Wie ich diese Düfte vermisst habe

Wie ich diese Düfte vermisst habe

Semesterferien sind immer gekennzeichnet von zwei Dingen: Chaos und Entbehrung. Der Alltag, wie man ihn kennt, existiert nicht. Man hat viel zu viel Freizeit, macht dumme Dinge und bringt sich pausenlos in Schwierigkeiten. Und obendrein fehlen einem mit der Zeit gewisse Umstände – ja, ernsthaft. Zumindest ist es bei mir so. Gott sei Dank ist das Sommersemester 2010 nun schon wieder in vollem Gange und daher hat diese schreckliche Zeit der Semesterferien zumindest vorerst ein Ende – bis Juli.

Und somit muss ich nun auch nicht mehr auf diesen ach so ekligen Gestank tollen Duft von Urin auf den Uni-Toiletten verzichten, den man doch vom ersten Tage an ins Herz geschlossen hat.

Seit sechs Semestern frage ich mich, wieso Studenten so manche einfache Tätigkeit nicht beherrschen. Manche können nach dem “Pipi machen” nicht die Toiletten-Spülung benutzen, manche strullern daneben, weil sie scheinbar absolut nicht zielen können, und wieder andere verstehen nicht, dass man in ein Pissoir nicht Unmengen an Toiletten-Papier hineinstopfen kann, ohne dass es zur totalen Verstopfung und zum Überlaufen von Wasser kommen kann. Scheint wohl alles ziemlich schwierig zu sein… oder die Leute mögen diesen Urin-Geruch wirklich so sehr, dass sie alles dafür tun, damit der ja nicht mal in geringerem Maße zu vernehmen ist… schon toll, wenn der Gestank so in der Nase “brennt”, dass man vermuten muss mit Nasenbluten ins Freie zu treten… ja, hat was!

Liebe Weichenstörung, ich mag dich nicht!

Liebe Weichenstörung, ich mag dich nicht!

Es ist doch immer wieder erstaunlich… eine Weichenstörung legt einen ganzen Bahnhof vorübergehend lahm. Kein Zug fährt mehr ein oder aus. Eine Strecke, die normalerweise in 15 Minuten zurückgelegt wird, beansprucht dann mal ganz schnell weit über eine Stunde – wenn man Glück hat. Stau und Chaos herrschen auf den Gleisen.

So ist es mir auch heute widerfahren. Nun denn. Kommt mal vor. Aber warum ausgerechnet heute? Okay… kann man auch nix dran ändern. Jede Aufregung ist also generell sinnfrei. Auf jeden Fall war ich überrascht wie groß die Auswirkungen einer Weichenstörung wieder einmal waren. Die Züge stauten sich vor, hinter und neben uns und hatten alle dasselbe Ziel: Einfahren in den Duisburger Hauptbahnhof. Nichts ging mehr. Und wenn sich der Zug doch mal in Bewegung setzte, dann meist nur für wenige Minuten. Dann: Erneuter Stillstand. Ich habe das Ganze mit Humor genommen. Auch wenn ich sicherlich nicht wirklich über die Lage erfreut sein konnte. Aber wenn man da nicht lacht, dann regt man sich nur unnötig auf.

Das Ende der Geschichte: Ich bin am Duisburger Hauptbahnhof zwischenzeitlich “gestrandet”. Weiterfahren zum eigentlichen Ziel lohnte sich quasi nicht mehr. Vor allem, weil dann noch weitere Probleme aufgetreten sind. Und die Informationen, die man bekommen hat, waren auch nicht gerade die Besten. Aber es gibt daran auch positive Dinge zu vermelden: Erstens habe ich eine nette Truppe kennengelernt, da wir quasi alle “im gleichen Boot saßen” und zweitens ich bin irgendwie auch wieder nach Hause gekommen.
Und dir, liebe Weichenstörung, möchte ich nur eine Sache sagen: Ich mag dich nicht!

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Bild © Coast Raider 813 / PIXELIO

Die Geschichte der verschollenen Klausuren

Ruhr-Universität Bochum

Am Ende des letzten Sommersemesters habe ich lange auf eine Klausur gewartet, die mir per Post zugeschickt werden sollte. Doch sie kam nie an. Ein Nachfragen per Mail erbrachte, dass niemand wusste, wo die Klausur gelandet war. Selbst das Ergebnis konnte man mir unerklärlicherweise nicht mitteilen. Ich musste also die angesetzte Nachschreib-Klausur mitschreiben, die dann aufgrund der nicht vorhandenen Vorbereitung nicht sonderlich gut lief. Als ich später meinen Mitkommilitonen von den Vorkommnissen erzählte, da wollte mir das niemand so recht glauben.

Dieses Semester war es wieder so, dass ich mir die Klausur zuschicken lassen musste. Wir müssen der Klausur also einen Din-A4 Umschlag beilegen, der mit einer 1-45€-Briefmarke frankiert und mit unserer Adresse versehen ist. Und meine Klausur kam auch an. Ich habe mich ja an anderer Stelle schon über die bestandene Latein-Klausur ausgelassen. Und genau diese kam eben per Post. Ich habe daraufhin einem Mitkommilitonen, der ebenfalls diese Klausur geschrieben hat, mitgeteilt, dass ich meine Klausur bekommen habe. Er hat von seiner Klausur bis heute nichts gesehen. Ein Nachfragen ergab bei ihm selbiges, wie bei mir vor einem Semester. Auch er darf jetzt an der Nachschreib-Klausur teilnehmen ohne sich seine geschriebene Klausur anschauen zu können. “Aus Fehlern kann man lernen” trifft hier also nicht wirklich zu.

