NRW-Liga (2010/2011): SV Schermbeck gegen Rot-Weiss Essen

Es ist immer wieder toll ein Fußballspiel live zu erleben. Und genau aus diesem Grund habe ich mich heute nach Schermbeck begeben, denn da kam es zum Duell zwischen dem SV Schermbeck e.V. 1912 und Rot-Weiss Essen. NRW-Liga, 20. Spieltag. Schermbeck ist quasi um die Ecke. Und Spiele von Rot-Weiss Essen schaue ich sowieso immer mal wieder gerne. Traditionsclub und so.

War auch auf jeden Fall ein recht ordentliches Spiel, das der RWE am Ende verdient mit 2:1 gewonnen hat, nachdem man in der Anfangsphase in Rückstand geraten war. Auswärtssieg. Arbeitssieg. Alles gut. Damit bleibt der RWE erst einmal der Tabellenführer der NRW-Liga. Das Ziel “Aufstieg” ist also weiterhin angepeilt und natürlich auch erreichbar. Glück auf!

Im Stadion selbst herrschte echt gute Stimmung. Lag vor allem daran, dass es überwiegend mit RWE-Fans gefüllt war. Also von der Atmosphäre her war es sicherlich kein typisches Auswärtsspiel der Essener Mannschaft. Insgesamt sollen 3020 Zuschauer anwesend gewesen sein. Also: Volles Haus. Für so einen kleinen Verein wie den SV Schermbeck war das heute auf jeden Fall ein guter Tag. Kommt ja nicht so oft vor, dass eine Gast-Mannschaft so viele Fans mitbringt.

Mir hat es auf jeden Fall richtig, richtig viel Spaß gemacht. War mal wieder ein toller Fußball-Nachmittag. An solchen Tagen merkt man dann auch, dass man viel zu selten ins Stadion geht. Mal sehen, ob sich da was ändern lässt. Kann ich momentan gar nicht so wirklich sagen. Gelohnt hat es sich dieses Mal auf jeden Fall. Und wenn ich es zeitlich schaffe, dann werde ich mir auch noch zwei oder drei Spiele des RWE in dieser Saison anschauen. Denn die spielen aktuell richtig tollen Fußball. Ohne Witz.

Da das Spiel doch ziemlich spannend war, habe ich nicht gerade viele Fotos gemacht. Daher kann ich euch hier nur eine ganz kleine Auswahl zeigen. Aber das ist mir so immer noch lieber als viele Fotos zeigen zu können und dafür ein beschissenes Spiel erlebt zu haben.

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Ein Mittelfußbruch ist eben kein Beinbruch

Letztendlich ist es doch ein toller Samstag, den wir heute erleben. Ich habe die besagte Klausur vor wenigen Stunden hinter mich gebracht. Und wenn ich mich nicht total irre, dann sollte ich sie auch ohne Probleme bestanden haben. Schließlich konnte ich Punkte zählen und so. Also… wird schon werden. Da mache ich mir keine Sorgen. Jetzt habe ich erst einmal ein wenig Ruhe – bis Morgen. Denn dann beginnt das Lernen für die nächste Klausur, die am Mittwoch morgen auf dem Programm steht. Da freue ich mich aber schon drauf. Und aufgrund toll zusammengestellter PowerPoint-Präsentationen des Dozenten wird das Lernen auch eine ganz nette und doch eher einfache Angelegenheit.

Joa… und dann ist da noch der 3:0-Sieg von Borussia Dortmund über den VfL Wolfsburg – auswärts, in der Autostadt. Gefällt. Diese Saison wird von Spieltag zu Spieltag besser. Der Abstand auf Leverkusen bleibt mit 11 Punkten also konstant. Und die Bayern haben auch immer noch 14 Punkte Rückstand. So langsam beginne ich ja echt von der Meisterfeier in Dortmund zu träumen. Wobei ich mich natürlich nicht zu früh freuen möchte. Naja… egal.

