Major Klopp – Völlig losgelöst von der Liga

Zuerst einmal muss ich euch vorwarnen. Der Meisterwahn hat mich gänzlich gepackt. Und dies wird nicht der letzte Artikel sein, der sich mit der Meisterschaft von Borussia Dortmund beschäftigt. Da kommt noch mehr. Ein großes Sorry somit direkt mal an alle, die sich für Fußball nicht interessieren oder es nicht mit dem BVB halten… da müsst ihr nun allerdings durch. Aber ich kann euch auch ein wenig trösten, denn es dauert ja nicht mehr lang bis zur Sommerpause. Und dann wird sich auch meine Euphorie legen, die mit Sicherheit bei der offiziellen Meisterfeier in Dortmund ihren Höhepunkt erreichen wird. (Mag wer von euch mitkommen oder sich dort mit mir treffen?)

Heute gibt es noch einmal einen Song auf die Ohren. Der Muri hat nämlich Peter Schillings “Major Tom” verwurstet… mir gefällt’s. Toller Song. Yeah!

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03. Mai 2011 • 0 Kommentare

Yeah! Wir sind deutscher Meister!

Borussia Dortmund ist deutscher Meister der Bundesliga-Saison 2010/2011! Genial. Super. Awesome. Geil. Faszinierend. Wunderbar. Herrlich. Brillant.

Durch einen tollen Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg und die Niederlage von Bayer Leverkusen Vizekusen beim 1. FC Köln ist die Meisterschaft bereits am 32. Spieltag entschieden. Danke für eine tolle und absolut mitreißende Saison. Nun darf gefeiert werden. Wo ist das Bier? Ah… ich hab’s. Ich bin so stolz auf diese Mannschaft.

Und hier dann noch ein paar Songs zum Feiern dieser wunderbaren Meisterschaft.

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30. April 2011 • 5 Kommentare

Die Kiezkicker abgeschossen und somit weiter auf Kurs

Ich habe euch eine ganze Zeit lang mit dem Thema Fußball verschont, aber heute kommt der nächste Artikel zu dem Thema. Geht leider nicht anders. Sorry. Naja… eigentlich tut mir das gar nicht leid. Aber man kann ja mal so tun, ne?

Vorweg: Die Kicker vom Kiez, also vom FC St. Pauli, finde ich wahnsinnig cool. Die Einstellung, die von diesem Verein vertreten wird, ist genial und die Truppe spielt richtig guten Fußball. Vor allem in den letzten Spielen. Immerhin waren sie bis 15:30 Uhr die beste Mannschaft der Rückrunde. Und ich habe mich auch über den Derbysieg der Kiezkicker gegen den großen Hamburger SV gefreut. Da wurde gefeiert und gejubelt.

Aber wenn es zu einem Spiel gegen Borussia Dortmund kommt, dann hört für 90 Minuten die Freundschaft auf. Und dann geht es mir einzig und allein darum, dass meine Schwarz-Gelben drei Punkte einfahren. Hat heute im Heimspiel ja auch ganz gut geklappt. So richtig gut. Freut mich. Mit dem 2:0-Sieg hat man die Verfolger auf Distanz gehalten und nach zwei Unentschieden in Folge mal wieder einen Sieg eingefahren. So muss das auch sein. Eindeutig. Gefällt mir. Torschütze war übrigens Lucas Barrios. Wunderbar.

Am nächsten Spieltag geht es gegen die Münchener Bayern. Ein wichtiges und vor allem richtungweisendes Spiel wird das werden, denn ein Sieg wäre ein deutlicher Schritt in Richtung Meisterschaft. Aber vom M-Wort will ich ja eigentlich noch gar nicht sprechen.

Wenn ich auf die Meisterschaft angesprochen werde, dann antworte ich meist “Also… frag mich das noch einmal nach dem 25 Spieltag. Wenn wir dann immer noch mit 10 oder mehr Punkten die Tabelle anführen, dann glaube ich fest daran, dass wir das schaffen können”. Naja… sind ja bis dahin nur noch 2 Spieltage… mal sehen.

So… jetzt werde ich hier aber auch mal zu einem Ende kommen, denn gerade läuft die Sportschau im Ersten. Und die möchte ich eigentlich so gar nicht verpassen. Übrigens könnte ich auch noch einige Worte zur letzten Nacht verlieren, aber das spare ich mir an dieser Stelle. Folgt vielleicht später. Mal sehen.

