Dorstival – Rock auf der Halde 2010: Der Freitag ist vorbei, aber gleich geht es weiter…

Dorstival - Rock auf der Halde 2010

Es war dunkel, matschig, ab und an gab es leichten Nieselregen und trotz der eher bescheidenen Umstände war die Stimmung gar nicht mal so schlecht. So kann man den gestrigen Abend beim Dorstival – Rock auf der Halde 2010 wohl treffend beschreiben.

Wir kamen gegen 21:15 Uhr auf dem Festivalgelände an. Dann wurden schnell die Festival-Bändchen besorgt und es ging Richtung Bühne. King’s Tonic spielten bereits auf der gar nicht mal so kleinen Bühne. Die Stimmung war echt in Ordnung. Soundtechnisch gab es nichts zu meckern. Und der Auftritt war solide. Mir hat es gefallen. Vielleicht schaue ich mir die Jungs in der Zukunft noch einmal an. Who knows?

Gegen 22:15 Uhr betraten dann die Jungs von Rantanplan die Bühne. Und auch wenn ich kein Fan von Ska-Punk bin, muss ich sagen, dass der Auftritt nicht von schlechten Eltern war. Für gute Stimmung haben sie gesorgt. Kann aber auch am erhöhten Alkoholpegel der Masse und meiner Person gelegen haben… hm… dazu äußere ich mich besser nicht weiter. Nach Rantanplan sollte dann noch eine Band spielen, die uns aber nicht wirklich interessierte. Also ging es Richtung Heimat.

Und heute geht es gegen 16 Uhr wieder auf die Hürfeld-Halde. Dann spielt Without Wax, eine junge Pop-Rock-Band aus Wesel. Im Anschluss daran werde ich eine ungewohnte Expedition wagen, denn dann gibt es Hip Hop auf die Ohren. Für den Notfall halte ich Ohrenstöpsel bereit, aber ich denke, dass ich das auch so überstehen werde. Ist auch ganz interessant, weil einer der zwei Hip Hop Acts mit mir zusammen Abitur gemacht hat. (Schlakks und Bizzy Beatz)

Danach geht es weiter mit der britischen Band Drop out Luke, gefolgt vom Minimalisten Zwakkelmann. Im Anschluss gibt es The Strutters auf die Ohren, die mit Covern von Ozzy Osbourne, Black Sabbath und so weiter um die Ecke kommen. Meinen persönlichen Abschluss des Dorstivals werden dann die Jungs von Extrabreit gestalten. Danach werden zwar noch zwei Bands spielen, aber meine Wenigkeit muss morgen früh raus, da es für mich dann nach Köln geht. Daher werde ich nicht bis 1:00 Uhr auf der Halde verweilen, sondern nach Extrabreit – gegen 23:00 Uhr – den Heimweg antreten.

Im Großen und Ganzen ist da nicht viel, was genau meinen Geschmack trifft, aber man muss ja auch mal experimentieren und für andere Dinge offen sein… und nun sollte ich doch mal was essen und dafür sorgen, dass ich um 16 Uhr auch in den Startlöchern stehe.

Dorstival – Rock auf der Halde 2010: Gleich geht es für mich los…

Dorstival - Rock auf der Halde 2010

In Dorsten ist diese Woche ordentlich was los. Heute und Morgen geht auf der Hürfeld-Halde ordentlich die Post ab. Seit 16 Uhr ist das Dorstival – Rock auf der Halde 2010 in vollem Gange. Und es wird bis in die Nacht zum Sonntag einige Besucher anziehen. Natürlich kann man das Festival nicht mit “den Großen” vergleichen, aber gerade dadurch bekommt es seinen eigenen Charme. Und wer weiß… auch Wacken hat von 21 Jahren klein angefangen.

Leider ist das Wetter nicht so ganz auf der Seite der Veranstalter und Dorstival-Besucher. Aktuell regnet es “wie aus Eimern”. Ich werde mich heute als Teil einer kleinen Truppe erst gegen 21 Uhr auf den Weg zum Festival-Gelände machen, das ganze 7km von zu Hause entfernt ist.