Als bekannt wurde, dass sich der japanische Shootingstar Shinji Kagawa bei der Asienmeisterschaft im Halbfinale verletzt hat, war ich erst einmal riesig geschockt. Der Junge hat eine so tolle Runde bei der Borussia gespielt und war der Garant für viele Siege. Oft hat er den Unterschied in engen Situationen gemacht. Und jetzt diese Verletzung… es reichte scheinbar nicht, dass wir den kompletten Januar auf ihn verzichten mussten, weil er für Japan bei der Asienmeisterschaft auf dem Platz stand… nein… jetzt auch noch der Bruch des fünften Mittelfußknochens. Die Saison ist für ihn gelaufen. Schade, krass, traurig…

Aber wie wir heute gesehen haben… ein Mittelfußbruch ist eben kein Beinbruch. Die Mannschaft hat erneut geglänzt – auch ohne Kagawa. Und sie marschiert weiter… nächste Woche steht dann auch noch das Revierderby gegen Schalke auf dem Plan… hoffentlich darf ich nach dem Spiel wieder feiern…

So… jetzt habe ich auch eigentlich schon wieder genug geschrieben… heute Abend werde ich erst einmal feiern, dass ich die Klausur überstanden und hinter mich gebracht habe. Und dazu fällt mir gerade nur noch ein Wort ein: Ausgeufert…

Toller Rückrundenstart des BVB und Glückskeks-Time

Die Winterpause der Fußball-Bundesliga ging gestern Abend mit dem Start der Rückrunde und dem Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund zu Ende. Ein Feiertag, denn mir fehlte die Bundesliga an den letzten Wochenenden eindeutig. Aber nun geht es ja wieder weiter. Und wie… der BVB revanchierte sich bei der Werkself für die Saison-Niederlage am ersten Spieltag der Saison und gewann durch die Tore von Kevin Großkreutz (49. und 53. Minute) und Mario Götze (55. Minute) verdient mit 3:1 in der BayArena.

Und heute kamen dann gleich die nächsten positiven Ergebnisse aus Dortmunder Sicht zustande. Mit dem FSV Mainz 05 verlor der nächste direkte Verfolger der Borussia. Der Abstand auf den Tabellenzweiten und den Tabellendritten beträgt nun also stolze 13 Punkte. Und dann gab es da ja auch noch das Unentschieden des FC Bayern München in Wolfsburg. Der Rekordmeister hat nun 16 Punkte Rückstand. Grandios.

So kann es natürlich gerne weitergehen. Obwohl man eindeutig sagen muss, dass die nächsten Aufgaben der Borussia nicht gerade leicht werden. Die nächsten drei Gegner: Zuerst ist der VfB Stuttgart in Dortmund zu Gast, dann geht es nach Wolfsburg und direkt darauf folgt das Revier-Derby gegen die Königsblauen aus Gelsenkirchen. Warten wir es mal ab…

Themawechsel. Heute lagen hier ein paar Glückskekse auf dem Tisch. Ihr wisst schon… diese US-amerikanische Erfindung, die gerne auch als chinesische Tradition verkauft wird. Und geglaubt wird das dann von den meisten Menschen auch noch. Naja, wie dem auch sei… ich habe direkt zugegriffen und zwei davon gefuttert. Und dementsprechend durfte ich auch zwei “tolle” Sinnsprüche lesen, die ich euch allen da draußen in Ermangelung spannender Themen natürlich nicht vorenthalten möchte.

Der erste Spruch: “Ihre Vorhaben gelingen.” – Ja, stimmt. Meine Vorhaben gelingen. Zumindest würde ich das momentan so sehen. Hat der Spruch also vollkommen ins Schwarze getroffen. Bei vielen anderen, die diesen Sinnspruch in ihrem Keks finden, wird der Zettel wohl vor Wut schneller im Müll landen als ihm lieb ist… typische 50:50-Chance. Oder doch 80:50? (Achtung: Insider!) Besser wäre es wohl, wenn der Hersteller vielleicht das Tempus des Satzes ändert. Das Futur I verbringt wahre Wunder. Und es wäre auch nur ein Wort mehr, das gedruckt werden müsste. Ökonomisch vielleicht kontraproduktiv, aber ansonsten eindeutig sinniger… so ein “Ihre Vorhaben werden gelingen.” Naja… wegen dem Vorgaukeln von positiven Zukunftsaussichten und so. Auch da werden dann manche Menschen sicherlich dran glauben.

Und der zweite Spruch war dann schon etwas länger: “Der Stern des Reichtums leuchtet über Dir.” – Sehe ich ein. Zwar nicht im materiellen Sinne, denn da würde mein Portmonee wohl widersprechen, wenn es denn sprechen könnte, aber dennoch… stimmt. Ganz eindeutig. Da fällt mir nun nix mehr zu ein. Außer: Ich wünsche euch allen noch einen schönen Samstag Abend. Schön feiern, saufen und so weiter…

Portfolio zum Grundschulpraktikum vollendet und nebenbei noch Herbstmeister beim Tippspiel geworden

Portfolio zum Grundschulpraktikum vollendet

Heute ist wahrlich ein schöner Tag! Okay… wenn ich nach draußen schaue und die neuen Schneemassen sehe, dann bekomme ich leicht die Krise, aber sonst… ein wirklich toller Tag. Denn ich habe nach wahnsinnig arbeitsintensiven Tagen mein Portfolio zum Grundschulpraktikum vollendet. So mancher wird das Ding wohl einfach “Praktikumsbericht” nennen und damit auch voll ins Schwarze treffen, aber ist ja auch total egal.

