Neuregelung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ist vom Landtag in NRW gekippt worden

Neuregelung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ist vom Landtag in NRW gekippt worden

Vor zwei Wochen erregte das geplante Inkrafttreten der Neuregelung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) ab dem 01.01.2011 für große Aufregung im Internet und besonders innerhalb der deutschen Blogosphäre. Der Vertrag sollte dafür sorgen, dass alle Inhalte des Internets mit einer Alterskennzeichnung versehen werden müssen – somit auch private Webseiten und Blogs – oder nur zu bestimmten Zeiten zur Verfügung stehen. Auch ich habe Anfang Dezember meine Meinung dazu niedergeschrieben.

Am heutigen Tage lässt sich dann vermelden, dass der JMStV gekippt wurde. Der Landtag in NRW hat ihn nicht ratifiziert. Dadurch tritt er nicht zum 01.01.2011 in Kraft. Es ist schon interessant, wie sich das alles entwickelt hat. Vor allem die Situation in NRW selbst ist wahnsinnig spannend zu begutachten. Die frühere schwarz-gelbe Landesregierung hatte den Vertrag mit ausgehandelt. Die neue rot-grüne Minderheitenregierung sah sich lange Zeit trotz “größter inhaltlicher Bedenken” gezwungen diesen Vertrag durchzuboxen, da eine neue Regierung an den Zusagen der früheren festzuhalten habe – aus staatspolitischen Gründen. Doch da am Dienstag Abend die CDU ihr bevorstehendes “Nein” zum JMStV der Öffentlichkeit mitteilte, sah die Riege um Hannelore Kraft wohl keinen Anlass mehr zu diesem Handeln. Und somit ist der Staatsvertrag heute gekippt worden. Spannend.

Es wurde aber gleich darauf aufmerksam gemacht, dass die Regierung NRWs die Arbeiten an einem neuen Staatsvertrag für den Jugendschutz sehr schnell wieder aufnehmen und bei den Verhandlungen als Motor fungieren will. Okay… sind wir mal gespannt, was dann bei diesem neuen Versuch auf uns zukommt. Ob es dann am Ende besser oder schlechter wird, werden wir wohl in einigen Monaten sehen.

Im Grunde bin ich erst einmal froh… der JMStV war einfach viel zu schwammig. Und vielleicht haben die Politiker in den letzten Wochen auch gemerkt, dass sie damit vor allem dem braven Internet-Betreiber auf die Füße getreten wären. Wobei das wahrscheinlich mal wieder nur Wunschdenken ist. Ach… was soll’s. Wir haben ja erst einmal einen Grund zum Feiern. Und ich bin mal gespannt, ob und wann die ganzen Ankündigungen bezüglich der Blogschließungen etc. nun der Reihe nach wieder zurückgenommen werden. Glück auf!

Eine Meinung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)

Eine Meinung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist seit dem Jahre 2003 in Kraft. Am 01. Januar 2011 könnte und wird dieser Staatsvertrag wahrscheinlich – wenn er von allen Landtagen der Bundesländer abschließend ratifiziert wird – durch einige Änderungen erweitert werden. Die wohl bedeutendste Änderung: Eine geplante Einführung einer Alterskennzeichnung oder bestimmter Sperrzeiten von Inhalten im Internet.

Gestern brach in der deutschen Blogosphäre aufgrund dieses Artikels eine Art Hysterie aus. Manche Bloggerinnen und Blogger stellten klar, dass sie ihre Blogs schließen und vom Netz nehmen, wenn dieses Gesetz Neujahr 2011 in der jetzigen Form in Kraft treten sollte.

Ich habe gestern eine Menge Artikel zu dem Thema gelesen. Einige davon sind durchaus interessant. Daher möchte ich sie an dieser Stelle einfach mal verlinken. In der deutschen Blogosphäre wird eh zu wenig verlinkt. Und dieses Gesetz ist doch mal ein guter Grund, um diese Tatsache ein wenig aufzulockern. Also: Über den JMStV könnt ihr zum Beispiel einen interessanten Artikel bei Casi lesen. Auch die Artikel von Linus Neumann, Torsten Luttmann, Chrissy und AMY&PINK sind durchaus interessant. Nadine hat sich dann auch noch um die pädagogische Seite des JMStV bemüht – lesenswert. Und zusätzlich zu den hier genannten gibt es noch viele, viele weitere Artikel anderer Bloggerinnen und Blogger, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Nun möchte ich dazu auch noch meine Meinung darlegen und damit gewissermaßen mit dem Trend gehen. Ich muss sagen, dass mich dieser JMStV eher weniger beunruhigt. Wenn wir uns das mal alle vergegenwärtigen, dann gibt es Jugendschutzgesetze nicht erst mit diesem Staatsvertrag, sondern sie existieren schon ein ganzes Weilchen und damit länger als jeder Blog. Für brave, normale Bloggerinnen und Blogger, die nicht als Themenschwerpunkt pornografisches Material oder stumpfe Gewaltvideos gewählt haben, gab es in der Vergangenheit keine Probleme. Wird sich das nun mit den Neuerungen ab 2011 ändern? Die Antwort auf diese Frage lautet: Wahrscheinlich nicht!

