Irritationen im Feed-Reader

Wie schon mehrfach erwähnt, arbeite ich im Moment hin und wieder an diesem Blog. Auch heute Mittag hatte ich mich wieder ein wenig ausgetobt. Als kleine Nebenwirkung dieser Aktion sind wohl ein paar Artikel (vier oder fünf Stück) in euren Feed-Readern als neu aufgetaucht, die eigentlich aus dem Jahre 2009 stammen und nicht mehr “taufrisch” sind, sondern eher schon vor lauter Verwesung stinken. Also wundert euch nicht über Neujahrswünsche oder Schnee-Meldungen. Auch diese Amazon-Gutschein-Aktion ist schon lang, lang vorbei. Einfach überlesen und lächeln. Interessant ist, dass diese Artikel im eigentlichen Feed nicht an der Spitze auftauchen. Naja, egal. Ich wollte euch nur mal Bescheid sagen. Wurde nun nämlich schon mehrfach darauf angesprochen. Achja, ist übrigens eine absolute Ausnahme und so.

Was wird aus der Blogroll?

In den letzten Tagen habe ich immer mal wieder an diesem Blog gebastelt, mir vermehrt Gedanken gemacht und so manches in Frage gestellt. Vielleicht kann man den Blog ganz gut mit einem Auto vergleichen, welches sich gerade auf eine Hebebühne befindet und von oben bis unten untersucht wird. Was kann man verbessern? Was kann man anders machen? Was ist sinnvoll? Was ist einfach unnötig? Wo sollte man mehr Energien hineinstecken? Was sollte beziehungsweise was könnte man mehr vernachlässigen?

Auf viele Fragen habe ich bereits für mich gänzlich still und leise eine Antwort gefunden. Manche Fragen werde ich erst in den nächsten Tagen und Wochen abschließend beantworten. Eilt ja auch nicht. Hier rennt mir ja nichts weg.

Eine Frage, die momentan noch nicht gänzlich geklärt ist, befindet sich im Titel dieses Artikels und ist auch der Grund dafür, dass ich diese Zeilen hier tippe. Wie sieht die Zukunft der Blogroll aus? Soll ich sie einfach nur aktualisieren? Oder mir vielleicht ein neues System, eine neue Variante, eine andere Darstellung überlegen? Oder sollte ich einfach auf eine Blogroll verzichten und einen anderen Weg finden, um die Blogs, die ich toll finde, mit euch zu teilen?

Vor vier Monaten war ich noch von meiner “aktuellen” Blogroll begeistert und war vollauf zufrieden. Doch bin ich dies nun nicht mehr. Gefällt mir nicht mehr. Passt mir nicht mehr. Und aktuell ist sie ja auch nicht mehr. Aber einfaches Aktualisieren kommt für mich nicht in die Tüte. Bisher habe ich das Thema immer vertagt. So ein wenig wie die Große Koalition in den 60er Jahren, die auch alle Themen, die keine Einigung versprachen, ausgeklammerte. Aber mit dem Vertagen soll nun auch mal Schluss sein.

Ich muss sagen, dass ich momentan sehr stark dazu tendiere die Blogroll abzuschaffen. Ich weiß, dass es Leute gibt, die gerne mal die Blogrolls dieser Welt durchforsten, um auf für sie spannende Blogs aufmerksam zu werden. Mir ist natürlich auch bewusst, dass es immer wieder toll für so manchen Blogger und so manche Bloggerin ist, wenn der eigene Blog in der Blogroll eines anderen Blogs auftaucht. Das schmeichelt. Das bestätigt. Klar. Geht mir ja auch so. Ich freue mich da ja auch drüber. Aber wenn man eine Blogroll nur stiefmütterlich behandelt und sie nicht aktualisiert, dann verfehlt sie so oder so das Ziel. Und bisher habe ich die Blogroll eigentlich immer vernachlässigt. Einmal angelegt und dann blitzschnell aus den Augen und aus dem Sinn. Weil ich einfach mehr wert auf Artikel lege. Und seien diese noch so sinn- und belanglos.