Dann schauen wir uns die Dortmunder Rock-Truppe King’s Tonic und die Hamburger Ska-Punk-Band Rantanplan an. Zwischendurch gibt es ein kühles Bier und eine Menge Spaß. Und wehe es regnet immer noch, wenn wir da ankommen.

Morgen werden wir auch wieder mit von der Partie sein. Allerdings wissen wir noch nicht, wann es für uns losgeht. Um 14 Uhr spielt die erste Band. Aber sind wir dann auch da? Die Antwort tendiert zum “nein”. Wahrscheinlich werden wir uns gegen 16 Uhr in Bewegung setzen. Aber alles noch Zukunftsmusik. Morgen weiß ich mehr. Und vielleicht gibt es dann auch schon erste Fotos von heute Abend. Mal sehen…

Euch da draußen wünsche ich noch einen tollen Freitag Abend. Ich melde mich morgen wieder. In alter Müdigkeit Frische…

BlackField Festival 2010 – Fotos und Bericht

BlackField Festival 2010

Am 12. und 13. Juni war es wieder soweit. Das BlackField Festival 2010 fand zum dritten Mal im Gelsenkirchener Amphitheater statt. Und ich war – wie berichtet – mit von der Partie. Daher gibt es nun ein paar Fotos zu sehen und meine Eindrücke zum Festival und zu den einzelnen Auftritten zu lesen. Ich werde mich allerdings insgesamt kurz fassen – denn ich möchte auf keinen Fall den Rahmen sprengen (was eigentlich schon allein durch die vielen Fotos geschieht).

BlackField Festival 2010 - Scream Silence

Der erste Auftritt des Festivals gehörte Scream Silence aus Berlin. Und er war wirklich gut. Die erste Band hat es immer besonders schwer. Aber sie haben gleich gute Stimmung verbreitet und für einen guten Start gesorgt. Obwohl das Wetter alles andere als rosig war, denn es regnete leicht in Gelsenkirchen.

BlackField Festival 2010 - Jesus On Extasy

Dann waren Jesus On Extasy an der Reihe. Dorian Deveraux und Co. sorgten mit ihren erfolgreichen Hits für ordentliche Stimmung. “Neochrome” und “Assassinate me” waren zum Beispiel solche Knaller, die dem Publikum doch einheizten. Ein toller Auftritt, den ich aber auch so erwartet hatte, denn die Auftritte der Band, welche ich in der Vergangenheit miterleben durfte, waren bisher allesamt gut – so auch auf dem BlackField 2010.

BlackField Festival 2010 - Aesthetic Perfection

Weiter ging es mit Aesthetic Perfection. Hier hatte ich mir eigentlich mehr versprochen. Aber der Auftritt gefiel mir nicht. Ich kann nicht einmal ein “Warum” angeben. Irgendwas passte nicht.

BlackField Festival 2010 - Girls Under Glass

Girls Under Glass hieß der nächste Act. Auch diese Band konnte mich nicht überzeugen. Okay… die Musikrichtung ist auch nicht so ganz meine – spielen sie doch Gothic Rock. Für mich war hier im Grunde nur Warten auf die nächste Band angesagt. Solche Zeiten gibt es immer. Vor allem auf einem Festival für unterschiedliche Geschmäcker und nur einer Bühne. Aber das ist auch vollkommen in Ordnung.

BlackField Festival 2010 - Zeromancer

Wären wir auch schon bei Zeromancer angelangt. Von ihnen habe ich mir eine ganze Menge versprochen – zurecht. Die Norweger schmetterten einen Hit nach dem anderen ins Rund. Da wären zum Beispiel “Clone your lover”, “Sinners International” oder “Doppelgänger I love you” zu nennen. Einfach ein genialer Auftritt von einer tollen Band. Wiedersehen macht Freude!

BlackField Festival 2010 - Diorama

Ein Highlight für mich folgte direkt. Diorama sieht man nicht so häufig auf der Bühne. Aber wenn sie auftreten, dann wird es immer ein Fest für die Fans. Ich liebe diese Band. Seit mehreren Jahren verfolge ich deren musikalischen Werdegang. Und wieder einmal haben sie eine richtig coole Show abgeliefert. Vor allem die Songs des neuen Albums “Cubed” haben mir sehr gefallen. Richtig tolle Momente waren das. Einzigartig.