Auf jeden Fall ist dieses Ding nun fertig. 116 bedruckte Seiten umfasst es inklusive Anhang. Alle Arbeitsaufträge, die uns an die Hand gegeben wurden, habe ich gewissenhaft erfüllt. Und dafür ging nicht gerade wenig Zeit drauf. Darf man eigentlich keinem erzählen. Wie viel Seiten umfasst noch einmal eine Bachelor-Arbeit? 30 Seiten? Oh… doch so wenig?! Wie dem auch sei… ich bin froh, dass ich dieses Portfolio nun abgegeben kann.

Morgen läuft übrigens auch die Frist für die Abgabe aus. Ich bin also wieder einmal äußerst pünktlich. Ich muss vorher nur noch einen schicken Ordner besorgen und die 116 Seiten lochen. Zum Glück gibt es an der Universität so tolle Locher, die mehr als ein Blatt gleichzeitig bearbeiten können. So dauert das Ganze dann immerhin nicht ganz so lang – hoffe ich. Aber die große Last ist mir eindeutig schon heute von den schmalen Schultern gefallen. Und die Kopfschmerzen, die ich nach dem Tippen der letzten Seiten hatte, habe ich dann auch mal direkt erfolgreich bekämpft… musste sein!

Nebenbei noch Herbstmeister beim Tippspiel geworden

Und nebenbei gibt es noch etwas ganz tolles zu vermelden. Beim Nicht-spurlos Tipp habe ich die Tabellenführung, die ich am 27.11.2010 ergattert hatte, nicht mehr hergeschenkt. Und damit bin ich dann wohl der Tipp-Herbstmeister in dieser Saison. Hab es also meiner Borussia nachgemacht. Gut so. Jetzt muss ich die Tabellenführung ja nur noch 17 Spieltage lang verteidigen und bei den zusätzlichen Bonus-Tipps gut abschneiden und ich bin Meister. Hachja… mal sehen, ob das klappt… drückt mir mal die Daumen!

Borussia Dortmund verlässt die europäische Bühne mit einem tollen Spiel in Sevilla

Die Mannschaft aus Dortmund bekam gestern in Sevilla “ihr Endspiel” um den Einzug in die nächste Runde der UEFA Europa League. Gegen den in einer sportlichen Krise befindlichen FC Sevilla konnte nur ein Sieg das Weiterkommen und “Überwintern in Europa” möglich machen. Und dieser Sieg wurde verpasst. Der Endstand war lediglich ein 2:2-Unentschieden.

Ich habe dieses Spiel mit Spannung verfolgt. Habe mich gefreut, aufgeregt, geärgert, habe gehofft und gebangt und war am Ende stolz und traurig zugleich. Wir waren kurz davor, aber sind den letzten Schritt nicht gegangen – schade, aber damit kann ich sogar ganz gut leben.

Um 21:05 Uhr wurde die Partie vom Schiedsrichtergespann aus der Sowjetunion (da waren Hansi Küppers Gedanken wohl irgendwo in der Geschichte hängen geblieben, aber er hat sich ja später verbessert) Russland angepfiffen. Vier Minuten später war der Ball dann im Tor des FC Sevilla. Täter: Shinji Kagawa. Dortmund führte – super Beginn. Bis zur 15. Minuten sah es dann so aus als hätte der BVB hier ein leichtes Los gezogen und würde sicher durchmarschieren, doch dann begannen 20 Minuten, die dem BVB die erste Halbzeit ordentlich versalzten. Bis zur 35. Minute gab es nun eine Drangphase Sevillas, die mit zwei Toren belohnt wurde. Romaric und Kanouté trafen in der 31. und 35. Minute zur 2:1 Führung des Gastgebers. Dann war auch irgendwann Halbzeit.

