da ist man dann nicht anders als die Sportler, die man auch auf der Mattscheibe beobachtet. Die verlieren auch irgendwann den Erfolgshunger.
Momentan spiele ich NBA 2K11 und habe mich da auch ins Spiel eingefügt. 19 Jahre alt, mittlerweile zu den Dallas Mavericks getradet worden und als Shooting Guard neben Dirk Nowitzki und Caron Butler in der Startaufstellung. Rookie des Monats. Vielversprechendes Talent. Blabla. Es macht Spaß. Vor allem, weil man mal gewinnt, mal verliert und manchmal auch bei einer perfekten Leistung eine Niederlage nicht verhindern kann. Es ist ein anderes Spielen als wenn man das ganze Kollektiv, das gesamte Team steuert. Es ist besser. Es macht Spaß.
Natürlich kostet so eine NBA-Saison bei über 80 Spielen sehr viel Zeit. Zeit, die ich eigentlich nicht habe. Aber hin und wieder kann man mal so ein Spiel dazwischenquetschen. Ist ja schließlich für die eigene Karriere und so. Da muss man auch mal ein wenig Zeit freischaufeln.
Und weil mir jetzt kein wirklich genialer Abschluss für diesen Artikel einfällt, klicke ich nun einfach auf “Publizieren” und freue mich, dass ich euch diese unbedeutenden Zeilen mitgeteilt habe. Ja, so mache ich das.





