Oktopus Paul sagt Sieg gegen Argentinien voraus

Oktopus Paul sagt Sieg gegen Argentinien voraus

Was soll jetzt noch schief gehen? Wir haben die Engländer am Sonntag mit wunderschönen Fußball in Grund und Boden gespielt, hatten das Glück auf unserer Seite und haben das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 glorreich erreicht. Nun wartet mit Argentinien die Krabbelgruppe der Hand Gottes. Zum Duell kommt es am kommenden Samstag um 16 Uhr.

Aber eigentlich braucht das Spiel gar nicht mehr angepfiffen zu werden, denn der bekennende Fußball-Experte Paul, der nebenher noch hobbymäßig als Orakel arbeitet und im SeaLife Aquarium in Oberhausen lebt, weiß schon jetzt, wie das Spiel ausgehen wird – mit einem deutschen Sieg. Dieser Sieg der DFB-Auswahl soll allerdings ein ganzes Stück Arbeit werden, denn die Vorhersage fiel Paul so schwer, dass man nun eindeutig von einem schwierigen Spiel ausgehen kann – wahrscheinlich mit Verlängerung und Elfmeterschießen.

Also kann man sich den Anpfiff eigentlich auch sparen. So kann sich die deutsche Mannschaft direkt für das Halbfinale schonen und die Argentinier bekommen früher Urlaub. Denn eines steht fest: Bisher lag der Oktopus immer richtig. Er tippte die Siege gegen Australien, Ghana und England. Und auch die Niederlage gegen die Serben hatte er richtig vorhergesagt. Wer will da noch widersprechen? Richtig: Niemand.

Vielleicht hätte die Bundesversammlung, die am heutigen Tage den neuen Bundespräsidenten wählt, auch mal Paul fragen sollen… dann müsste man nun nicht in den dritten Wahlgang, sondern könnte schon gemütlich in der Sonne liegen… aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht, nicht wahr?

Deutschland zerlegt England mit 4:1

Deutschland zerlegt England mit 4:1

Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Was war das für ein Spiel? Die Deutsche Fußballnationalmannschaft zerlegt die Mannschaft aus England im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika mit brillantem Fußball und einer kleinen Portion Glück. Ein grandioses 4:1 hat die Truppe von Joachim Löw eingefahren und den Jungs von der Insel damit die höchste WM-Niederlage in der Geschichte beigebracht. Miroslav Klose und Lukas Podolski trafen einmal, der junge Thomas Müller sogar zwei Mal. Auf der Gegenseite traf der Abwehrspieler Upson, der zu einer glücklichen Chance kam, die hätte verhindert werden können. Und da war ja auch noch das Nicht-Tor von Frank Lampard, das 40000 Zuschauer im Stadion im Tor sahen, aber vom Schiedsrichter nicht gegeben wurde. Aber darüber möchte ich gar nicht nachdenken.

Der Weg geht weiter. Im Viertelfinale am nächsten Samstag (03.07.2010, 16 Uhr) geht es dann gegen Argentinien oder Mexiko, die heute Abend aufeinander treffen.

Insgesamt bin ich einfach nur total happy. Es war total klasse. Das heißt: Heute Abend wird auf jeden Fall gefeiert. Und das nächste Wochenende hat damit auch schon wieder einen sicheren “Programmpunkt”.