Und ich denke nicht, dass die Post dafür verantwortlich ist. Wenn es einmal passiert, dann kann man vielleicht davon ausgehen, aber wenn es dann schon ein zweites Mal passiert, dann ist das doch eher unwahrscheinlich. Ich kenne die Post nämlich als sehr zuverlässig. Wobei sicher auch da viele anderer Meinung sein werden. Aber im Grunde ist es auch nicht so wichtig, wer den schwarzen Peter hat. Ob es nun die Post ist oder der Dozent… es sorgt auf jeden Fall für suboptimale Zustände. Ich könnte mich darüber noch Stunden aufregen…

Wozu überhaupt eine Mail-Adresse angeben,…

Ruhr-Universität Bochum

Wozu überhaupt eine Mail-Adresse angeben, wenn auf geschriebene Mails eh nicht geantwortet wird? Das ist eine Frage, die ich mir im Moment von Woche zu Woche auf ein Neues stellen muss. Heutzutage ist es im Grunde so leicht wie noch nie zu einer Person einen Kontakt herzustellen. Und natürlich gehen auch die Universitäten und die Dozenten mit der Zeit. So hat jeder Dozent neben einer Telefonnummer auch eine Mail-Adresse, damit man schnell und unkompliziert Dinge fragen und abklären kann ohne in die Sprechstunden zu müssen. Vor allem durch diese Art der zeitversetzten Kommunikation wird vieles leichter, da man nicht mehr an bestimmte Zeiten gebunden ist, sondern man einfach Fragen kann, wann man gerade die Zeit hat.

Jetzt gibt es die Dozenten, die einem innerhalb von kurzer Zeit eine ausführliche Antwort auf die eigene Mail schreiben. Hier kann man absolut zufrieden sein – und glücklich ebenso. Insgesamt bin ich immer froh, wenn ich eine Antwort erhalte – egal, ob nach 3 Stunden oder 2 Tagen. Meist geschieht das auch. Aber manchmal gibt es auch Spezialisten Dozenten, die antworten auf keine einzige Mail. Sei sie noch so dringend. Da schreibt man seine Frage, seine Beweggründe und seine Probleme aufgrund von Fristen etc. in diese Mail und hofft auf eine schnelle Klärung, damit man endlich weiterkommt, aber die Antwort bleibt gänzlich aus. Es kommt nichts. Nicht einmal ein kurzer Satz.

Die Mail bleibt einfach unbeantwortet… man bleibt quasi im Regen stehen. Ich will ja nicht meckern, aber warum sagen Dozenten, die ihre Mails eh nicht beantworten, dass nicht direkt am Anfang des Semesters? Oder warum lassen sie die Mail-Adresse nicht direkt an allen Stellen streichen? Dann würde man sich eine Enttäuschung sparen. Vor allem bei Dozenten, die gar keine richtige Sprechstunde haben, weil sie kaum an der Universität anzutreffen sind, ist so etwas besonders ärgerlich. Es gibt ja nicht viele Dinge, die mich ärgern, aber diese Sache… schrecklich.

Die ist zur Zeit im Urlaub!

Ruhr-Universität Bochum

Heute war ich nach über einem Monat mal wieder an der Universität. Zum einen um mich mit meinem Kommilitonen Phil zu treffen und zum anderen um dort ein paar organisatorische Dinge zu erledigen. Letzteres ist leider ein wenig erfolglos verlaufen, da die Dame, die was für mich ausfüllen muss, heute nicht zugegen war. “Die ist zur Zeit im Urlaub! Sie sollten es nächste Woche noch einmal versuchen!” hieß es dann auf die Nachfrage im Büro nebenan.

Okay. Dann also nächste Woche. Ein wenig doof, weil ich das, was ausgefüllt werden sollte, bereits Montag woanders vorlegen sollte, aber dann müssen die halt warten. Es ist ja nicht so, dass ich der Dame den Urlaub nicht gönnen würde… ganz im Gegenteil… aber es ist doch irgendwie doof, wenn deshalb jetzt Sachen erst einmal ins Stocken geraten. Egal. Ich hatte mal wieder super Diskussionen und Unterhaltungen, habe eine der besten Currywurst-Buden des Ruhrgebiets aufgesucht und nebenbei noch eine Menge Neuigkeiten erfahren. Auch in der Stundenplan-Planung bin ich heute weiter gekommen. Also eigentlich ein ganz guter Tag. Trotz des Urlaubs der Dame. Nun geht es nächste Woche wieder hin.

Und ganz interessant finde ich noch die Tatsache, dass ich mich heute Morgen darüber ausgelassen habe, dass ich noch auf Klausur-Ergebnisse warte, und gerade bekam ich eines der erwarteten Ergebnisse. Und es hat mir ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert, weil ich mit der Note zufrieden bin. Zwar hätte es noch ein wenig besser sein können, aber naja… ich bin zufrieden. Ja, ich bin zufrieden. Guter Tag…

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