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	<title>Lordys Weblog &#187; History</title>
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	<description>Lordy, Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, BVB-Anhänger.</description>
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		<item>
		<title>Heute vor 50 Jahren: Der Beginn des Mauerbaus</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 10:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute vor 50 Jahren, am 13. August 1961, wurde auf Befehl der DDR-Führung unter Walter Ulbricht, nachdem es aus Moskau grünes Licht gab, mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. Das nicht zu überbietende Symbol für die Teilung Berlins und Deutschlands. Als die Menschen morgens aus ihren Betten stiegen, war die Grenze schon beschlossene Sache. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lordysweblog.net/2011/08/13/heute-vor-50-jahren-der-beginn-des-mauerbaus/"><em>Hier ist ein Video eingebunden!</em></a></p>
<p>Heute vor 50 Jahren, am 13. August 1961, wurde  auf Befehl der DDR-Führung unter Walter Ulbricht, nachdem es aus Moskau grünes Licht gab, mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. Das nicht zu überbietende Symbol für die Teilung Berlins und Deutschlands. Als die Menschen morgens aus ihren Betten stiegen, war die Grenze schon beschlossene Sache. Unter Schock mussten sie mit ansehen, wie Stacheldraht gezogen und Stein auf Stein gemauert wurde. Ein Erlebnis, das sich in die Erinnerungen der Menschen brannte. Familien, Liebende und Freunde wurden auseinander gerissen und blieben für lange 28 Jahre, 10680 Tage, getrennt. </p>
<p>Es muss ein besonders schlimmes Gefühl gewesen sein diesen Tag bewusst zu erleben. Viele hatten freilich mit einer Grenzschließung gerechnet, doch als es dann passierte, war man wohl doch nicht so unbedingt darauf vorbereitet. Zumal auch die Reaktion aus dem Westen ausblieb. John F. Kennedy war die Mauer wohl lieber als ein Krieg. Auch wenn diese Mauer für viele Menschen zu erheblichen Einschränkungen oder gar zum Tode führte. Denn mit der Zeit wurde die Mauer zu einer fast perfekt funktionierenden Todesfalle für all diejenigen, die in den Westen flüchten wollten.</p>
<p>Großes Unrecht war den Deutschen widerfahren. Ein Unrecht, das allzu oft viel zu leicht hingenommen wurde. Und darum ist es wichtig, dass man an einem Tag wie diesem an das Unrecht und die Toten erinnert. Ein Gedenktag. Die Mauer, ein trauriges Kapitel in der Geschichte Deutschlands und freilich auch in der Geschichte Berlins. </p>
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		<title>Zitat aus der Geschichte #1</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 13:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat aus der Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe vor kurzem in einem Artikel ein sehr interessantes Zitat gefunden, das ich euch hier kurz präsentieren will. Habe ich in Zukunft übrigens öfter vor. Ob ich es dann am Ende auch mache, steht allerdings wieder auf einem anderen Blatt. Das Zitat bezieht sich auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs. In den USA entwickelten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor kurzem in einem Artikel ein sehr interessantes Zitat gefunden, das ich euch hier kurz präsentieren will. Habe ich in Zukunft übrigens öfter vor. Ob ich es dann am Ende auch mache, steht allerdings wieder auf einem anderen Blatt. </p>
<p>Das Zitat bezieht sich auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs. In den USA entwickelten Wissenschaftler die erste Atombombe in Kooperation mit den Briten. Die Sowjetunion wurde von diesen Geschehnissen ausgeschlossen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt mit den USA und Großbritannien verbündet war. Und da die Forschungen in der Sowjetunion bei weitem nicht so weit voran geschritten waren wie die der westlichen Alliierten, versuchte man die fehlenden Erkenntnisse durch Spionage zu gewinnen, um so Schritt halten zu können. Und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anatoli_Yatskov">Anatoli A. Yakovlev</a>, einer der sowjetischen Spione, die in den USA tätig waren, äußerte sich einige Jahre nach dem Krieg wie folgt in der russischen Tageszeitung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prawda">Prawda</a> zu den Vorkommnissen:</p>
<blockquote><p>Damals, in den schlimmen 40er Jahren, waren wir die Alliierten der USA im Krieg gegen das faschistische Deutschland und anschließend auch gegen Japan. Als Alliierte hätten die amerikanischen Behörden die Informationen über die Bombe mit uns teilen müssen. Wir hatten einen moralischen Anspruch darauf. Aber sie haben akribisch darauf geachtet, sogar die bloße Existenz ihrer Arbeiten vor uns zu verbergen. Daher sollte man die Aktivitäten unserer Geheimdienste nicht als Spionage bezeichnen, sondern eher als ein Versuch den amerikanischen Behörden zu helfen ihr Versehen zu korrigieren.</p></blockquote>
<p>Ist doch auf jeden Fall eine sehr interessante Sicht der Dinge, oder?</p>