BlackField Festival 2010 - Vive La Fete

Zum Auftritt von Vive La Fete, der im Anschluss an Diorama folgte, möchte ich eigentlich gar nichts sagen. Gefiel mir überhaupt nicht. Punkt.

BlackField Festival 2010 - Deathstars

Auf das Tief folgte ein Hoch. Die Deathstars betraten die Bühne und sorgten mit einem richtig gelungenen Auftritt wieder für eine ordentliche Stimmung. Inzwischen war der Abend angebrochen. Das Wetter hatte sich immer noch nicht merklich verbessert. Es war arschkalt kühl, aber trocken – immerhin. Aber der Auftritt sorgte doch für vermehrte Bewegung und somit ließ es sich leben.

BlackField Festival 2010 - Covenant

Covenant war ein weiteres Highlight. Die Band aus Schweden sorgte für kleine und größere Euphoriewellen. Songs wie “Ritual Noise” oder “Call the ships to port” sorgten für eine tanzende Menge, die dem Headliner des Abends entgegenfieberte, der als nächstes die Bühne betreten sollte. Covenant sorgte dafür, dass die Stimmung immer besser wurde – eindeutig ein klasse Auftritt.

BlackField Festival 2010 - Front 242

Die Väter des EBM, eine Best of Show und absolutes Tanzverlangen. Oder kurz: Front 242. Der Headliner war auf jeden Fall eine Bereicherung für das Festival. Mir persönlich hat der Auftritt gut gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass sich meine Erwartungen nicht gänzlich erfüllt haben – ein Fehler meinerseits. Nichtsdestotrotz ein toller Abschluss für den ersten Festival-Tag.

BlackField Festival 2010

Der Samstag war schon ganz cool. Aber nicht allein wegen den Bands, sondern auch wegen der Begleitung. Denn an meiner Seite war die Merle, eine langjährige Freundin. Mit ihr hat es einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht. Und kurz vor dem Beginn des Deatstars-Auftritt hatte auch Wölfchen den Weg nach Gelsenkirchen gefunden. Von da an waren wir als Trio unterwegs – auch am Sonntag. Insgesamt gesehen muss ich aber sagen, dass der Samstag hätte besser sein können. Das Wetter war eher mies für ein Juni-Wochenende und auch musikalisch hätte da mehr gehen können. Die Auftritte von Diorama und Covenant waren am Samstag auf jeden Fall meine Highlights.

BlackField Festival 2010 - XP8

Der Sonntag wurde eingeleitet von XP8 und tollem Wetter, denn die Sonne schien und es waren anständige Temperaturen. So hätte es auch schon am Samstag sein dürfen. Italienische Musik-Exporte sind nicht immer sonderlich gefragt, aber hier muss man einfach zugreifen, wenn man eine Platte im Regal stehen sieht. Okay… sicherlich gilt das nicht für jeden, aber für mich auf jeden Fall. Mir hat der Auftritt total gefallen – elektronische Klänge halt und somit total mein Ding. Vorher war mir das Duo eher unbekannt. Nun bin ich auf jeden Fall von ihnen überzeugt.

BlackField Festival 2010 - Traumtänzer

Die Traumtänzer ersetzten dann die Band Sava, die eigentlich spielen sollte, aber aus Krankheitsgründen nicht auftreten konnte. Mittelalterliche Musik mit elektronischen Einflüssen wurde angekündigt. Und auch wenn ich von “mittelalterlichen Klängen” nicht viel halte, hat mir der Auftritt doch gefallen. War recht interessant und durchaus anhörbar.

BlackField Festival 2010 - Tyske Ludder

Danach ging es mit dem Panzer nach Afghanistan, denn die Jungs von Tyske Ludder betraten die Bühne. Deutscher Industrial der Extraklasse. Allerdings in der Nähe der Bühne nicht wirklich gesundheitsverträglich. Es dröhnte doch ein wenig zu sehr für meinen Geschmack. Weniger hätte es auch getan. Jetzt bin ich wahrscheinlich ein “Zuckergruftie”, aber da stehe ich zu. Dennoch fand ich den Auftritt toll und war hin und weg.

BlackField Festival 2010 - S.P.O.C.K.

