Experte oder Oberpfeife?

Auf dem Tinneff-Blog wurde dazu aufgerufen eine Prognose für die kommende Spielzeit der 1. Fußball-Bundesliga abzugeben und die Abschlusstabelle zu tippen. Wie sieht wohl die Tabelle nach dem 34 Spieltag im Mai 2012 aus? Wer steht oben? Wer darf feiern? Für wen wird es eine perfekte Saison? Wer steigt ab? Wo kullern Tränen? Jedes Jahr bewegen diese und andere Fragen einige Millionen Fußball-Fans.

Ich habe mir also auch mal Gedanken gemacht, wie die Tabelle am Ende der Saison aussehen könnte. Wenn alles gut läuft und sich manches so entwickelt, wie ich es jetzt gerade erwarte. Aber reden wir nicht lang um den heißen Brei herum, sondern kommen gleich zum Wesentlichen. So sieht meine Gedanken-Abschlusstabelle aus:

1. Borussia Dortmund
2. FC Bayern München
3. Bayer 04 Leverkusen
4. Hamburger SV
5. FC Schalke 04
6. Hannover 96
7. TSG 1899 Hoffenheim
8. VfB Stuttgart
9. VfL Wolfsburg
10. FSV Mainz 05
11. Hertha BSC Berlin
12. Borussia Mönchengladbach
13. 1. FC Nürnberg
14. Werder Bremen
15. 1. FC Köln
16. SC Freiburg
17. FC Augsburg
18. 1. FC Kaiserslautern

Ja, bei mir wird Borussia Dortmund erneut Meister. Zu optimistisch? Mag sein. Aber eine Titelverteidigung ist möglich. Ich bin als BVB-Anhänger am Ende auch glücklich, wenn es zur Qualifikation für den internationalen Wettbewerb reicht, aber warum gleich die Meisterschale nach München reden? Dann brauchen wir die Saison ja gar nicht anzupfeifen.

Außerdem sehe ich natürlich den FC Bayern München, Bayer 04 Leverkusen, den FC Schalke 04 und den Hamburger SV oben. Im Mittelfeld tummelt sich dann weitere Prominenz. Und im Abstiegskampf sehe ich den 1. FC Nürnberg, Werder Bremen, den 1. FC Köln, den SC Freiburg, den FC Augsburg und den 1. FC Kaiserslautern. Aus Gründen, die ich gar nicht alle aufzählen will.

Ich bin mir übrigens auch ziemlich sicher, dass ich mit der Tabelle wahrscheinlich daneben liege, da in jeder Saison so viele Variablen stecken, dass solche Tipps eigentlich nur mit sehr viel Glück richtig sind. Ob man ein Experte ist oder nicht zeigt sich für mich in Tippgemeinschaften bei denen jeder Spieltag getippt wird und man durch Sachverstand auf die Variablen reagieren kann. Und solltet ihr noch bei einer Tippgemeinschaft mitmachen wollen, dann lege ich euch diese hier ans Herz. Soviel an dieser Stelle von mir.

Wenn ich heute mal nicht für die morgen anstehende Klausur lerne, schwelge ich in Erinnerungen an eine wunderbare Bundesliga-Saison

Meistersaison 2010/2011 - Saisonrückblick und Meisterfeier

Im Grunde ist mit der nicht gerade kurzen Überschrift ja schon alles gesagt, nicht wahr? Die meiste Zeit und meine kostbare Energie geht heute eindeutig fürs Lernen drauf, denn morgen wird eine Klausur geschrieben. Die Letzte im Bachelor. Aber da Lernen ohne kleinere Pausen weniger effektiv ist und auch nicht wirklich viel bringt, darf man sich natürlich auch hin und wieder mal anders beschäftigen. Mach ich auch. Ich schwelge dann in Erinnerungen, indem ich mir den BVB-Saisonrückblick zur vergangenen Meistersaison anschaue. Das längt ab, ist Balsam für die Seele und sorgt für gute Stimmung, die sich dann wiederum positiv auf die Lernphasen auswirkt. Ja… alles clever durchdacht und so.

Achja… da vor der Klausur morgen ein Artikel mehr hier erscheinen wird, kann ich es euch ja jetzt schon mal sagen: Drückt mir die Daumen! Morgen Vormittag! Danke.

Der Frauenfußball hat ein neues Level erreicht!

Die FIFA Frauen-WM 2011 in Deutschland ist in vollem Gange. Jahrelang wurde der Frauenfußball nur belächelt. Doch diese Zeiten sind – so scheint es – endgültig vorbei. Der Frauenfußball hat ein neues Level erreicht! Gilt vor allem für die Präsenz in den Medien. Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender übertragen alle Spiele der Weltmeisterschaft live. Mit teilweise gigantischen Quoten. Fast 17 Millionen sollen das letzte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich gesehen haben. Auch die Titelblätter der Zeitungen sind mit Artikeln zur Frauen-WM geschmückt. Die Auslastung der Stadien ist beeindruckend. Alle Spiele der deutschen Mannschaft sind restlos ausverkauft. Gigantisch. Es geht eindeutig aufwärts.