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		<title>Rückkehr in eine fremde Heimat &#8211; Kriegsheimkehrer nach 1945</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 17:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen habe ich viel über das Schicksal derer nachgedacht, die nach 1945 als Kriegsheimkehrer zurück in ihre Heimat kamen &#8211; eine Heimat, die ihnen wohl sehr fremd gewesen sein muss, da sie nicht mehr so war, wie sie sie verlassen hatten. Hier eine von vielen möglichen Geschichten: Ein 18-jähriger Mann bekommt Mitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen habe ich viel über das Schicksal derer nachgedacht, die nach 1945 als Kriegsheimkehrer zurück in ihre Heimat kamen &#8211; eine Heimat, die ihnen wohl sehr fremd gewesen sein muss, da sie nicht mehr so war, wie sie sie verlassen hatten. Hier eine von vielen möglichen Geschichten:</p>
<p>Ein 18-jähriger Mann bekommt Mitte 1942 die Nachricht, dass er in wenigen Wochen an die Ostfront versetzt wird. Seine Freundin, mit der er schon über ein Jahr glücklich ist, ist schwanger &#8211; im vierten Monat. Sie entschließen sich zu heiraten &#8211; so schnell es geht. Er will leben, denn wer weiß, was der Kampf gegen die Rote Armee bringen wird. Angst herrscht vor, obwohl die Wehrmacht für ihn nach wie vor als unbesiegbar gilt. Im Dritten Reich werden die Soldaten zu Helden ernannt. Man ist etwas besonderes. </p>
<p>Im Anschluss an die Hochzeit beginnt sein Einsatz an der Front &#8211; einen Monat vor der Geburt seiner Tochter, seines ersten Kindes. Während erbitterte Kämpfe toben, sind die Gedanken an seine Familie der einzige Halt. Nach der Schlacht von Stalingrad läuft es für die Wehrmacht nicht mehr sonderlich gut. Der Mythos der Unbesiegbarkeit bröckelt &#8211; auch in seinem Kopf. </p>
<p>Etwas über ein Jahr nach dem Beginn seines Fronteinsatzes gerät er in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Immerhin ist er nicht tot. Damit ist er dem Schicksal, das drei seiner besten Freunde ereilt ist, entkommen &#8211; vorübergehend. Das Leben als Kriegsgefangener ist kein Zuckerschlecken. Und die Chance auf eine Heimkehr ist nicht vorhanden. Wiederaufbau der zerstörten Gebiete soll durch die Gefangenen geleistet werden. Die Bevölkerung leidet unter einer schlechten Versorgungslage. Für die hart arbeitenden Gefangenen bleiben nur Notrationen. Die einst so stolzen Soldaten zerbrechen in den folgenden Monaten &#8211; körperlich ebenso wie seelisch. Der Wunsch nach einer vernünftigen Mahlzeit verdrängt alle anderen Gedanken aus den Köpfen der Männer. </p>
<p>Erst Mitte der 50er Jahre endet dieses Leben und macht Platz für ein Neues &#8211; in der Heimat. Mit den Entlassungspapieren in der Hand geht es in die Deutsche Demokratische Republik. Nach der Erstversorgung wird er wieder in den Ort &#8211; in der Bundesrepublik Deutschland &#8211; gebracht, den er vor rund 12 Jahren verlassen hatte. Auf der Fahrt dorthin wird die Zerstörung sichtbar, die der Krieg über Deutschland gebracht hatte. Vieles sieht anders aus und wurde schon wieder aufgebaut, aber es sind auch noch Trümmer sichtbar. </p>
<p>An der eigenen Haustür angekommen, betätigt er die Türklingel. Ein fremdes Pärchen macht auf und sagt, dass seine Frau samt Kind nicht mehr hier wohnt. Sie sei zu ihren Eltern gezogen. Auf diese Nachricht folgt noch die Nächste, denn das Pärchen hat noch mehr zu berichten. Es teilt ihm mit, dass seine Eltern, die im Haus nebenan gewohnt hatten, bei einem Bombenangriff auf die örtliche Kirche gestorben seien. Der erste Verlust und ein schwerer Schlag. Der einzige Trost: Frau und Kind leben wohl noch.</p>
<p>Also geht die Heimkehr weiter. Nach einiger Suche wird er fündig. Wenige Minuten später kann er seine Frau umarmen. Sie hatte nicht mehr an seine Rückkehr geglaubt, aber immer darauf gehofft. Damit hat er Glück, denn sie hätte sich auch für einen Neuanfang ohne ihn entscheiden können, denn sie wusste ja nicht, dass er noch lebte. </p>
<p>Nun fällt der Blick auf seine Tochter. Sie ist groß geworden. Er hat ihre gesamte Kindheit verpasst. Die Tochter schaut skeptisch, ängstlich, verwirrt. Sie kennt ihren Papa nur von Fotos. Und da sah er noch ganz anders aus. Es wird schwer sein &#8211; für beide. Aber immerhin ist er nicht allein. Und auf ihn wurde gewartet. </p>
<p>Auf dem Arbeitsmarkt sieht es schlecht für ihn aus. Er muss sich als Hilfsarbeiter durchschlagen. Aufarbeitung der Geschehnisse vollzieht sich nicht öffentlich. Reden kann er darüber mit niemandem. Anpassen muss er sich auch &#8211; an ein neues politisches System, an das neue Rollenverhältnis zwischen Mann und Frau. </p>
<p>Die Welt hat sich weitergedreht. Es ist vieles passiert. Und niemand kann nach so einer Zeit da weitermachen, wo er vorher aufgehört hat. Dies ist einfach unmöglich. Er wird Jahre brauchen bis er den Ort, den er nun bewohnt, wieder als Heimat ansehen kann&#8230; wenn ihm das überhaupt jemals gelingt. </p>
