Chriz hat Anfang des Monats auf seinem Blog die Frage “Redet ihr gerne über euren Blog?” in den Raum geworfen und diese für sich persönlich mit einem “nein” beantwortet, obwohl er die wirklichen Gründe für diese Antwort gar nicht parat hatte. Wer seinen Artikel lesen will, der scheue sich nicht davor hier zu klicken. Und heute möchte ich mir mal diese Frage stellen und sie hier für euch alle sichtbar beantworten. Rede ich eigentlich gerne über meinen Blog?
Ich kann diese Frage nicht generell mit “ja” oder “nein” beantworten. Hängt nämlich immer vom Umfeld und von der Situation ab. An der Universität zum Beispiel ist mein Blog so gut wie nie ein Gesprächsthema, obwohl viele meiner Kommilitonen meinen Blog kennen. Es kommt zwar vereinzelt vor, dass ich auf bestimmte Artikel angesprochen werde, aber dann geht es meist um persönliche Dinge und nicht um den Blog an sich. Ich selbst greife das Thema “Blog” eigentlich so gut wie nie selbst auf, da ich andere Themen weit spannender finde. Da geht es meist um Seminare, Vorlesungen, Prüfungen, Klausuren, das Privatleben, die nächsten Parties, die neusten Trends und so weiter und so weiter. Und das ist auch gut so. Vielleicht wäre das alles anders, wenn ich nicht Geschichte und kath. Theologie, sondern Informatik studieren würde… wer weiß.
In meinem familiären Umfeld taucht das Thema auch so gut wie nie auf. Natürlich wird hin und wieder mal der Blog erwähnt, aber dann meist im Zusammenhang mit Gewinnspielen und Aktionen bei denen ich gewonnen habe oder so. Oder wenn ich mal Fotos von irgendwas mache. Dann wissen meist alle: Die sind für den Blog. Aber angesprochen wird das eigentlich nie.
In meinem Freundeskreis weiß auch fast jeder von meinem Blog. Manche lesen ihn, viele tun dies nicht. Das ist auch gut so. Viele verstehen auch gar nicht, wieso ich das hier mache. Manche wollen es auch gar nicht verstehen. Andere finden Bloggen einfach generell doof. Und dann gibt es auch noch die Art von Mensch, die lieber alles selbst erfragt, als es irgendwo zu lesen. Vollkommen in Ordnung. Bei denen, die meinen Blog lesen, kommt es öfter mal dazu, dass der Blog auch zum Thema wird. Finde ich auch gut. Da weiß ich ja auch, dass es die Personen interessiert. Und da geht es dann um Themen, die ich hier abhandel, oder auch um das Bloggen an sich. Vollkommen unterschiedlich und so.
Nur selten bringe ich das Thema selbst auf den Tisch. Obwohl ich stolz auf das bin, was ich hier tue. Es gibt sogar Momente, wo ich es vermeide, über den Blog zu reden. Meist wenn ich Menschen gerade neu kennenlerne. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich für irgendetwas schäme, sondern eher damit, dass ich es doof finde, über den Menschen alles langsam in Erfahrung bringen zu müssen, während die Person sich hier durch die Artikel klickt und eine Nebensache nach der anderen über mich erfährt. Ungleichgewicht an Informationen. Pfui. Ist natürlich was anderes, wenn die andere Person auch bloggt. Wobei ich generell Bloggen immer als ein Hobby angebe. Nur die URL teile ich nicht direkt jedem mit.
Im Internet ist das Thema natürlich allgegenwärtig. Bei Facebook sieht jeder Freund und jede Freundin meine neusten Artikel. Viele verbinden mit meiner Person vor allem diesen Blog. Kein Wunder also, dass der Blog dann auch manchmal zu Gesprächsthemen wird. Es gibt ja auch viele Leute, die ich nur durch das Bloggen kennengelernt habe. Da werden dann auch mal Tipps geteilt, Diskussionen angestrengt und so. Vollkommen normal.
Fasse ich das Ganze noch einmal kurz zusammen, bevor dieser Artikel noch ausartet, denn ich merke gerade, dass ich noch ziemlich viel schreiben könnte, wenn ich nur wollte. Also: Es kommt immer auf das Umfeld und die Situation an. Manchmal ist der Blog gar kein Gesprächsthema, manchmal drehen sich Gespräche ziemlich viel um den Blog, Bloggen und so. Selten geht dabei die Initiative von mir aus. Meist werde ich darauf angesprochen. Wenn ich darauf angesprochen werde, dann stehe ich aber gerne Rede und Antwort, denn immerhin macht mir das Bloggen Spaß. Und über etwas, das einem Spaß macht, redet man selbstverständlich gerne. Und außerdem: Was sollte mir daran auch schon unangenehm sein? Also mir fällt da nix ein.
Wie sieht es denn bei euch aus? Schreibt doch auch einen Artikel oder verfasst eine schöne Antwort in den Kommentaren. Würde mich über mehrere Meinungen von euch freuen. Chriz sicherlich auch.