Mit S.P.O.C.K. kam dann wohl eine der schrägsten Bands auf die Bühne, die ich je live bestaunen durfte. Ein erstaunlich lustiger Auftritt wurde da abgeliefert. Lachen konnte man auf jeden Fall. Am Anfang habe ich die Truppe ein wenig belächelt, aber zum Ende hin fand ich sie richtig toll – okay… richtig toll ist übertrieben. Gut gelacht habe ich aber auf jeden Fall.

BlackField Festival 2010 - Saltatio Mortis

Saltatio Mortis war dann an der Reihe. Zwar war planmäßig Sono angekündigt, aber die steckten im Stau und konnten deshalb nicht erscheinen. Somit ging es gleich wieder ins Mittelalterliche. Und auch wenn mir die Musik nicht zusagte, so muss ich doch sagen: Feiern und das Publikum mitreißen können sie. War interessant aus der Ferne zu beobachten. Und mein Fuß wippte mit. Aber mehr gab es dann auch nicht.

BlackField Festival 2010 - [:SITD:]

[:SITD:] folgten nun. Lokalmatadoren sind sie. Und das merkte man auch. Immer wieder schön, wenn eine Band eine Beziehung zu einer Stadt bzw. zum Ruhrgebiet an sich hat. Für mich war der Auftritt ein absolutes Highlight. Lange habe ich darauf gewartet sie wieder live zu sehen. Und das Warten hat sich auch gelohnt. Es war einfach toll. Beim nächsten Konzert in der Nähe bin ich dabei. Das ist jetzt schon sicher.

BlackField Festival 2010 - Oomph!

Das BlackField Festival 2009 endete mit der Ankündigung, dass es 2010 erneut ein BlackField Festival geben wird. Und es wurde auch eine hochkarätige Band bekannt gegeben. Damals stand für mich fest, dass ich wieder hin muss. Allein schon wegen der angekündigten Band. Oomph! darf man einfach nicht verpassen, wenn man sich als Fan bezeichnet. Und das tue ich mit Leidenschaft. “Labyrinth”, “Augen auf”, “Wer schön sein will muss leiden”, “Gott ist ein Popstar” oder “Fieber” sind nur ein paar der Songs, die gespielt wurden. Die Menge war in einer grandiosen Stimmung. Dero, Crap und Flux sorgten für eine Party der Superlative. Und hier lasse ich einfach mal ein Video sprechen, welches das gut dokumentiert.

YouTube Preview Image

BlackField Festival 2010 - Subway To Sally

Vom nächsten Auftritt habe ich so gut wie nichts mitbekommen. Ich habe es vorgezogen auf den Rängen Platz zu nehmen und Kraft zu tanken für den letzten Akt. Daher kann ich hier eigentlich gar nichts zu Subway To Sally sagen und gehe direkt zum nächsten Auftritt über – zum Headliner des Abends.

BlackField Festival 2010 - Unheilig

Der Graf hatte sich angesagt. Unheilig ist momentan wahnsinnig erfolgreich und nun auch über die Gothic-Szene hinweg so ziemlich jedem ein Begriff. Seit dem Album “Große Freiheit” hat man sogar in Zügen öfter mal das Vergnügen Songs wie “Für immer” oder “Geboren um zu leben” aus den Handys der Teenies dröhnen zu hören, aber darum soll es hier nicht gehen. Ich habe mir von dem Auftritt eine Menge versprochen, denn ich bin schon jahrelang ein Fan des Grafen. Und er hat mich nicht enttäuscht. Fast alle genialen Songs hat er gespielt. Das Publikum hat er mitreißen können. Tolle Augenblicke konnte ich erleben. Ich habe mitgesungen, mitgefeiert, aber auch Tränen vergossen (bei “An deiner Seite”). Neben den Songs vom neuen Album spielte er auch Klassiker wie “Sage ja”, “Freiheit”, “Astronaut” oder “Mein Stern”. Ein rundum gelungener Auftritt, der besser nicht hätte sein können – ein würdiges Ende eines tollen Festivals. Auf der nächsten Tour werde ich auf jeden Fall ein Konzert besuchen – immer vorausgesetzt natürlich, dass sich der Graf in meiner Nähe sehen lässt.