<p>Dies ist wohl ein Schicksal unter vielen anderen. Sich so etwas vor Augen zu führen, ist schon irgendwie komisch &#8211; vor allem aus heutigen Sicht. Vor einigen Semestern habe ich ein Seminar über Flüchtlinge und Kriegsheimkehrer belegt. Es war wahnsinnig interessant. Und es zeigte auf, dass die Thematik durchaus problematisch ist. Ich möchte mit diesem Beispiel vermitteln, dass der Krieg eine schreckliche Sache ist, die das Leben aller kein bisschen besser macht &#8211; im Gegenteil: Der Krieg sorgt dafür, dass jedes Leben schlechter wird. </p>
<p>Oft wird das Schicksal der Kriegsheimkehrer in eine Konkurrenz zu dem Leiden der Opfern des Holocaust gestellt. Von einem solchen Verhalten möchte ich mich ausdrücklich distanzieren. Man kann das geschehene Leid nicht miteinander vergleichen. Und man sollte es auch auf keinen Fall tun, denn es wäre schlichtweg falsch&#8230;</p>
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		<title>Der Zupfgeigenhansl, der Spielmann und Tandaradei</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 14:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<description><![CDATA[Reisen wir doch mal für einen kurzen Moment ca. 100 Jahre in die Vergangenheit. Das 20. Jahrhundert hat gerade begonnen und die Industrialisierung hat weite Teile Europas erfasst. Die Menschen wohnen nun überwiegend in den Städten, weil sie in den dortigen Fabriken Arbeit finden. Bald wird der Erste Weltkrieg ausbrechen und das Deutsche Reich wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.lordysweblog.net/wp-images/der-zupfgeigenhansl-der-spielmann-und-tandaradei.jpg" alt="Der Zupfgeigenhansl, der Spielmann und Tandaradei" title="Der Zupfgeigenhansl, der Spielmann und Tandaradei" /></p>
<p>Reisen wir doch mal für einen kurzen Moment ca. 100 Jahre in die Vergangenheit. Das 20. Jahrhundert hat gerade begonnen und die Industrialisierung hat weite Teile Europas erfasst. Die Menschen wohnen nun überwiegend in den Städten, weil sie in den dortigen Fabriken Arbeit finden. Bald wird der Erste Weltkrieg ausbrechen und das Deutsche Reich wird diesen verlieren. Durch den Versailler Vertrag wird die neu entstandene Republik von Weimar schwer belastet. Dolchstoßlegende, Wirtschaftskrise, Verfassungsfehler und einige andere Faktoren werden dafür sorgen, dass Adolf Hitler und die von ihm geführte NSDAP 1933 die Macht übernimmt. Wenige Jahre später wird er der Welt einen Krieg, der die schrecklichsten Alpträume bei weitem übersteigen wird, aufzwingen.</p>
<p>Das erste Drittel des 20. Jahrhunderts ist wahrlich eine spannende Zeit. Ein Kaiserreich wird zu einer Republik. Kriege überziehen Europa. Die alte Ordnung bricht zusammen. Es kommt zu einer Verstädterung. Die Menschen leben nun nicht mehr in einem kleinen Dorf und kennen einander. Sie sind viel mehr ein kleiner Teil einer großen, anonymen Masse. Mit dem, was sie in den Fabriken produzieren, können sie sich aufgrund der eingeführten Arbeitsteilung nicht mehr identifizieren. Das Weltbild verändert sich &#8211; grundlegend.</p>
<p>In diese Zeit fällt eine ganz besondere Strömung &#8211; die Jugendbewegung. Das Ziel: Raus aus der Stadt, hinein in die Natur und dadurch dem nun alltäglich gewordenem Leben entfliehen. Wie? Durch Wanderungen und Fahrten während des Wochenendes oder in den Ferien &#8211; in kleinen Gruppen die Natur hautnah erleben und somit ein neues Lebensgefühl entwickeln. Und was gehört bei Wanderungen oder Fahrten zu dieser Zeit dazu? Ganz klar: Musik.</p>
<p>Die Möglichkeiten von heute blieben den Jugendlichen von damals verwehrt. Es gab keine Ghettoblaster, keine iPods oder überfüllte Regale mit Musik-CDs bei Saturn. Und selbst wenn es sie gegeben hätte, dann hätten die Jugendlichen dieser Zeit gerne darauf verzichtet.</p>
<p>Sie sind gemeinsam los gezogen, haben gemeinsam die Tage verbracht und dabei gemeinsam gesungen. Kirchenlieder, Volkslieder, Soldatenlieder &#8211; immer mit passendem Text für jeden Anlass. Als Hilfe dienten ihnen Liederbücher wie &#8220;Der Zupfgeigenhansl&#8221;, &#8220;Der Spielmann&#8221; oder &#8220;Tandaradei&#8221;, die in dieser Zeit schwindelerregende Auflagen erzielten. &#8220;Der Zupfgeigenhansl&#8221; wurde über eine Million mal verkauft &#8211; ein Bestseller.</p>
<p>Warum schreibe ich das? Die Frage lässt sich sehr leicht beantworten. Für ein Seminar des letzten Semesters fertige ich aktuell eine Hausarbeit (Umfang: 20 Seiten) an. Das Thema: Die Lieder der (katholischen) Jugendbewegung. Im Rahmen dieser Arbeit habe ich mir die drei genannten Liederbücher gekauft. Ich bin froh gut erhaltene Exemplare erstanden zu haben mit denen man arbeiten kann &#8211; ist gar nicht so leicht Bücher zu finden, die über 100 Jahre alt sind, aber Amazon macht es zum Glück möglich. Denn wenn ich ehrlich bin, dann ist es doch weit schöner mit Quellen zu arbeiten als mit Sekundärliteratur, die einem schon alles mehr oder weniger wichtige vorkaut. </p>
<p>Das Durchblättern der Liederbücher macht auch richtig Spaß, weil dort eine Menge an interessanten Liedern enthalten ist. Kirchgänger werden noch heute so manches Lied kennen, das damals auf Wanderungen der Jugendbewegung gesungen wurde. Aber der größte Teil der Lieder stammt aus dem Bereich der Volkslieder. Sollte ein gesteigertes Interesse bestehen, dann kann ich gerne nach der Korrektur der Hausarbeit mal das eine oder andere Lied hier präsentieren. </p>
