Eine Meinung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)

Eine Meinung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist seit dem Jahre 2003 in Kraft. Am 01. Januar 2011 könnte und wird dieser Staatsvertrag wahrscheinlich – wenn er von allen Landtagen der Bundesländer abschließend ratifiziert wird – durch einige Änderungen erweitert werden. Die wohl bedeutendste Änderung: Eine geplante Einführung einer Alterskennzeichnung oder bestimmter Sperrzeiten von Inhalten im Internet.

Gestern brach in der deutschen Blogosphäre aufgrund dieses Artikels eine Art Hysterie aus. Manche Bloggerinnen und Blogger stellten klar, dass sie ihre Blogs schließen und vom Netz nehmen, wenn dieses Gesetz Neujahr 2011 in der jetzigen Form in Kraft treten sollte.

Ich habe gestern eine Menge Artikel zu dem Thema gelesen. Einige davon sind durchaus interessant. Daher möchte ich sie an dieser Stelle einfach mal verlinken. In der deutschen Blogosphäre wird eh zu wenig verlinkt. Und dieses Gesetz ist doch mal ein guter Grund, um diese Tatsache ein wenig aufzulockern. Also: Über den JMStV könnt ihr zum Beispiel einen interessanten Artikel bei Casi lesen. Auch die Artikel von Linus Neumann, Torsten Luttmann, Chrissy und AMY&PINK sind durchaus interessant. Nadine hat sich dann auch noch um die pädagogische Seite des JMStV bemüht – lesenswert. Und zusätzlich zu den hier genannten gibt es noch viele, viele weitere Artikel anderer Bloggerinnen und Blogger, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Nun möchte ich dazu auch noch meine Meinung darlegen und damit gewissermaßen mit dem Trend gehen. Ich muss sagen, dass mich dieser JMStV eher weniger beunruhigt. Wenn wir uns das mal alle vergegenwärtigen, dann gibt es Jugendschutzgesetze nicht erst mit diesem Staatsvertrag, sondern sie existieren schon ein ganzes Weilchen und damit länger als jeder Blog. Für brave, normale Bloggerinnen und Blogger, die nicht als Themenschwerpunkt pornografisches Material oder stumpfe Gewaltvideos gewählt haben, gab es in der Vergangenheit keine Probleme. Wird sich das nun mit den Neuerungen ab 2011 ändern? Die Antwort auf diese Frage lautet: Wahrscheinlich nicht!

Der JMStV bietet weit weniger Fallen als die meisten Bloggerinnen und Blogger glauben. Da ich das wahrscheinlich alles gar nicht so wirklich gut erklären kann, mag ich auf eine tolle Zusammenfassung und Erläuterung auf dem lawblog von Udo Vetter hinweisen. Spätestens nach der Lektüre dieses Artikels wird jedem klar sein, dass die Aussichten gar nicht so düster sind wie an vielen Stellen gedacht.

Eine Alterskennzeichnung muss nur dann erfolgen, wenn Inhalte angeboten werden, die erst “ab 16″ oder “ab 18″ geeignet sind. Ein Jugendschutzbeauftragten muss nur dann benannt und im Impressum vermerkt werden, wenn es sich um einen kommerziellen Blog handelt. Abmahnungen sind nur “auf Basis des Wettbewerbsrechts” möglich, aber dafür müsste es ja auch erst einmal einen Wettbewerb geben.

Was bedeutet der JMStV also für meinen Blog? Ich bin fast dazu geneigt hier mit einem klaren “Nichts” zu antworten. Ich persönlich schätze meine angebotenen Inhalte – natürlich ganz subjektiv – nicht als erst “ab 16″ oder “ab 18″ geeignet ein. Zudem handelt es sich um einen privaten Blog, der in keinem Wettbewerb zu anderen Blogs steht – was sollte mir ein solcher Wettbewerb denn auch bringen?

Dennoch besteht natürlich immer eine Restgefahr. Daher werde ich mir überlegen, ob ich meinen Blog mit einer Alterskennzeichnung ab dem 01.01.2011 versehen möchte. Vielleicht lasse ich meine Inhalte sicherheitshalber auch durch die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) überprüfen und klassifizieren. Dieser Dienst will wohl, wie bei Yuki Keylin gelesen, ab 2011 einen kostenlosen Service für Bloggerinnen und Blogger bereitstellen. Generell gilt aber erst einmal: Auf meinem Blog wird sich wohl nicht wirklich etwas ändern. Geschlossen wird er definitiv auch nicht.

