Black Hawk Down

Heute geht es um den US-amerikanischen Kriegsfilm “Black Hawk Down” von Regisseur Ridley Scott aus dem Jahre 2001, der sich mit einem kleinen Ausschnitt aus dem Bürgerkrieg in Somalia beschäftigt. Genauer mit der Schlacht von Mogadischu am 3. und 4. Oktober 1993. Als Basis für den Film diente das Buch “Buch Black Hawk Down – Kein Mann bleibt zurück” von Mark Bowden, welcher vom Pentagon Zugang zu allen Unterlagen bekam. Bevor es gleich um den Inhalt geht (samt Trailer), noch kurz ein Blick auf die Besetzung, die sich mit Josh Hartnett, Ewan McGregor, Tom Sizemore, William Fichtner und Eric Bana durchaus sehen lassen kann.
In den frühen 90er Jahren verhindern in Somalia verfeindete Bürgerkriegsmilizen, dass von der UNO gelieferte Nahrungsmittelhilfen ihre tatsächlichen Adressaten in der hungernden Bevölkerung erreichen. Beim Versuch, einen der Warlords dingfest zu machen, gerät ein Einsatzkommando der US-Streitkräfte mitten in der Hauptstadt Mogadischu in einen Hinterhalt. Fast 24 Stunden muss ein Häuflein von knapp 40 Männern einer tausendfachen Übermacht schwerbewaffneter Milizionäre stand halten.
Hier wird realitätsnah eine Geschichte erzählt, die sich wirklich zugetragen hat. Und dabei handelt es sich wohl um das größte Desaster der jüngeren US-Militärgeschichte, das somit erneut ins Gedächtnis gerufen wird. Doch für viele war das Geschehen 1993 nicht mehr als eine Randnotiz. Ein Jahr nach der hier behandelten Schlacht, also 1994, wurden die letzten US-Truppen aus Somalia abgezogen. Auch die UN zog bis 1995 alle Truppen aus Somalia ab. Eine politische Lösung gab es damals nicht. Und bis heute dauert der Bürgerkrieg an. Naja, bei solchen Themen fehlen mir häufig die Worte, um das Tragische daran wirklich auszudrücken. Daher lasse ich es und komme zurück zum Film.
Wo fange ich denn am besten an? Bei den Schauspielern? Okay. Die Besetzung ist vollkommen in Ordnung und wirkt stimmig. Die Figuren, die anfangs nur spärlich eingeführt werden, bekommen im Laufe des Films doch eine recht ordentliche Tiefe und versauern so nicht in purer Oberflächlichkeit. Ihnen setzt das Chaos, die Angst, das Leid, die Not sichtbar zu. Sie kämpfen. Mit sich. Mit dem Gegner. Mit der Situation.
Die Atmosphäre ist durchweg angespannt. Zur Ruhe kommt man nicht. Ein Feuergefecht nach dem anderen. Keine Pause. Chaos. Durchaus mitreißend für den Zuschauer. Ein unwohles Gefühl in der Magengegend gibt es gleich noch mit dazu. Zumindest war das bei mir der Fall. Ein Kritikpunkt ist auf jeden Fall die musikalische Untermalung, die mir persönlich gar nicht gefiel. Die wirkte einfach gar nicht passend in den meisten Szenen.
Und weil ich jetzt gerade nicht noch viel mehr Worte über den Film verlieren mag, ein kleines Fazit: Der Film ist gut, gibt das Geschehen sehr realitätsnah wieder und sollte auf jeden Fall mal gesehen werden.
___
Quelle des Zitats: kino.de






schrieb am 8. September 2011
Mich hat der Film schwer entäuscht. Und eigentlich mag ich Antikriegs fime sehr sehr. Alleine die gewählte Musik kam mir zu jeder Zeit unpassend vor.
schrieb am 9. September 2011
@Sumi: Ich habe die Review bei dir gelesen… und ich muss dir ja auch in vielen Teilen recht geben ;). Bei mir gibt es nur einen Bonus, weil es so nah am realen Geschehen war. So etwas zählt bei mir bei solchen Filmen viel ;).