<p>Aber wie dem auch sei&#8230; allein das Hineindenken in die Jugend dieser Zeit empfinde ich als lehrreich. Ist der Gedanke an Flucht vor dem Chaos und der Anonymität in die Natur doch vielleicht gar nicht so weit weg, wie wir momentan denken.</p>
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		<title>Halloween, Samhain, ein Totengott, der Vorabend von Allerheiligen und der Reformationstag</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 16:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 31. Oktober bietet jedes Jahr gleich mehrere Anlässe zum feiern. Feiert man nun Halloween, Samhain oder den Reformationstag? Diese Entscheidung darf jeder für sich treffen. Und dieses Jahr gab es die Umstellung der Uhren auf die Winterzeit noch gratis dazu &#8211; wunderbar! Die meisten werden heute sicherlich mit Halloween ein Fest feiern, dessen Ursprünge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 31. Oktober bietet jedes Jahr gleich mehrere Anlässe zum feiern. Feiert man nun Halloween, Samhain oder den Reformationstag? Diese Entscheidung darf jeder für sich treffen. Und dieses Jahr gab es die Umstellung der Uhren auf die Winterzeit noch gratis dazu &#8211; wunderbar!</p>
<p>Die meisten werden heute sicherlich mit Halloween ein Fest feiern, dessen Ursprünge nicht gänzlich geklärt sind und immer wieder heftige Diskussionen herbeiführen. Was steht denn fest? Halloween wurde in Irland gefeiert und kam durch irische Einwanderer in die USA. Dort entwickelte sich Halloween zu einem bedeutenden Fest. Und irgendwann kamen kluge Köpfe auf die Idee dieses Fest entsprechend zu vermarkten und auch nach Europa zu bringen. Seitdem werden im Oktober unsere Geschäfte mit Kostümen und Dekorationsartikeln überschwemmt. Und so ziemlich jede Kneipe hat eine eigene Halloween-Party und lockt mit Alkohol der preiswerten Sorte &#8211; eine Erfolgsgeschichte für alle, die an diesem &#8220;Hype&#8221; verdienen. </p>
<p>Der Begriff Halloween scheint von &#8220;All Hallows&#8217; Even&#8221; (Allerheiligenvorabend) zu kommen. Dies lässt vor allem auf christliche Wurzeln schließen. Im Christentum werden auch Vorabende zu großen Festen gefeiert. Aber das wissen wir ja alle, da wir jedes Jahr mit Heiligabend den Vorabend von Weihnachten feiern. </p>
<p>Dann gibt es aber auch andere Meinungen, die Bezüge zum Totengott &#8220;Samhain&#8221; aus der keltischen Mythologie herstellen und dies vor allem in den Bräuchen bestätigt sehen. Allerdings gilt dies in der Forschung als eher unwahrscheinlich. Der Bezug zum Totenreich könnte nämlich auch durch den Bezug auf Allerheiligen erklärt werden. Denn an Allerheiligen wird der Gemeinschaft der Heiligen gedacht, welcher man sich auch im Apostolicum bekennt. </p>
<p>Andere werden vielleicht Samhain, die Feier des Sommerendes, begehen. Dieses Fest hat seine Wurzeln in heidnisch-keltischen Bräuchen. Es läutet den Beginn der dunklen Jahreshälfte ein. An diesem Tag öffnen sich die Tore zwischen dem Diesseits und dem Jenseits und die Toten können auf Erden wandern und Verwandte besuchen. Viele Bräuche dieses Festes finden wir im heutigen Halloween wieder. </p>
<p>Und evangelische Christen werden vielleicht auch den Reformationstag feiern. An diesem Tag wird der Reformation der Kirche durch Martin Luther gedacht. Ein sehr bedeutendes Ereignis in der Kirchengeschichte. Nicht zuletzt durch die erfolgte Herausbildung zweier Konfessionen, die sich danach Jahrhunderte lang &#8220;fremd waren&#8221;. </p>
<p>Es gibt also genügend Auswahl, wenn man einen Grund beziehungsweise einen Anlass zum Feiern sucht. Ich werde heute auf eine Halloween-Party in einem meiner liebsten Clubs gehen. Ich werde mich nicht verkleiden, sondern einfach mal wieder eine Club-Nacht genießen. Und im Grunde könnte ich das jedes Wochenende tun. Ist also eigentlich gar nichts besonderes. Das Einzige, was wohl wirklich anders sein wird, ist die Größe der feiernden Menge, der ich mich anschließen werde. Denn Halloween zieht eben eindeutig mehr feierwütige Seelen an. Und zum Abschluss dieses Artikels sag ich einfach mal: Habt einen schönen Abend &#8211; ganz egal welches Fest ihr feiert!</p>
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		<title>Das Massaker von Katyn</title>
		<link>http://www.lordysweblog.net/2010/05/12/das-massaker-von-katyn/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 16:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DVD]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei dem Massaker von Katyn handelt es sich um ein Verbrechen der Sowjetunion, das im Frühjahr 1940 in der Nähe von Katyn stattfand. Mehrere Tausend polnische Offiziere wurden auf Weisung Stalins getötet &#8211; per Kopfschuss. Die Offiziere waren während der Besetzung Ostpolens durch die Rote Armee nach der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes im September 1939 in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.lordysweblog.net/wp-images/das-massaker-von-katyn.jpg" alt="Das Massaker von Katyn" title="Das Massaker von Katyn" /></p>