Über das Vorhaben als solches kann man sich natürlich nur aufregen. Im Grunde wird dieser Staatsvertrag nichts bringen, da er einfach von Voraussetzungen ausgeht, die so nicht existieren und auch nie existieren werden. Vielleicht wollen die Politiker dieses Landes damit einfach nur zeigen, dass sie irgendetwas tun – egal, ob sinnvoll oder nicht. Das Internet als globales Medium ist einfach nicht von einem Staat kontrollierbar. Wenn die deutschen Seiten verschwinden, dann werden sie zum Beispiel durch britische oder us-amerikanische Webseiten mit ähnlichen Inhalten ersetzt. Und dann? Ganz simpel: Fail!

Im Grunde wird man nun einfach abwarten müssen. Der JMStV wird sich in der Praxis bewähren müssen. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird er – wie viele andere Versuche zuvor – nach einer gewissen Zeitspanne in der Versenkung verschwenden. Zumindest sollte dies die Hoffnung sein.

Soviel dazu also von mir. Meinen Blog wird es auch 2011 geben und er wird 24 Stunden lang 7 Tagen die Woche erreichbar sein. Denn ich finde nicht, dass dieser JMStV daran etwas ändern kann.

Blogger in deiner Nähe

Blogger in deiner Nähe

Ich lese ziemlich viele Blogs und nehme damit irgendwie mehr oder weniger am Leben vieler Blogger teil. Ich lese täglich alle möglichen Geschichten, Erlebnisse, Gedanken und Erfahrungen. Und lerne dadurch natürlich auch etwas über die Personen, die dahinter stehen. Allerdings geht in der Menge der Blogs und der Fülle an bereitgestellten Informationen manchmal verloren, dass die Personen gar nicht mal so weit von mir entfernt leben wie ich immer wieder denke, weil auch ein wenig der Überblick fehlt.

Und dieses Problem will der Sascha von Gesichtet.net mit seiner Aktion “Welche Blogger wohnen in deiner Nähe?” aus dem Weg räumen. Wie? Ganz einfach. Sascha hat eine Karte bei Google Maps erstellt. Und in diese Karte kann sich jeder Blogger bzw. jede Bloggerin mit seinem/ihrem Vor- und Nachnamen und seinem/ihrem Blog (oder seinen/ihren Blogs) eintragen. Das Resultat könnt ihr euch dann hier anschauen.

Meiner Meinung nach ist diese Idee wirklich super. So merkt man nicht nur, dass so mancher Blogger, den man schon längere Zeit begleitet, quasi um die Ecke wohnt, sondern findet auch gleich neue Blogs, deren Urheber in der Nähe wohnen, aber die man bisher noch nicht kannte. Ich habe gerade beim schnellen Durchschauen direkt mal drei neue Blogs in meinen Feed-Reader aufgenommen. Und ich denke, dass da mit der Zeit – wenn diese Aktion noch ein wenig länger läuft und noch mehr Anklang findet – noch ein paar weitere Blogs hinzukommen.

An dieser Stelle also mein Appell an alle Bloggerinnen und Blogger da draußen. Nehmt an dieser Aktion teil und tragt euch auch noch auf der Karte ein! Vielleicht findet ihr so weitere interessante Blogs oder werdet vielleicht selbst von mir und den anderen Teilnehmern gefunden. Das Ausfüllen des Formulars dauert auch nur wenige Sekunden. Und es lohnt sich mit großer Wahrscheinlichkeit… also… ran an die Mäuse und Tasten und ganz fix eintragen.

Ein Herz für Blogs – Runde 3

Ein Herz für Blogs - Runde 3

Die Aktion “Ein Herz für Blogs” geht in die dritte Runde. Nachdem der Kai von StyleSpion die Aktion zweimal durchführte, aber sie dann beendete (an der zweiten Runde habe ich auch teilgenommen), hat sich Mr. UARRR gedacht, dass dies nicht das Ende der Aktion sein darf und hat einfach die dritte Runde eingeläutet. Und ich möchte erneut mitmachen. Ich denke mal, dass ich heute Abend, wenn alle ihre Beiträge zur Aktion gegeben haben, mindestens 20 neue Blogs in meinem Feed-Reader begrüßen darf. Zumindest wäre das doch ganz schön. Und vielleicht kann ich dem einen oder anderen Blogger da draußen auch neue Leser bescheren. Mich würde es freuen. Also los…

aHeadwork

Hannah und ichgehschlafen bloggen auf aHeadwork über alles Mögliche. Immer wieder kommt man dort in den Genuss von genialen Texten, die einfach nur zum Nachdenken anregen. Auch ihre Artikel-Serie “Ich sehe was, was du nicht siehst”, in welcher andere Blogger mit Gast-Artikeln zu Worte kommen (ich durfte auch schon), erfreut sich großer Beliebtheit. Auf jeden Fall dort vorbeischauen!