Wir waren noch kein Weltmeister und wir sind noch lange nicht ausgeschieden

Wir waren noch kein Weltmeister und wir sind noch nicht raus

Was ist das bisher für eine Fußball-Weltmeisterschaft? Die Schiedsrichter sorgen durch kuriose und teilweise eindeutig zu harte Entscheidungen für interessante Spiel-Verläufe. Gelbe und rote Karten flimmern in Hülle und Fülle über die Bildschirme. Die Top-Teams tun sich extrem schwer. Gestern ist das Team aus Frankreich ausgeschieden und auch die Italiener, Engländer und Spanier scheinen nicht auf der Höhe und bleiben hinter den Erwartungen zurück. Zum Glück gibt es noch Argentinien und Brasilien. Die Vuvuzelas bringen durch ihren Lärm eine Menge Fans und Spieler auf die Palme – wo bleiben die Fan-Gesänge? (Ich finde diese Tröten echt zum kotzen. Dies sei nur eine Erwähnung am Rande.) Und zum ersten Mal ist das gastgebende Land nicht über die Vorrunde hinaus im Turnier vertreten. Und das ist schade, da die Südafrikaner wirklich guten Fußball gespielt haben. Hätten sie sich die hohe Niederlage gegen Uruguay mal nicht erlaubt.

Aber darum soll es gar nicht gehen. Heute ist der Tag des Endspiels, das niemand wollte. Gegen Ghana geht es um 20:30 Uhr für die Deutsche Elf um alles. Gewinnen und weiterkommen oder frühzeitig packen und nach Hause fliegen. Natürlich haben wir auch mit einem Unentschieden eine Chance auf ein Weiterkommen, aber darüber möchte ich gar nicht nachdenken. Gewinnen und fertig.

Nach dem 4:0 gegen Australien am Sonntag im ersten Spiel wurde die Deutsche Elf in den Himmel gelobt. Sie sei ein Favorit für den Titel. Journalisten und Experten aller Länder prophezeiten der deutschen Mannschaft einen genialen Turnierverlauf. Keine Mannschaft überzeugte am ersten Spieltag so sehr. Der Titel war nicht fern, sondern schien ganz nah. Wer soll denn bitte diese brillanten Jungs wie zum Beispiel Özil, Müller und Marin stoppen? Die Antwort kam dann wie alle wissen mit den Serben, die den Deutschen eine derbe Niederlage aufdrückten, die schmerzhaft, aber keineswegs unvermeidbar war. Die Gelb-Rote für Klose, der verschossene Elfmeter durch Podolski und der Lattentreffer von Khedira waren sicherlich die Szenen aus deutscher Sicht, die den Spielverlauf auf den Kopf gestellt und bestimmt haben. Der Treffer der Serben direkt nach dem Platzverweis war bitter und hätte auch verhindert werden können. Hier war es aber meiner Meinung nach nicht allein die Schuld des jungen Holger Badstuber, der so sehr in die Kritik geraten ist. Es war vielmehr eine wahre Fehlerkette vorhanden.

Aber: In wenigen Stunden kann die Mannschaft es richten. Sie hat es selbst in der Hand. Ein Sieg gegen Ghana bedeutet, dass das Ticket für das Achtelfinale gelöst wird. Und darauf kann man doch nur hoffen. Wäre schade, wenn unsere Mannschaft so schnell ausscheiden würde.

Cacau soll es scheinbar richten, denn Klose ist gesperrt. Meiner Meinung nach vielleicht sogar eine glückliche Fügung. Ich kann eh nicht nachvollziehen, wieso der Bundes-Jogi auf Schwächel-Miro gesetzt hat. Immerhin sitzen mit Cacau und Stefan Kießling wahnsinnig gute Alternativen auf der Bank. Und ich hoffe auf einen Einsatz von Holger Badstuber. Hier muss man Vertrauen zeigen. Wenn man ihn raus nimmt, dann wird dadurch nur eins gezeigt: Fehler werden nicht verziehen! Und genau das wäre das falsche Signal für eine so junge Mannschaft, die bisher eine tolle Moral bewiesen hat.

Ich gehe fest von einem Sieg der deutschen Nationalmannschaft aus. Diese Mannschaft hat das Potential und den Willen – sie wird es schaffen. Für mich gilt: Nach dem Spiel gegen Australien waren wir noch lang nicht Weltmeister, auch wenn man das bei dem Medien-Echo hätte denken können, und nun sind wir nach der Niederlange gegen Serbien noch lange nicht ausgeschieden. Heute Abend wird die Teilnahme am Achtelfinale gebucht. Da können auch die Jungs aus Ghana nicht dran rütteln.