<p>Bei dem Massaker von Katyn handelt es sich um ein Verbrechen der Sowjetunion, das im Frühjahr 1940 in der Nähe von Katyn stattfand. Mehrere Tausend polnische Offiziere wurden auf Weisung Stalins getötet &#8211; per Kopfschuss. Die Offiziere waren während der Besetzung Ostpolens durch die Rote Armee nach der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes im September 1939 in sowjetische Gefangenschaft geraten. Darauf folgte die Verlegung in sowjetische Lager und wenig später der Massenmord. Die Leichen wurden dann in Massengräbern verscharrt. Diese Gräber wurden 1943 von der Wehrmacht aufgefunden und zu Propagandazwecken gegen die Sowjetunion genutzt. Im besetzten Krakau wurden durch die Lautsprecher Listen mit den identifizierten Todesopfern verlesen. Die polnische Exilregierung brach die Beziehungen zur Sowjetunion ab. Stalin stritt ab, dass die Sowjetunion für den Massenmord an den polnischen Offizieren &#8211; Polizisten und Intellektuellen &#8211; verantwortlich wäre und schob diese Taten dem Dritten Reich zu. Lange Zeit war es danach in Polen bzw. im gesamten Ostblock nicht möglich die Wahrheit auszusprechen, wenn man nicht in ernste Probleme geraten wollte.</p>
<p>Aber nun kommen wir erst einmal an ein Ende dieser Geschichtsstunde. Im September 2007 wurde der Film &#8220;Das Massaker von Katyn&#8221; (im Original: &#8220;Katyń&#8221;) des polnischen Regisseurs Andrzej Wajda in den deutschen Kinos gezeigt. Dabei handelt es sich um einen Film über eben das beschriebene Massaker. Zudem basiert er auf dem Buch &#8220;Post mortem &#8211; The Katyn Story&#8221; von Andrzej Mularczyk. Der Film wurde 2008 für den Oscar in der Kategorie &#8220;Bester fremdsprachiger Film&#8221; nominiert. Und ich hatte am Wochenende das Glück und konnte mir den Film anschauen. Da sich der Film an die historischen Ereignisse hält, ist natürlich nun schon ein Stück der Handlung vorweggenommen. Aber dennoch soll nun auch noch eine kleine Einblick in den Inhalt gegeben werden, da sich der Film vor allem mit persönlichen Schicksalen auseinandersetzt&#8230; </p>
<blockquote><p>Die Polin Anna und mit ihr zahlreiche andere Frauen fragen sich, was mit ihren im Krieg verschollenen Ehemännern, Vätern und Söhnen passiert ist. 12.000 Offiziere wurden 1940 im Wald von Katyn von Sowjets hingerichtet. Die Russen bezichtigen jedoch aus Propagandagründen die Nazis des Massakers. Anna hat noch Hoffnung, weil ihr Mann Andrzej nicht auf der Todesliste von Katyn auftaucht &#8211; wegen eines Irrtums. Denn Andrzej trug bei seinem Tod den Pullover seines Freundes Jerzy, der nach dem Krieg zurückkehrt.</p></blockquote>
<p>Grundsätzlich ist noch zu sagen, dass dies nicht der einzige Handlungsstrang ist. Aber es ist einer der Wesentlichen. Der Film zeigt meiner Meinung nach auf atemberaubende Weise was sich damals zugetragen hat. Die Geschichte wird an dieser Stelle lebendig &#8211; gar nicht mal so verkehrt im Gedenken an die Offiziere, die zu Kriegsgefangenen und Opfern wurden, obwohl sie nicht einmal gekämpft hatten. Die Atmosphäre ist drückend, Hoffnung gibt es kaum. Ein Schlag folgt dem nächsten. So war es damals wohl auch für die Menschen, die dies erlebten. Durchatmen konnte man nicht&#8230; und auch der Film geht in diese Richtung.<br />
Zwar ist er Anfangs, wenn der Blick vor allem auf den Frauen und Familien der Offiziere haftet, eine Spur zu &#8220;aufgebläht&#8221;, aber das nimmt mit der Zeit doch eindeutig ab. Die Kriegsleiden werden sichtbar, sind spürbar. Der Film reißt mit.</p>
<p>Eine Zäsur begehen die letzten 15 Minuten, die das Massaker in aller Grausamkeit noch einmal auferstehen lassen. Gänsehaut ist vorprogrammiert. Der Massenmord wird nicht nur angedeutet, sondern er wird auch gezeigt. Dadurch entwickelt sich natürlich eine ganz besondere Atmosphäre, die einfach nur beklemmend ist. Es wird die Maschinerie gezeigt, die hier dafür sorgt, dass tausende Menschen den Tod finden. Schrecklich. Aber solche Bilder zeigen erst die ganze Brutalität und das ganze Ausmaß. Sie wirken beeindruckend&#8230; aber sie beeindrucken im negativen Sinne. Fassungslosigkeit greift um sich. Eines ist sicher: Das Ende hat es in sich. Mehr kann ich dazu gar nicht schreiben&#8230;</p>
<p>Meiner Meinung nach handelt es sich um einen sehr guten Film, der verdient für einen Oscar nominiert wurde. Ich kann nur jedem empfehlen sich diesen Film einmal anzuschauen, da er wirklich einen sehr guten Einblick in diese Zeit gewährt. Und für alle, die nun ihr Interesse für den Film gefunden haben, gibt es zum Abschluss dieses Artikels noch einen Trailer zum Film.</p>
<p><a href="http://www.lordysweblog.net/2010/05/12/das-massaker-von-katyn/"><em>Hier ist ein Video eingebunden!</em></a></p>
<p><small>___<br />
Quelle des Zitats: <a href="http://www.kino.de/kinofilm/das-massaker-von-katyn/101867.html">kino.de</a></small></p>