Chaosmacherin

Die Chaosmacherin bloggt über alles, was sie interessiert. Und das ist eine ganze Menge. Musik, Filme und Serien, ihr Leben und Nerdiges stehen bei ihr hoch im Kurs. Und “düster angehaucht” ist sie zudem auch noch. Ein langer Blick auf ihren Blog lohnt sich so gut wie immer.

crimsonportrait.de

Auf crimsonportrait.de bloggt die liebe Laura über alles und nichts, aber hauptsächlich über das, was sie interessiert und bewegt. Und wenig ist das nicht. Wie? Du glaubst mir nicht? Dann schaue doch einfach mal bei ihr vorbei!

Moonica, der Bordercollie

“Triggerwarnung – Mit 180 auf dem Standstreifen, links Ausweichen bei Gegenverkehr”. Das ist Programm auf dem Blog von Moonica, die über ihr eigenes und nicht uninteressantes Leben bloggt und kein Blatt vor den Mund nimmt.

Ophelias Unfugfabrik

In Ophelias Unfugfabrik kann man wahnsinnig viel entdecken. Denn Jenny schreibt dort über ihr Studium, ihren Alltag, ihre Interessen und in überdimensionalem Ausmaße über Bücher. Vor allem für Leseratten sollte der Blog der Elfenbegeisterten eine Menge hergeben.

Rock Rendezvous

Die Sibel schreibt auf rock.rendezvous über ihr Leben, über Musik (Konzerte ahoi!) und andere Dinge. Außerdem nimmt sie – wie ich – am Projekt 52 und beim Projekt Farbe bekennen teil. Nebenbei gibt es auch immer wieder interessante Einblicke in ihren Kleiderschrank.

Traumsterne

Und als krönender Abschluss nun noch die Empfehlung mal bei Traumsterne vorbei zu schauen. Dort bloggt die 27-jährige Studentin namens Nici über ihren Alltag, über Dinge, die sie bewegen, über ihr Studium und über so ziemlich alles andere. Abwechslung ist vorprogrammiert. Auch hier lohnt sich sicherlich ein langer Blick.

Und damit beende ich diesen Artikel nun doch. Ich hätte noch viel mehr Blogs vorstellen können. Und zu jedem Blog hätte ich auch noch viel mehr schreiben können. Aber naja… findet doch einfach selbst mehr über die genannten Blogs heraus. Und weitere Blogs gibt es dann hoffentlich in der vierten Runde der Aktion.

InUseBook: Meine Seiten…

InUseBook: Meine Seiten...

(Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken!)

Ich mag es, wenn sich Leute spannende Dinge einfallen lassen. Dieses Mal kommt eine tolle Idee von der Äwe, die nämlich ein sogenannten “InUseBook” zusammenstellen will. Aber was ist ein “InUseBook”? Auf den ersten Blick erkennt man vielleicht die Begriffe aus denen dieses Wort zusammengesetzt wurde. Da wären zu nennen: “Internet”, “User” und “Book”. Schon ein wenig aufschlussreicher, oder? Genaueres verrät Äwe am besten – per Zitat – persönlich:

Das InUseBook auch anders bekannt als Freundschaftsbuch dient dem klassischen Sinne eines Poesiealbums. Man gestaltet und beschriftet es nach belieben und freut sich im Nachhinein über weitere Einträge. Der einzige Unterschied zu einem Freundschaftsbuch besteht wohl darin, dass jeder User egal ob Blogger, Webmaster oder Surfer ohne Erlaubnis (und das zeitgleich) daran teilnehmen kann.

Ich glaube diese Freundschaftsbücher kennt jeder. Ich hatte damals andauernd welche bei mir auf dem Schreibtisch liegen und habe sie immer sehr gewissenhaft ausgefüllt. So auch dieses Mal.

