Diese drei Stifte waren heute meine besten Freunde. Und morgen werden sie es wohl auch noch sein.

Diese drei Stifte waren heute meine besten Freunde. Und morgen werden sie es wohl auch noch sein.

Lange Uni-Tage sind lang

Ist mir heute mal wieder richtig schön bewusst geworden. War anstrengend. Und ich würde durchaus sagen, dass ich gerade ziemlich geschafft bin. Auch wenn das eigentlich gar nicht geht, weil Studenten ja das voll krass chillige Leben haben und so. Nur rumsitzen, zuhören, lesen und schreiben. Kann ja wohl nicht so wirklich anstrengend sein, nicht wahr? Sollen die erstmal arbeiten, die faulen Säcke. An der Schüppe. So richtig. Mit Muskelkraft und Schweiß und Dreck…

Öh, sorry. Da ist wohl irgendwas mit mir durchgegangen. Aber passiert ja mal. Ich bin auf jeden Fall ordentlich müde. Aber auch glücklich, weil der Tag nicht nur lang und anstrengend, sondern auch richtig toll war. Viel gelernt, viel geschafft, viel gelacht. Einfach eine Bereicherung. Ja, ehrlich. Und den leckeren Kaffee zwischendurch mag ich nun auch nicht verschweigen. Der war empfehlenswert, aber ich will hier ja jetzt keine Werbung machen.

Dass ihr so einen Artikel hier zu lesen bekommt, ist übrigens der Beweis dafür, dass ich ziemlich k.o. bin. Denn eigentlich hatte ich was anderes für heute geplant. Aber… wird verschoben. Auf nächste Woche oder so. Und Tippfehler etc. schiebe ich darauf, dass ich im Zug sitze und diesen Artikel vom iPhone aus schreibe. Was auch bei längeren Artikeln durchaus ganz angenehm und bequem ist, wie ich gerade feststellen darf. Also. Äh, ja. Wo war ich? Ach egal. Ich beende das nun hier einfach. Und am besten macht man sowas ja immer mit ein paar netten Abschiedsworten. Also: Habe euch lieb!

Und dann war da noch diese Abstimmung, die vor allem durch ihre überaus gigantische Sinnlosigkeit glänzte.

Bisher kann ich diesen Tag durchaus als gelungen bezeichnen. Und das wird wohl auch noch heute Abend so sein. Ich war an der Uni, habe einige organisatorische Dinge erledigt und mich zudem sportlich betätigt. Alles super. Echt. Toller Tag. So weit, so gut.

Doch da gibt es diese eine Sache, die mich noch jetzt ein wenig staunen lässt. Heute morgen gab es während der Vorlesung eine Abstimmung. Es ging darum, ob um 8:15 Uhr oder um 8:30 Uhr gestartet werden soll. An der RUB ist es vor allem im Wintersemester häufig so, dass die ersten Veranstaltungen des Tages um 8:30 Uhr beginnen. Wegen den vielen Pendlern, dem schlechten Wetter und so weiter. Da wird sich eigentlich immer recht schnell und ohne Umschweife drauf verständigt. Natürlich werden die 15 Minuten, die vorn wegfallen, dann hinten an die Vorlesung dran gehängt. Vollkommen normal. Und war bisher auch in allen Veranstaltungen, die ich besucht habe, noch nie ein Problem.

Nun denn. Da gab es nun auf jeden Fall diese Abstimmung. Die Dozentin fragt: “Wer möchte, dass die Sitzungen ganz normal um 8:15 Uhr stattfinden?” Ein gutes Viertel der Teilnehmer zeigt auf. Dann die Gegenfrage: “Wer möchte, dass die Sitzungen erst um 8:30 Uhr stattfinden?” Drei Viertel der Teilnehmer zeigen auf. Die Mehrheit. Es scheint entschieden. Ich freue mich schon. Und auch in meinem näheren Umfeld wird diese Nachricht gut aufgenommen. Strahlende Gesichter. Eine gelungene, faire Abstimmung. Demokratie und so.

