Praktikum im Archiv: Der erste Eindruck

Praktikum im Archiv: Der erste Eindruck

Es ist nun Dienstagabend und somit sind meine ersten beiden Tage des Praktikums im Dorstener Stadtarchiv herum. Es ist also durchaus an der Zeit meine ersten Eindrücke zu schildern – aber auch nur kurz und knapp. Bevor ich dieses Praktikum angetreten habe war ich natürlich angespannt, da man ja nie weiß, was einen nun genau erwartet. Was soll beziehungsweise darf man machen? Wie gestaltet sich das Verhältnis zu den Mitarbeitern? Dinge, die vor allem für ein Praktikum von vier Wochen durchaus von großer Bedeutung sind, da man ja nicht gerade eine kurze Zeit an der Wirkungsstätte verbringt.

Ich kann nach den bisherigen Erfahrungen nur Positives vermelden. Ich habe interessante Aufgaben zu erledigen, habe einen bisher ganz spannenden Einblick in die Arbeiten, die in einem Archiv anfallen, bekommen und finde vor allem auch den Recherche-Aspekt sehr toll, da ich da für mich sehr viel mitnehmen kann. Das liegt aber wohl auch daran, dass ich mich aktuell mit einem für mich spannenden Thema beschäftigen darf. Und zwar mit Akten, Daten und Fakten aus den Jahren 1944 und 1945. Sehr interessant und ein absolutes Paradies für einen “Neuzeitler” wie mich. Mit den Mitarbeitern komme ich übrigens auch super klar – da passt alles. Natürlich total toll. Ich bin außerdem froh, dass ich mir ein “kleines” Archiv ausgesucht habe und nicht das Gegenteil nun aufsuche, da ich bisher das Gefühl habe viel mehr mit zu bekommen als in einem großen Archiv – also was Abläufe und so weiter betrifft. Ist ja auch alles ein wenig persönlicher. Zudem muss man sich nicht auf so viele unterschiedliche Charaktere einstellen. Ich hätte damit zwar kein Problem, aber schlecht finde ich es so, wie es nun ist, auf keinen Fall.

Ich arbeite übrigens die nächsten vier Wochen immer von 7 Uhr morgens bis nachmittags um 16 Uhr. Freitags habe ich eher Feierabend und das ist auch gut so. Immerhin kann ich dann an dem Tage auch noch ein Menge anderer Dinge erledigen.

Was meine Hausarbeit angeht, so bin ich nun richtig guter Dinge, denn: Es läuft! Auch ein Aspekt, der mich total freut. Da jetzt gleich noch ein paar Minuten dran arbeiten, wenn meine selbst gesteckte Pause vorbei ist, und dann auch schon ab ins Bett und zur Entspannung noch irgendeine Serie schauen. Hachja… ist es im Moment alles schön…

Wenn die Prokrastination eindeutig siegt

Wenn die Prokrastination eindeutig siegt

Wie sinnbildlich dieses Foto doch ist. Das Wort “Prokrastination” kennen wir doch alle, oder? Sachen, die wir erledigen müssen, schieben wir gerne mal auf. Da wird dann auch die kleinste Ablenkung dankend hingenommen, damit man sich nicht mit dem eigentlich Wichtigen beschäftigen muss. Bei mir ist dieses Wichtige eine Hausarbeit, die ich recht bald abgeben muss. Allerdings habe ich eigentlich heute und morgen meine letzten 2 “Ferien-Tage”, weil ich danach durch ein Praktikum (ich werde berichten) auf Trapp gehalten werde. Allerdings freue ich mich da auch tierisch drauf. Wird sicher ganz toll.

Und so bleiben die wichtigen Sachen doch erst einmal liegen, weil der Druck eindeutig nicht groß genug ist. Ich bin mir sicher es noch schaffen zu können. Auch wenn ich meinen Zeitplan schon mehrere Male gänzlich über den Haufen geworfen habe und ich mir sicher bin, dass es ziemlich stressig wird.

Allerdings war es für mich auch sehr wichtig die letzten freien Tage zu genießen. Diese habe ich nicht gelangweilt zu Hause verbracht, sondern jeden Tag genutzt um Freunde zu besuchen und andere mir wichtige Dinge zu erledigen. Wenn ich auf den letzten Monat zurückschaue, dann bin ich gänzlich zufrieden, weil ich einfach so viel erlebt habe. Das habe ich gebraucht. Auch im Hinblick auf das nächste, stressige Semester an der Universität. Denn sind wir mal ehrlich: Abwechslung muss sein, damit man einen klaren Kopf bekommt.
Aber nicht nur was die Hausarbeit angeht hänge ich hinterher. Auch beim Projekt 52 fehlt mir schon ein Beitrag. Morgen werden es wohl schon zwei sein. Aber damit kann ich auch noch leben, denn das hole ich auch wieder auf. In den nächsten Wochen.