BlackField Festival 2010

Habe ich nicht geschrieben, dass ich mich kurz fassen will? Mist. 1500 Wörter sind es nun. Kurz ist anders. Aber egal… nun noch ein kleines Fazit zum Abschluss.
Der Sonntag war genial. Unheilig, [:SITD:] und Oomph! haben vor allem dafür gesorgt, dass ich richtig gute Stimmung hatte. Und das Wetter hat mit viel Sonnenschein das Übrige getan. Der Samstag wurde eindeutig übertrumpft, aber damit kann man rückblickend gut leben. Wenn man beide Tage zusammennimmt, dann war es ein geniales BlackField Festival 2010. Und 2011 wird es erneut eines geben – ich bin dabei. Das weiß ich jetzt schon. Es hat eine Menge Spaß gemacht. Und vielleicht habe ich ja das große Glück nächstes Jahr wieder mit Merle und Wölfchen gemeinsam das BlackField Festival zu genießen. Es wäre auf jeden Fall toll. Außerdem sei noch erwähnt, dass ich mich total gefreut habe die Svü nach langer Zeit mal wieder zu sehen… war glaube ich auch wahnsinnig wichtig. Und jetzt mache ich aber einfach mal einen Punkt. Sonst höre ich gar nicht mehr auf.

Mini-Bericht zur Out of Line Festival Tour 2009/2010

Mini-Bericht zur Out of Line Festival Tour 2009/2010

Ich habe ja Gestern schon über die Out of Line Festival Tour geschrieben. Und heute folgt dann quasi ein kleiner Bericht des gestrigen Abends. Vorneweg: Ich habe keine Fotos vorzuzeigen… fotografieren hält doch immer ein wenig vom Feiern und Tanzen ab. Ich hab zwar immer mal kurz versucht für den Artikel einige Fotos mit meinem Handy zu schießen, aber die sind so trashig, dass ich sie euch gar nicht zeigen mag. Naja…

Nachdem ich gegen 17:45 Uhr aufgebrochen war erreichte ich die Bochumer Matrix kurz vor dem ersten Auftritt – also gegen 18:30 Uhr. Das war durchaus toll, denn so musste ich mit meinen sehr dünnen Klamotten nicht in der Kälte warten. Rein da… ab vor die Bühne. Und schon ging es los.

Din [A] Tod waren nun nicht so gut, wie ich es mir gewünscht habe, aber für die erste Konzert-Stimmung konnten sie auf jeden Fall sorgen. Zumindest bei mir. Viele haben das wohl eher nicht so gesehen… das schlechte Los der ersten Band… es hätte die schwarze Gemeinde an dem Abend schlimmer treffen können.

Nachdem sich das Duo von Din [A] Tod dann verabschiedet hatte begannen die Umbauarbeiten – business as usual. Zumindest schien es so. Denn nach kurzer Zeit bemerkten alle, dass der Auftritt von Solitary Experiments gar nicht vorbereitet wurde. Stattdessen wurde alles für einen eher überraschenden Auftritt von Miss Construction vorbereitet. Sofort wurden bei mir Erinnerungen an das Konzert im April wach. Party-Stimmung war vorprogrammiert. Mit wahnsinnig viel Energie sorgte Gordon dafür, dass die Stimmung nun um einiges ausgelassener wurde. Vor allem die Reaktionen derjenigen, die Miss Construction scheinbar nicht kannten, waren genial – wirkten diese doch ziemlich überrascht von der provokativen und harten Art. Auf jeden Fall konnte ich hier mal richtig Spaß haben, denn ich hatte auch den nötigen Platz.

Als nächstes stand dann der Auftritt von Solitary Experiments an. Auch so eine Band, die ich schon kenne. Und auch hier war klar: Der Auftritt kann nur genial werden. Und das war er auch. Tanzen bis zum Umfallen war angesagt. Wobei Umfallen da gar nicht wirklich möglich war. Irgendwer hätte mich schon aufgefangen. Neben der Stimmung stieg auch die Temperatur in immer höhere Gefilde und damit stieg auch die Menge an Schweiß extrem.