Die Organisatoren der WM haben einen tollen Job gemacht. Alle sind begeistert. Verantwortliche, Spielerinnen, Zuschauer. Es scheint ein neues Sommermärchen zu werden, wenn die deutsche Mannschaft weiter durch das Turnier marschiert. Und es ist den Frauen zu wünschen. Auch ich schaue, wenn nichts dazwischenkommt, jedes Spiel und fiebere ordentlich mit. Ehrensache!

Allerdings bringt dieser ganze Trubel natürlich auch negative Dinge mit sich. So hätte es vor dieser Frauen-WM nie ein Spiel der deutschen Damen gegeben, bei dem die Zuschauer zur Halbzeit die dargebotene Leistung mit Pfiffen quittieren. Und auch ein Formtief, wie es gerade Birgit Prinz erlebt, wäre natürlich vor Wochen noch nicht so in den Medien breitgetreten worden. Alles neu, alles spannend, aber auch mit einem kleinen und sicherlich faden Beigeschmack. Der Lohn der Aufmerksamkeit, so scheint es. Irgendwie komisch. Aber wohl auch normal. Lassen wir das…

Es gab bisher schon viele tolle Tore und einige werden sicherlich in den nächsten Spielen noch folgen. Beispiele gefällig? Da…

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Und dann gab es da auch noch diese Momente, die für immer unvergesslich bleiben. Einen habe ich mal rausgesucht und so mancher wird schon ahnen, was nun folgt. Zugetragen hat sich das Ganze im Spiel zwischen Australien und Äquatorialguinea. Unglaublich.

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Die Australierinnen im Angriff, eine Flanke von links, der Ball wird direkt aufs Tor geschossen, Pfosten… und dann nimmt eine Feldspielerin aus Äquatorialguinea den Ball einfach so für 2 bis 3 Sekunden in die Hand und es passiert nichts. Kein Pfiff, keine Unterbrechung, kein Elfmeter und das Spiel geht (ACHTUNG!) mit einem Abstoß der Torhüterin weiter. Was bitte hat da die Schiedsrichterin gemacht? Unfassbar. Wer da die größte Pfeife auf dem Platz war steht eindeutig fest. Ich konnte in dem Moment nur mit dem Kopf schütteln. Und ich gehe jetzt nicht auf diese leidige Schiedsrichterinnen-Diskussion ein, denn da sind die Männer ja auch nicht so viel besser. Und irgendwie sind es ja manchmal auch die Fehler, die eine Sache sympatisch machen. Findet ihr nicht auch?

Michael Ballack vs. DFB – Wenn eine Trennung schiefgeht

Es ist Sommerpause in der Fußball-Bundesliga. Und neben ein paar Transfer-Nachrichten dominiert momentan nur ein Thema die Fußballwelt. Und zwar der Konflikt zwischen Ex-Nationalspieler Michael Ballack und Nationaltrainer Joachim Löw. Schon interessant, was sich da in den letzten Tagen so alles getan hat. Hätte gar nicht gedacht, dass sich das Ganze zu so einem Schauspiel entwickelt. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt, nicht wahr?

Als das Foto, das ihr oben seht, aufgenommen wurde, war die Welt noch in Ordnung. Joachim Löw und Michael Ballack zeigten das Trikot der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Beide mit einem Lächeln im Gesicht. Schnee von Gestern.

Das Verhältnis zwischen beiden ist mittlerweile mehr als angespannt. Das Wort “Schlammschlacht” taucht in den Nachrichten hin und wieder auf. Es ist eine dumme Situation, die am Ende nur Verlierer hervorbringt.

Vor der Weltmeisterschaft 2010 galt Michael Ballack, der “Capitano”, als unbedingt gesetzt. Sein Ausfall aufgrund einer schweren Verletzung, die er sich kurz vor der WM zuzog, wog anfangs schwer. Wer soll die Lücke füllen? Wie kann man ihn ersetzen? Wie schafft man es, dass die deutsche Mannschaft auch ohne ihn erfolgreichen Fußball spielt? Diese Fragen wollten beantwortet werden. Und sie wurden bei der WM in eindrucksvoller Weise beantwortet. Die Mannschaft erreichte den dritten Platz – ohne Ballack, aber mit einer ganzen Menge Spielfreude und faszinierendem Fußball.

Nach der WM musste dann die Frage gestellt werden: Ist für Michael Ballack noch Platz in diesem Team? Und schafft er es noch einmal zu einer Form, die weitere Einsätze rechtfertigen lässt?