Für mich heißt es heute noch einmal die freie Zeit zu genießen. Daher geht es heute Abend/Nacht auch wieder “auf Tour”. Morgen werde ich allerdings dann mit der Hausarbeit weitermachen. Denn das Ziel sie bis morgen Abend zur Hälfte fertig zu schreiben ist unverrückbar. Ja, ich meine das ernst!

Die Geschichte der verschollenen Klausuren

Am Ende des letzten Sommersemesters habe ich lange auf eine Klausur gewartet, die mir per Post zugeschickt werden sollte. Doch sie kam nie an. Ein Nachfragen per Mail erbrachte, dass niemand wusste, wo die Klausur gelandet war. Selbst das Ergebnis konnte man mir unerklärlicherweise nicht mitteilen. Ich musste also die angesetzte Nachschreib-Klausur mitschreiben, die dann aufgrund der nicht vorhandenen Vorbereitung nicht sonderlich gut lief. Als ich später meinen Mitkommilitonen von den Vorkommnissen erzählte, da wollte mir das niemand so recht glauben.

Dieses Semester war es wieder so, dass ich mir die Klausur zuschicken lassen musste. Wir müssen der Klausur also einen Din-A4 Umschlag beilegen, der mit einer 1-45€-Briefmarke frankiert und mit unserer Adresse versehen ist. Und meine Klausur kam auch an. Ich habe mich ja an anderer Stelle schon über die bestandene Latein-Klausur ausgelassen. Und genau diese kam eben per Post. Ich habe daraufhin einem Mitkommilitonen, der ebenfalls diese Klausur geschrieben hat, mitgeteilt, dass ich meine Klausur bekommen habe. Er hat von seiner Klausur bis heute nichts gesehen. Ein Nachfragen ergab bei ihm selbiges, wie bei mir vor einem Semester. Auch er darf jetzt an der Nachschreib-Klausur teilnehmen ohne sich seine geschriebene Klausur anschauen zu können. “Aus Fehlern kann man lernen” trifft hier also nicht wirklich zu.

Und ich denke nicht, dass die Post dafür verantwortlich ist. Wenn es einmal passiert, dann kann man vielleicht davon ausgehen, aber wenn es dann schon ein zweites Mal passiert, dann ist das doch eher unwahrscheinlich. Ich kenne die Post nämlich als sehr zuverlässig. Wobei sicher auch da viele anderer Meinung sein werden. Aber im Grunde ist es auch nicht so wichtig, wer den schwarzen Peter hat. Ob es nun die Post ist oder der Dozent… es sorgt auf jeden Fall für suboptimale Zustände. Ich könnte mich darüber noch Stunden aufregen…

Einfach wieder etwas lesen wäre mal schön

Ich kann mich noch an manche Abende und Nächte erinnern, die ich auf dem Bett liegend, mit einer leckeren Tasse Kaffee auf dem Nachttisch und mit einem Buch in der Hand verbracht habe. Manchmal habe ich bis spät in die Nacht gelesen, obwohl ich am nächsten Morgen früh raus musste. Die Zeit flog an einem vorbei, doch schlafen ging nicht, weil die beschriebene Geschichte so spannend war. Ein Buch nach dem anderen wurde gekauft oder ausgeliehen und nur wenige Tage später wurde schon wieder Nachschub benötigt.

Leider ist das heutzutage nicht mehr so. Und das liegt meiner Meinung nach eindeutig am Studium. Während der Vorlesungszeit hänge ich mit dem Kopf durchgängig über Büchern, aber meist sind das natürlich dann Bücher, die ich für die Seminare lesen muss, damit das Wissen “wächst”. Also alles “wissenschaftlich”.

Studiere ich doch sogenannte “Lesefächer”. Für den Bereich Belletristik bleibt mir meist so gut wie keine Zeit. Immer sind andere Dinge wichtiger. Und wenn man sich schon durch die ganze Literatur für die Universität gebüffelt hat, dann fehlt manchmal auch einfach die Lust noch etwas anderes zu lesen. Da nutzt man lieber andere Dinge zum abschalten.