Eins und zwei und drei und 54, 74, 90, 2010

Eins und zwei und drei und 54,74,90,2010

Vier lange Jahre des Wartens haben morgen Nachmittag um 16 Uhr ein Ende, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber Südafrika und Mexiko beginnt. Und alle Fußball-Fans werden diesen Moment herbeisehnen und dann vier Wochen lang eine große, gemeinsame Party feiern. Wenige Großereignisse versetzen so viele Menschen in eine solche Euphorie. Und ich werde auf jeden Fall mittendrin statt nur dabei sein. Vor vier Jahren wurde mein Traum vom Feiern auf Fan-Meilen zerstört. Ab dem zweiten Spiel der deutschen Nationalelf durfte ich damals jedes Spiel der WM 2006 im Krankenhaus schauen. Die Erinnerung daran ist heute immer noch eine schmerzhafte. Die EM 2008 war dann auch nur ein kleiner Trost. Doch diese Weltmeisterschaft soll die letzten Wunden heilen.

Wir haben eine tolle Mannschaft, die auch nach der Verletzungsserie noch alle Chancen hat ein tolles Turnier zu spielen. Ich bin sogar der Meinung, dass wir Weltmeister werden können. Und damit stehe ich nicht einmal alleine da.

Ab Sonntag zählt für die deutsche Nationalmannschaft nur die Leistung. Dann verstummen vorerst die Diskussionen über Verletzungen, Aufstellungen, Nachnominierungen, Problemfälle und so weiter. Ein Sieg gegen Australien, der möglichst so überzeugend wie der Sieg im letzten Test gegen Bosnien-Herzegowina sein sollte, würde der Mannschaft Auftrieb geben. Dann ist vieles möglich. Wir haben eine Turniermannschaft, die häufig über sich hinauswächst. Hoffentlich auch bei diesem Turnier. Der deutsche Fußball kann es gebrauchen, dass die Mannschaft für den Erfolg kämpft. Ich habe mir in der letzten Zeit sehr häufig Gedanken über die Aufstellung und die Kader-Nominierung gemacht. Natürlich auch bei dem Kader, den Joachim Löw am Ende mit ans Kap genommen hat. Wie sollten wir spielen? Ich denke mal, dass folgende Aufstellung ganz gut wäre:

Meine Wunsch-Aufstellung mit dem vorhandenen Kader

Ich würde mir wünschen, dass Löw nicht auf Miroslav Klose setzt. Ich schätze ihn, aber er kann im Moment die Leistung nicht bringen, die das Team braucht. Außerdem spielt die Auswahl des DFB mit einer Formation, die nicht unbedingt für Kopfballspieler und Stürmer, die Bälle von außen brauchen, geeignet ist. Schnelles Kurzpassspiel ist eben nicht ganz das Spiel eines Klose – zumindest dann nicht, wenn er wie aktuell in einem Formtief ist. Cacau ist agiler – er kann es richten. Lange habe ich mich gegen Cacau gesträubt, doch mittlerweile hat er mich überzeugt. Das offensive Mittelfeld wäre vor allem mit Thomas Müller und Marko Marin sehr stark. Sie sind schnell, technisch stark und gehen dahin “wo es weh tut”. Um Mesut Özil führt für mich eh kein Weg vorbei. Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira haben gezeigt, dass sie eine tolle Doppel-Sechs bilden können. Holger Badstuber sollte auch spielen. Wer sich im Meisterkader der Bayern aus München so toll durchsetzt (dieses Argument gilt auch für Müller), der hat auch eine Chance verdient. Kapitän Lahm ist auf Rechts mittlerweile richtig gefährlich… daher für mich dort auch klar einzusetzen. Arne Friedrich und Per Mertesacker könnten eine super Innenverteidigung bilden. Und Manuel Neuer im Tor… dazu muss ich nichts sagen, denn vom Schalker bin ich wahnsinnig überzeugt.

Unsere Mannschaft ist jung (im Durchschnitt gute 25 Jahre alt), dynamisch und spielstark. Der Teamgeist scheint zu stimmen. Ob dies auch für den Kampfgeist gilt wird sich zeigen.