19. Februar 2011 • 0 Kommentare

Ein Mittelfußbruch ist eben kein Beinbruch

Letztendlich ist es doch ein toller Samstag, den wir heute erleben. Ich habe die besagte Klausur vor wenigen Stunden hinter mich gebracht. Und wenn ich mich nicht total irre, dann sollte ich sie auch ohne Probleme bestanden haben. Schließlich konnte ich Punkte zählen und so. Also… wird schon werden. Da mache ich mir keine Sorgen. Jetzt habe ich erst einmal ein wenig Ruhe – bis Morgen. Denn dann beginnt das Lernen für die nächste Klausur, die am Mittwoch morgen auf dem Programm steht. Da freue ich mich aber schon drauf. Und aufgrund toll zusammengestellter PowerPoint-Präsentationen des Dozenten wird das Lernen auch eine ganz nette und doch eher einfache Angelegenheit.

Joa… und dann ist da noch der 3:0-Sieg von Borussia Dortmund über den VfL Wolfsburg – auswärts, in der Autostadt. Gefällt. Diese Saison wird von Spieltag zu Spieltag besser. Der Abstand auf Leverkusen bleibt mit 11 Punkten also konstant. Und die Bayern haben auch immer noch 14 Punkte Rückstand. So langsam beginne ich ja echt von der Meisterfeier in Dortmund zu träumen. Wobei ich mich natürlich nicht zu früh freuen möchte. Naja… egal.

Als bekannt wurde, dass sich der japanische Shootingstar Shinji Kagawa bei der Asienmeisterschaft im Halbfinale verletzt hat, war ich erst einmal riesig geschockt. Der Junge hat eine so tolle Runde bei der Borussia gespielt und war der Garant für viele Siege. Oft hat er den Unterschied in engen Situationen gemacht. Und jetzt diese Verletzung… es reichte scheinbar nicht, dass wir den kompletten Januar auf ihn verzichten mussten, weil er für Japan bei der Asienmeisterschaft auf dem Platz stand… nein… jetzt auch noch der Bruch des fünften Mittelfußknochens. Die Saison ist für ihn gelaufen. Schade, krass, traurig…

Aber wie wir heute gesehen haben… ein Mittelfußbruch ist eben kein Beinbruch. Die Mannschaft hat erneut geglänzt – auch ohne Kagawa. Und sie marschiert weiter… nächste Woche steht dann auch noch das Revierderby gegen Schalke auf dem Plan… hoffentlich darf ich nach dem Spiel wieder feiern…

So… jetzt habe ich auch eigentlich schon wieder genug geschrieben… heute Abend werde ich erst einmal feiern, dass ich die Klausur überstanden und hinter mich gebracht habe. Und dazu fällt mir gerade nur noch ein Wort ein: Ausgeufert…

29. Januar 2011 • 0 Kommentare

Toller Rückrundenstart des BVB und Glückskeks-Time

Die Winterpause der Fußball-Bundesliga ging gestern Abend mit dem Start der Rückrunde und dem Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund zu Ende. Ein Feiertag, denn mir fehlte die Bundesliga an den letzten Wochenenden eindeutig. Aber nun geht es ja wieder weiter. Und wie… der BVB revanchierte sich bei der Werkself für die Saison-Niederlage am ersten Spieltag der Saison und gewann durch die Tore von Kevin Großkreutz (49. und 53. Minute) und Mario Götze (55. Minute) verdient mit 3:1 in der BayArena.

Und heute kamen dann gleich die nächsten positiven Ergebnisse aus Dortmunder Sicht zustande. Mit dem FSV Mainz 05 verlor der nächste direkte Verfolger der Borussia. Der Abstand auf den Tabellenzweiten und den Tabellendritten beträgt nun also stolze 13 Punkte. Und dann gab es da ja auch noch das Unentschieden des FC Bayern München in Wolfsburg. Der Rekordmeister hat nun 16 Punkte Rückstand. Grandios.