Nun, nach fast einem Jahr, hat Bundestrainer Joachim Löw die Antwort auf diese Frage gegeben. Nein, es reicht nicht mehr. Geplant wird ohne Ballack. Gesetzt wird auf die Jugend. Ein Schritt, der bei den meisten Fußball-Begeisterten, die ich kenne, sehr gut ankommt. Jeder weiß um die großen Verdienste der Nummer 13, aber viele sind davon überzeugt, dass seine Zeit schlichtweg vorbei ist. So auch ich.

Ich kann allerdings nicht verstehen, wieso diese Diskussion sich ein Jahr lang hielt. Na klar, der Bundestrainer wollte sich die Tür so lang wie möglich offen lassen, aber geschadet hätte eine schnellere Klärung sicherlich nicht. Denn eigentlich war der Weg doch vorgezeichnet, der Jugend-Trend nicht mehr zu stoppen. Da hätte man sich auch schon im Winter zu diesem Schritt, der jetzt getan wurde, durchringen können.

Weiterhin fällt es mir irgendwie nicht gerade leicht zu verstehen, wieso da jetzt von beiden Seiten nach getreten wird. Presseerklärung folgt auf Presseerklärung und es steht Aussage gegen Aussage. Fakt ist: Einer lügt, da beide Aussagen nicht so recht zusammenpassen. Aber warum macht ihr das, Jungs? Denn ihr verliert am Ende doch alle dabei. Gewinner wird es sicherlich keine geben! Das Ansehen des Bundestrainers und der anderen DFB-Verantwortlichen leidet ebenso wie das von Michael Ballack. Und diese Situation wird beiden nicht gerecht. Vor allem wird eine tolle Karriere in der Nationalmannschaft mit 98 Länderspielen am Ende immer mit dieser “Schlammschlacht” behaftet sein. Diese Schande ist jetzt schon nicht mehr weg zu wischen. Und dabei hätte das doch alles gar nicht sein müssen, wenn man sich einfach nur frühzeitig auf eine klare Linie geeinigt hätte.

Ein typisches Beispiel dafür, dass sich ein Schlingerkurs nicht ansatzweise auszahlt. Alles einfach nur dämlich gelaufen. Ich bin mal gespannt, wie lang sich das Ganze noch in den Medien hält. Ich würde mir wünschen, dass dieser Unsinn noch vor der Frauen-WM, die hierzulande stattfinden wird, erledigt ist, damit dieser Konflikt nicht auch noch die WM in den Schatten stellt. Denkbar wäre dies immerhin, nicht wahr? Aber muss echt nicht sein. Denn das ganze Gestänker bringt ja nix. Niemandem. Außer den Medien, die sich sicherlich freuen. Naja, und mir, denn so kann ich euch mit meiner unwichtigen Meinung dazu nerven. Joa…

Was sagt ihr denn zu der ganzen Sache?

Aber abschließen möchte ich diesen Artikel mit einem “Danke” an Michael Ballack. Danke für tolle Spiele in der Nationalmannschaft und herausragende Leistungen als Kapitän. Es war ein tolle Zeit. Danke dafür!

Alle Tore der schwarz-gelben Meistersaison 2010/2011

Foto von der Dortmunder Meisterfeier 2011

Es soll sie da draußen geben, die schwarz-gelben Fußballfans, die meinen Blog lesen. Hörensagen und so. Ihr wisst schon. Und das freut mich irgendwie, denn so wird dieser Artikel hier nicht bei allen auf Desinteresse stoßen. Momentan ist Sommerpause. Die Bundesliga startet erst wieder im August. Nun gut. Vorher gibt es noch die erste Runde im DFB-Pokal, aber bis dahin muss fast genauso viel Zeit ins Lande gehen. Und immerhin gibt es auch noch die FIFA Frauen-WM 2011, die hier in Deutschland stattfindet und in 8 Tagen startet. Wer übrigens Lust hat an einem Tippspiel zur Frauen-WM teilzunehmen, darf gerne mal hier klicken und sich registrieren und mittippen. Ich bin da natürlich auch wieder mit von der Partie.

Aber nun bin ich doch sehr weit vom eigentlichen Thema abgekommen. Soll doch eigentlich um den Deutschen Meister Borussia Dortmund gehen. Bei Marc kann man sie schon sehen, nun möchte auch ich sie hier für euch bereitstellen. Alle Tore der schwarz-gelben Meistersaison 2010/2011. Im O-Ton. Gute 30 Minuten voller wunderschöner Treffer von Lucas Barrios, Kevin Großkreutz, Mario Götze, Shinji Kagawa, Nuri Sahin und so weiter und so weiter und so weiter. Ist doch in jedem Fall eine schöne Art auf eine Saison zurückzublicken, oder?

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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