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		<title>Spezialeinheit Werwolf</title>
		<link>http://www.lordysweblog.net/2010/03/19/spezialeinheit-werwolf/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 20:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich mag Filme, die sich an die Geschichte anlehnen. Daher habe ich mir den Film &#8220;Spezialeinheit Werwolf&#8221; ausgeliehen, da er bisher nur als Leih-DVD erhältlich ist. Ab dem 09.04.2010 kann man ihn dann aber auch käuflich erwerben. Produziert wurde er vor 2 Jahren in Russland. So heißt er im Original auch &#8220;Ohota na Vervolfa&#8221;. Alle, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.lordysweblog.net/wp-images/spezialeinheit-werwolf.jpg" alt="Spezialeinheit Werwolf" title="Spezialeinheit Werwolf" /></p>
<p>Ich mag Filme, die sich an die Geschichte anlehnen. Daher habe ich mir den Film &#8220;Spezialeinheit Werwolf&#8221; ausgeliehen, da er bisher nur als Leih-DVD erhältlich ist. Ab dem 09.04.2010 kann man ihn dann aber auch käuflich erwerben. Produziert wurde er vor 2 Jahren in Russland. So heißt er im Original auch &#8220;Ohota na Vervolfa&#8221;. Alle, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg etwas mehr beschäftigen, werden allein bei dem Begriff &#8220;Werwolf&#8221; schon wissen worum sich der Film im Großen und Ganzen dreht. Und zwar um das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werwolf_%28F%C3%BChrerhauptquartier%29">Führerhauptquartier bei Winniza</a> in der Ukraine, das 1942 und 1943 von Adolf Hitler aufgesucht wurde. Aber nun erst einmal eine kurze Inhaltszusammenfassung: </p>
<blockquote><p>Ukraine 1942, die deutsche Armee arbeitet an einem neuen geheimen Bauprojekt, dem &#8220;Werwolf Bunker&#8221;, der als neues Führerhauptquartier für den Vormarsch in den Osten dienen soll. Eine kleine Spezialeinheit soll bis zum streng bewachten Bunker vordringen und lebenswichtige Informationen zu Truppenstärke und Standort der Feinde liefern. Unter Führung von Major Sedev kämpft sich die Elitetruppe durch feindliche Linien und nimmt den mörderischen Kampf gegen Nazis und Verräter auf.</p></blockquote>
<p>Eine russische Spezialeinheit erhält den Befehl Adolf Hitler zu töten. Wo? Im Führerhauptquartier &#8220;Werwolf&#8221;. Doch der Auftrag ist von Beginn an in Gefahr. Denn ein Maulwurf gibt sämtliche Informationen an die Deutschen weiter, die sich somit perfekt auf die Spezialeinheit vorbereiten können. Aber dennoch entstehen einige Chancen, die von den russischen Soldaten wahrgenommen werden. </p>
<p>Ein durchweg spannender Film. Zwar ist logischerweise die ganze Zeit über klar, dass die Operation am Ende misslingt, aber wie sich die Spezialeinheit immer näher an das unmögliche Ziel heran arbeitet ist schon interessant dargestellt. Auch die durchgängige Suche nach dem Maulwurf in den eigenen Reihen trägt durchaus dazu bei, dass eine Menge Spannung entsteht. Es ist ein Film aus einem anderen Blickwinkel. </p>
<p>Russische Soldaten sind nicht so häufig die Helden in Kriegsfilmen. Und schlecht ist er auf keinen Fall. Negativ aufgefallen sind mir einzig ein paar Spezialeffekte. Die Explosion einer Granate gegen Ende des Films sieht zum Beispiel mehr als unecht aus. Das trügt das Bild ein wenig, aber dennoch ist der Film durchaus sehenswert.</p>
<p>Vor allem für diejenigen, die sich für das Thema an sich interessieren. Viel mehr möchte ich dazu nun auch gar nicht schreiben, da ich sonst viel zu viel verraten würde. </p>
<p><small>___<br />
Quelle des Zitats: <a href="http://www.cinefacts.de/dvd/55068/spezialeinheit-werwolf-dvd.html">Cinefacts.de</a></small></p>
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		<title>Mein Dorsten: Dorsten im Mittelalter</title>
		<link>http://www.lordysweblog.net/2009/10/29/mein-dorsten-dorsten-im-mittelalter/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 17:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Dorsten]]></category>

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		<description><![CDATA[In der letzten Woche habe ich angekündigt, dass ich ab nun viel mehr über meine Heimatstadt schreiben möchte. Und zwar in der Serie &#8220;Mein Dorsten&#8221;. Und damit möchte ich nun beginnen. Da ich vor einiger Zeit in einer Veranstaltung an der Universität über Dorsten im Mittelalter referieren musste, habe ich mich natürlich intensiv mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.lordysweblog.net/wp-images/mein-dorsten-dorsten-im-mittelalter.jpg" alt="Schematische Abbildung Dorstens um 1633" title="Schematische Abbildung Dorstens um 1633" /></p>
<p>In der letzten Woche habe ich angekündigt, dass ich ab nun viel mehr über meine Heimatstadt schreiben möchte. Und zwar in der <a href="http://www.lordysweblog.net/2009/10/21/mein-dorsten-vorstellung-einer-neuen-serie/">Serie &#8220;Mein Dorsten&#8221;</a>. Und damit möchte ich nun beginnen. Da ich vor einiger Zeit in einer Veranstaltung an der Universität über Dorsten im Mittelalter referieren musste, habe ich mich natürlich intensiv mit der Geschichte dieser doch so schönen Stadt beschäftigt. </p>