Und nun – während der vorlesungsfreien Zeit – sollte ich eigentlich die Zeit zum lesen finden, denn insgesamt gesehen kann ich mir nun meine Zeit selbst einteilen und somit vermeiden, dass ich von “wissenschaftlicher Lektüre” erschlagen werde. Aber gerade jetzt bin ich eigentlich froh überhaupt keine Bücher sehen zu müssen, obwohl ich eigentlich Lust habe mal wieder einen guten Roman zu lesen. Vor allem, weil ich noch drei angefangene Bücher hier liegen habe, die auch allesamt recht spannend waren. Aber dennoch… wenn ich ein Buch in die Hand nehme, dann schlage ich es meist nach wenigen Seiten wieder zu, weil mein Kopf dann einfach nicht mehr will.

Ich bin aber nicht allein mit dem Problem, denn ich weiß von ein paar Kommilitonen, dass sie “privat” auch so gut wie gar nicht mehr lesen, obwohl sie das früher viel und gerne gemacht haben. Irgendwie ist das schade. Und ich versuche ja auch was zu ändern, aber irgendwie gelingt mir das nicht.

Kennt ihr das auch? Vielleicht Tipps parat?

Wenn dann die Noten langsam eintrudeln

Die letzten Tage musste ich nicht zur Universität, denn schließlich hat die vorlesungsfreie Zeit, die auch gerne mal mit dem Wort “Semesterferien” belegt wird, begonnen. Das Wintersemester 2009/2010, mein fünftes Semester, ist so gut wie vorüber. Manche Hausarbeit muss noch abgegeben werden, aber die Klausuren sind geschrieben und die ersten Noten trudeln nach und nach ein.

In den letzten 3 Tagen habe ich eine Menge Noten erhalten. Und insgesamt gesehen bin ich sehr zufrieden. Ich habe die besonders wichtige Latein-Klausur bestanden und auch sonst durchaus gute Ergebnisse erzielt. Bei einer Klausur bin ich minimal enttäuscht gewesen, aber auch nur deshalb, weil ich mir eine 1,0 erhofft hatte. Und bei einem benoteten Referat hätte ich mir selbst sogar eine schlechtere Note gegeben, weil es meinen eigenen Ansprüchen nicht genügte, aber scheinbar dennoch für eine gute Note reichte.

Nebenbei beginnt schon die Planung für das sechste Semester. Ich muss den nächsten Latein-Kurs angehen, ein Seminar in Vorbereitung auf ein Schulpraktikum absolvieren, einige Punkte im Optionalbereich sammeln und noch die letzten übrig gebliebenen Veranstaltungen in meinen beiden Fächern belegen. Zum Großteil handelt es sich dabei um sogenannte “Sitzscheine”, denn ich werde allein 3 Vorlesungen besuchen müssen, die ich ohne Prüfungsleistung quasi durch die Anwesenheit bestehe. Und dann steht ja auch schon irgendwie die Planung der Bachelor-Prüfungen im Raum, denn schließlich möchte ich mein Studium, wenn möglich, in der Regelstudienzeit beenden. Wobei da vieles von den Zeiten der Veranstaltungen abhängt. Wenn es da eine Überlappung gibt, dann brauche ich ein Semester mehr. Gewissheit werde ich in den kommenden Tagen erlangen. Ich bin auf jeden Fall mehr als gespannt.

Im Moment ist es sowieso ein Mix aus Nervosität aufgrund der noch ausstehenden Hausarbeiten des Wintersemesters und Freude auf das nächste Sommersemester, dass sicher interessant, aber auch arbeitsintensiv wird. Außerdem ist es schön wieder im Sommer zu studieren, denn da kann man so viele schöne Stunden auch an der Universität erleben, wobei ich sagen muss, dass ich dieses Wintersemester auch irgendwie toll fand. Vor allem ab Mitte Dezember. Aber… jetzt habe ich irgendwie den Faden verloren. Wollte ich noch etwas loswerden? Nein, ich glaube nicht.

«101112131420 »

Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
    ArchivImpressumCC-Lizenz
    Facebook Twitter Last.fm E-Mail RSS-Feed

Blog-Suche

Letzte Kommentare

  • maloney: "Trashig bis ins Mark! Mondnazis FTW!"
  • Sonja: "Seh ich ganz genauso. Ich glaube da haben sie sich von der vergangenen Saison doch zu..."
  • Bomel: "Reines Bauernopfer. Absolut unnötig. Wir sprechen von einem Verein, welcher erst seit..."
  • Lordy: "@Symm: Ich habe auch schon einige Aktionen, die so ähnlich waren, scheitern sehen. Ist..."

Facebook