So kann es natürlich gerne weitergehen. Obwohl man eindeutig sagen muss, dass die nächsten Aufgaben der Borussia nicht gerade leicht werden. Die nächsten drei Gegner: Zuerst ist der VfB Stuttgart in Dortmund zu Gast, dann geht es nach Wolfsburg und direkt darauf folgt das Revier-Derby gegen die Königsblauen aus Gelsenkirchen. Warten wir es mal ab…

Themawechsel. Heute lagen hier ein paar Glückskekse auf dem Tisch. Ihr wisst schon… diese US-amerikanische Erfindung, die gerne auch als chinesische Tradition verkauft wird. Und geglaubt wird das dann von den meisten Menschen auch noch. Naja, wie dem auch sei… ich habe direkt zugegriffen und zwei davon gefuttert. Und dementsprechend durfte ich auch zwei “tolle” Sinnsprüche lesen, die ich euch allen da draußen in Ermangelung spannender Themen natürlich nicht vorenthalten möchte.

Der erste Spruch: “Ihre Vorhaben gelingen.” – Ja, stimmt. Meine Vorhaben gelingen. Zumindest würde ich das momentan so sehen. Hat der Spruch also vollkommen ins Schwarze getroffen. Bei vielen anderen, die diesen Sinnspruch in ihrem Keks finden, wird der Zettel wohl vor Wut schneller im Müll landen als ihm lieb ist… typische 50:50-Chance. Oder doch 80:50? (Achtung: Insider!) Besser wäre es wohl, wenn der Hersteller vielleicht das Tempus des Satzes ändert. Das Futur I verbringt wahre Wunder. Und es wäre auch nur ein Wort mehr, das gedruckt werden müsste. Ökonomisch vielleicht kontraproduktiv, aber ansonsten eindeutig sinniger… so ein “Ihre Vorhaben werden gelingen.” Naja… wegen dem Vorgaukeln von positiven Zukunftsaussichten und so. Auch da werden dann manche Menschen sicherlich dran glauben.

Und der zweite Spruch war dann schon etwas länger: “Der Stern des Reichtums leuchtet über Dir.” – Sehe ich ein. Zwar nicht im materiellen Sinne, denn da würde mein Portmonee wohl widersprechen, wenn es denn sprechen könnte, aber dennoch… stimmt. Ganz eindeutig. Da fällt mir nun nix mehr zu ein. Außer: Ich wünsche euch allen noch einen schönen Samstag Abend. Schön feiern, saufen und so weiter…

15. Januar 2011 • 8 Kommentare

Borussia Dortmund verlässt die europäische Bühne mit einem tollen Spiel in Sevilla

Die Mannschaft aus Dortmund bekam gestern in Sevilla “ihr Endspiel” um den Einzug in die nächste Runde der UEFA Europa League. Gegen den in einer sportlichen Krise befindlichen FC Sevilla konnte nur ein Sieg das Weiterkommen und “Überwintern in Europa” möglich machen. Und dieser Sieg wurde verpasst. Der Endstand war lediglich ein 2:2-Unentschieden.

Ich habe dieses Spiel mit Spannung verfolgt. Habe mich gefreut, aufgeregt, geärgert, habe gehofft und gebangt und war am Ende stolz und traurig zugleich. Wir waren kurz davor, aber sind den letzten Schritt nicht gegangen – schade, aber damit kann ich sogar ganz gut leben.

Um 21:05 Uhr wurde die Partie vom Schiedsrichtergespann aus der Sowjetunion (da waren Hansi Küppers Gedanken wohl irgendwo in der Geschichte hängen geblieben, aber er hat sich ja später verbessert) Russland angepfiffen. Vier Minuten später war der Ball dann im Tor des FC Sevilla. Täter: Shinji Kagawa. Dortmund führte – super Beginn. Bis zur 15. Minuten sah es dann so aus als hätte der BVB hier ein leichtes Los gezogen und würde sicher durchmarschieren, doch dann begannen 20 Minuten, die dem BVB die erste Halbzeit ordentlich versalzten. Bis zur 35. Minute gab es nun eine Drangphase Sevillas, die mit zwei Toren belohnt wurde. Romaric und Kanouté trafen in der 31. und 35. Minute zur 2:1 Führung des Gastgebers. Dann war auch irgendwann Halbzeit.