<p>Eine Stadt, die in mittelalterlichen Urkunden meist &#8220;Durstine&#8221; oder &#8220;Durstene&#8221; genannt wird. Bis in das Jahr 1251 hinein ist das als &#8220;Durstine&#8221; benannte Gebiet Eigentum des Viktorstiftes Xanten und der Graf von Kleve ist der zuständige Vogt. Die Bedeutung des Gebietes ist extrem hoch, da wichtige Handelswege zwischen den anderen Städten der Umgebung (Essen, Bottrop, Köln, Münster, Recklinghausen) durch &#8220;Durstine&#8221; führen. Auch die gute Lage am Fluss mit dem Namen Lippe macht &#8220;Durstine&#8221; interessant. Nicht zuletzt, weil in dem Gebiet eine der wenigen Brücken, die über den Fluss führen, existiert.</p>
<p>Nachdem der Graf von Kleve und der Graf von der Mark im Jahr 1226 die Stadt Hamm und 1241 Wesel gegründet haben, möchte auch der dritte Große in dieser Region dafür sorgen, dass er eine Stadt in diesem Gebiet beherrscht. Und so will der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden &#8220;Durstine&#8221; zu einer Stadt ausbauen. 2 Urkunden, die eine betrifft den Vogt Graf von Kleve und die andere das Viktorstift in Xanten,  zeugen davon, dass der Kölner Erzbischof im Jahr 1251 dem Gebiet das Stadtrecht verleiht. Es entsteht die Stadt Dorsten.</p>
<p>Bis in das Jahr 1260 hinein wird für eine erste Befestigung der Stadt gesorgt. Nicht mit Steinen, sondern mit Holz und Erde. Nach der Fertigstellung sind 3,5 Hektar Gebiet als &#8220;befestigt&#8221; anzusehen. Im Jahr 1275 wird eine Münzstätte gebaut, die fortan für die Prägung des &#8220;Dorstener Pfennig&#8221; verantwortlich ist. Die ersten Schritte zu einer richtigen Stadt werden also nur wenige Jahre nach der Vergabe des Stadtrechts gegangen. </p>
<p>Der Erzbischof von Köln hat dem Grafen von Kleve 1251 zugesichert, dass Dorsten im Falle von Konflikten neutralisiert werden würde. Dies kümmert den Grafen in der Zeit von 1297 bis 1306 jedoch nicht und er nimmt die Stadt ein, zerstört die Befestigungen und sorgt so dafür, dass der Erzbischof vorerst keine Macht mehr über die Stadt besitzt. Dorsten ist hier Spielball zweier Mächte, die sich aufgrund gänzlich anderer Gründe bekriegen. Nachdem der Konflikt im Jahre 1306 beigelegt wird gliedert sich Dorsten aber erneut in den Machtbereich des Erzbischofs ein.</p>
<p>Nachdem die Befestigung der Stadt mit Holz und Erde von 1260 zerstört wurde, wird 1344 erneut eine Befestigung der Stadt fertig gestellt. Dieses Mal in Form einer Stadtmauer, die 11,8 Hektar Land &#8220;befestigt&#8221; und eine Bauzeit von 28 Jahren in Anspruch nahm.</p>
<p>Da die Stadt bisher zum Großteil noch Eigentum des Viktorstiftes ist beginnt sie vor allem im 14. Jahrhundert kontinuierlich selbst Grundeigentümer zu werden und bringt durch zahlreiche Ankäufe immer mehr Land in den eigenen, städtischen Besitz. Für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgt dann die Mitgliedschaft in der Hanse. Auf den Hansetagen ist Dorsten allerdings nicht selbst vertreten. Die Vertretung übernimmt die Stadt Dortmund. Durch den nun stark zunehmenden Handel und durch den Schiffsbau schafft es die Stadt Dorsten ein enormes Vermögen anzuhäufen und für Händler und andere Gruppen immer attraktiver zu werden.</p>
<p>Dies zeigt sich zum Beispiel auch durch die Gründung eines Franziskanerklosters im Jahr 1488. Zum Ausgang des Mittelalters &#8211; also im 16. Jahrhundert &#8211; ist Dorsten die reichste Stadt im Vest Recklinghausen und gilt als bedeutender Standort im Umkreis. </p>
<p>Dorsten wird also 1251 gegründet, zu einer kleinen Stadt ausgebaut, dann aber durch Konflikte wieder zurückgeworfen. Nach dem vollendeten Bau der Stadtmauer, dem Erwerb von Grundbesitz im 14. Jahrhundert und durch den Eintritt in die Hanse wird Dorsten allerdings immer bedeutender und attraktiver. Meiner Meinung nach eine sehr spannende Entwicklung&#8230; es hat mir persönlich auch richtig gut gefallen damals mal ein wenig in die Lokal-Geschichte einzusteigen und sich mit der Stadt zu beschäftigen, die man als Heimat anerkennt. </p>
<p>Habt ihr euch auch schon einmal mit eurer Stadt, der Gründung oder bestimmten geschichtlichen Epochen dieser beschäftigt? Also: Seid ihr auch interessiert an der Geschichte eurer Stadt?<br />
Und ich hoffe doch mal, dass ich euch da draußen nicht zu sehr gelangweilt habe. </p>
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		<title>Hitler/Stalin &#8211; Porträt einer Feindschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 09:04:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen wurde auf ARTE das neue dokumentarische Werk von Grimmepreis-Träger Ullrich H. Kasten ausgestrahlt. Eine (klassische) Dokumentation, die sich von dem, was man inzwischen gewohnt ist, abhebt. Denn allein Fakten und Archivaufnahmen sind das Mittel zur Wissensvermittlung, zur Darstellung der Beziehungen von Adolf Hitler und Josef Stalin. Verzichtet wird auf Zeitzeugen oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.lordysweblog.net/wp-images/hitler-stalin-portraeteinerfeindschaft.jpg" alt="Hitler und Stalin - Porträt einer Feindschaft" title="Hitler und Stalin - Porträt einer Feindschaft" /></p>