Meine Seiten für das “InUseBook” kann man ja oben im Artikel schon betrachten. Und bald sind die Seiten hoffentlich auch im Buch selbst eingebunden. Und nun noch von mir ein Aufruf an alle: Macht mit! Denn je mehr Leute mitmachen, desto vielseitiger kann dieses Buch werden…

Werbung in Blogs – ein heikles Thema

In der Blogosphäre gibt es immer Themen, die bewegen. Aktuell ist es eindeutig das Thema Werbung. Nachdem der überaus bekannte Blog Basic Thinking den eigenen Feed nur noch gekürzt ausgibt um die Leser direkt auf die Seite zu locken und ihnen nicht den ganzen Inhalt eines Artikels, sondern nur wenige Zeilen, im Feed-Reader des Vertrauens zu präsentieren, haben sich so manche Blogger zu Wort gemeldet, die in der Tatsache, dass Basic Thinking dies macht um mehr Einnahmen durch ihre Werbung zu erzielen, etwas stark negatives sehen. Andere Blogger hingegen haben grundsätzlich nichts gegen die Werbung, aber gegen die gekürzten Feeds. Und wieder anderen ist diese ganze Debatte total egal.

Zu dem aktuellen Fall möchte ich mich eigentlich gar nicht wirklich detailliert äußern, aber dennoch ein paar kurze Worte vorweg: Ich bin und war nie ein Leser von Basic Thinking. Daher habe ich das alles nur über Dritte mitbekommen. Außerdem wäre ich wohl nun auch kein Leser mehr, weil ich keine Blogs mit gekürzten Feeds lese. Passt mir einfach nicht. Jeder Blog, der einen gekürzten RSS-Feed ausgibt, fliegt unverzüglich aus meinem Feed-Reader. Selbst habe ich bis Ende Februar auch meine Feeds gekürzt, aber dann meine Meinung zu dem Thema grundlegend geändert. Übrigens hat Caschy zur aktuellen Problematik einen überaus lesenswerten Artikel geschrieben.

Aber nun mal weg von Basic Thinking und deren Handeln. Ich selbst stand auch schon das eine oder andere Mal vor Fragen wie “Schreibst du jetzt einen werbenden Artikel und kassierst dafür Geld?” oder “Verlinkst du ein Stichwort in einem alten Artikel, der kaum noch gelesen wird, und sorgst für weitere 10 Euro auf dem Bankkonto?”. Bisher habe ich mich fast immer gegen die Werbung entschieden. Nur wenige Male habe ich das Angebot angenommen, aber auch nur, weil ich die Empfehlung eh gegeben hätte. Von Werbung durch Google Adsense etc. halte ich nicht viel. Meine Besucherzahlen sind aber eh viel zu niedrig um da wirklich Geld zu verdienen. Würde in meinen Augen also weit mehr nerven als nützen.

Generell bin ich kein Gegner von Werbung. Auf anderen Blogs stört es mich nicht weiter, wenn Werbung dort nicht die überhand gewinnt und den eigentlichen Inhalt schmälert. Wenn jemand glücklicher ist, wenn er am Ende des Monats durch Google Adsense und vergleichbare Dinge 3,14 Euro mehr auf dem Bankkonto hat, dann soll dies so sein. Wenn jemand gerne über Produkte jeder Art schreibt oder Links setzt, damit er ein wenig mehr Geld hat, dann ist das auch okay. Kein Grund darin etwas schlechtes zu sehen, denn schließlich kann Werbung so manches mal auch nützlich sein. Und wenn eine Blog-Redaktion mehr oder weniger durch die Werbeeinnahmen finanziert wird oder dies zumindest angestrebt wird, dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Immerhin brauchen auch die fleißigen Schreiberlinge Wasser und Brot, damit sie ihrer Arbeit nachkommen können.

Bloggen ist für mich ein Hobby. Und ein Hobby muss kein Geld einbringen. Ganz im Gegenteil: Die meisten Hobbies kosten ordentlich viel Geld. Auch so ein Weblog kostet Geld. Die Bestrebung durch Werbung zumindest die Kosten zu decken ist durchaus nachvollziehbar, aber darauf lege ich es nicht an. Kostet es eben. Es macht mir ja auch Spaß. Genauso wie man Spaß am Fußball spielen, am Drachen steigen lassen, am Schwimmen, am Fotografieren oder an sonst was hat. Natürlich wäre es schön, wenn man durch einen Blog so einen Gewinn erzielt, dass man dadurch vielleicht sogar andere Hobbies mitfinanzieren kann. Aber in Deutschland sind wir davon wohl so weit entfernt, dass es schon fast zu einer Utopie wird. Finde ich persönlich aber auch gar nicht schlimm, weil wie gesagt: Bloggen ist mein Hobby, nicht mein Beruf.

Mich würde mal interessieren was ihr von Werbung haltet? Selbst eher Freund oder Feind? Beide Lager scheinen ja ausreichend viele Anhänger zu haben. Da bin ich doch mal gespannt wie meine Leser das so sehen…


Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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