Ich glaube auf jeden Fall an die Möglichkeit den Titel nach Deutschland zu holen. Und ich drücke dafür die Daumen. Meine fünfte Jahreszeit fängt morgen an. Ich freue mich auf eine tolle Feier über vier Wochen hinweg. Ich werde euch hin und wieder mit meiner Sicht auf die WM hier nerven. Aber damit kommt ihr schon klar! Abschließend möchte ich auch noch Werbung machen – für das WM-Tipp-Spiel von Nicht-Spurlos. Tippt mit mir und vielen anderen und versucht Wettkönig der WM zu werden!

Und nun… Eins und zwei und drei und 54, 74, 90, 2010…

Eindruck nach dem Benefiz-Spiel gegen Malta

Mein Eindruck nach dem Spiel gegen Malta

Es dauert keinen Monat mehr bis zum Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat heute gegen Malta das erweitere WM-Aufgebot getestet. Da 12 der 30 Mann aus dem erweiterten WM-Kader aufgrund von Spielen mit den eigenen Vereinen in den Finalen von DFB-Pokal, FA-Cup und Champions-League nicht zur Verfügung standen, durften auch mehrere Perspektiv-Spieler ran. Sehr interessant gerade für mich als Fan der Borussia aus Dortmund, denn so konnten Mats Hummels und Kevin Großkreutz endlich mal im Trikot der Nationalmannschaft auf dem Platz stehen – verdientermaßen.

Das Spiel endete übrigens mit einem Endstand von 3:0 für die deutsche Mannschaft – und hätte auch noch deutlich höher ausfallen können. Cacau traf zwei Mal. Stefan Kießling blieb leider ohne Torerfolg. Das dritte Tor für den DFB schoss der Malteser Scicluna in bester Torjäger-Manier. Hätten unsere Jungs nicht besser machen können.

Nun kann man dieses Spiel nicht ansatzweise als Maßstab nehmen. Und Prognosen für die WM sind sicherlich auch nicht wirklich möglich. Aber was kann man denn dann überhaupt mitnehmen? Da wären doch ein paar Dinge.

Kevin Großkreutz ist ein super Spieler, der nach der WM auf jeden Fall in der Nationalelf öfter eingesetzt werden sollte, denn seine Offensiv-Aktionen leiteten 2 Tore ein. Dennis Aogo sollte auf jeden Fall mit zur WM fahren, weil er einfach nur ein wahnsinnig guter Mann ist – flexibel und auch bei ruhenden Bällen brandgefährlich. Stefan Kießling will Tore schießen im Trikot des DFB, aber das Glück fehlt… er hat geackert wie sonst kaum jemand, aber der der Erfolg blieb ihm verwehrt. Naja… klappt es halt bei der WM, denn mitfahren muss er auf jeden Fall. Lukas Podolski spielt in der Nationalmannschaft grundsätzlich besser als im Verein – auch wenn er heute durchaus öfter mal den Mitspieler hätte sehen dürfen. Toni Kroos wird einer der wichtigsten Spieler bei der WM. Wenn er nur ansatzweise das zeigen kann, was er bei Leverkusen monatelang gezeigt hat, dann wird er einer der ganz Großen. Und auch Piotr Trochowski spielt wieder besser als in der jüngeren Vergangenheit. Da bin ich mal gespannt, ob Jogi Löw – der Schalträger – ihn mitnimmt.

Generell kann man noch sagen, dass Malta sicherlich kein ebenbürtiger Gegner war, aber dennoch auch keine Mannschaft stellt, die man mit 10:0 vom Platz fegen kann. Acht Verteidiger muss man auf engstem Raum erst einmal überwinden.

Das Spiel zu schauen hat im Großen und Ganzen Spaß gemacht. Ich bin gespannt was die nächsten Wochen so bringen. Eines ist aber wohl eindeutig: Wir werden Weltmeister… kann kommen was und wer will.

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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