Nach er Pause ging es dann gleich wieder munter los, denn der BVB wollte den Sieg. Das konnte man den 11 Mann auf dem Platz deutlich ansehen. In der 49. Minute schoss Nuri Sahin einen genialen Eckball und Neven Subotic nutzte diese Gelegenheit zum Ausgleich per Kopf. Ab da war wieder alles offen und der Sieg war greifbar – zumindest in der Theorie. In der Praxis wurde aus dem bis dahin tollen Fußballspiel allerdings letztendlich eine Farce. Jürgen Klopp sagte nach dem Abpfiff folgendes:

Es gibt zwei Dinge, die man über das Spiel sagen muss. Einerseits waren die Gegentore nicht wahnsinnig notwendig, die wir uns eingebrockt haben. Auf der anderen Seite muss man auch sagen: Wenn am Donnerstag in der Presse steht, dass uns die internationale Erfahrung fehlt, kann ich das nicht verstehen. Wenn es internationale Erfahrung ist, aus fünf Minuten Nachspielzeit acht Minuten zu schinden, dann möchte ich nicht, dass meine Mannschaft so etwas lernt. Wir haben es zwar selber versäumt, das dritte Tor zu machen, und Sevilla hat sich das Unentschieden erarbeitet, insgesamt bleibt aber ein fader Beigeschmack. Es ist eine peinliche Vorstellung, wenn eine klasse Mannschaft wie Sevilla auf eine solche Art Fußball spielt.

Innenverteidiger Neven Subotic pflichtete seinem Trainer bei.

Natürlich ist die Enttäuschung groß, denn wir haben am Ende alles nach vorne geworfen. Sevilla hat das aus meiner Sicht am Ende zu abgezockt gemacht, der Schiedsrichter hätte locker noch eine Hälfte länger spielen lassen können. Nach jedem Foul hat es nämlich fast acht Minuten bis zur Ausführung gedauert. Auf der anderen Seite hatten wir nach dem 2:2-Ausgleich bis auf die Chance von Mario Götze kaum noch echte Torgelegenheiten. Es war einfach schwierig, da Sevilla mit neun Mann verteidigt hat.

“Zeitspiel” und “totale Defensive” waren nach dem Ausgleich wohl die wichtigsten Begrifflichkeiten des Spiels. 40 Minuten der regulären Spielzeit lagen nach dem Ausgleich noch vor den 22 Mann auf dem Rasen. Und als Zuschauer kam es einem so vor als wären nicht einmal 15 Minuten an effektiver Spielzeit dabei herausgesprungen. Lange Verletzungspausen ohne erkennbaren Grund, Wadenkrämpfe bei den Spielern von Sevilla nach 80 Minuten Spielzeit (was machen die eigentlich im Training?) und Verzögerungen waren an der Tagesordnung. Hinzu verteidigten die Spanier dann noch mit 9 Mann plus Torwart im eigenen Sechszehner. Wenn der FC Sevilla wirklich zu den besten Mannschaften Spaniens gehört, dann tut es mir leid um den spanischen Club-Fußball. Hoffentlich fliegen die in der nächsten Runde raus. Ich drücke die Daumen.

Aber nichtsdestotrotz kann ich mich nur beim BVB bedanken. Acht Spiele auf der europäischen Bühne waren live im Free-TV zu sehen. Mehr als geplant. Mehr als gedacht. Toll. Danke! Und zudem hat sich der Verein sicherlich neben dem Geld vor allem Respekt und Anerkennung verdient.

In Leverkusen und München werden sich gestern die Verantwortlichen der jeweiligen Clubs geärgert haben. Der BVB hat nun keine Doppelbelastung in der Rückrunde und kann sich komplett auf die 17 Partien in der Bundesliga konzentrieren. Vielleicht ist das der Vorteil, der den BVB nun wirklich zum Meisterschaftsfavoriten macht. Aber lassen wir das… darüber schreibe ich dann in 3 Monaten oder so.

Was ich allerdings noch loswerden will: Nächstes Jahr spielen wir sicher wieder europäisch. Warum? Weil der BVB nach 16 Spielen dieser Saison bereits 43 Punkte hat. In der letzten Saison hatte man 57 Punkte nach dem 34. Spieltag. Und man stand auf dem fünften Tabellenplatz. Auf gut Deutsch: In 18 Spielen muss der BVB noch 14 Punkte holen, um so erfolgreich wie im letzten Jahr zu sein. Oder auch: In dieser Saison hat man auf den ersten Tabellenplatz, der nicht nach Europa führt, bereits 17 Punkte Vorsprung. Der BVB wird also nächstes Jahr auf jeden Fall europäisch spielen. Und dann wird es auch über den Winter hinaus halten… ganz sicher.

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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