Doch dann erhebt sich ein Finger. Eine Kommilitonin wird aufgerufen und sagt, dass sie will, dass um 8:15 Uhr angefangen wird. Sonst würde sie es nicht in den nächsten Kurs schaffen, den sie danach besuchen will. Öh, ja. Interessantes Argument. Denn die RUB ist ja eine Campus-Uni und so. 15 Minuten reichen mir, um vom einen Ende zum anderen zu laufen, aber egal. Vielleicht hab ich auch nur den Vorteil, dass ich lange Beine habe und dadurch viel schneller bin oder so. Keine Ahnung. Auf jeden Fall passiert das Unfassbare. Die Dozentin reagiert wie folgt: “Okay. Dann fangen wir wie gewohnt um 8:15 Uhr an.” Ein Viertel der Teilnehmer freut sich, drei Viertel schlucken und sind sprachlos. Ich will ja nicht meckern und im Grunde ist mir das auch egal, aber wozu dann die Abstimmung?

Bachelor of Arts (B.A.)

Bachelor of Arts

Das Wintersemester 2011/2012 hat begonnen. Gestern hatte ich meine ersten Veranstaltungen. Naja, eigentlich hatte ich nur eine Veranstaltung. Der Rest ist mehr oder weniger unangekündigt ausgefallen. Dafür hasse ich die erste Vorlesungswoche. Aber was solls, denn der Tag hat sich dennoch gelohnt. Denn es gab viele interessante Gespräche und Kaffee. Und dann hab ich auch noch im Prüfungsamt vorbeigeschaut. Da bekam ich dann meine Bachelor-Arbeit zurück. Mit der Note bin ich mehr als zufrieden. Darüber hinaus bin ich nun ganz offiziell Bachelor of Arts. So richtig mit Zeugnis und Urkunde und so. Fühlt sich super an. Und ist auch ein super Ansporn für die nächsten Semester im Master. Und ich so: Yeah!

Der Stundenplan steht. Das Wintersemester 2011/2012 kann also Fahrt aufnehmen.

Es ist immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man seinen Stundenplan fertig und vollendet vor sich liegen hat und man weiß, dass daran nicht mehr gerüttelt wird. Ich kann mich nun also voll und ganz auf die neuen Aufgaben im neuen Semester einstellen. Viele Veranstaltungen klingen äußerst interessant. Bin mal gespannt, ob sie am Ende auch so sein werden, wie ich es mir jetzt gerade ausmale. Nun denn.

Das Ausarbeiten eines Stundenplans war dieses Semester mal wieder eine kleine Herausforderung. Wie eigentlich immer. So mit Losverfahren, ein wenig Glück und einer Menge Jonglieren. Ungefähr so: “Wenn du jetzt Seminar A nimmst, dann kannst du Vorlesung B nicht belegen. Und zu Seminar C gehört noch Seminar D. Und dieses Seminar sorgt dafür, dass du Vorlesung E auch nicht nehmen kannst. Also doch lieber die Seminare F und G. Obwohl…” Ein ständiges Hin- und Her. Immer wieder ganz amüsant. Aber auch ein klein wenig nervenraubend.

Naja, geschafft ist geschafft. Ich bin zufrieden. Sieht alles ganz gut aus. Kann nun also endlich losgehen mit dem Wintersemester. Nächste Woche ist es ja zum Glück soweit. Wobei es gleich “gut” beginnt. Meine Veranstaltung am Montag findet in der ersten Vorlesungswoche nicht statt. Bedeutet: Erst Dienstag Uni. Da aber ganz bestimmt. Hab da auch direkt das wohl coolste Hauptseminar diesen Jahres. Ich freue mich gerade. Freut euch mit.

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Über Lordy

    Jahrgang 1986, Student an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Musik-begeistert und leidenschaftlicher BVB-Anhänger.
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