Der JMStV bietet weit weniger Fallen als die meisten Bloggerinnen und Blogger glauben. Da ich das wahrscheinlich alles gar nicht so wirklich gut erklären kann, mag ich auf eine tolle Zusammenfassung und Erläuterung auf dem lawblog von Udo Vetter hinweisen. Spätestens nach der Lektüre dieses Artikels wird jedem klar sein, dass die Aussichten gar nicht so düster sind wie an vielen Stellen gedacht.

Eine Alterskennzeichnung muss nur dann erfolgen, wenn Inhalte angeboten werden, die erst “ab 16″ oder “ab 18″ geeignet sind. Ein Jugendschutzbeauftragten muss nur dann benannt und im Impressum vermerkt werden, wenn es sich um einen kommerziellen Blog handelt. Abmahnungen sind nur “auf Basis des Wettbewerbsrechts” möglich, aber dafür müsste es ja auch erst einmal einen Wettbewerb geben.

Was bedeutet der JMStV also für meinen Blog? Ich bin fast dazu geneigt hier mit einem klaren “Nichts” zu antworten. Ich persönlich schätze meine angebotenen Inhalte – natürlich ganz subjektiv – nicht als erst “ab 16″ oder “ab 18″ geeignet ein. Zudem handelt es sich um einen privaten Blog, der in keinem Wettbewerb zu anderen Blogs steht – was sollte mir ein solcher Wettbewerb denn auch bringen?

Dennoch besteht natürlich immer eine Restgefahr. Daher werde ich mir überlegen, ob ich meinen Blog mit einer Alterskennzeichnung ab dem 01.01.2011 versehen möchte. Vielleicht lasse ich meine Inhalte sicherheitshalber auch durch die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) überprüfen und klassifizieren. Dieser Dienst will wohl, wie bei Yuki Keylin gelesen, ab 2011 einen kostenlosen Service für Bloggerinnen und Blogger bereitstellen. Generell gilt aber erst einmal: Auf meinem Blog wird sich wohl nicht wirklich etwas ändern. Geschlossen wird er definitiv auch nicht.

Über das Vorhaben als solches kann man sich natürlich nur aufregen. Im Grunde wird dieser Staatsvertrag nichts bringen, da er einfach von Voraussetzungen ausgeht, die so nicht existieren und auch nie existieren werden. Vielleicht wollen die Politiker dieses Landes damit einfach nur zeigen, dass sie irgendetwas tun – egal, ob sinnvoll oder nicht. Das Internet als globales Medium ist einfach nicht von einem Staat kontrollierbar. Wenn die deutschen Seiten verschwinden, dann werden sie zum Beispiel durch britische oder us-amerikanische Webseiten mit ähnlichen Inhalten ersetzt. Und dann? Ganz simpel: Fail!

Im Grunde wird man nun einfach abwarten müssen. Der JMStV wird sich in der Praxis bewähren müssen. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird er – wie viele andere Versuche zuvor – nach einer gewissen Zeitspanne in der Versenkung verschwenden. Zumindest sollte dies die Hoffnung sein.

Soviel dazu also von mir. Meinen Blog wird es auch 2011 geben und er wird 24 Stunden lang 7 Tagen die Woche erreichbar sein. Denn ich finde nicht, dass dieser JMStV daran etwas ändern kann.

Google Street View und mein Heimatstädtchen Dorsten – Muss man denn alles selber machen?

Google Street View und mein Heimatstädtchen Dorsten - Muss man denn alles selber machen?

Wenn man dieser Tage im Internet unterwegs ist, dann kommt man an Google Street View so gut wie nicht vorbei. Während die BILD-Zeitung und ihre Online-Redaktion keine noch so kleine Chance ungenutzt lässt, um den “neuen” Dienst als Teufelswerk schlechthin darzustellen, erscheinen in der Blogosphäre immer mehr Artikel, in denen Bloggerinnen und Blogger zeigen, was für ein Bild die Kamera auf dem Google-Auto von ihrer Hausfassade gemacht hat.

Würde ich jetzt auch gerne tun, doch leider wird daraus vorerst nichts. Denn mein Heimatstädtchen Dorsten ist eindeutig zu winzig und zu unwichtig, um unter den 20 deutschen Städten zu sein, die bei Google Street View aktuell sichtbar sind. Tja… da kann ich wohl nur schreiben: Pech gehabt.

