Hey Maik, was hast du denn dieses Semester noch für Prüfungen vor der Brust?

Der Semester-Endspurt hat längst begonnen. Hier werden Klausuren geschrieben, da mündliche Prüfungen abgenommen und nebenbei werden noch die letzten Referate gehalten oder Hausarbeiten geschrieben. Jede Studentin, jeder Student kennt diese Zeit, die entscheidet, ob das Semester gelingt oder fehlschlägt.

Natürlich befinde auch ich mich gerade in dieser Phase. Kaum ein Uni-Tag vergeht ohne die üblichen Gesprächsthemen – Klausur, mündliche Prüfung und Hausarbeit. Und immer wieder fällt die Frage: “Was hast du denn so für Prüfungen vor der Brust?” Ich antworte dann immer gebetsmühlenartig: “7 Klausuren, 2 Hausarbeiten, eine Sitzungsreflexion und eine mündliche Prüfung.” Wobei ich gestern schon eine Klausur geschrieben habe. Somit sind es nun “nur” noch 6 an der Zahl.

Probleme habe ich damit nicht. Ist halt eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Und ich bin, wie eigentlich immer, zuversichtlich, dass ich das schaffe. Immer positiv denken, nicht wahr?

Wie sieht es denn bei euch so aus?

Janne Teller – Nichts. Was im Leben wichtig ist.

Janne Teller - Nichts. Was im Leben wichtig ist.

Sonntag Abend las ich den Roman “Nichts. Was im Leben wichtig ist.”, geschrieben von der dänischen Schriftstellerin Janne Teller. Das Jugendbuch, welches im Jahre 2000 in Dänemark veröffentlicht wurde, erschien 2010 in Deutschland und hat für einige Diskussionen gesorgt. Aber dazu später mehr. Nun gibt es erst einmal einen Einblick ins Buch anhand des Klappentextes. Ihr sollt ja auch wissen, worum es eigentlich geht.

“Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.” Mit diesen Worten verlässt Pierre eines Tages den Unterricht. Seine Mitschüler beschließen daraufhin, ihrem nihilistischen Klassenkameraden das Gegenteil zu beweisen: In einem alten Sägewerk sammeln sie alles, was Bedeutung hat. Doch außer alten Fotos, einer kopflosen Puppe und einem Gesangbuch kommt nichts zusammen. Daher fordern die Schüler, dass jeder etwas Bestimmtes, ihm besonders Wichtiges abgeben muss: Ole die Handschuhe, Hans sein neues Rennrad, Hussein den Gebetsteppich, Frederik die dänische Flagge. Je größer das Opfer, desto größer seine Bedeutung.

Junge Menschen auf der Suche nach Bedeutung, nach Lebenssinn, nach einer Möglichkeit dem Nichts zu entkommen. Bei “Nichts. Was im Leben wichtig ist.” handelt es sich um ein Buch, das zum Nachdenken anregt und auch Menschen außerhalb der eigentlichen Zielgruppe bewegt und mitnimmt. Mittlerweile ist es in den Lehrplänen von vielen deutschen Schulen zu finden und wird vermehrt in der 7. oder 8. Klasse gelesen. Von manchen Köpfen wird dies nicht gern gesehen, da das Buch durchaus als umstritten gilt. Kann man Jugendlichen dieses Buch, gefüllt mit einer Menge Nihilismus, zumuten? Sing Jugendliche diesem Inhalt gewachsen? Können sie damit ordentlich umgehen? Oder setzt dieses Buch Gedanken und Handlungen frei, die es zu vermeiden gilt? Spannende und wichtige Fragen, die eindeutig diskutiert gehören – allerdings nicht in diesem Artikel, da dies dann doch viel zu weit führen würde.

Ich muss sagen, dass mir das Buch persönlich sehr gut gefallen hat. Mit 140 Seiten vom Umfang her leicht bekömmlich und schnell gelesen, doch aufgrund des Inhalts fesselt es einen auch im Nachhinein noch einige Zeit mit den darin aufgeworfenen Fragen, mit der Suche nach dem ganz eigenen Lebenssinn, nach Bedeutung. Janne Teller schreibt diese Geschichte in einem wahnsinnig packenden, weil doch recht nüchternen Stil. Alles, was im Buch passiert, ist eben einfach so, muss so sein. Eine ganz besondere Perspektive auf eine sich immer höher schaukelnden Handlung, die erst harmlos beginnt, dann aber doch zu eskalieren droht. Mehr mag ich dazu aber nicht sagen, weil ich euch ja nicht den Spaß am Lesen nehmen will.

Fazit: Ein interessantes und sehr gutes Buch, das auf jeden Fall gelesen gehört, weil es sich mit einem existentiellen Thema auseinandersetzt und eindeutig zum Nachdenken anregt. Es hebt sich aus der Masse ab und ist auf jeden Fall besonders. Außerdem ist es wahnsinnig gut geschrieben und wartet mit einem tollen Stil auf.

Ich wurde vergessen :(

Ich wurde vergessen

Es stehen an der Ruhr-Universität mal wieder die Wahlen zum Studierendenparlament an. Woran man das erkennt? An der enormen Papierverschwendung in Sachen Plakaten, die wirklich nicht mehr wie überall hängen. Naja, momentan sind es noch wenige, aber das wird sich ändern. Ganz bestimmt. Und dann hängt wieder alles voll. Wobei mir das Motiv dieses Plakats irgendwie gefällt. Da steckt so viel Inhalt drin.

Ab morgen Nachmittag ist Weihnachtsstimmung vorprogrammiert!

Ich bin momentan ziemlich im Stress. Zeigt sich hier auch an den teilweise doch recht kurzen Artikeln. Aber da muss ich durch. Und ihr auch. Wir werden es verkraften. Morgen Nachmittag kommt auch schon wieder ein wenig Ruhe rein. Dann liegt das letzte Referat für 2011 hinter mir. Wäre ja eigentlich schon vor einer Woche erledigt gewesen, aber da durfte ich ja aus Zeitgründen nicht mehr. Nun denn. Dann kann ich aufatmen, habe wieder mehr Zeit und kann vor allem mal in Weihnachtsstimmung kommen. Und das will ich auch. So sehr. Letztes Jahr kam lang keine Weihnachtsstimmung auf, weil ich bis kurz vor Heiligabend noch viel zu tun hatte. Dieses Mal soll es anders sein. Das habe ich mir auch echt verdient. Und ihr so?

Eigentlich hätte ich heute referieren sollen…

Aber dann war das Seminar vorbei und mein Referat war immer noch nicht gehalten. Verschiebt sich also um eine Woche. Hatte ich aber auch im Vorfeld schon ein wenig mit gerechnet, weil wir für die heutige Sitzung ein durchaus straffes Programm vor der Brust hatten. Nun darf ich nächste Woche. Weiß gerade aber gar nicht, ob ich das nun gut oder schlecht finden soll. Muss ich mir noch überlegen. Gedanken darüber mache ich mir aber erst am Montag, denn: Wochenende. Und das wird nun ganz sicher genossen. Ganz sicher. Gaaanz sicher. Genug Stress diese Woche gehabt. Und euch noch einen schönen Abend.

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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