Nach er Pause ging es dann gleich wieder munter los, denn der BVB wollte den Sieg. Das konnte man den 11 Mann auf dem Platz deutlich ansehen. In der 49. Minute schoss Nuri Sahin einen genialen Eckball und Neven Subotic nutzte diese Gelegenheit zum Ausgleich per Kopf. Ab da war wieder alles offen und der Sieg war greifbar – zumindest in der Theorie. In der Praxis wurde aus dem bis dahin tollen Fußballspiel allerdings letztendlich eine Farce. Jürgen Klopp sagte nach dem Abpfiff folgendes:

Es gibt zwei Dinge, die man über das Spiel sagen muss. Einerseits waren die Gegentore nicht wahnsinnig notwendig, die wir uns eingebrockt haben. Auf der anderen Seite muss man auch sagen: Wenn am Donnerstag in der Presse steht, dass uns die internationale Erfahrung fehlt, kann ich das nicht verstehen. Wenn es internationale Erfahrung ist, aus fünf Minuten Nachspielzeit acht Minuten zu schinden, dann möchte ich nicht, dass meine Mannschaft so etwas lernt. Wir haben es zwar selber versäumt, das dritte Tor zu machen, und Sevilla hat sich das Unentschieden erarbeitet, insgesamt bleibt aber ein fader Beigeschmack. Es ist eine peinliche Vorstellung, wenn eine klasse Mannschaft wie Sevilla auf eine solche Art Fußball spielt.

Innenverteidiger Neven Subotic pflichtete seinem Trainer bei.

Natürlich ist die Enttäuschung groß, denn wir haben am Ende alles nach vorne geworfen. Sevilla hat das aus meiner Sicht am Ende zu abgezockt gemacht, der Schiedsrichter hätte locker noch eine Hälfte länger spielen lassen können. Nach jedem Foul hat es nämlich fast acht Minuten bis zur Ausführung gedauert. Auf der anderen Seite hatten wir nach dem 2:2-Ausgleich bis auf die Chance von Mario Götze kaum noch echte Torgelegenheiten. Es war einfach schwierig, da Sevilla mit neun Mann verteidigt hat.

“Zeitspiel” und “totale Defensive” waren nach dem Ausgleich wohl die wichtigsten Begrifflichkeiten des Spiels. 40 Minuten der regulären Spielzeit lagen nach dem Ausgleich noch vor den 22 Mann auf dem Rasen. Und als Zuschauer kam es einem so vor als wären nicht einmal 15 Minuten an effektiver Spielzeit dabei herausgesprungen. Lange Verletzungspausen ohne erkennbaren Grund, Wadenkrämpfe bei den Spielern von Sevilla nach 80 Minuten Spielzeit (was machen die eigentlich im Training?) und Verzögerungen waren an der Tagesordnung. Hinzu verteidigten die Spanier dann noch mit 9 Mann plus Torwart im eigenen Sechszehner. Wenn der FC Sevilla wirklich zu den besten Mannschaften Spaniens gehört, dann tut es mir leid um den spanischen Club-Fußball. Hoffentlich fliegen die in der nächsten Runde raus. Ich drücke die Daumen.

Aber nichtsdestotrotz kann ich mich nur beim BVB bedanken. Acht Spiele auf der europäischen Bühne waren live im Free-TV zu sehen. Mehr als geplant. Mehr als gedacht. Toll. Danke! Und zudem hat sich der Verein sicherlich neben dem Geld vor allem Respekt und Anerkennung verdient.

In Leverkusen und München werden sich gestern die Verantwortlichen der jeweiligen Clubs geärgert haben. Der BVB hat nun keine Doppelbelastung in der Rückrunde und kann sich komplett auf die 17 Partien in der Bundesliga konzentrieren. Vielleicht ist das der Vorteil, der den BVB nun wirklich zum Meisterschaftsfavoriten macht. Aber lassen wir das… darüber schreibe ich dann in 3 Monaten oder so.

Was ich allerdings noch loswerden will: Nächstes Jahr spielen wir sicher wieder europäisch. Warum? Weil der BVB nach 16 Spielen dieser Saison bereits 43 Punkte hat. In der letzten Saison hatte man 57 Punkte nach dem 34. Spieltag. Und man stand auf dem fünften Tabellenplatz. Auf gut Deutsch: In 18 Spielen muss der BVB noch 14 Punkte holen, um so erfolgreich wie im letzten Jahr zu sein. Oder auch: In dieser Saison hat man auf den ersten Tabellenplatz, der nicht nach Europa führt, bereits 17 Punkte Vorsprung. Der BVB wird also nächstes Jahr auf jeden Fall europäisch spielen. Und dann wird es auch über den Winter hinaus halten… ganz sicher.