Nun muss ich mir für den Fall, dass ich sie wirklich abschaffe, eine Lösung überlegen, um dennoch hin und wieder mal Blogs vorzustellen, die ich spannend finde. Möglich wäre es ja spannende Blogs in einem Artikel vorzustellen und alle Artikel als eine Art Serie zu listen. Oder ich gehe einfach häufiger hier auf spannende Blog-Artikel ein, die ich auf anderen Blogs gelesen habe, und antworte auf diese oder erweitere sie um weitere Aspekte oder so. In diesem Zuge könnte ich dann nun auch erwähnen, dass Konna vor einigen Tagen die Frage aufwarf, ob die Blogroll ein überholtes Konzept sei. Dort ist eine sehr spannende Diskussion entstanden und viele Meinungen sind zusammengekommen. Viele davon haben mir auch sehr nette Einblicke gegeben. Öhm, ja. Dann gibt es da auch noch die Variante gute Artikel zu “sammeln” und einmal die Woche oder so quasi Link-Empfehlungen zu veröffentlichen, wobei ich von der Idee nicht so überzeugt bin.

Wie ihr merkt habe ich mir meine Gedanken gemacht. Ein wirkliches Ergebnis ist noch nicht dabei herausgekommen. Ich gehe allerdings davon aus, dass ich die Blogroll hier recht bald verabschiede und mich für eine andere Lösung begeistere. Wie die dann genau aussieht… weiß ich auch noch nicht.

Wie sieht es denn bei euch so aus? Und was haltet ihr generell von meinen Gedanken, die ich mir zu dem Thema gemacht habe? Würde mich nämlich durchaus interessieren. Auch wenn ich nicht glaube, dass mich das groß umstimmen wird.

Pluseinsen, twittern und liken

Ich habe monatelang auf Buttons von Facebook und Twitter hier im Blog verzichtet, doch mit Google+ und dem neuen +1-Button scheinen sich ganz neue Möglichkeiten aufzutun. Und weil ich im Moment eh das Gefühl habe, dass diese Buttons auch auf anderen Blogs wieder vermehrt genutzt werden, habe ich mir gedacht, dass ich sie doch mal wieder einbauen könnte. Schadet ja nicht und so. Also: Gedacht, getan.

Erst hatte ich ein Plugin dafür installiert, welches alle Buttons direkt und ohne großen Aufwand anzeigte, doch irgendwas störte mich daran. Also habe ich das Plugin wieder vom Server gekickt und die Buttons selbst ins Design integriert. Sind getestet und funktionieren. Das ist gut. Auch mein Impressum bzw. den Disclaimer habe ich um die nötigen Passagen ergänzt. Diese habe ich mir vom Sascha abgeguckt.

Generell könnte euch außerdem noch aufgefallen sein, dass sich hier in der letzten Zeit doch einige Dinge ein wenig verändert haben. Liegt daran, dass ich immer mal wieder am Blog herumbastel, wenn sich kleinere Lücken im Zeitplan ergeben, die sinnvoll genutzt werden wollen.

Und abschließend kann ich noch sagen, dass ich den Blog vergangene Nacht auf WordPress 3.2 aktualisiert habe. Gefällt mir gut. Oder wie eine Bekannte jetzt sagen würde: WordPress 3.2 ist endlaser. Vor allem der “Einfach schreiben”-Vollbild-Modus ist cool. Sorgt nun dafür, dass ich den OmmWriter gar nicht mehr brauche. Schon deinstalliert. Auch die neue Oberfläche im Backend gefällt mir. Sieht einfach besser aus. Und ist merklich schneller. Hoffe bei euch klappt das Update auch so problemlos. Und ich glaube, dass ich nun für den Moment mal alles gesagt habe.

Rede ich eigentlich gerne über meinen Blog?

Chriz hat Anfang des Monats auf seinem Blog die Frage “Redet ihr gerne über euren Blog?” in den Raum geworfen und diese für sich persönlich mit einem “nein” beantwortet, obwohl er die wirklichen Gründe für diese Antwort gar nicht parat hatte. Wer seinen Artikel lesen will, der scheue sich nicht davor hier zu klicken. Und heute möchte ich mir mal diese Frage stellen und sie hier für euch alle sichtbar beantworten. Rede ich eigentlich gerne über meinen Blog?

Ich kann diese Frage nicht generell mit “ja” oder “nein” beantworten. Hängt nämlich immer vom Umfeld und von der Situation ab. An der Universität zum Beispiel ist mein Blog so gut wie nie ein Gesprächsthema, obwohl viele meiner Kommilitonen meinen Blog kennen. Es kommt zwar vereinzelt vor, dass ich auf bestimmte Artikel angesprochen werde, aber dann geht es meist um persönliche Dinge und nicht um den Blog an sich. Ich selbst greife das Thema “Blog” eigentlich so gut wie nie selbst auf, da ich andere Themen weit spannender finde. Da geht es meist um Seminare, Vorlesungen, Prüfungen, Klausuren, das Privatleben, die nächsten Parties, die neusten Trends und so weiter und so weiter. Und das ist auch gut so. Vielleicht wäre das alles anders, wenn ich nicht Geschichte und kath. Theologie, sondern Informatik studieren würde… wer weiß.