Natürlich könnte ich jetzt auch meine Schuhe und meinen Mantel anziehen, nach draußen gehen, die Straße überqueren, meine Digicam auf das Haus richten, den Abzug betätigen, wieder ins Haus zurückgehen, Schuhe und Mantel ausziehen, die Speicherkarte aus der Digitalkamera nehmen, das Foto auf den Notebook laden und es euch dann hier präsentieren, aber wer will das denn bitte sehen? Richtig: Niemand. Ist dann ja nicht vom Dach eines Auto aus aufgenommen.

Wobei: Das würde ich auch noch hinbekommen. Dann müsste ich ja nicht einmal über die Straße laufen, sondern könnte mich chillig auf das Autodach legen. Zwar ein wenig kalt und aktuell auch ziemlich nass, aber wäre ja machbar. Also… dann brauche ich nun nur noch eine Fahrerin oder einen Fahrer. Na… Mist! Da scheitert es dann doch. Aber die Idee behalte ich mal im Köpfchen. Versprochen und so! Und mit etwas Vorlaufzeit gelingt es mir bestimmt auch, dass Auto vorher noch mit extra großen Google-Aufklebern zu verzieren. Dann bekommt das Ganze ja noch viel mehr Stil, oder etwa nicht? Und wenn ich das für mein zu Hause erst einmal hinbekommen habe, dann könnte ich ja ganz Dorsten in Angriff nehmen. Dann würde das Städtchen endlich mal die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient…

Amiga meets Piano – Amiga Masterpieces Tribute

Beim täglichen Blick in meinem Google Reader ist mir heute Morgen ein Artikel von Piet ins Auge gesprungen, der einen tollen Tipp enthält. Und diesen Tipp finde ich so gut, dass ich ihn direkt mal hier mit euch teilen will.

Shadow of the Beast, Hero Quest, Monkey Island, Jim Power, R-Type, The Great Giana Sisters, Gods, Simon the Sorcerer und Mr. Nutz – einigen von euch werden diese Namen wahrscheinlich etwas sagen. Bei allen handelt es sich um tolle Spiele-Klassiker für den Amiga.

Alle hier genannten Spiele habe ich mindestens einmal selbst gespielt – die meisten davon sind sogar noch heute in meinem Besitz – zusammen mit einem Amiga 500 aus dem Jahre 1987. Der ist quasi fast so alt wie ich und hat die Strapazen der Zeit ganz gut überstanden. Angeschlossen habe ich ihn allerdings schon länger nicht mehr. Könnte ich glatt man wieder tun, aber das ist ein anderes Thema.

Das Projekt “Amiga meets Piano” ist ein Tribut an die tollen Spiele-Soundtracks und eine wunderbare Zeit. Die aus den Spielen bekannten Melodien wurden live als Klavierversionen eingespielt und stehen für alle interessierten Geister kostenlos zum Download bereit. Insgesamt gibt es 25 Songs zu hören.

Meine bisherigen, persönlichen Favoriten sind schnell benannt: The Great Giana Sisters, Monkey Island, Simon the Sorcerer. Denn das sind genau die Spiele, die ich damals am meisten gespielt habe. Da hängen also die meisten Erinnerungen dran. Kein Wunder also, dass sie mir besonders am Herzen liegen.

Und ihr solltet da auch mal reinhören, denn wie gesagt: Der Download ist kostenlos. Es gibt also nichts zu verlieren.

Werde doch ein Fan meines Blogs bei Facebook

Werde doch ein Fan meines Blogs bei Facebook

Bei Twitter bin ich momentan inaktiv, weil ich mir dort einfach mal eine Pause gönnen möchte. War zwar vor allem zu Beginn des Jahres 2010 eine tolle Zeit mit dem Microblogging-Dienst, doch momentan fehlt mir die Lust und auch die Zeit. In der vorlesungsfreien Zeit wird es sicherlich wieder anders aussehen, aber bis dahin… aber darüber wollte ich doch gar nicht schreiben.

Immerhin bin ich momentan ziemlich aktiv bei Facebook. Alle Leserinnen und Leser, die auch bei Facebook unterwegs sind, sind hiermit freundlich dazu eingeladen mich als Freund hinzuzufügen. Und da auch der Blog dort eine eigene Seite hat, welche vor allem über neue Artikel und Nachrichten auf dem Laufenden halten soll, könnt ihr auch direkt ein Fan werden und zeigen, dass euch der Blog gefällt.

Ich freue mich auf jeden Fall über neue Leute, denen der Blog gefällt, und über jede neue Freundschaftsanfrage. Und viel mehr gibt es an diesem Tag auch nicht zu lesen. Ich wünsche euch noch einen schönen Dienstagabend.

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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