16. Dezember 2010 • 4 Kommentare

Wie lang kann man das böse M-Wort noch vermeiden?

Am Freitag Abend gewann Borussia Dortmund am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga dank einer furiosen Leistung in der zweiten Halbzeit mit 2:0 gegen den Hamburger SV und festigte damit die Tabellenführung. Mittlerweile hat der Club mit dem besten Angriff, der besten Verteidigung und der besten Tordifferenz satte 7 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten aus Leverkusen. 31 von 36 möglichen Punkten wurden gesammelt. 10 Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage.

Das kann doch eigentlich nur ein Traum sein, oder? Richtig, denn die Realität sieht bekanntlich anders aus.

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Dieses Interview im Anschluss an das Spiel gegen Hannover 96 (11. Spieltag – Dortmund gewann auswärts mit 4:0) konnte man bei “Zweiglers wunderbarer Welt des Fußballs” bestaunen. Jürgen Klopp, der Trainer des BVB, spricht die unschöne, fast schon grausame Wahrheit aus. Auf einem Niveau mit Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 zu spielen geht echt nicht. Der Altersdurchschnitt ist natürlich ein großes Problem, denn immerhin ist der Torhüter Roman Weidenfeller schon jenseits der 29 und körperlich alles andere als fit, aber man kann ihn sich zum Glück noch “schön saufen”. Und irgendwie scheinen die Jungs auch gegen den Trainer zu spielen. Bei den Ergebnissen…

Einfach genial. Jürgen Klopp ist echt ein verdammt cooler Typ. Diese Antworten mit dieser Ernsthaftigkeit nach einem tollen Spiel zu geben… großartig. Damit hat er auf jeden Fall noch weitere Sympathien bei den Fans, die ihn eh schon lieben, hinzugewonnen. Wobei er am Freitag ja auch gezeigt hat, dass er durchaus eine andere Seite hat, die aber zumindest wahnsinnig emotional ist.

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Aber eigentlich wollte ich doch auf das böse M-Wort hinaus. In Dortmund wird es nicht in den Mund genommen. Verantwortliche und Spieler reden nicht über Dinge, die erst im Mai 2011 spruchreif sein könnten. Nur stellt sich da die folgende Frage: Wie lang kann man das böse M-Wort noch vermeiden? Am Freitag haben zumindest die Fans auf der Südtribüne – sprich: die gelbe Wand – schon einmal vom M-Wort gesungen. Wann werden es die Verantwortlichen zum ersten Mal aussprechen?

Vielleicht ja wenn die Hälfte der Saison vorbei ist und man auf dem ersten Platz überwintert? Immerhin gilt dies aktuell bei dem Tabellenstand und den vergangenen Leistungen als sehr wahrscheinlich. Vielleicht sprechen sie aber auch erst davon, wenn man nicht 7, sondern 15 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten hat. Oder vielleicht erst am 33. Spieltag bei 10 Punkten Vorsprung.

Generell gesehen finde ich die Bescheidenheit beim BVB richtig gut. Von Spiel zu Spiel denken, keine Luftschlösser bauen und die “jungen Wilden” nicht abheben lassen. Alles gut. Aber: Wenn eine Mannschaft über ein Drittel der Saison hinweg so einen genialen Fußball spielt und der Tabellenstand so aussieht, wie er sich aktuell darstellt, dann sollte man die Saisonziele vielleicht doch ein wenig nach oben korrigieren. Heißt nicht, dass man das M-Wort aussprechen soll, aber vielleicht sollte man zumindest mal die Qualifikation für die UEFA Champions League auf einer Pressekonferenz als machbar deklarieren. Wobei ja eigentlich eh jeder weiß, dass das machbar ist. Also muss man es ja doch nicht direkt sagen… achja… schwieriges Thema.

Ich bin auf jeden Fall gespannt und warte mal ab, wann und ob ich aus den Mündern von Jürgen Klopp, Michael Zorc oder Hans-Joachim Watzke das M-Wort vernehmen kann.

14. November 2010 • 2 Kommentare

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Über Lordy

Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.

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