In meinem familiären Umfeld taucht das Thema auch so gut wie nie auf. Natürlich wird hin und wieder mal der Blog erwähnt, aber dann meist im Zusammenhang mit Gewinnspielen und Aktionen bei denen ich gewonnen habe oder so. Oder wenn ich mal Fotos von irgendwas mache. Dann wissen meist alle: Die sind für den Blog. Aber angesprochen wird das eigentlich nie.

In meinem Freundeskreis weiß auch fast jeder von meinem Blog. Manche lesen ihn, viele tun dies nicht. Das ist auch gut so. Viele verstehen auch gar nicht, wieso ich das hier mache. Manche wollen es auch gar nicht verstehen. Andere finden Bloggen einfach generell doof. Und dann gibt es auch noch die Art von Mensch, die lieber alles selbst erfragt, als es irgendwo zu lesen. Vollkommen in Ordnung. Bei denen, die meinen Blog lesen, kommt es öfter mal dazu, dass der Blog auch zum Thema wird. Finde ich auch gut. Da weiß ich ja auch, dass es die Personen interessiert. Und da geht es dann um Themen, die ich hier abhandel, oder auch um das Bloggen an sich. Vollkommen unterschiedlich und so.

Nur selten bringe ich das Thema selbst auf den Tisch. Obwohl ich stolz auf das bin, was ich hier tue. Es gibt sogar Momente, wo ich es vermeide, über den Blog zu reden. Meist wenn ich Menschen gerade neu kennenlerne. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich für irgendetwas schäme, sondern eher damit, dass ich es doof finde, über den Menschen alles langsam in Erfahrung bringen zu müssen, während die Person sich hier durch die Artikel klickt und eine Nebensache nach der anderen über mich erfährt. Ungleichgewicht an Informationen. Pfui. Ist natürlich was anderes, wenn die andere Person auch bloggt. Wobei ich generell Bloggen immer als ein Hobby angebe. Nur die URL teile ich nicht direkt jedem mit.

Im Internet ist das Thema natürlich allgegenwärtig. Bei Facebook sieht jeder Freund und jede Freundin meine neusten Artikel. Viele verbinden mit meiner Person vor allem diesen Blog. Kein Wunder also, dass der Blog dann auch manchmal zu Gesprächsthemen wird. Es gibt ja auch viele Leute, die ich nur durch das Bloggen kennengelernt habe. Da werden dann auch mal Tipps geteilt, Diskussionen angestrengt und so. Vollkommen normal.

Fasse ich das Ganze noch einmal kurz zusammen, bevor dieser Artikel noch ausartet, denn ich merke gerade, dass ich noch ziemlich viel schreiben könnte, wenn ich nur wollte. Also: Es kommt immer auf das Umfeld und die Situation an. Manchmal ist der Blog gar kein Gesprächsthema, manchmal drehen sich Gespräche ziemlich viel um den Blog, Bloggen und so. Selten geht dabei die Initiative von mir aus. Meist werde ich darauf angesprochen. Wenn ich darauf angesprochen werde, dann stehe ich aber gerne Rede und Antwort, denn immerhin macht mir das Bloggen Spaß. Und über etwas, das einem Spaß macht, redet man selbstverständlich gerne. Und außerdem: Was sollte mir daran auch schon unangenehm sein? Also mir fällt da nix ein.

Wie sieht es denn bei euch aus? Schreibt doch auch einen Artikel oder verfasst eine schöne Antwort in den Kommentaren. Würde mich über mehrere Meinungen von euch freuen. Chriz sicherlich auch.

Eintausend Artikel!

Mit diesem Artikel darf dieser Blog und meine Wenigkeit ein kleines Jubiläum feiern, denn dies ist der 1000. Artikel, der auf diesem Blog erscheint. Über 29 Monate bin ich nun schon bei der Sache. Wahnsinn. Und ich bin sogar ständig am Ball geblieben. Pausen gab es hier nicht. Tolle Sache. Ich bin irgendwie stolz. Man darf ja auch mal auf Kleinigkeiten stolz sein, nicht wahr? Im letzten Monat noch den 5000. Kommentar gefeiert und nun die nächste Hürde übersprungen. Und die Statistiken sagen mir, dass hier auch immer mehr Leute vorbeischauen – warum auch immer. Naja… öhm… Prost!

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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