<p>In den letzten Tagen wurde auf ARTE das neue dokumentarische Werk von Grimmepreis-Träger Ullrich H. Kasten ausgestrahlt. Eine (klassische) Dokumentation, die sich von dem, was man inzwischen gewohnt ist, abhebt. Denn allein Fakten und Archivaufnahmen sind das Mittel zur Wissensvermittlung, zur Darstellung der Beziehungen von Adolf Hitler und Josef Stalin. Verzichtet wird auf Zeitzeugen oder die Aussagen von Experten. Genauso, wie man auf aufwendige Computeranimationen verzichtet. Das allein bereitet der Dokumentation einen in dieser Zeit so besonderen Charme. </p>
<p>Adolf Hitler und Josef Stalin stehen für zwei unterschiedliche Systeme. Rassenwahn und Klassenkampf. Und obwohl ihr Kampf gegeneinander die Welt für mehrere Jahre bestimmt, treffen sich Hitler und Stalin nie persönlich. Die Dokumentation schafft es dennoch die Sicht des einen auf den jeweils anderen zu verdeutlichen, denn Schriftzeugnisse und Aussagen über den Gegner gibt es genug. Und diese sind wahnsinnig interessant.</p>
<p>Die Dokumentation beginnt mit dem  22. Juni 1941, dem Datum der ersten deutschen Angriffe auf die Sowjetunion und zeigt nun die voranrollende Offensive mit ihren Erfolgen. Hitler &#8220;jubelt&#8221; und Stalin fällt in eine tiefe Depression. Er hatte, wie man gezeigt bekommt, nicht mit einem Angriff gerechnet und war auch nicht auf selbigen vorbereitet. So gelingt den Deutschen auch der Sieg in so gut wie jeder Schlacht.<br />
Danach dreht sich bekanntlich die Gunst, denn mit der Kapitulation der Deutschen in Stalingrad im Jahr 1943 findet der sogenannte &#8220;Seitenwechsel der Depression&#8221; statt. Nun &#8220;jubelt&#8221; Stalin und Hitler verliert das so wichtige Band zur Realität. </p>
<p>Wenn jemand Interesse an dieser Zeit hat und sich gerne damit beschäftigt, dann sollte diese Dokumentation auf jeden Fall gesehen werden. Vor allem, weil sie ein wirklich gutes Bild über die Beziehungen der beiden zueinander und über deren eigene Selbstsicht zeigt. Und hinzu kommt dann noch, dass sie einfach anders ist als das, was man gewohnt ist. Was auch ziemlich erfrischend sein kann. Wobei ich gestehen muss, dass ich da auch kurze Zeit brauchte, um mich auf diese Art einzustellen.</p>
<p><small>___<br />
Mehr Informationen: Ein interessanter Artikel mit Bildmaterial findet sich auf <a href="http://www.monstersandcritics.de/artikel/200910/article_127976.php/Hitler-und-Stalin-Portr%C3%A4t-einer-Feindschaft-08-04-2009-21-00-ARTE">m&#038;c</a>; Ab dem 24.04.2009 ist die Dokumentation auch als DVD zu erwerben.</small> </p>
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		<title>Das große Spiel von Rom im Jahr 1990</title>
		<link>http://www.lordysweblog.net/2009/02/24/das-grose-spiel-von-rom-im-jahr-1990/</link>
		<comments>http://www.lordysweblog.net/2009/02/24/das-grose-spiel-von-rom-im-jahr-1990/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 08:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lordy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit hatte ich mit diesem Artikel bei der Blog-Parade von a blog about nothing mitgemacht. Es ging darum die Aufstellung der deutschen Fussball-Nationalmannschaft für die WM 2010 in Südafrika zu tippen. Nun gibt es auch eine Auswertung, die ganz spannend ist. Hier kurz die Aufstellung, wie sie von den Teilnehmern gesehen wurde: Adler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit hatte ich mit <a href="http://www.lordysweblog.net/2009/02/08/blog-parade-wm-2010-die-deutsche-elf/">diesem Artikel</a> bei der Blog-Parade von <a href="http://blog.d-krauss.de/">a blog about nothing</a> mitgemacht. Es ging darum die Aufstellung der deutschen Fussball-Nationalmannschaft für die WM 2010 in Südafrika zu tippen. Nun gibt es auch eine <a href="http://blog.d-krauss.de/2009/02/23/blogparade-wm-2010-deutsche-startaufstellung-tippen-die-auswertung/">Auswertung</a>, die ganz spannend ist. </p>
<p>Hier kurz die Aufstellung, wie sie von den Teilnehmern gesehen wurde: Adler &#8211; Friedrich, Mertesacker, Westermann, Lahm &#8211; Rolfes, Schweinsteiger, Özil/Trochowski, Ballack &#8211; Klose, Gomez. Und ich bin auch nicht weiter überrascht, dass diese Aufstellung nahe an das herankommt, was ich mir gedacht hatte.<br />
Und im Zuge dieser Auswertung wurde bekanntgegeben, dass ich eine DVD mit dem Endspiel der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_1990">WM 1990</a> gewonnen habe. So erklärt sich auch das Foto da oben, das nämlich den Jubel nach dem Endspiel und dem 1:0 Erfolg über Argentinien zeigt. </p>
<p>Und gestern muss wirklich mein Glückstag gewesen sein, denn das Los in einem anderen Gewinnspiel hat ebenfalls meinen Namen verraten und so habe ich auch noch die EP &#8220;Maschinenkind&#8221; von Caputt (<a href="http://www.schwarze-news.de/2009/01/06/caputt-maschinenkind-ep-review-kurzkritik/">Review</a>) bei einem Gewinnspiel von <a href="http://www.schwarze-news.de/">Schwarze News</a> ergattert.<br />
So könnte eigentlich jeder Tag sein, oder? </p>
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