Zwielicht / Primal Fear

Versetzen wir uns zurück in das Jahr 1996. Richard Gere war seit Jahren ein gut angesehener Hollywood-Star und spielte die Hauptrolle im Film “Zwielicht”, der im Original “Primal Fear” genannt wurde. Der Name Edward Norton war damals noch niemandem ein Begriff, doch durch ein Casting mit über 2000 Teilnehmern ergatterte er sich eine bedeutende Rolle in dem Film und gab sein Debüt als Schauspieler, das zugleich seinen großen Durchbruch bedeutete. Denn er erhielt für seine schauspielerische Leistung den Golden Globe als “bester Nebendarsteller” und konnte sogar eine Oscar-Nominierung einheimsen. “Zwielicht” ist meiner Meinung nach einer der besten Filme aller Zeiten. Er basiert auf dem Roman “Primal Fear” von William Diehl. Vorgestern habe ich ihn mir zum wiederholten Male angeschaut, denn eines ist sicher: Diesen Film kann man sich immer und immer wieder anschauen. Für alle, die gerade nichts mit dem Film anfangen können, hier einmal kurz der Inhalt:
Der Erzbischof von Chicago wird das Opfer eines bestialischen Mordanschlags. Ein 19-jähriger Ministrant wird festgenommen und der Tat angeklagt. Star-Anwalt Martin Vail übernimmt seine Verteidigung – zunächst weniger aus Überzeugung, denn aus Publicitysucht. Vails frühere Geliebte vertritt die Anklage. Der Prozess nimmt eine spektakuläre Wendung nach der anderen und wirft alle Strategien, Erwartungen und Manipulationsversuche der beteiligten Personen über den Haufen. Die Frage nach Schuld und Unschuld muss neu gestellt werden und am Ende gibt es nur Verlierer. Fast jedenfalls…
Richard Gere spielt grandios den Strafverteidiger Martin Vail, Laura Linney überzeugt als seine Gegenspielerin von der Staatsanwaltschaft Janet Venable. Und Edward Norton legt eine faszinierende Darstellung des mutmaßlichen Killers Aaron Stampler hin. Die Geschichte nimmt nicht immer den gedachten Weg, sondern windet sich von Wendung zu Wendung. Erst scheint alles klar, dann wieder unklar, dann wird es wieder klar. Ein Hin und Her setzt ein. Das Ende des Films überrascht beim ersten Sehen auf jeden Fall. Auch wenn man irgendwie damit rechnet – ein wenig. Ein guter Einblick in die Justiz der USA gelingt, wobei es für uns immer ein wenig befremdlich ist, wie das da abläuft. Eines ist sicher: Der Film reißt mit. Mal ist man für Aaron und mal gegen ihn. Mal mag man Martin Vail und mal ist er einem zuwider. Und das alles innerhalb von 2 Stunden Laufzeit. Ich könnte jetzt noch Stunden über den Film schwärmen, aber ich denke ja, dass damit niemandem so wirklich geholfen ist.
Ich wollte euch mal fragen, wie ihr den Film findet? Seid ihr meiner Meinung oder doch eher weniger? Und für alle, die den Film noch nicht kennen (schämt euch!), hier einmal der englische Trailer:
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Quelle des Zitats: Moviepilot.de









Hier schreibt Lordy, Jahrgang 1986, männlich, Single, Student der Geschichtswissenschaft und kath. Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten (nördliches Ruhrgebiet), Gothic, abenteuerlustig, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Wrestling-Fan. 