Und mehr heizte dann auch noch Rabia Sorda ein. Um mich herum ging nun wirklich die Post ab. Kreischende Damen, mit dem Kopf wackelnde Herren. Und ich war mal wieder mittendrin statt nur dabei. Ein unbeschreiblich harter Auftritt, der keine Wünsche offen ließ. Rabia Sorda werde ich mir auf jeden Fall noch einmal anschauen. Die nächste Gelegenheit habe ich ja auch schon vor Augen… muss ich nur noch das Ticket erstehen, aber das wird wohl kein Problem.

Kirlian Camera sollten als nächstes Auftreten, aber dies ging aus Krankheitsgründen nicht. Und so erklärt sich dann auch, wieso Miss Construction mit von der Partie waren. Ein guter Ersatz… für mich.

Das Highlight des Abends war natürlich der Auftritt von Blutengel, der gegen 22:15 Uhr begann. Wieder einmal glänzte die Truppe durch eine geniale Bühnenshow, die alles bot, was man sich als Fan nur wünscht. Im Grunde handelte es sich bei ihrem Auftritt um eine “Mini-Version” der Auftritte der letzten Tour. Aber beeindruckend war er dennoch. Ich habe getanzt, gesungen, gelacht, geweint, geschwitzt, mich gefreut, geflucht. Ein Wechselbad der Gefühle war dieser Auftritt quasi – wie gewohnt. Ein unbeschreiblicher Moment war erneut das Mitsingen aller bei “Engelsblut“. Immer wieder ein wunderschönes Gefühl ein Teil dieser Masse zu sein. Solche Momente kann einem niemand mehr nehmen. Auch immer wieder hinreißend (Achtung: Ironie!) ist die Tatsache, dass irgendwann Kondenswasser von der Hallendecke tropft… wunderbar.

Gegen 23:30 Uhr war “die Messe dann gelesen” und die letzte Zugabe gespielt. Ich hatte erst noch vor weiter zu feiern, aber nach 5 Stunden durchtanzen und dauerschwitzen habe ich mich dann doch für die Heimfahrt entschieden. Ich glaube auch mal nicht, dass ich noch sonderlich lange durchgehalten hätte. Dafür hatte ich mich einfach während der Auftritte zu sehr reingehängt. Wollte ich ja eigentlich gar nicht. Aber irgendwie stand ich auf einmal relativ weit vorne und musste mich bewegen. Manchmal macht der Körper einfach Dinge, die man gar nicht unbedingt will. Aber was soll’s. Der Abend war genial. Wieder einmal. Bei der nächsten Tour von Out of Line bin ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie. Da gibt es gar keine Diskussion.

Out of Line Festival Tour 2009/2010

Out of Line Festival 2009/2010

Heute Abend ist es endlich soweit. Die Wartezeit hat ein Ende. Im August des vergangenen Jahres habe ich das Ticket gekauft, am 29.10.2009 sollte das “Mini-Festival” der Plattenfirma Out of Line in der Bochumer Matrix stattfinden, doch dann wurde es verschoben. Und in wenigen Stunden wird es nachgeholt. Das LineUp? Blutengel, Kirlian Camera, Rabia Sorda, Solitary Experiments und Din [A] Tod. Eine Anhäufung guter und vor allem düsterer elektronischer Musik. Besonders freue ich mich natürlich auf Blutengel, da ich bekanntlich ein großer Fan der Band bin. Aber auch auf die anderen Bands kann ich mich nur freuen.

Solitary Experiments habe ich schon live gesehen und sie haben mich überzeugt. Und Rabia Sorda hat ein paar richtig gute Songs. Bei Kirlian Kamera und Din [A] Tod bin ich gespannt, wie sie live so sind. Da lasse ich mich mehr überraschen. Im Grunde kann es aber eh nur ein toller Abend werden. Im Anschluss an das Konzert findet noch wie gewohnt am zweiten und vierten Freitag im Monat E:O:D statt. Je nachdem wie gut ich dann noch drauf bin werde ich da auch noch ein wenig in die Nacht tanzen und weiter feiern. So… und nun muss ich mich aber auch langsam fertig machen, damit ich pünktlich da bin, wenn sich die Türen öffnen. Und vielleicht berichte ich ja auch in den folgenden Tagen noch über den kommenden Abend… mal sehen.

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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